Mittwoch, 30. Dezember 2015

Rezension "Brief an meine Schwester" von Leslie Malton mit Roswitha Quadflieg - Aufbau Verlag


Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
Verlag: Aufbau Verlag; Auflage: 2 (12. Oktober 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3351036205
ISBN-13: 978-3351036201
D: 18,95 Euro







Inhalt:


Das Mädchen mit den sprechenden Augen Die berührende Geschichte zweier Schwestern, von denen eine mit Gesundheit und Erfolg gesegnet ist, die andere eine rätselhafte Behinderung hat. Aufwühlend und emotional erzählt die erfolgreiche Schauspielerin Leslie Malton die Geschichte ihrer Schwester Marion und ihre eigene -- die Geschichte einer außergewöhnlichen, selbstlosen Schwesternliebe, die nicht frei ist von den Schatten der Schuld und Gewissensnot. 1957. Ein Amerikaner und eine Wienerin lernen sich kennen, sie verlieben sich und heiraten. In Washington D.C. wird 1958 ihre erste Tochter, Leslie, geboren, elfeinhalb Monate später folgt Marion – fast ein Zwilling. Etwa ein Jahr nach Marions Geburt stockt ihre Entwicklung, sie verlernt, was sie gerade gelernt hat, verliert die Sprache – verliert fast alles. Die Odyssee zwischen Ärzten und diversen Einrichtungen beginnt. Niemand kann dem kleinen Mädchen helfen. Erst 2012 liest Leslie Malton – längst eine berühmte Schauspielerin – einen Zeitungsartikel über das Rett-Syndrom. Plötzlich hat die Behinderung einen Namen. Leslie Malton trifft sich mit Betroffenen und deren Angehörigen, wird Botschafterin der "Elternhilfe für Kinder mit Rett-Syndrom in Deutschland". In diesem berührenden Buch erzählt Leslie Malton die Geschichte ihrer Schwester und ihre eigene, die Geschichte einer selbstlosen Schwesternliebe, die sich über Krankheit und Kontinente hinwegsetzt.
Quelle: Amazon




Die Autorin und Mitwirkende:


Leslie Malton,

geboren 1958 in Washington D.C., begann ihre Karriere am Theater, vor allem der Wiener Burg, und spielte in zahlreichen Fernseh- und Kinofilmen und Serien mit. Ihren Durchbruch beim deutschen Fernsehpublikum hatte sie 1992 mit dem Mehrteiler „Der große Bellheim“. Sie lebt mit ihrem Mann, dem Schauspieler Felix von Manteuffel, in Berlin.

Roswitha Quadflieg,
1949 in Zürich geboren, Tochter des Schauspielers Will Quadflieg. Kunststudium in Hamburg, bis 2003 Inhaberin der Raamin-Presse. Zahlreiche Romane und Essays. Zuletzt erschien bei Aufbau “Neun Monate. Über das Sterben meiner Mutter“. Sie lebt in Berlin.
Quelle: Amazon




Rezension:


Es gibt immer wieder Bücher, die suchen sich ihre Leser selbst. In der einen Sekunden hat man noch keine Vorstellungen von diesem einen besonderen Buch, in der nächsten Sekunde hat es einen gefangen genommen. So erging es mir mit "Brief an meine Schwester" von Leslie Malton. Und genau aus diesem Grund habe ich genau das Buch zum Ausklang meines Lesejahres ausgesucht. Es ist keine seichte Lektüre, die für Unterhaltung mal so nebenbei sorgt und doch liest sich die Lebensgeschichte von Leslie und ihrer Schwester Marion federleicht.

Der Buchtitel war mir schon einmal unter die Augen gekommen, doch richtig wahrgenommen habe ich das Buch erst im Oktober auf der Frankfurter Buchmesse. Dort bliebt ich eher zufällig neben einem Podium stehen und stolperte mitten in ein Interview mit der Autorin. So gefühlvoll, wie sie über ihre Familie und besonders ihre Erlebnisse mit ihrer Schwester Marion sprach, hat mich tief berührt.

Wenn wir eine Familie gründen, ist der größte Wunsch überhaupt, dass unsere Kinder gesund zur Welt kommen. Leider ist dem nicht immer so. Doch wie müssen sich Eltern fühlen, deren Kind augenscheinlich gesund geboren wurde, sich über Monate hinweg normal entwickelt und sich dann innerhalb kurzer Zeit alles verändert. Was, wenn man zusehen muss, wie das Erlernte verloren geht und nicht weiß warum. Die größte Frage ist immer das WARUM. Im Fall von Marion kommt noch hinzu, dass die Veränderungen nach einem größeren Infekt eintraten und sich ihre Schwester über viele Jahre hinweg schuldig an der Entwicklung der Dinge fühlte.

Das Leben mit einem behinderten Kind oder Geschwistern ist nicht einfach. Marions Eltern muss man hoch anrechnen, dass sie ihr Kind nie versteckten und Marion voll in ihr Leben integrierten. Unermüdlich suchten sie nach Möglichkeiten der Förderung und Verbesserung der Lebensqualität ihres Kindes. Auch noch im hohen Alter kümmert sich ihre Mutter so gut wie es geht. Natürlich gibt es Schattenseiten und diese verschweigt die Autorin nicht. Sie hebt ihre Eltern nicht auf ein goldenes Podest und gerade dadurch bleibt diese greifbare Nähe und Authentizität erhalten.

Leslie Malton beschreibt in einem ruhigen liebevollen Ton ihr Leben mit Marion. Dabei stand sie, die gesunde Schwester, oft im Schatten. Ihre Erfolge waren fast zu selbstverständlich. Dennoch wohnt ihr eine innige Liebe zu Marion inne. Zwischen den Schwestern existiert eine enge Verbundenheit, wie sie selbst zwischen ganz "normalen" Geschwistern nicht immer zu finden ist.

In "Brief an meine Schwester" offenbart Leslie Malton sehr offen und ehrlich ihre Gefühlswelt. Diese umfasst Schmerz, Trauer, Wut, Schuldzuweisungen, Eifersucht, Sehnsucht und eine tiefe Liebe. Sie redet nichts schön, zeigt aber nicht nur die dunklen Seiten, die die Krankheit für alle Beteiligten mit sich brachte. Schonungslos offen gewährt sie uns einen Einblick in ein Leben mit dem Rett Syndrom.

Es war interessant über das noch wenig bekannte Rett Syndrom zu lesen und welch unterschiedlichen Verlauf diese auf einem Gendefekt beruhende Krankheit nehmen kann. Welche Möglichkeiten es gibt und vor allem, was es bedeutet, die Krankheit und deren Ursachen, an denen ein geliebter Mensch leidet, benennen zu können. Wir können erspüren, wie tief es die Autorin berührt, uns an den kleinen Meilensteinen von Marion teilhaben zu lassen.
Ihre Sicht auf das Leben wurde durch ihre Schwester bereits in der Kindheit geprägt. Sie macht aber auch deutlich, dass sie selbst ohne Marion nicht zu dem Menschen geworden wäre, der sie heute ist.

Dies ist ein Buch, dass betroffenen Familien Hoffnung und Hilfe geben kann, aufklärt. Aber auch ein Buch, das uns einmal kurz innehalten und über das Glück in unserem Leben nachdenken lässt. Marion und Leslie zeigen uns, dass gerade die unscheinbaren kleinen Dinge, unseren Alltag bereichern und wichtig sein können.


Kimmy vergibt 5 von 5 Käseecken





Dienstag, 29. Dezember 2015

Gewinnspiel - Silvestercountdown mit Katja Peel/Cathey Peel


Zum Abschluss des Jahres habe ich noch etwas ganz tolles für euch. 
Dank der liebe Katja Piel gibt es ab heute ein Blitzgewinnspiel.

Gewinne noch schnell eine Goodiebag von Katja Piel/Cathey Peel. 



Was müsst ihr tun? 

- meine FB Seite liken Zwiebelchens Plauderecke
- auf meinem Blog kommentieren "Ich möchte die Goodiebag gewinnen"



Das Gewinnspiel läuft bis zum 31.12.2015 um 23.59 Uhr

Der Gewinner wird am 01.01.2016 ausgelost.


Natürlich freue ich mich auch, wenn ihr mir hier über die Blogseite folgen würdet.


Das notwendige Kleingedruckte:
  • Teilnahme ab 18 Jahren oder mit Einverständniserklärung der Eltern.
  • Der Gewinner oder die Gewinnerin erklärt sich im Gewinnfall bereit, dass sein oder ihr Name öffentlich genannt wird. 
  • Für den Postversand wird keine Haftung übernommen.
  • Keine Barauszahlung möglich.
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Rezension "Wollowbies Häkelset Rudi Rentier" - TOPP frechverlag GmbH

TOPP 19676 - D: 9,99 Euro



Rentier Häkelset mit umfangreichem Zubehör und Stoffetiketten für liebevolle Botschaften und Geschenke. Als Seeelentröster, ständiger Begleiter, Kuscheltier oder Glücksbringer, diese Häkelminis erwärmen jedes Herz.

Das Set umfasst:


1 Anleitung, 1 Steckbrief, 4 Mini-Garnknäuel, 1 Häkelnadel, Füllwatte, Sicherheitsaugen, 1 Herzknopf und 5 Stofflabel mit liebevollen Botschaften.


Mein Eindruck:


In den vergangenen Jahren erleben Handarbeiten einen regelrechten Boom. Die Nachfrage nach Häkel-, Strick- oder Bastelbüchern scheint immer größer zu werden und demgemäß auch das Angebot der Verlage. Dabei reicht es nicht mehr aus, Topflappen oder ähnliches zu fertigen. Nein, der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. 

Während der Frankfurter Buchmesse gab es eine Art Wollowbies-Bandit, bei dem jeder sein Glück versuchen und evtl. eines dieser knuffigen Häkeltiere mit nach Hause nehmen konnte. Bei diesen Automaten habe ich noch nie Glück gehabt. Auch dieses Mal steckte für wenige Sekunden eine Giraffe im Greifer und fiel dann zurück in den Tierpool. Aber ich wollte ja so gern auch eines der Tierchen haben.

Also kaufte ich mir vor einigen Wochen das Häkelset für Rudi Rentier und nahm nach langer Zeit einmal wieder eine Häkelnadel in die Hand. 
Dabei muss ich gestehen, dass ich mit dem Rundhäkeln bisher immer auf Kriegsfuß stand. Einen Fadenring hatte ich vor Monaten nur mit viel Mühe hinbekommen und frustriert alles beiseitegelegt. 

Die Anleitung im Häkelset ist aber sehr detailliert und einfach gehalten, so dass mir der Fadenring überraschend schnell gelang und nunmehr kein Problem mehr darstellt. Die kleineren Teile bedürfen allerdings etwas Fingerspitzengefühl und Geduld. Um die Runden einzuhalten und die Zu- bzw. Abnahmen überprüfen zu können, habe ich mir den Beginn einer neuen Runde mit einem andersfarbigen Faden markiert und diesen dann wieder entfernt. Bei den kleineren Teilen habe ich ohne diesen Faden gearbeitet.
Das in der Packung enthaltene Material ist mehr als ausreichend und wenn ich mit den Farben ein wenig jongliere, reicht die Wolle sogar für einen zweiten Rudi. 


Fazit:


Das Wollowbies Häkelset ist so ausgelegt, dass auch Anfänger sofort beginnen können. 
Mein kleiner Rudi ist zwar nicht ganz akkurat geworden, dafür aber einmalig und es hat sehr viel Spaß gemacht. 
Ich kann hier eine klare Empfehlung aussprechen. 








Kimmy vergibt 5 von 5 Käseecken

Sonntag, 20. Dezember 2015

Rezension "Sehnsucht nach Zimtsternen" (Sternschnuppen-Reihe) von Katrin Koppold - Rowohlt Verlag (rororo)


Taschenbuch: 336 Seiten
Verlag: rororo (27. November 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3499269872
ISBN-13: 978-3499269875
D: 9,99 Euro







Inhalt:


Lieber Frosch als Prinz?
Lilly hat eigentlich alles: einen tollen Ehemann, eine schöne Wohnung, viel Zeit für sich. Dann will Torsten sich plötzlich scheiden lassen - er liebt eine andere. Und Lilly hat nichts mehr, keinen Mann, keinen Job, und die Wohnung muss sie sich mit Frauenheld Jakob teilen. Einziger Lichtblick ist der attraktive neue Nachbar. Dabei hat Lilly gerade beschlossen, die Finger von Prinzen zu lassen und sich bei Männern voll und ganz auf die inneren Werte zu konzentrieren ...
Quelle: Amazon



Die Autorin:


"Wenn du an eine Weggabelung kommst, geh einfach drauf zu".

Dieses Zitat aus dem Film "360°", das die Autorin ihrem Debutroman "Aussicht auf Sternschnuppen" vorausgestellt hat, trifft ihre Lebensphilosophie ziemlich genau. Nicht lange zaudern, Neues ausprobieren, auch wenn man sich dabei blaue Flecke holt, Risiken eingehen, Visionen haben!
Nach Abitur und Studium ist Katrin Koppold viel gereist, hat die Welt erkundet, als Fitnesstrainerin, Journalistin, Mode- und Kosmetikdarstellerin und in einem Restaurant gearbeitet, bevor sie den Mann ihrer Träume kennen gelernt hat und sesshaft geworden ist. Heute lebt sie mit ihrer Familie und den Katzen Merlin und Fiona in einem Häuschen in der Nähe von München.
Ihre Romane rund um die Liebe, das Leben und das große Glück lässt sie immer wieder an Orten spielen, an die sie ihr Herz verloren hat: Italien, Irland, München, Paris ...

Unter dem Pseudonym Jade McQueen schreibt Katrin Koppold mit vier befreundeten Autorinnen die Reihe "The Diamond Guys".
Quelle: Amazon


Rezension:


Wer sagt, dass man Zimtsterne nur in der Weihnachtszeit backen und genießen kann? Der Buchtitel lässt uns denken, wir würden uns in die winterliche Weihnachtszeit begeben. Weit gefehlt, denn die Sonne scheint und wir haben Sommer.

Mit  Lilly lernen wir die dritte der Baum-Schwestern aus der Sternschnuppenreihe von Katrin Koppold näher kennen. Ihre liebenswerte Art macht sie sofort sympathisch. Die merkwürdige Angewohnheit Lebensweisheiten und Sprüche zu verdrehen, ließ mich immer wieder schmunzeln. Anfangs möchte man sie gern ein wenig schupsen und aus ihrer Lethargie reißen, doch dies schafft sie dann zum Glück ganz allein. Zuerst noch etwas unbeholfen, gewinnt sie mit der Zeit an Selbstbewusstsein und einen neuen Sinn in ihrem Leben. Gegen Ende erfahren wir auch die Gründe, die zu ihrem manchmal nicht so recht nachvollziehbaren Verhalten führten.

Mit Jacob hat ihr Katrin Koppold einen tollen Gegenpart zur Seite gestellt. Eine Art Bad Boy mit weichem Kern und großem Herzen - zum dahinschmelzen.

Wie schon in den vorhergehenden Bänden dürft ihr euch auf eine ganz besondere Begegnung freuen, die zu Herzen geht. Ich gebe zu, mittlerweile warte ich gerade auf diese Passagen.

Humorvoll, unterhaltsam und dennoch eine Geschichte mit der richtigen Portion Tiefgang.


Fazit:


Ein Buch, das seine Leser bis zum Schluss gefangen hält, um sie dann mit einem Lächeln auf den Lippen in das wirkliche Leben zu entlassen.


Kimmy vergibt 5 von 5 Käseecken

Sonntag, 13. Dezember 2015

Rezension "Schnee sei Dank" von Tara Riedmann - Books on Demand


Taschenbuch: 256 Seiten
Verlag: Books on Demand; Auflage: 2 (20. Oktober 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3738630813
ISBN-13: 978-3738630817
D: 9,99 Euro








Inhalt:


Wer will schon freiwillig in einem einsamen Dorf festsitzen – und das kurz vor Weihnachten! Es sind nur noch vier Tage bis Heiligabend, als Nelly mit dem Zug ungewollt in einem kleinen Ort bei Stuttgart strandet. Der wortkarge Bauer Mick ist alles andere als begeistert von dem unerwarteten Besuch der karrierebewussten jungen Ärztin, und auch Nelly kann sich kaum mit der launischen Art des Landwirts anfreunden. Zumal er ihr nicht nur schwer auf die Nerven, sondern Stück für Stück mitten ins Herz geht. Und nun begleite Mick und Nelly auf den Brandler-Hof: in das verschneite Winter-Wunder-Weihnachtsdorf Weidershausen. Dein Lieblingsgetränk in der Hand, leckere Plätzchen auf dem Teller und ab in die Kuschelecke – ein Roman für gemütliche Winterabende! Viel Spaß beim Lesen!
Quelle: Amazon


Die Autorin:


Tara Riedman wurde 1974 in Düsseldorf geboren. Früher wollte sie Ärztin für Pferde, Mäuse, Marienkäfer und Regenwürmer werden, Kriminalpolizistin, Primaballerina, Hubschrauberpilotin (aufgrund ihrer ausgeprägten Höhenangst wohl keine besonders gute Idee) oder Romanautorin.

Dabei herausgekommen ist letztendlich zwar eine Karriere im Projektmanagement eines Großunternehmens, ihre Leidenschaft fürs Schreiben hat sie aber trotzdem nie ganz aufgegeben. Der Wunsch, ihre Geschichten nicht nur in der Schublade versauern zu lassen, sondern anderen Menschen damit etwas Freude und Ablenkung vom Alltag zu verschaffen, wurde im Laufe der Jahre immer stärker. Und wie heißt es so schön: Besser spät als nie - manchmal werden Kindheitsträume eben doch wahr.
Quelle: Amazon




Rezension:

In diesem Jahr lässt uns Frau Holle in der Weihnachtszeit im Stich. Was könnte es da schöneres geben, als sich gemütlich einzukuscheln und mit Hilfe von Tara Riedmann in eine traumhafte Weihnachtswinterlandschaft zu entfliehen. Schon das Cover verspricht Romantik pur.
"Schnee sei Dank" bringt seine Leser genau in die richtige Weihnachtsstimmung. 

Den Leser erwarten liebevoll gezeichnete authentische Charaktere. Humorvoll schlittern wir immer wieder in unterhaltsame Situationen. Aber auch die ernsthaftere Seite des Lebens klingt zwischen den Zeilen ab und zu an. 

Nelly ist eine Protagonistin, wie ich sie mag. Ein bisschen tüttelig, bereit in fast jedes Fettnäpfchen zu springen, dafür aber umso herzlicher. Einfach zum gern haben. Mick dagegen hinterließ gespaltene Gefühle in mir zurück. Er ist der Retter in der Not. Ich mochte ihn sehr gern und er passt auch perfekt zu Nelly, dennoch wäre Mick nicht unbedingt mein Traummann. Seine Familie dagegen ist einfach nur zum knuddeln und als Leser möchte man gern ein Weihnachtsfest mit ihnen verbringen. Würde es den in der Geschichte stattfindenden Hofweihnachtsmarkt tatsächlich geben, hätte ich meinen Spaß.


Fazit:


"Schnee sei Dank" bringt die ideale Auszeit vom Alltag mit sich und beschert amüsante Lesestunden, Winterfeeling inbegriffen.



Kimmy vergibt 5 von 5 Käseecken

Samstag, 12. Dezember 2015

Vorankündigung "Sinabell - Zeit der Magie" von Jennifer (Alice) Jager - Impress

Die Weihnachtszeit ist für mich immer ganz fest mit Märchen verbunden und einem Hauch von Magie. Auch wenn Weihnachten dann schon wieder ein Stück hinter uns liegt und für märchenhaftes ist man ja nie zu alt, möchte ich euch auf ein neues Buch einer ganz lieben Autorin aufmerksam machen.

"Sinabell - Zeit der Magie" von Jennifer (Alice) Jager erscheint am 7. Januar bei Carlsen/Impress. 



Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1693 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 230 Seiten
Verlag: Impress (7. Januar 2016)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch

D: 3,99 Euro





Inhalt:



**Lass dich fallen in eine Welt voller Märchen**

Es ist nicht leicht, eine von fünf Königstöchtern zu sein und kurz vor der Heiratssaison zu stehen. Statt nach Ehemännern Ausschau zu halten, streift Sinabell lieber durch die verwinkelten Gänge des Familienschlosses und verliert sich in den magischen Welten ihrer Bücher. Bis sie auf einem Ball dem jungen Prinzen Farin begegnet, der mit seinem zerzausten Haar und den Grübchen ihr Herz erobert. Doch ihr Vater entlarvt ihn als Prinz aus einem verfeindeten Königreich und wirft ihn ins Verlies. Um Farin vor dem sicheren Tod zu bewahren, muss Sinabell ihm helfen drei Aufgaben zu lösen und erkennt dabei, dass Magie nicht nur in Büchern existiert. Plötzlich findet sie sich in einer Welt aus wütenden Drachen, hinterlistigen Feen und sagenumwobenen Einhörnern wieder…

//Textauszug:
Alles um Sinabell und den Prinzen herum verblasste und sie verschmolzen miteinander in dem Tanz, der sie über das Parkett fliegen ließ.
Er war gut gebaut, sehnig, beinahe einen halben Kopf größer als sie und den Walzer beherrschte er, als hätte er sich sein Leben lang nie auf eine andere Weise bewegt.
War das der Moment, von dem ihre Schwester gesprochen hatte? Würde sie jetzt, beim Anblick dieser fein gezeichneten Grübchen, bei seinem dichten Haar und der Leidenschaft im Glanz seiner Augen all ihre Prinzipien über Bord werfen, alles vergessen, was sie war und was sie noch werden wollte, und sich ihm ganz und gar hingeben?//
Quelle: Amazon



über Jennifer (Alice) Jager:


Jennifer (Alice) Jager begann ihre schriftstellerische Laufbahn 2014. Nach ihrem Schulabschluss unterrichtete sie Kunst an Volkshochschulen und gab später Privatunterricht in Japan. Heute ist sie wieder in ihrer Heimat, dem Saarland, und widmet sich dem Schreiben, Zeichnen und ihren Tieren. So findet man nicht selten ihren treuen Husky an ihrer Seite oder einen großen, schwarzen Kater auf ihren Schultern. Ihre Devise ist: mit Worten Bilder malen.

Quelle: Amazon



Übrigens läuft gerade via Facebook ein ganz tolles Gewinnspiel. Macht doch mit!

Link zum Gewinnspiel von Jennifer Jager:  Sinabell - Ein Märchen wird wahr





Rezension "Ritter Kahlbutz - Besuch aus der Vergangenheit" von Dorothea Flechsig - Glückschuh-Verlag


Gebundene Ausgabe: 176 Seiten
Verlag: Glückschuh-Verlag (3. Oktober 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3943030407
ISBN-13: 978-3943030402
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 8 - 10 Jahre
D: 12,95 Euro






Inhalt:



Immer wieder wird Nils geärgert. Dabei hat er doch nichts getan. Die beiden Raufbolde Sven und Toni wollen ihn so richtig erschrecken. Sie stehlen die Mumie des Ritters Kahlbutz aus der Gruft ihrer Dorfkirche und binden sie an eine Laterne auf der Brücke. Sie wissen, dass Nils die Brücke an diesem Abend überqueren muss. In der Dämmerung zieht ein Gewitter auf, und der Donner rollt drohend über das Dorf. Tatsächlich kommt Nils, aber alles wird ganz anders, als es Sven und Toni erwarten. Ritterliche Abenteuer beginnen und Nils hat einen ungewöhnlichen Freund, der ihn beschützt und lehrt, wie man des „Stolzes Krone auf dem Haupte trägt“.
Quelle: Amazon




Die Autorin:



Viele Jahre arbeitete Dorothea Flechsig als freie Journalistin für verschiedene Zeitungen und Magazine. Inzwischen veröffentlicht sie Geschichten für Kinder. Neben ihren eigenen Figuren "Petronella Glückschuh" oder "Sandor - Fledermaus mit Köpfchen", schreibt sie Gedichte und erfindet als freie Autorin Abenteuer für andere Verlage.

Dorothea Flechsig absolvierte ihre Ausbildung zur Drehbuchautorin an der Master School Drehbuch und unterrichtet Erwachsene und Kinder im Kreativen Schreiben. Sie gewann den Kinderfilmpreis Jugendvision der "Ökofilmtour 2010" und "2014", die "Goldene Ziege" 2011, sowie die Auszeichnung "Schüler mit Wirkung" 2012. Sandor wurde vom BÜCHER-Magazin mit "Grandios" ausgezeichnet und gewann den LesePeter 09/2015, Petronellas Kinderatlas gewann den EMYS-Sachbuchpreis, die UN Dekade Biologische Vielfalt und eine Sachbuch-Auszeichnung "Klima-Buch-Tipp" der Akademie für Kinder- und Jugendliteratur. - Ihre Werke sind in mehrere Sprachen übersetzt.
www.glueckschuh-verlag.de
Quelle: Amazon



Rezension:


Heute möchte ich euch einen echten Edelmann vorstellen - Kahlbutz - seines Zeichens Ritter. Um ihn ranken sich seit Jahrhunderten Geschichten und Legenden. Man kann seine sterbliche Hülle als Mumie noch heute im Museum besuchen. Ein Fakt, der nicht nur die Fantasie von Kindern anregt.

Doch was passiert, wenn genau dieser Ritter lebendig in unserer Zeit herumirren würde? Genau hier hat Dorothea Flechsig die historischen Fakten aufgegriffen und eine wunderbare Geschichte für Kinder entwickelt. Durch einen dummen Jungenstreich erwacht der Ritter zum Leben und bringt einen ganzen Ort auf Trapp. Im Laufe der Geschichte entstehen neue Freundschaften und Kahlbutz vermittelt den Kindern, was Edelmut, Courage und Zusammenhalt bedeuten. Nils gewinnt an Selbstvertrauen und kann zeigen, was in ihm steckt. Ritter Kahlbutz zeigt, wie einfach Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe umgesetzt werden können. Wir erfahren auch, dass jeder im Leben einmal Fehler macht, aber deswegen nicht unbedingt ein schlechter Mensch sein muss. Die Geschichte ist aber nicht nur lehrreich, sondern wurde für die Kinder humorvoll und abenteuerlich umgesetzt. Ein Spaß auch für Mädchen.

