Dienstag, 26. August 2014

Rezension "Die andere Schwester des Papstes" von Brigitte Teufl-Heimhilcher



Taschenbuch: 146 Seiten
Verlag: Brigitte Teufl-Heimhilcher; Auflage: 1., Aufl. (4. Oktober 2012)
Sprache: Deutsch

ISBN-10: 395034781X
ISBN-13: 978-3950347814
12,90 Euro






Inhalt:


Anlässlich der Amtseinführung von Papst Leo XV berichtet die Presse ausführlich über seine Schwester Maria, einer Klosterschwester. Doch dann entdeckt ein findiger Journalist, dass der Pontifex noch eine Schwester hat. Aber die passt nicht ins päpstliche Bild. Katharina hat eine uneheliche Priester-Tochter, ist geschieden, glücklich wiederverheiratet und unterstützt auch noch die Reforminitiative!

Dennoch bewegt dieser Bericht den Pontifex dazu, sich anlässlich eines Heimatbesuches mit Katharina zu treffen. Doch damit nicht genug. Eine höchst unpassende Krankheit zwingt ihn, ihre Dienste als Ärztin in Anspruch zu nehmen. So kehrt der Papst inkognito zurück und höchst unterschiedliche Standpunkte prallen aufeinander.

Wird es Katharina gelingen, Leo ihre Ideen näher zu bringen?


Die Autorin:



Geboren:                            1955, im Zeichen des Zwillings
Wohnort:                            Wien
Beruf:                                  Immobilienbewerter    sachverstaendige.teufl-heimhilcher.at
                                           Autorin
Verheiratet
Lebensmotto:                       Jeder Mensch kann glücklich sein, wenn er nur will.
Lesestoff:                             unterhaltsame Belletristik, Gesellschaftsroman
Literarische Vorbilder:          Utta Danella, Erich Kästner, Georgette Heyer
Sportliche Aktivitäten:          Spaziergänge mit und ohne Golfschläger.
Hobbies:                              Kochen, Essen, Kommunizieren, Lesen

Quelle: Hompage der Autorin



Leseprobe:    Die andere Schwester des Papstes




Rezension:


Brigitte Teufl-Heimhilcher versteht es, mit leichter Feder einen fesselnden, amüsanten und gesellschaftskritischen Unterhaltungsroman zu schaffen. Dabei scheut sie sich nicht, das heikle Thema Glauben, Kirche und Zölibat anzusprechen. Eigentlich ist der Papst unantastbar, hier wird er menschlich und greifbar. 

Wir erleben eine Familiengeschichte, die sehr glaubwürdig und authentisch erzählt wird. Katharina ist als energische Protagonistin wie geschaffen, um die Fäden in den Händen zu halten. Unterschiedliche Lebensansichten prallen aufeinander, alte Konflikte treten erneut zu Tage und doch findet sich am Ende ein gemeinsamer Weg. 

Dieses Buch zeigt, dass es möglich ist, seine über Jahre hinweg gepflegten Ansichten neu zu überdenken. Das mit Toleranz und Offenheit für neue Dinge Veränderungen erwirkt werden können. Aber auch, dass jeder seinen eigenen Lebensstil finden muss, um glücklich zu sein.

Die Autorin übt Kritik und vermittelt Denkanstöße. Mit einem Augenzwinkern und amüsanten Begebenheiten werden die Situationen immer wieder aufgelockert.

Fazit:

Ein heiterer und doch kritischer Gesellschaftsroman für angenehme Lesestunden.


Kimmy vergibt 4,5 von 5 Käseecken

Montag, 25. August 2014

Rezension "Einer da oben hasst mich" von Hollis Seamon aus dem cbt Verlag

Originaltitel: Somebody Up There Hates Me
Originalverlag: Algonquin, US
Aus dem Amerikanischen von Edith Beleites
Verlag: cbt

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Ab 14 Jahren
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 256 Seiten,13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-570-16283-5
€ 14,99 [D] | € 15,50 [A] | CHF 21,90 * (* empf. VK-Preis)

Erscheinungstermin: 26. Mai 2014



Inhalt:


Lasst mich lieben, bevor ich sterbe!

Eigentlich ist der 17-jährige Richard ein ganz normaler Teenager – doch er hat Krebs und verbringt die letzten Tage seines Lebens in einem Sterbehospiz. Trotz dieses »Einer-da-oben-hasst-mich-Syndroms«, wie Richard es selbst nennt, hat er seinen Lebensmut nicht verloren und tut alles dafür, so viel wie möglich aus der ihm verbleibenden Zeit zu machen: Sei es, sich Privatsphäre zu verschaffen, wo es eigentlich keine gibt, zu Halloween verkleidet durch die Straßen zu fahren oder die Nähe der 15-jährigen und ebenfalls sterbenskranken Sylvie zu suchen …

Die Autorin:


Durch die jahrelange Pflege ihres Sohnes hat Hollis Seamon viel Zeit in Kinderkrankenhäusern verbracht. Die Jugendlichen dort, die trotz ihrer Krankheit Teenager blieben, haben sie dazu inspiriert, ihr erstes Jugendbuch, „Einer da oben hasst mich“, zu schreiben. Seamon lebt in Kinderhook, New York, und unterrichtet Englisch und Kreatives Schreiben.

Leseprobe:    Einer da oben hasst mich




Rezension:


Ein unheimlich berührendes Buch, das seine Leser nachdenklich zurück lässt. Dabei ist es nicht übertrieben sentimental, sondern teilweise sogar ein wenig pragmatisch geschrieben. 

Diese Geschichte zeigt, welche Größe und innere Stärke Kinder und Teenager in extremen Situationen entwickeln können. Trotz einer ausweglosen Situation und Krankheiten, die nur einen Verlauf nehmen können, haben sie das Feingefühl für ihre Mitmenschen nicht verloren. Sie versinken nicht in Selbstmitleid, sondern genießen das, was ihnen die wenigen verbleibenden Tage noch bringen können. Dabei bleiben sie aber auch Kinder mit Wünschen und Sehnsüchten, Teenager, die die erste Liebe erleben möchten. 
Wir erleben mit Richard und Sylvie aber nicht nur harte Zeiten. Es gibt komische humorvolle Situationen, die die Stimmung immer wieder auflockern. Dadurch wirkt die Geschichte umso authentischer.

Richard ist sich bewusst, dass er nur noch Wochen oder gar Tage zu leben hat und doch ist er sogar bereit, auf ein wenig mehr Lebenszeit zu verzichten, um seiner Freundin einige Tage mehr zu gönnen. Er sorgt sich um seine Mutter und versucht, sich um ihre Zukunft zu kümmern. Dabei verschanzt er seine Sensibilität und Unsicherheit hinter einem Schutzschild von Sarkasmus und versucht seine Umgebung durch makabere     Aktionen zu provozieren. 

Dieses Jugendbuch ist nichts für zarte Gemüter. Hollis Seamon greift die Themen Krankheit und Tod schonungslos auf und schreibt sehr anschaulich über die unterschiedlichen psychischen Auswirkungen auf die Betroffenen und ihre Familien. 
Ich würde das Buch für Jugendliche ab 16 Jahren empfehlen, da ich denke, dass es schon so einiges an Emotionen zu verarbeiten gibt und nach dem Lesen sicher auch Gesprächsbedarf mit Gleichaltrigen oder Eltern bestehen wird.

Dieses Buch gibt uns den Rat mit auf den Weg, mehr auf die kleinen Dinge im Leben zu achten, die gemeinsame Zeit mit den Kindern, Lebenspartnern, Familie und Freunden intensiv zu nutzen und jeden Tag aufs Neue zu genießen. Wichtig ist nicht das, was man verpasst, sondern das, was man erleben durfte.


Kimmy vergibt 5 von 5 Käseecken

Sonntag, 24. August 2014

Rezension "Die Lügen der Anderen" von Mark Billingham aus dem Atrium Verlag



Gebunden:  416 Seiten · mit Schutzumschlag
für Erwachsene
Verlag: Atrium Verlag
EUR 19,99 · SFR , · EUA 20,60
ISBN: 3-85535-054-X

ISBN-13: 978-3-85535-054-4
Erscheinungsdatum: 24. August 2014





Inhalt:


In einem Hotel in Florida treffen zufällig drei Pärchen aus England aufeinander. Sie freunden sich an und verbringen die Tage gemeinsam unter der glühenden Sonne mit Drinks am Pool. Es scheint der perfekte Urlaub zu sein. Doch in der letzten Nacht vor der gemeinsamen Abreise verschwindet ein Mädchen aus dem Hotel, das später tot in den Sümpfen gefunden wird. Zurück in England bleiben die drei Paare in Kontakt. Um ihre frisch geknüpfte Freundschaft zu vertiefen und das Erlebte zu verarbeiten, laden sie sich reihum nach Hause zum Abendessen ein. So kommt es zu drei Begegnungen, bei denen die Paare am Esstisch über ihr Leben sprechen. Je mehr sie dabei voneinander erfahren, desto fremder und unheimlicher werden sie sich. Die abendlichen Treffen sind zunehmend geprägt von Merkwürdigkeiten, Misstrauen und dem beklemmenden Verdacht, dass hinter der Fassade des jeweils anderen nichts ist, wie es scheint; ein Verdacht, der sich schließlich auf schreckliche Weise bestätigt.

Quelle: Atrium Verlag

Der Autor:


Mark Billingham, 1961 in Birmingham geboren, ist einer der international erfolgreichsten englischen
Krimiautoren, seine Bücher erscheinen in über zwanzig Sprachen. Neben dem BCA-Award, dem Theakston’s Award für den besten Krimi des Jahres und Nominierungen für den Gold Dagger wurde Mark Billingham mit dem Sherlock Award für die beste Detektivfigur im britischen Kriminalroman ausgezeichnet. Mark Billingham lebt mit seiner Frau und seinen zwei Kindern im Norden Londons und in Florida.

Quelle: Atrium Verlag

Leseprobe:     Die Lügen der Anderen


Rezension:


Dieser Roman verbindet unterschiedliche Stilelemente miteinander und ist für mich eine Mischung aus einem Roman mit kritischer Charakterstudie und Thriller. Mark Billingham schafft es perfekt, den Spannungsbogen von der ersten bis zur letzten Seite aufrecht zu erhalten.

Nach dem Lesen stellt sich einem unweigerlich die Frage: "Welche seelischen Abgründe verbergen sich hinter den Heile-Welt-Fassaden unserer Nachbarn und Freunde, hinter den geschlossenen Türen fremder Menschen?"

Drei Pärchen fühlen sich auch nach ihrer Zeit im Urlaubsparadies durch das Verschwinden eines jungen Mädchens und dessen tragischem Ausgang miteinander verbunden. Sie fühlen sich einander verpflichtet und würden dennoch gern die Nähe der Anderen meiden. Jedoch traut sich keiner seine wahren Gefühle preis zu geben. Nichts ist so, wie es auf den ersten Blick hin scheint.
Die gemeinsamen Treffen der Protagonisten werden von Neid, Missgunst, Betrug und seelischen Problemen überschattet. Jeder hat für sich im Leben schon viel erreicht und doch ist keiner mit seinem Leben wirklich zufrieden oder weiß zu schätzen, was er besitzt. Bis die Situation eines Tages eskaliert.

Hattet ihr schon einmal das Gefühl, euer Gegenüber lächelt euch freundlich ins Gesicht und hält hinter dem Rücken bereits das Messer in der Hand? Dann werdet ihr in diesem Buch viele Parallelen finden.

"Die Lügen der Anderen" wirkt durch die verwendeten Sprachelemente und Schauplätze authentisch. Interessant fand ich auch die Passagen, in denen uns Mark Billingham einen Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt des Täters ermöglicht.
Tief psychologisch wird hier eine Geschichte erzählt, die sich so oder so ähnlich überall und zu jeder Zeit abspielen könnte. Das Ende wartet letztendlich noch einmal mit einer überraschenden Wende auf.

Fazit:

Absolut lesenswert! 


Kimmy vergibt 5 von 5 Käseecken

Freitag, 22. August 2014

Rezension "Die Akademiemorde" von Martin Olczak aus dem btb Verlag

Originaltitel: Academi Morden
Originalverlag: Norstedts
Aus dem Schwedischen von Gabriele Haefs
Verlag: btb

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Paperback, Klappenbroschur, 480 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-442-74729-0
€ 12,99 [D] | € 13,40 [A] | CHF 18,90 *

Erscheinungstermin: 9. Juni 2014



Inhalt:


Stockholm, im Mai: Im weltberühmten Hotel Berns Salonger hat man gerade Strindbergs 100. Todestag begangen. Die Festrede hielt der Ständige Sekretär der Schwedischen Akademie, ein würdiger Mann und ebenfalls angesehener Schriftsteller. Jetzt kurz vor Mitternacht ist er auf dem Weg nach Hause, durch einen abgeschiedenen Park. Hier trifft es ihn unvermittelt, das Schicksal. Hier wird er ermordet. Tatwaffe ist ein altertümlicher Schwarzpulverrevolver, der die Polizei vor Rätsel stellt. Noch bevor sie sich für eine Ermittlungsrichtung entscheiden kann, geschehen am nächsten Tag vier weitere, ebenso schonungslose Morde. Die Opfer: ebenfalls Mitglieder der Akademie, die für die Auslobung des jährlichen Literaturnobelpreisträgers verantwortlich ist. Was treibt den Mörder um? Klar ist, dass die anderen Akademiemitglieder geschützt werden müssen. Klar ist auch, dass hier konventionelle Methoden nicht weiterhelfen. Claudia Rodriguez von der Zentralen Mordkomission ermittelt auf eigene Faust – und gegen den Willen ihrer Vorgesetzten. Statt dessen bittet sie ihren alten Freund Leo Dorfman um Hilfe, einen Buchantiquar …
Quelle: btb Verlag

Vita:


Martin Olczak (Autor)

Martin Olczak, geboren 1973, wohnt in Stockholm. Er stöbert leidenschaftlich gerne in Archiven, wo er sich auf die Suche nach geheimnisvollen Geschichten und spannenden Geschehnissen macht. Er ist einer der bekanntesten Jugendbuchautoren Schwedens. "Die Akademiemorde" ist sein erster Roman für Erwachsene.


Gabriele Haefs (Übersetzerin)

Dr. Gabriele Haefs studierte in Bonn und Hamburg Sprachwissenschaft. Seit 25 Jahren übersetzt sie u.a. aus dem Dänischen, Englischen, Niederländischen und Walisischen. Sie wurde dafür u.a. mit dem Gustav- Heinemann-Friedenspreis und dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet, zuletzt 2008 mit dem Sonderpreis für ihr übersetzerisches Gesamtwerk. Sie hat u.a. Werke von Jostein Gaarder, Håkan Nesser und Anne Holt übersetzt. Zusammen mit Dagmar Mißfeldt und Christel Hildebrandt hat sie schon mehrere Anthologien skandinavischer Schriftsteller herausgegeben.

Quelle: btb Verlag


Leseprobe unter:   Die Akademiemorde



Rezension:


Für bibliophile Menschen mit einer Vorliebe für Krimis/Thriller ist dieses Buch das ideale Lesefutter.
Ich hatte das Vergnügen an einer ungewöhnlichen Leserunde unter Leitung von Arndt Stroscher und mit wundervollen Mitstreitern auf Astro Librium teilnehmen zu dürfen. Es gab einen sehr kreativen, lustigen und kurzweiligen Gedankenaustausch, der das Lesen dieses Buches zu einem unvergesslichen Erlebnis hat werden lassen. 

Mit Euliger Unterstützung sowie einer kleinen Einweisung in die Waffenkunde, konnten wir diesen speziellen Kriminalfall am Ende bravourös lösen.


Hier findet der Leser einen mit historischen Elementen versetzten Thriller, der immer wieder mit Überraschungen, spannenden Wendungen und vielen Informationen rund um den Nobelpreis aufwartet. Jedem Kapitel ist als Einleitung eine interessante Kurzinformation zu ehemaligen Nobelreisträgern voran gestellt
.
Rache ist ein starkes Gefühl, dass sich sogar über Generationen hinweg noch verstärken kann und Menschen zum Äußersten treibt. Worte können ungeahnte Kräfte entfalten und selbst nach Jahrzehnten noch Unheil anrichten - ob gewollt oder ungewollt. All dies findet sich in diesem Buch wieder und fasziniert von der ersten bis zu letzten Seite. 
Um den Mörder zur Strecke zu bringen, wird man in geheime Archive sowie eine urige antiquarische Buchhandlung geführt. Martin Olczak versteht es gekonnt, seinen Lesern dieses besondere Gefühl, das einen anheim fällt, wenn man sich in einem Raum mit vielen alten Büchern befindet, hervorzurufen. Ich konnte Stellenweise das Papier knistern hören und den Geruch von Druckerschwärze riechen. Gern würde ich die Handlungsorte des Buches einmal besuchen und in den geheimen, alten Schriften blättern. 
Geheimgänge und literarische Rätsel halten die Ermittler auf trapp. Dabei werden die Ermittlungsarbeiten durch den Machtkampf und die Ignoranz der leitenden Kriminalisten behindert. Die Angst in der Öffentlichkeit zu versagen, wird über die Möglichkeit gestellt, den Fall tatsächlich zu lösen. Nur der Courage einer jungen Ermittlerin ist die Aufklärung der Morde letztendlich zu verdanken.

Gegen Ende bekommt man zwar genügend Informationen, um den wahren Täter selbst entlarven zu können, dafür wird aber ein weiteres historisch bedingtes Geheimnis gelüftet.
Sogar ein wenig romantisches Flair findet sich zwischen den Zeilen, ohne dass dieses offenkundig ausgelebt oder als Lovestory-Beigabe geliefert wird. Nein, dieses Buch kommt auch ohne Klischees aus und wirkt auf unheimlich fesselnde Art authentisch.

Fazit: 

Ein spannender psychologisch klug ausgefeilter Thriller im literarischen Milieu.


Kimmy vergibt 5 von 5 Käseecken

Montag, 11. August 2014

Red Bug Charity - Das Geheimnis um 2 von 10 Autoren ist gelüftet

Insgesamt beteiligen sich 10 Autoren bei dieser tollen Aktion. Nach und nach möchten wir euch allen diese Autoren vorstellen. Sicher kennt ihr den ein oder anderen Namen bereits bzw. habt ihre Bücher gelesen.
Um so gespannter könnt ihr sein, mit welchen Geschichten und Erzählungen sie das geplante Buch füllen werden.
Da die erste Autorin bereits während meines Urlaubes bekannt gegeben wurde, verpacke ich die Informationen zu den ersten beiden Autoren in einem Post.


An den Start gehen wir nun mit  Antonia Michaelis.


Antonia Michaelis wurde 1979 geboren und arbeitete nach ihrem Abitur in Südindien, Nepal und Peru. Bereits neben ihrem Medizinstudium in Greifswald begann sie ihre ersten Romane zu schreiben. Mit ihrem Mann, zwei Kindern und Katzen lebt sie nun seit einer Weile in der Nähe der Insel Usedom.



Antonia Michaelis gehört zum Kreis begabter junger und eigenwilliger Autoren.

Ihre Bücher sind durchwegs ungewöhnlich und bewegend. 

Sie schreibt in einer wunderbaren Sprache (Süddeutsche Zeitung, Die ZEIT) hochpoetische soziale und philosophische Dramen, die den Leser immer an die Grenzen der Wahrnehmung und der Gesellschaft führen.

Sie wurde mit ihrem Jugendroman „DerMärchenerzähler“ für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Das Buch hat zahlreiche Ehrungen erhalten.
Antonia Michaelis
am Achterwasser (c) Bernhard Ludewig

Ihre bisherigen Veröffentlichungen für junge Erwachsene und Erwachsene sind: 

  • Paradies für alle – 2013 bei Knaur 
  • Nashville oder das Wolfsspiel – 2013 bei Oetinger 
  • Friedhofskind – 2014 bei Emons 
  • Niemand liebt November – 2014 bei Oetinger 



Leider kenne ich noch keins ihrer Bücher, doch der "Märchenerzähler" wird wärmstens empfohlen.

Das komplette Interview, das Katrin Bongard mit der Autorin geführt hat, findet ihr hier: Interview mit Antonia Michaelis



Der zweite Autor in der Runde ist Johannes Groschupf.


Johannes Groschupf (c) dpa.


Johannes Groschupf wurde 1963 in Braunschweig geboren. Er studierte Germanistik, Publizistik und Amerikanistik.




Heute lebt er als freier Journalist in Berlin und schreibt für Die ZEIT, die FAZ, den Tagesspiegel, die Berliner Zeitung u.a.

Er hat bereits zwei Romane für Erwachsene veröffentlicht und erhielt 1999 den Robert-Geisendörfer-Preis für das NDR-Feature „Der Absturz“.





Wichtige Veröffentlichungen:

  • 1999Robert-Geisendörfer-Preis für das NDR-Feature „Der Absturz“
  • 2005 Roman„Zu weit draußen“
  • 2009 Roman„Hinterhofhelden“ (beide Eichborn-Verlag Frankfurt)
  • 2013 Jugendroman „Lost Places“ (Oetinger-Verlag, Hamburg)
  • 2014 Jugendthriller „Der Zorn des Lammes“ (Oetinger-Verlag, Hamburg)

Ein tolles Interview von Katrin Bongard mit dem Autor könnt ihr hier finden: 








Sonntag, 10. August 2014

Rezension "Winterfest" von von Jorn Lier Horst auf krimizeitschrift.de

Vor einer Weile durfte ich für krimizeitschrift.de mein erstes Buch lesen und rezensieren.
Mit "Winterfest" von Jorn Lier Horst hatte ich auch gleich einen richtigen Glückstreffer, da dieses Buch wie für mein Leserherz gemacht scheint.

Ausführliche Informationen und meine Rezension zum Buch findet ihr hier:

http://krimizeitschrift.de/review-winterfest-von-jorn-lier-horst/


Sonntag, 3. August 2014

Rezension "Inspector Swanson und der Fluch des Hope-Diamanten" von Robert c. Marley aus dem Dryas Verlag

Marley_Swanson_Hope

Taschenbuch, 304 Seiten
Verlag: Dryas Verlag
ISBN: 978-3-940855-53-4
9,50 € [D], 9,80 € [A]

E-Book ISBN: 978-3-941408-65-4, 6,99 €



Inhalt: 


London 1893, Gordon Wigfield, ein ehrbarer Goldschmied und Damenfreund wurde in seiner Werkstatt auf bestialische Weise ermordet.
Chief Inspector Donald Sutherland Swanson nimmt die Ermittlungen auf.

Doch es bleibt nicht bei einer Leiche. Die Nachforschungen führen Swanson schließlich in die höchsten Kreise der Gesellschaft. Welche Rolle spielen Oscar Wilde und sein Geliebter Lord Douglas? Und was weiß Arthur Conan Doyle?

Die Karten werden neu gemischt als sich herausstellt, dass der in den Kellern des Londoner Bankhauses Parr am Cavendish Square aufbewahrte „Blaue Hope-Diamant“ eine Imitation ist…

Das Buch erscheint in der Reihe “Baker Street Bibliothek“.

Der Autor:


Zum Autor: Robert C. Marley, geboren 1971, ist Autor, Kriminalhistoriker, Goldschmiedemeister und Mitglied des Syndikats – der Vereinigung deutschsprachiger Krimiautoren. Seit seiner Jugend liebt er Sherlock Holmes und Agatha Christie und besitzt ein privates Kriminalmuseum. Der Autor lebt mit seiner Frau und zwei Söhnen in einer sehr alten Stadt in Ostwestfalen.



Rezension:


Wer kann von sich sagen, Oscar Wilde und Arthur Conan Doyle begegnet zu sein? Ich durfte mit diesen beiden erlauchten Herren einen Ausflug in das London des Jahres 1893 unternehmen, um einen kniffligen Kriminalfall zu lösen. Ganz nebenbei habe ich mehr über die gesellschaftlichen Verhältnisse und das Goldschmiedehandwerk gelernt. Alles geschah unter dem Damoklesschwert des Fluches der Hope-Diamanten.

Nein, ich bin nicht verrückt geworden oder habe etwas getrunken. Ich habe nur gerade das Vergnügen gehabt, einen wunderbar recherchierten, historisch authentischen Krimi aus der Feder von Robert C. Marley lesen zu dürfen. Ich gestehe, mich hat an erster Stelle die Beteiligung von Oscar Wilde und Arthur Conan Doyle neugierig auf dieses Buch gemacht. Entgegen meiner Befürchtungen wirkt die Verwebung der Handlung mit diesen beiden exzentrischen, historisch verbürgten Persönlichkeiten überhaupt nicht kitschig. Es passt einfach und gibt diesem Krimi die besondere Note.

Der leichte flüssige Schreibstil und die von Beginn an spannungsgeladene Handlung ziehen den Leser in den Bann der Geschehnisse. Es gelingt dem Autor, die Spannung bis zum Schluss aufrecht zu erhalten und das Geheimnis um den Täter zu bewahren. Wobei sich kurz vor dem Ende die Ereignisse noch einmal überschlagen und es recht turbulent zugeht.

Dabei sind die Zutaten recht simpel: Geheimnisvolle skurrile Morde und ein verfluchter Diamant. Dennoch ergibt sich eine hochexplosive Mischung.

Per Epilog vermittelt Robert C. Marley zum Aschluss noch einmal ein paar historische Eckdaten u. a. sehr interessante Informationen zu meinen beiden Lieblingsprotagonisten.
Das Cover und die Buchgestaltung selbst sind für das bibliophile Auge etwas besonderes. Der blaue Schnitt gefällt mir besonders gut.


Kimmy vergibt 5 von 5 Käseecken


Rezension "Leide" von Siegfried Langer aus dem LAGO-Verlag

Quelle: LAGO-Verlag


Taschenbuch, 288 Seiten
Verlag: LAGO - Verlag
1. Auflage 2014
ISBN Print: 978-3-95761-008-9
ISBN E-Book (PDF): 978-3-95762-020-0
ISBN-EBook (EPUB): 978-3-95762-021-7

(D) 9,99 € / (A) 10,30 €





Inhalt:


Observierung untreuer Männer und Kaufhausüberwachungen sind die Hauptgeschäftsfelder der Privatdetektivin Sabrina Lampe. auch der Auftrag einer schrulligen, alten Nachbarin sieht zunächst sehr nach Routine aus. doch im Zuge ihrer Recherchen wird Sabrina Teil eines grausamen Spiels, dessen Ursachen weit in der Vergangenheit liegen. Ihr teuflischer Kontrahent zwingt Sabrina an ihre Grenzen – und darüber hinaus! Leide! ist der erste roman um die Privatdetektivin Sabrina Lampe und den Kriminalhauptkommissar Niklas Steg.
Quelle: LAGAO-Verlag



Der Autor: 


Siegfried Langer wurde 1966 in Memmingen geboren und lebt seit 1996 in Berlin. sein 2008 erschienener Debüt-Roman "Alles bleibt anders" wurde für den Kurd-Laßwitz-Preis und für den deutschen Phantastik Preis nominiert. Sein zweiter Roman "Vater, Mutter, Tod", ein Psychothriller, wurde im Mai 2011 veröffentlicht, sein dritter Roman "Sterbenswort" im Juli 2012.
Quelle: LAGO - Verlag



Rezension:


Ich habe mal wieder einen Abstecher in mein Lieblingsgenre unternommen und kann euch dieses Buch nur empfehlen.

Was bzw. welche Erlebnisse bringen einen Menschen dazu die grausamsten Dinge zu tun und diese Taten zu genießen? Diese Frage stellt man sich beim Lesen des Buches unwillkürlich immer wieder.

"Leide" ist ein fesselnder und doch sehr eigenwilliger Thriller. 
Der manchmal etwas abrupte Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart sowie den unterschiedlichen Sichtweisen der Protagonisten auf die Handlung, ist nicht für jeden Leser einfach nachzuvollziehen. Mir hat aber gerade dieser besondere Buchaufbau sehr gefallen. 
Siegfried Langer zieht seine Leser sofort in den Bann der Handlung. Sein flüssiger Schreibstil lässt einen nur so durch die Seiten gleiten und viel zu rasch am Ende ankommen.

Mit der Privatdetektivin Sabrina Lampe hat der Autor eine quirlige, manchmal ein wenig tolltpatschige und dennoch mutige Protagonistin geschaffen, die ihrer schrulligen Nachbarin trotz anfänglichem Widerwillen zu Hilfe eilt. Dies führt immer wieder zu amüsanten Situationen und lockert die düstere Handlung auf.
Hinter der Brutalität des Täters und seiner Opferwahl verbirgt sich eine weitere Geschichte um eine verletzte Kinderseele. Doch lest einfach selbst.

Fazit:

"Leide" verspricht Spannung bis zum Schluss und lässt das Herz der Krimi/Thriller-Liebhaber höher schlagen.


Kimmy vergibt 4,5 von 5 Käseecken.

Samstag, 2. August 2014

Rezension "Der krumme Baum Alois" von Alexandra Glander

Quelle: Homepage der Autorin

Eigenverlag Alexandra Glander
erschienen am 10.04.2014
1. Auflage, limitiert (500 Stück)
Hardcover, 14.8x21cm, 136 Seiten

ISBN 978-3-200-03542-3
Preis: 19,40 EUR






Inhalt:


Gloria war Model. Im zarten Alter von 3 Jahren begann ihre Karriere. Das Leben als Model machte ihr viel Spaß und sie wurde sehr erfolgreich.
Doch mit der Zeit verlor sie die Leidenschaft. Sie wurde von Tag zu Tag unglücklicher und hatte keine Freude mehr am Leben. Nur die wenigen Stunden, die sie im Tierheim oder im Wald verbringen konnte, schenkten ihr Kraft und spendeten wertvolle Lebensenergie. Sie fühlte, dass tief in ihr eine andere Bestimmung schlummerte, die langsam erwachte und sich in ihren Träumen zeigte. Aber die Realität hielt sie gefangen und ließ ihr keine andere Wahl, als das zu tun, was von ihr erwartet wurde.
Ihr Leben bekam eine neue Wendung, als sie eines Tages, nach einem heftigen Streit mit ihrer Mutter, davon lief und auf eine wunderliche, alte Frau traf, die ihr die Geschichte vom krummen Baum Alois erzählte...

Quelle: Homepage der Autorin


Homepage der Autorin: Alexandra Glander

Facebookseite zum Buch: Der krumme Baum Alois

Alois auf youtube:    Buchtrailer

Rezension:


Dies ist eine gefühlvolle und lehrreiche Geschichte über den Sinn des Lebens und der Suche nach dem eigenen ICH.

Das Buch gibt auf seine eigene Art Antworten auf die Fragen:

"Wer bin ich?"       "Wer möchte ich sein?"       "Was möchte ich werden?" 

Fragen, die wir uns spätestens ab dem Beginn der Pubertät, aber auch noch als Erwachsene immer wieder stellen.

Auf der Suche nach dem eigenen Selbst und dem Glück, gibt es unterschiedliche Wege, die wir beschreiten können. Nicht alle Ziele im Leben werden wir erreichen bzw. werden uns diese nicht das erhoffte Glück bescheren.
Nicht das, was andere um uns herum glücklich macht, bedeutet auch die Erfüllung für das eigene Leben. Jeder sollte seinen Träumen folgen dürfen, auch wenn dies manchmal bedeutet, einen Schritt zurück zu gehen. Wichtig ist, man bleibt sich und seinem Wesen selbst treu.
Es kommt nicht auf Perfektion oder Größe an, sondern auf die inneren Werte.

Alexandra Glander hat eine psychologisch tiefsinnige Geschichte erschaffen, die aber nicht belehrend wirkt, sondern den Leser selbst entscheiden lässt, was er für Lehren daraus ziehen möchte. Eine Vielzahl von Metaphern erlaubt unterschiedliche Interpretationen und liefert so eine Menge an Diskussionsthemen.
Die liebevoll gezeichneten und ausdrucksstarken Bilder untermalen die einzelnen Episoden perfekt.

Eine wundervolle Geschichte für Kinder und Erwachsene.

Alexandra Glander plant gerade die Veröffentlichung des Buches als eBook. Dies solltet ihr unbedingt im Auge behalten.

Kimmy vergibt 5 von 5 Käseecken.