Sonntag, 22. Juni 2014

Rezension "Clyatomon" von Andrea Bannert aus dem Candela Verlag


Autorin: Andrea Bannert
Verlag: Candela Verlag
Taschenbuch, 370 Seiten
1. Auflage 2013
ISBN: 978-3-942635-17-2
Preis: 14,90 €





Inhalt:


Atlantis – versunkenes Land der Sage, seit Jahrtausenden lockt dein Ruf diejenigen, die dafür empfänglich sind. Viele träumen von dir, einige folgen dem Drängen deiner Stimme und suchen nach dir und manche kehren nie zurück …
Auch Andreas, Marc und Manuela zieht es mit unerklärlicher Gewalt an und in die See. Immer unerträglicher wird ihnen ihre Existenz an Land, bis eine sternklare Sommernacht die Wende in ihrem Leben bringt. Wirklichkeit wird zur Legende und Träume werden Realität.
Die drei geraten zwischen die Fronten in einem seit Generationen andauernden Krieg fremdartiger Kulturen in einer fantastischen Unterwasserwelt voll sagenhafter Geschöpfe und eigenwilliger Götter. Ihr Erscheinen löst die alles entscheidende Schlacht aus. Und während die Götter darauf warten, dass sich die Rasse der Meermenschen selbst auslöscht, versuchen Andreas, Marc und Manuela die Unterwasserreiche zu retten. Sie begeben sich inmitten der Kriegswirren auf die Suche nach dem sagenumwobenen Clyátomon.

Quelle: Candela Verlag


Die Autorin:


Grüne Wälder, Wasser, die Sonne und das Lachen inspirieren die junge Autorin Andrea Bannert zu ihren fantastischen Geschichten. Sie schreibt von der Welt hinter der Welt; der Welt zwischen der Welt; der Welt in uns und um uns, die wir nur manchmal wahrnehmen, wenn wir es zulassen. Im Candela Verlag hat Andrea Bannert den Roman „Clyátomon – Die Schlacht um die versunkenen Reiche“ veröffentlicht - ihr viertes Buch. Außerdem schrieb sie zahlreiche Kurzgeschichten für Literaturzeitschriften und Anthologien. Mehr Informationen zur Autorin unter: www.andreabannert.de

Quelle: Candela Verlag


Rezension: 


Wer hat nicht schon Geschichten vom sagenumwobenen Atlantis gehört, von versunkenen Städten in reicher Pracht geträumt und lies sich davon in den Bann ziehen. Hier findet der Leser einmal eine andere Auslegung der Geschichte, ohne dass intensiv auf das Thema Atlantis selbst eingegangen wird.

Da Fantasy nicht unbedingt mein bevorzugtes Genre ist, tat ich mich mit dem ersten Abschnitt der Vorgeschichte und den Unterwasserkämpfen etwas schwer. Dies lag aber auch zum Teil an den der Handlung angepassten, jedoch schwer auszusprechenden Namen.

Die Namensgebung für die eigentlichen Protagonisten finde ich mal erfrischend normal, auch wenn ich meine Kinder nie so genannt hätte. Dafür sind die handelnden Personen und die Umgebungen so bildlich beschrieben, dass man einfach in der Geschichte versinkt und mit den drei Freunden hofft, bangt, leidet und eben alle Gefühlsregungen teilt.

Die Idee, alle über den Tauchkurs an den Hauptort des Geschehens zu bringen, gefällt mir sehr. Aufgrund des Schreibstils fühlt man richtig, wie das Wasser einen umfließt und bekommt Lust, gleich mit in das Wasser zu springen. Die Vorstellung wie die drei mit langen Haaren und spitzen Ohren herumlaufen hat mich andererseits aber auch zum Schmunzeln gebracht.

Es ist toll, die Unterwasserwelt zusammen mit Manuela, Marc und Andreas kennenzulernen, so ist es für mich als Leser einfacher, die Zusammenhänge zu finden. Im Laufe der Handlung lernen die drei ihre wahren Eltern kennen. Für die hier beschriebenen Zusammentreffen hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht, da mir zu wenige Emotionen gezeigt werden.
Die Suche nach dem Clyatomon sowie der Kampf zwischen den drei Unterwasserwelten wurde wirklich toll in Szene gesetzt. Mich hat die Handlung absolut überzeugt und ständig mitfiebern lassen. Es gab immer wieder neue Wendungen oder Fallstricke, so dass die Spannung nicht unterbrochen wurde. Während des Lesens habe ich die verschiedenen Charaktere richtig lieb gewonnen. Die Unterwasserwelten sind dermaßen bildhaft beschrieben, dass man am liebsten selbst in ihnen eintauchen möchte.
Natürlich bleibt auch der mystische Aspekt nicht unberücksichtigt. Neben liebenswerten Drachen gibt es auch drei Weise, die mit ihren unausweichlichen Allüren die Handlung auflockern und natürlich eine wichtige Komponente bei der Suche nach den Clyatomon darstellen.

Das Buch lies sich sehr flott lesen und behält einen gleichbleibenden Spannungsbogen, der sich zum Ende zu noch einmal erhöht. Die einzelnen Szenen sind so detailliert und fantasievoll ausgearbeitet, dass das Lesen einfach nur Spaß macht.


Ich bin wirklich dankbar, dass ich dieses Buch im Rahmen einer Leserunde bei Katze mit Buch lesen durfte. So von allein hätte ich es wahrscheinlich aufgrund des Genres nicht in die Hand genommen, doch die Geschichte fesselte mich und eigentlich war ich schon ein wenig traurig, als sich die Geschichte ihrem Ende zuneigte.

Das Buch ist in sich abgeschlossen, doch das Ende belässt viel Potential für einen zweiten Teil und ich würde mich über eine Fortsetzung freuen.


Kimmy vergibt 5 von 5 Käseecken

Keine Kommentare: