Sonntag, 18. Februar 2018

Ankündigung: Leserunde zu "Unter schwarzen Federn" von Sabrina Schuh - Märchenspinnerei ***Werbung***

Wir starten in den nächsten Tagen mit "let´s (sp) read" einen ganz besonderen Leseevent und ihr dürft uns dabei begleiten.

Aus Kindertagen dürften eigentlich alle das Märchen "Das hässliche junge Entlein" kennen. Für alle anderen möchte ich den Inhalt einmal kurz zusammenfassen.
Das Märchen handelt von einem kleinen Entlein, das nicht zu seinen Altersgenossen passt. Schon rein optisch ist es anders als seine Geschwister. Dafür wird das hässliche junge Entlein ausgegrenzt und verspottet. Es muss sich allein durchs Leben schlagen. Einsam und traurig verzweifelt es fast am Leben und doch lernt es auch Freundschaft und Hilfsbereitschaft kennen. Trotz aller Widrigkeiten entwickelt es eine große innere Stärke und bewahrt sich seine Liebenswürdigkeit. Am Ende wird aus ihm nicht nur äußerlich ein wunderschöner Schwan.

Sabrina Schuh hat sich im Rahmen der Märchenspinnerei dieses Märchen als Grundlage genommen und mit "Unter schwarzen Federn" eine moderne Adaption herausgebracht.

Eine schnatternde Meute Teenager
Eine unscheinbare Außenseiterin
Eine Verwandlung unter Tränen
Fee’s Leben ist die Hölle. Auch der Wechsel an die neue Schule bringt keine neuen Chancen, sondern nur Psychoterror und Ausgrenzung. Eines Tages spitzen sich die Dinge so zu, dass Fee nur noch einen Ausweg sieht; und der ist endgültig. Statt sie jedoch von ihrem Leben zu erlösen, bringt der von Markus vereitelte Selbstmordversuch sie in die Therapie. Wird sie es mit seiner Hilfe schaffen, ihren Lebensmut wiederzufinden oder wurde sie bereits zu tief verletzt?
In "Unter schwarzen Federn" spinnt Autorin Sabrina Schuh mit den Elementen von Andersens hässlichem Entlein eine düster-romantische Geschichte über Ausgrenzung, Todeswünsche und den schweren Weg eines jungen Mädchens, auf der Suche nach ihrem wahren Selbst.




Was versteckt sich hinter "let´s (sp) read"?

In den nächsten drei Wochen lesen wir das Buch auf zehn Blogs gemeinsam, unterteilt in drei Abschnitte. An den nächsten Sonntagen, also am 25.02, 04.03 und 11.03.2018 beantworten wir auf den teilnehmenden Blogs Fragen zu den jeweiligen Leseabschnitten. So erfahrt ihr nach und nach unsere Meinungen zum Buch und der Entwicklung der Protagonisten.

Seid dabei!
Wer unsere Leserunde aufmerksam verfolgt und die Tagesfragen beantwortet, kann jeden Sonntag neue Lose sammeln. Am Ende habt ihr so die Möglichkeit, eines von drei signierten Exemplaren von "Unter schwarzen Federn" incl. Postkarte und Lesezeichen zu gewinnen. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an Sabrina  für die Bereitstellung der Bücher.

Übersicht der teilnehmenden Blogs:

hier bei mir auf Zwiebelchens Plauderecke
Mimis Leseecke
Sandys Welt Büchermomente Claudis Gedankenwelt Nickis Lesewelt Buchnotizen Jane’s-kleine-Ecke Die Zeilenschmiede Fräulein M liebt Bücher



Samstag, 17. Februar 2018

Rezension "You will pay - Tödliche Botschaft" von Lisa Jackson - Knaur HC





Broschiert: 528 Seiten
Verlag: Knaur HC (12. Januar 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426654288
ISBN-13: 978-3426654286
Originaltitel: You Will Pay
D: 14,99 Euro







Inhalt:


Mobbing, Drohung, Rache, Mord: Im Thriller „You will pay – Tödliche Botschaft“ von der amerikanischen Bestseller-Autorin Lisa Jackson drängen grausame Geheimnisse eines verhängnisvollen Sommers nach zwanzig Jahren ans Licht – und die damals Beteiligten müssen bitter bezahlen …

Camp Horseshoe, Oregon: Vor zwanzig Jahren arbeitete eine Gruppe von Jugendlichen als Betreuer in einem Ferienlager. Nachts, wenn ihre Schützlinge im Bett lagen, schlichen sie sich aus ihren Hütten, hatten Sex, feierten wilde Partys mit Alkohol und Drogen, spannen Intrigen – bis etwas gründlich schief ging und zwei von ihnen spurlos verschwanden. Die polizeilichen Ermittlungen dazu liefen ins Leere, die Akte wurde geschlossen.

Heute, zwei Jahrzehnte später, tauchen Knochen auf dem Grundstück des Feriencamps auf. Detective Lucas Dalton, einer der damaligen Betreuer, möchte den Fall erneut aufrollen. Zunächst will keiner der ehemaligen Betreuer aussagen. Doch dann erhalten sie einer nach dem anderen ein grausiges Foto mit der unheilvollen Botschaft „You will pay" – „Strafe muss sein“. Und bald darauf geschieht ein Mord …

Ein neuer nervenaufreibender Thriller um geheime Affären, Intrigen und tödliche Rache von der Bestseller-Autorin (u.a. „Raubtiere“, „Zwillingsbrut“, „Desire“)!
Quelle: Amazon




Die Autorin:


Lisa Jackson arbeitete nach ihrem Studium zunächst einige Jahren im Banken- und Versicherungswesen, bevor sie das Schreiben für sich entdeckte. Mittlerweile zählt Jackson zu den amerikanischen Top-Autorinnen, deren Romane regelmäßig die Bestsellerlisten der "New York Times", der "USA Today" und der "Publishers Weekly" erobern. Ihre Hochspannungsthriller wurden in 15 Länder verkauft. Lisa Jackson lebt in Oregon.
Quelle: Amazon




Rezension:


"You will pay - Tödliche Botschaft" gleitet relativ ruhig dahin und agiert eher auf psychologisch gut strukturierten Ebenen. Dieser neue Thriller von Lisa Jackson ist wie ein Gemisch aus Roman, Familiendrama, Krimi und Mysterie. 

Es scheint, als könnte niemand seiner Vergangenheit entkommen. Irgendwann und gänzlich unverhofft holt sie uns ein. Auch die ehemaligen Campbetreuer müssen dies schmerzlich erfahren. Vor zwanzig Jahren verschwanden drei Campmitarbeiter spurlos. Alle hüllten sich in Schweigen. Aus Angst oder aus Schuld? 

Es war spannend zu ergründen, wie die losen Fäden am Ende zusammen liefen und sich wesentlich mehr menschliche Abgründe auftaten, als zuvor gedacht. Jeder scheint auf den ersten Blick verdächtig und doch kann eigentlich keiner der Protagonisten ein Verbrechen begangen haben. 

Im Alter zwischen 15 und 19 Jahren hält das Leben so viel für uns bereit. Alle Türen stehen offen und doch erscheinen kleine Probleme um so vieles größer, als sie wirklich sind. Die Hormone spielen verrückt, Liebe, Neid und Eifersucht liegen dicht beieinander. Auch zwanzig Jahre nach diesem unheilvollen Sommer, kochen rasch alte Gefühle wieder hoch. Jeder Einzelne schwelgt in eigenen Erinnerungen und plötzlich ist alles wieder da, die Empfindungen - Ängste, Hoffnungen, Unsicherheiten...

Der Handlungsstrang wechselt immer wieder zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Da wir auf recht viele Beteiligte treffen, kommt es zu mehreren Wiederholungen, denn jede einzelne Person erzählt ihre Sicht der Dinge. So werden die entscheidenden Ereignisse immer wieder neu beleuchtet. Ich weiß, dass sich durch die zuvor genannten Punkte die Gemüter sehr entzweien werden. Man muss auf das Zwischenmenschliche und psychologische Spannung stehen, um diesen Thriller zu mögen. Auch die Vielzahl der Perspektivwechsel wird für Zwiespalte sorgen. Ich allerdings mag diesen Schreibstil und empfand den Spannungsbogen über alle Seiten hinweg immer gegeben. 
Zwar hatte ich recht schnell eine Vermutung und für mich den Haupttäter/in bereits eine Weile vor der Auflösung ausgemacht, dennoch hielt das Ende einige Überraschungen bereit. Gern hätte ich noch ein wenig mehr Zeit zwischen diesen Buchseiten verbracht. 

Lisa Jackson hat mit "You will pay - Tödliche Botschaft" einen emotional fesselnden Thriller vorgelegt, der mich gut unterhalten hat.


Dienstag, 13. Februar 2018

Rezension "Der Wahnsinn den man Liebe nennt" von Clara Römer - Diana Verlag




Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Diana Verlag (9. Mai 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453358791
ISBN-13: 978-3453358799
D: 9,99 Euro







Inhalt:


Die Geschichte einer Frau, die den schlimmsten Betrug erfährt, und ihr Weg zurück ins Leben

Ein Spediteur ruft bei Susa Bergmann an und will einen Kühlschrank abliefern. Der Name ihres Mannes steht auf dem Auftrag – allerdings mit einer falschen Adresse. Als sie nachfragt, hat Wolf eine einfache Erklärung, doch bald tauchen weitere Ungereimtheiten auf. Susa fährt zu der Adresse, eine junge Frau öffnet die Tür. In der Küche: der Kühlschrank. Auf der Kommode: Kinderfotos von Josie, dem Mädchen aus der Nachbarschaft, das ihrem Mann so ähnelt und den Namen seiner Großmutter trägt. Alle Puzzleteile passen zusammen, und Susas Welt zerbricht …
Quelle: Amazon




Die Autorin:


Clara Römer hat Germanistik studiert und als Redakteurin gearbeitet, bevor sie mit dem Schreiben begann. Sie mag Familiengeschichten mit und ohne Happy End, geht gern ins Museum, weiß, wie wichtig Freundinnen im Leben sein können, und hat ein ausgesprochenes Faible für große und kleine Katzen. Sie lebt mit ihrem Mann in München.
Quelle: Amazon




Rezension:


Auch wenn Titel und Cover vielleicht einen kitschig seichten Frauenroman vermuten lassen, steckt zwischen diesen Buchdeckeln so viel mehr. 

Clara Römer ist ein weiteres Pseudonym einer meiner Lieblingsautorinnen und es fasziniert mich immer wieder wie facettenreich und unterschiedlich sie schreiben kann. Dennoch zeugen alle Romane von einem besonderen Tiefgang der Gefühle und übermitteln Botschaften, die noch lange nach dem Ende des jeweiligen Buches nachhallen.

Die Charaktere in "Der Wahnsinn den man Liebe nennt" sind sehr komplex angelegt. Mit Ecken und Kanten wirken Sie authentisch und erscheinen wie die Leute von nebenan. 
Susa ist die liebenswerte Hauptprotagonistin. Obwohl ihr Leben wie aus dem Nichts heraus einem in sich zusammenfallenden Kartenhaus gleicht, zeigt Sie große Stärke und lässt sich nicht unterkriegen. Mit einer Freundin wie Bille an ihrer Seite kann fast nichts mehr schief gehen, aber eben nur fast. 
Ihr Gegenpart ist Wolf. Er ist der pure Egomane und absolut kein Sympathieträger. Somit ergibt sich viel Potential für Verwicklungen und Turbulenzen.

Das Leben ist keine gerade Straße und manchmal begibt man sich in eine Sackgasse, muss umkehren und den Weg neu beginnen. So würde ich Susas Entwicklung beschreiben. Die Autorin schafft es, die Widrigkeiten des Lebens authentisch in diesem Roman zu verarbeiten. So treffen wir u. a. auf Ulf, den behinderten Bruder von Wolf, dessen Geschichte mich tief berührt hat. Mehr möchte ich gar nicht auf den Inhalt eingehen und kann nur entspannte Lesestunden wünschen.

Clara Römer hat eine intelligente, aber vor allem herzliche Geschichte geschaffen, die überall passieren könnte und trotz ernsthafter Passagen voller Humor und Romantik steckt.


Sonntag, 11. Februar 2018

Rezension "Schneezauber - Küss den Schneemann" von Hannah Siebern




Taschenbuch: 202 Seiten
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform (7. Oktober 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 1976373565
ISBN-13: 978-1976373565
D: 9,99 Euro







Inhalt:


Katies Chef Leonard Frost macht seinem Namen alle Ehre. Er ist kalt wie Eis, hart wie Stahl und lässt jede Fröhlichkeit um sich herum erstarren. Als seine persönliche Assistentin ist Katie seinen Launen gnadenlos ausgeliefert und hat kaum Zeit für ihre kleine Tochter. Nach einer Auseinandersetzung muss Katie um ihren Job bangen, doch kurz darauf taucht ein Mann in ihrem Garten auf, der behauptet, ihr Boss zu sein. Allerdings besteht er nicht aus Fleisch und Blut, sondern aus Schnee! Angeblich wurde er verwandelt, weil in seinem Herzen keine Wärme ist und Katie soll ihm dabei helfen, das zu ändern. Doch wie erwärmt man das Herz eines Schneemanns, ohne ihn damit zum Schmelzen zu bringen? Ein modernes Wintermärchen.
Quelle: Amazon



Die Autorin:


Hannah Siebern ist 1986 geboren und hat die meiste Zeit ihres Lebens im schönen Münsterland verbracht. Ihr erstes Buch schrieb sie im Alter von 12. Zugegeben. Das Buch war bloß 60 Seiten lang und wurde nur von ihren Freundinnen gelesen, aber früh übt sich. Eigentlich wusste sie damals schon, dass sie gerne Autorin werden wollte, aber das erschien ihrem Umfeld ungefähr so abwegig, als hätte sie vorgeschlagen Popstar oder Schauspielerin zu werden. Also studierte sie erst einmal Pädagogik.

Ihr erstes richtiges Buch schrieb sie dann während des Studiums im Alter von 23. Veröffentlicht wurde es aber erst 2011. Inzwischen sind noch zehn weitere dazu gekommen. Liebe, Fantasy, Erotik ... Hannah schreibt, wonach immer ihr gerade ist. Denn sie ist der Meinung, dass das Schreiben in erster Linie Spaß machen sollte, auch wenn sie inzwischen davon lebt. Denn wenn man nicht mit dem Herzen dabei ist, spüren die Leser das sofort.
"Die Menschen mitzunehmen in die Welten, die sonst nur in meinem Kopf existieren und ihnen Dinge zu zeigen, die nur in meiner Fantasie möglich sind. Das ist für mich die wahre Erfüllung meines Traumes Autorin zu sein."
Quelle: Amazon




Rezension:


In vielen Gegenden liegt er noch, der Schnee. Vielleicht eine letzte Gelegenheit für Euch, Euren ganz eigenen Schneemann zu entwerfen und ihm Leben einzuhauchen. Manchmal werden ja Märchen wahr....

Hannah Siebern erzählt in "Schneezauber - Küss den Schneemann" eine wundervolle Geschichte, die perfekt in die Weihnachtszeit passt, aber auch sonst das Herz erwärmt. Die Erzählperspektive wechselt zwischen Katie und Leonard. Dadurch entstehen witzige Dialoge und die Komik einzelner Passagen kommt deutlicher zum Tragen. Die Mischung aus Witz, Romantik und ernsthaften Tönen ist gut gewählt und verspricht eine wunderschöne Geschichte.

Mit Katie hat sie eine starke Protagonistin geschaffen, die für ihre kranke Mutter und ihre kleine Tochter alles gibt. Ich musste sie einfach gern haben. Mit Leonard Frost schaut es da gänzlich anders aus. Kalt und gefühllos kommt er daher und doch steckt hinter seinem eisigen Wesen eine traurige Geschichte. Kennt man diese, entwickeln sich nach und nach Sympathien auch für ihn. 

Hannah Siebern erzählt ein verrücktes, fantasievolles und bezauberndes Wintermärchen, das wunderbar an die Erzählungen von Charles Dickens erinnert und doch einen vollkommen eigenen Weg beschreitet. Sie zeigt uns, wie wertvoll Freunde und Familie sind, aber auch, dass Arbeit bzw. Wohlstand allein, das Leben nicht lebenswert machen.

Lasst Euch von "Schneezauber - Küss den Schneemann" und Hannah Siebern verzaubern, es lohnt sich.




Freitag, 9. Februar 2018

Rezension "Blutzeuge" von Tess Gerritsen - Limes Verlag





Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
Verlag: Limes Verlag (20. November 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3809026387
ISBN-13: 978-3809026389
Originaltitel: I Know A Secret (Rizzoli & Isles 12)
D: 19,99 Euro





Inhalt:


In Boston wird die Leiche einer jungen Frau gefunden – in der offenen Handfläche liegen ihre Augäpfel. Die Verstümmelung geschah post mortem, wie bei der Obduktion eindeutig festgestellt wird. Doch die genaue Todesursache bleibt unklar. Kurze Zeit später taucht die Leiche eines Mannes auf – Pfeile ragen aus seinem Brustkorb, die ebenfalls erst nach seinem Tod dort platziert wurden. Beide wurden Opfer desselben Täters, ansonsten scheint es keine Verbindung zwischen ihnen zu geben. Detective Jane Rizzoli von der Bostoner Polizei steht vor einem Rätsel, bis eine Spur sie zu einem Jahrzehnte zurückliegenden Fall von Misshandlungen in einem katholischen Kinderhort führt 
Quelle: Amazon




Die Autorin:


Sie schreibt knallharte Thriller, unter die Haut gehende Krimis und gilt international als Meisterin der Spannung. Dabei hat die in San Diego aufgewachsene Tess Gerritsen gar nicht vorgehabt, Schriftstellerin zu werden. Nach einem Medizinstudium und anschließender Tätigkeit als Internistin in Honolulu, Hawaii, schien ihre Laufbahn festgelegt. Während ihres Mutterschaftsurlaubs schrieb sie dann eine Kurzgeschichte, die sofort prämiert wurde. Damit stellten sich die Weichen ihres Lebens neu. Ihre Karriere als Medizinerin hat sie mittlerweile an den Nagel gehängt und ist „Vollzeitautorin“. Privat liebt sie es eher friedlich: Nach ihren Hobbys befragt, nennt sie Gartenarbeit und Musik. Gerritsen lebt mit ihrem Mann und ihren Söhnen in Camden, Maine.
Quelle: Amazon




Rezension:


Ich liebe ja auch die Verfilmung der Bücher von Tess Gerritsen. Dabei ist es immer schwierig, Serie und Buch getrennt zu betrachten. So unterscheiden sich sowohl die Haupt- wie auch Nebencharaktere in der Verfilmung stark von den buchigen Protagonisten. Dennoch ist es spannend, beim Lesen entsprechende Vergleiche anzustellen.

Nachdem ich euch vor einigen Tagen auf eine Reise in die Vergangenheit mitgenommen habe, möchte ich euch heute den aktuellen Fall von Rizzoli & Isles ans Herz legen. 

Tess Gerritsen hat es mit "Blutzeuge" wieder einmal geschafft, einen Thriller vorzulegen, der die Leser von der ersten bis zur letzten Seite in Atem hält. Spannend, mit packenden Wendungen und einer überraschenden Auflösung des Falls, konnte ich mich kaum von diesem Buch trennen. Mit dem 12. Fall von Jane Rizzoli und Maura Isles wird die Autorin wieder düsterer und nervenaufreibender. Dabei sind es weniger die blutigen Morde, eher das Spielen mit der Fantasie und den Emotionen ihrer Leser, mit denen die fesselt. 

Ereignisse der Vergangenheit werfen ihre Schatten bis in die Gegenwart. Handlungsstränge und Erzählperspektiven wechseln sich gekonnt ab und erzeugen einen immerwährenden Spannungsbogen.  Geschickt eingefügte Cliffhanger verleiten zu Spekulationen und führen gekonnt in die Irre. Aber auch das Privatleben der beiden Frauen wird erneut beleuchtet und fördert die Verbundenheit mit den Protagonistinnen. Diese Mischung aus Mordermittlung und der privaten Seite der Ermittler verspricht rundum gute Unterhaltung.

Ein für mich originell umgesetzter und spannungsgeladener Thriller mit meinen Lieblingsermittlern Rizzoli & Isles.




Mittwoch, 7. Februar 2018

Rezension "Was von mir bleibt" von Lara Avery - Carlsen Verlag


Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: Carlsen (30. November 2017)
Sprache: Deutsch

übersetzt von Nadine Püschel
ISBN-10: 3551583730
ISBN-13: 978-3551583734
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: The Memory Book

D: 19,99 Euro





Inhalt:


Sammie ist klug, selbstbewusst und hat nur ein Ziel: den besten Schulabschluss machen und ihrer Heimatstadt so schnell wie möglich den Rücken kehren. Wäre da nicht diese unheilbare Krankheit, die ihr – so sagen die Ärzte – nach und nach alle Erinnerungen rauben wird. Doch Sammie will sie festhalten: die Erinnerung an Stuart und ihren ersten Kuss. An Maddie und den großen Streit. Und an Cooper, der wie kein anderer Sammie zum Lachen bringt. Sammie schreibt, um eins niemals zu vergessen: dass sie ihr Leben gelebt hat, bis zum Schluss.
Quelle: Carlsen Verlag




Die Autorin:


Lara Avery wuchs in Kansas auf, in einer sportverrückten Familie, zusammen mit einem Golden Retriever namens Rusty. Heute ist sie Verlagslektorin, lebt in Minnesota und widmet ihre Freizeit komplett dem Schreiben.
Quelle Amazon




Rezension:


Worin besteht der Sinn unseres Lebens? Welche Ziele gilt es zu erreichen, was macht uns glücklich?
Es gibt Menschen, die leben einfach nur so in den Tag hinein und können am Ende ihres Lebens auf keinen wirklichen Höhepunkt zurückblicken. Vergeudete Zeit und ungenutzte Talente sind alles, was zurück bleibt. 

Dagegen ist Sammie eigentlich noch viel zu jung, um über das Ende nachdenken zu müssen. Doch eine heimtückische Krankheit zerstört alle Zukunftspläne und Träume. Sammie ist klug, recht introvertiert und beginnt gerade erst aus ihrem Schneckenhaus herauszukommen, als sie mit der alles verändernden Diagnose - Niemann – Pick Typ C - konfrontiert wird. Sie beginnt ein Tagebuch zu schreiben, um ihrem späteren ICH zu helfen, sich an wichtige Dinge erinnern zu können. Sie weiß um den Wert des Lebens und sie möchte jede Minute der ihr verbleibenden Zeit nutzen, um so viel wie möglich zu erleben. Ihr Tagebuch wird zu ihrem Vermächtnis für ihre Familie.

Sammie ist keine einfache Protagonistin. Soziale Interaktionen sind für sie schwierig und dementsprechend oft eckt sie bei ihrem Mitmenschen an bzw. zieht sich vom gesellschaftlichen Miteinander zurück. Kommunikation mit Gleichaltrigen fällt ihr schwer. Man könnte Sammie auch als "Elefant im Porzellanladen" bezeichnen und genau dieser Teil ihres Wesens hat mich immer wieder gerührt. Nur im Debattierklub scheint sie loslassen zu können und ist in ihrem Element.
Schon vor ihrer Krankheit war sie recht eigen und man muss sich auf sie einlassen, ihr Wesen verstehen, um ihre späteren Handlungen nachvollziehen zu können. 
Eine ihrer hervorstechenden Eigenschaften ist ihre Zielstrebigkeit. Diese Eigenschaft bewahrt sie an schwierigen Tagen davor, in Depressionen zu versinken und jeden neuen Tag, als einen besonderen zu betrachten. Sammy ist stark und klug. Sie hatte Pläne, die sie bis zum bitteren Ende versucht zu verwirklichen. Die Tragik, die sich hinter dieser Geschichte verbirgt lässt niemanden kalt.

Ich habe mit ihr gebangt, Erfolge gefeiert, die Liebe gefunden, manches Mal den Kopf geschüttelt, gelacht und geweint. Lara Avery schickt ihre Leser durch ein Kaleidoskop der Gefühle. Von Beginn an ist klar, dass es kein Happy End geben kann und doch hofft man bis zur letzten Seite auf ein kleines Wunder. Gefühlvoll und intensiv lässt uns Lara Avery in die Gefühlswelt ihrer Protagonistin eintauchen. Dabei verändert die Krankheit nicht nur Sammy, sondern auch ihre Familie und Freunde. 

"Was von mir bleibt" ist ein Buch, das uns über das Leben und unsere Ziele, Wünsche und Träume nachdenken lässt. Niemand weiß, wie lange ein Leben dauern wird und wir sollten keine Minute unserer Zeit vergeuden. Als Leser erwartet euch eine besondere, berührende Geschichte, wenn ihr mit offenem Herzen Sammie auf ihrem Weg begleitet und versucht, ihre Persönlichkeit zu verstehen.




Montag, 5. Februar 2018

Rezension "Mord am Waterberg" von Almut Hielscher und Uta König - ProTalk Verlag


    Taschenbuch: 232 Seiten
    Verlag: Pro Talk Verlag (15. Juli 2017)
    Sprache: Deutsch
    ISBN-10: 393999040X
    ISBN-13: 978-3939990406
    D: 11,90 Euro






    Inhalt:


    Der rätselhafte Mord an ihrer Schwester Anna bringt Katrin nicht nur näher an die namibisch-deutsche Vergangenheit, sondern auch zunehmend in Gefahr. Das ahnt sie aber nicht, als sie sich auf den Weg in den Süden Afrikas macht, um den Leichnam ihrer ermordeten Schwester nach Deutschland zu holen.

    Der eigentlich geplante Kurzaufenthalt nimmt eine unerwartete Wendung, als sie die Chance ergreift, den Mordfall an ihrer Schwester eigenständig aufzuklären. Dabei stößt sie nicht nur auf das Misstrauen der Namibier, die immer noch das Nachbeben des Völkermords an ihren Ahnen spüren, sondern auch auf einen Feind, der sein tödliches Augenmerk jetzt auf Katrin selbst legt.

    Mit dieser schrecklichen Erkenntnis steht sie vor einer folgenschweren Entscheidung: Verfolgt sie die gefährliche Spur weiterhin, um den Mörder ihrer Schwester zu entlarven? Oder bringt sie sich selbst in Sicherheit, indem sie unverzüglich abreist? Eine überstürzte Abreise würde aber nicht nur bedeuten, dass sie sich der Wahrheit um den Mord ihrer kleinen Schwester verweigert, sondern es würde ebenfalls bedeuten, das Leben eines Unschuldigen in den blutigen Händen des Feindes zurückzulassen.
    Quelle: Amazon


    Die Autorinnen:


Almut Hielscher wurde 1943 geboren. Nach ihrer Ausbildung an der Münchner Journalisten-Schule arbeitete sie bei Tageszeitungen und Zeitschriften, unter anderem acht Jahre lang beim STERN und 15 Jahre beim SPIEGEL. Dort war sie unter anderem mehrere Jahre als Korrespondentin für Afrika mit Sitz in Johannesburg tätig. Außerdem arbeitete sie für den Deutschen Entwicklungsdienst (DED) in Namibia. Almut Hielscher ist verheiratet und lebt in München.
Quelle: Amazon



Rezension:


"Mord am Waterberg" ist ein eher ruhiger unblutiger Krimi, der sich vorrangig auf das menschliche Miteinander stützt. Als Leser sollte man vor allem Interesse am afrikanischen Kontinent uns seinen Bewohnern mitbringen.
Es handelt sich um einen gut durchdachten und strukturierten Krimi bei dem man als Leser nebenbei sehr viel über Namibia und seine Einwohner lernt. 

Gerüche und Geräusche, die Farbenpracht der afrikanischen Gewänder und die vielseitige Landschaft werden beim Lesen lebendig. Dabei sind zwar Handlung und Personen frei erfunden, doch alle historischen Hintergründe sind geschichtlich fundamentiert. Gerade dieser Aspekt hat mich in den Seiten festgehalten.

Dem Autorinnen-Duo ist es geschickt gelungen, die Fäden der Handlung miteinander zu verknüpfen und den Spannungsbogen immer wieder zu intensivieren.
Ein weit gefächertes Spektrum an menschlichen Charakteren belebt das Geschehen. Lebens- und Denkweisen prallen aufeinander. Ebenso kulturelles und geschichtliches Erbe und damit verbundene Traditionen. 
Die Mentalität des afrikanischen Volkes ist geprägt von historischen Ereignissen, tief verwurzelten Traditionen, Aberglauben und modernen Einflüssen aus aller Welt. Unsere europäischen Vorstellungen eines guten, perfekten Lebens müssen hier neu überdacht und Vorurteile abgebaut werden. Dabei erfährt unsere Protagonistin nicht nur Ablehnung und Misstrauen, sondern auch sehr viel Herzlichkeit und Gastfreundschaft. 

Vergangenheit und Gegenwart prallen aufeinander. In jeder Kultur gibt es Gut und Böse. Angst kann eine enorme Triebfeder sein und Missverständnisse können schnell zu einer Eskalation führen. 

All diese Aspekte unseres menschlichen Miteinanders haben Almut Hielscher und Uta König in diesem spannenden Krimi verwoben. Die Auflösung hat mich am Ende überrascht und mit einem bedauernden Blick auf Täter und Opfer traurig zurückgelassen.