Montag, 30. Juni 2014

Rezension "Schlimmer als dein Tod" - London Crimes von Kris Benedikt




Taschenbuch: 308 Seiten
Verlag: edition tingeltangel (31. März 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3944936027
ISBN-13: 978-3944936024







Inhalt:


Die Diva, der Verführer - und ein Mörder

Jessica ist der Star der Company, doch kurz vor der Premiere des neuen Stückes verschwindet die unberechenbare Tänzerin spurlos. Detective Inspector Rick London begibt sich bei der Suche nach der Vermissten in ein Gespinst aus Lügen, Eifersucht und Besessenheit.
Simon, der Masseur der Truppe, hat wundervolle Hände. Die Frauen geben sich ihm nur allzu gerne hin. Für Jessicas beste Freundin, die gehandicapte Eileen, bedeutet Simon alles. Nach dem Verschwinden der Diva kommen erschreckende Geheimnisse ans Licht – und jedes ist ein Puzzleteil, das zur Lösung des Falles beitragen kann.
Quelle: Klappentext

Die Autoren:


Kris Benedikt ist die geballte Autorenkraft von Christine Spindler und Thomas (Benedikt) Endl. Auf ihr Konto gehen Thriller, Lovestories, Kinder- und Jugendbücher bei vielen renommierten Verlagen, TV-Dokus wie "Der Pate von Rothenburg" und eine Folge für die ZDF-Krimi-Reihe "SOKO 5113".

Mehr zu Christine Spindler, die auch unter dem Pseudonym Tina Zang erfolgreich schreibt, gibt es unter www.christinespindler.de, mehr zu Thomas Endl unter www.endlwelt.de.


Rezension:


Wer ist nicht fasziniert von der Glitzerwelt des Showbiz und würde gern einmal hinter die Kulissen von märchenhaftem Glamour blicken?
Das Autorenduo Kris Benedikt nimmt uns mit in eine Welt voller Träume, Geheimnisse und Intrigen. Es beginnt ein psychologisch ausgeklügeltes Spiel um Liebe und Verrat. Nicht alles ist am Ende so, wie es anfangs scheint.

Besonders interessant fand ich die vielen unterschiedlichen Charaktere mit all ihren Ecken und Kanten. Mit der Zeit erwacht im Leser ein Verständnis für die Schwächen der einzelnen Personen. Man lacht, weint und bangt mit ihnen und kann sich dem Sog des Geschehens nicht entziehen.
Zwar vermutet man in Jessica die Hauptfigur des Buches, doch es wird schnell klar, dass eigentlich mehrere Protagonisten die Handlung bestreiten. Anfangs etwas unscheinbar, rückt Rick London als Chefermittler gegen Ende des Buches mehr in den Vordergrund. Wohltuend ist seine Natürlichkeit und Wärme. Entgegen sonstigen Ermittlern wird er sehr menschlich dargestellt. Ein wenig unkonventionell, sehr sympathisch und mit eigenen Problemen behaftet, zeigt er nicht nur polizeiliches Interesse an dem Fall, sondern sieht auch die Menschen und Schicksale dahinter.

Facettenreich und lebendig wird der Leser in den Bann der Geschichte gezogen. Die Spannung hält bis zum Schluss an. Mit immer neuen Wendungen sowie kleinen versteckten Hinweisen wird man ständig in die Irre geleitet. Zwar ist die Entlarvung des Täters letztendlich keine wirkliche Überraschung, doch allein der psychologische Aspekt hält einen bis zur letzten Zeile des Buches gefangen. Dabei kommt das Autorenduo Christine Spindler und Thomas (Benedikt) Endl ohne brutale blutige Szenen und Horrorszenarien aus.

Auch das Cover wurde mit Liebe zum Detail und passend zur Geschichte gestaltet, wobei sich das Motiv der London Bridge im Buch fortsetzt und die einzelnen Kapitel untermalt.

Schlimmer als dein Tod“ ist bereits der zweite Band aus der Reihe „London Crimes“, wobei die Bücher unabhängig voneinander gelesen werden können.
Wer mehr über die Entstehung und zu den Hintergründen des Buches erfahren möchte, kann gern einen Blick auf unsere Leserunde bei Katze mit Buch werfen. Neben Leseeindrücken zu den einzelnen Abschnitten haben die Autoren uns Lesern auf sehr sympathische Weise Rede und Antwort gestanden.


Kimmy vergibt 5 von 5 Käseecken



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen