Freitag, 4. Juli 2014

Rezension "Mein Nachbar Urs" von Alex Capus - Hanser Verlag



Verlag: Hanser Verlag
Fester Einband, 128 Seiten
Durchgehend zweifarbig
Erscheinungsdatum: 24.02.2014


ISBN 978-3-446-24468-9
Preis: 12,90 € (D) / UVP 18,90 sFR (CH) / 13,30 € (A)



Leseprobe:

http://www.hanser-literaturverlage.de/buecher/buch.html?isbn=978-3-446-24468-9

Der Autor:

Alex Capus, geboren 1961 in der Normandie, lebt heute in Olten. 1994 veröffentlichte er seinen ersten Erzählungsband Diese verfluchte Schwerkraft, dem seitdem vierzehn weitere Bücher mit Kurzgeschichten, Romanen und Reportagen folgten. Bei Hanser erschienen die Romane Léon und Louise (2011), Fast ein bißchen Frühling (2012), Skidoo (Meine Reise durch die Geisterstädte des Wilden Westens, 2012) und Der Fälscher, die Spionen und der Bombenbauer (2013).
Quelle: Hanser Verlag


Rezension:


Alex Capus beschreibt in seinem Buch „Mein Nachbar Urs“ mit 17 kleinen Anekdoten sein Leben in dem Städtchen Olten in der Schweiz. In vor allem heiteren, leicht ironischen Geschichten führt er uns durch den Alltag zwischen Grillabenden, Kindern, Urlaub und ganz normalen Familienproblemen bis hin zu historischen Erlebnissen. Mit einem Augenzwinkern, aber auch einer Spur Ernsthaftigkeit wird das nachbarliche Zusammenleben unter die Lupe genommen.
Jede einzelne Geschichte -  so absurd sie auch klingen mag - könnte sich genau so im wahren Leben begeben haben. Da alle Nachbarn bezeichnender Weise den Namen Urs tragen, lassen sich die Ereignisse ganz leicht auf die Allgemeinheit umsetzen.  
Gegen Ende des Buches schweift Alex Capus vom nachbarlichen Zusammenleben ab und entführt seine Leser in die eigene Kindheit, nimmt sie mit auf eine Reise in die Fremdenlegion und sorgt für einen vergnüglichen Tag mit Prinz Charles.  Trotz ihrer Kürze strahlen alle Kapitel einen spürbaren Tiefgang aus.

Fazit:
Der Leser fliegt nur so durch die Buchseiten. Mit seinem leichten erfrischenden Schreibstil fesselt der Autor. Das Gelesene beschäftigt noch lange nach dem Ende des Buches, das leider mit seinen gerade einmal 128 Seiten eindeutig zu „dünn“ ist.

Kimmy vergibt 4 von 5 Käseecken

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