Sonntag, 3. August 2014

Rezension "Inspector Swanson und der Fluch des Hope-Diamanten" von Robert c. Marley aus dem Dryas Verlag

Marley_Swanson_Hope

Taschenbuch, 304 Seiten
Verlag: Dryas Verlag
ISBN: 978-3-940855-53-4
9,50 € [D], 9,80 € [A]

E-Book ISBN: 978-3-941408-65-4, 6,99 €



Inhalt: 


London 1893, Gordon Wigfield, ein ehrbarer Goldschmied und Damenfreund wurde in seiner Werkstatt auf bestialische Weise ermordet.
Chief Inspector Donald Sutherland Swanson nimmt die Ermittlungen auf.

Doch es bleibt nicht bei einer Leiche. Die Nachforschungen führen Swanson schließlich in die höchsten Kreise der Gesellschaft. Welche Rolle spielen Oscar Wilde und sein Geliebter Lord Douglas? Und was weiß Arthur Conan Doyle?

Die Karten werden neu gemischt als sich herausstellt, dass der in den Kellern des Londoner Bankhauses Parr am Cavendish Square aufbewahrte „Blaue Hope-Diamant“ eine Imitation ist…

Das Buch erscheint in der Reihe “Baker Street Bibliothek“.

Der Autor:


Zum Autor: Robert C. Marley, geboren 1971, ist Autor, Kriminalhistoriker, Goldschmiedemeister und Mitglied des Syndikats – der Vereinigung deutschsprachiger Krimiautoren. Seit seiner Jugend liebt er Sherlock Holmes und Agatha Christie und besitzt ein privates Kriminalmuseum. Der Autor lebt mit seiner Frau und zwei Söhnen in einer sehr alten Stadt in Ostwestfalen.



Rezension:


Wer kann von sich sagen, Oscar Wilde und Arthur Conan Doyle begegnet zu sein? Ich durfte mit diesen beiden erlauchten Herren einen Ausflug in das London des Jahres 1893 unternehmen, um einen kniffligen Kriminalfall zu lösen. Ganz nebenbei habe ich mehr über die gesellschaftlichen Verhältnisse und das Goldschmiedehandwerk gelernt. Alles geschah unter dem Damoklesschwert des Fluches der Hope-Diamanten.

Nein, ich bin nicht verrückt geworden oder habe etwas getrunken. Ich habe nur gerade das Vergnügen gehabt, einen wunderbar recherchierten, historisch authentischen Krimi aus der Feder von Robert C. Marley lesen zu dürfen. Ich gestehe, mich hat an erster Stelle die Beteiligung von Oscar Wilde und Arthur Conan Doyle neugierig auf dieses Buch gemacht. Entgegen meiner Befürchtungen wirkt die Verwebung der Handlung mit diesen beiden exzentrischen, historisch verbürgten Persönlichkeiten überhaupt nicht kitschig. Es passt einfach und gibt diesem Krimi die besondere Note.

Der leichte flüssige Schreibstil und die von Beginn an spannungsgeladene Handlung ziehen den Leser in den Bann der Geschehnisse. Es gelingt dem Autor, die Spannung bis zum Schluss aufrecht zu erhalten und das Geheimnis um den Täter zu bewahren. Wobei sich kurz vor dem Ende die Ereignisse noch einmal überschlagen und es recht turbulent zugeht.

Dabei sind die Zutaten recht simpel: Geheimnisvolle skurrile Morde und ein verfluchter Diamant. Dennoch ergibt sich eine hochexplosive Mischung.

Per Epilog vermittelt Robert C. Marley zum Aschluss noch einmal ein paar historische Eckdaten u. a. sehr interessante Informationen zu meinen beiden Lieblingsprotagonisten.
Das Cover und die Buchgestaltung selbst sind für das bibliophile Auge etwas besonderes. Der blaue Schnitt gefällt mir besonders gut.


Kimmy vergibt 5 von 5 Käseecken


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