Die Zeichnungen im Buch wirken im ersten Moment etwas futuristisch, haben sich für mich aber mit Fortschreiten der Geschichte gut eingefügt. Der Text wird zudem immer wieder mit Hilfe von Texten auf Schriftrollen aufgelockert. Hier können wir die Gedanken des Ritters und seine Sicht auf die "Neuzeit" nachvollziehen. Mir haben diese Passagen sehr gefallen.

Allerdings würde ich als Lesealter eher ab 10 Jahren empfehlen. Um zu zeigen, dass Ritter Kahlbutz aus einem anderen Jahrhundert stammt, ist es sicher gut gemeint, diesen in einem seiner Zeit angepassten Dialekt "sprechen" zu lassen. Jedoch erschwert der damit verbundene umständliche Satzbau den Kindern das Verständnis. Für Leseanfänger ein schwieriges Unterfangen.
Man kann das Buch jüngeren Kindern gut vorlesen, muss aber sicher an vielen Stellen die durch den Ritter verwendeten Begriffe und Wortwendungen erklären.

Fazit:


Eine schöne und unterhaltsame Abenteuergeschichte. Wir hatten viel Spaß mit Ritter Kahlbutz und seinen Freunden.



Kimmy vergibt 4 von 5 Käseecken


Montag, 7. Dezember 2015

Auslosung Gewinnspiel zum 2. Bloggeburtstag

Ich möchte mich von Herzen für all die lieben Glückwünsche zu meinem
2. Bloggeburtstag bedanken. Ich hoffe, ihr bleibt mir auch nach dem Gewinnspiel weiter treu :)

Die Glücksfee hat ihren Zauberstab geschwungen und ausgelost.

Geschenk 1

Julia Ehrenberg

Geschenk 2

Verena Julia

Geschenk 3

Buecherloewe



Schickt mir bitte eure Adressen an: schmidt.anja73@gmail.com

Ich freue mich für euch und hoffe, alle anderen sind nicht gar zu traurig. Mir fällt bestimmt bald wieder etwas für euch ein.



Ich wünsche allen eine schöne Weihnachtszeit!

Samstag, 5. Dezember 2015

Rezension "Die Unwahrscheinlichkeit des Glücks" von Cynthia Hand - HarperCollins



    Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
    Verlag: HarperCollins; Auflage: 1., Aufl. (10. September 2015)
    Sprache: Deutsch
    ISBN-10: 3959670028
    ISBN-13: 978-3959670029
    Originaltitel: The Last Time We Say Goodbye
    D: 16,90 Euro






    Inhalt:


    Es war der zwanzigste Dezember. Hinter mir lagen genau sechs Monate mit Steven. 183 Tage voller Küsse, bevor die Gleichung sich änderte. Unwiderruflich. Das letzte Mal, dass Lexie glücklich war, war davor. Als sie einen wunderbaren Freund hatte, den Traum, Mathematik zu studieren, und einen Bruder. Tyler. Nun ist sie für die anderen nicht mehr das Zahlengenie, sondern nur noch das Mädchen, dessen Bruder sich umgebracht hat. Um mit der Trauer fertigzuwerden, beginnt Lexie, ihre Gefühle aufzuschreiben. Doch leider ist das Leben keine Gleichung, sonst könnte sie die quälende Ungewissheit auflösen: Tyler hat ihr vor seinem Tod eine SMS geschickt, die sie nicht beachtet hat. Hätte sie alles ändern können? Der Gedanke verfolgt Lexie wie ein Schatten. Bis sie erfährt, was es braucht, um ihr Glück wahrscheinlicher zu machen.
    Quelle: Amazon



    Die Autorin:


    Die New York Times-Bestsellerautorin Cynthia Hand unterrichtete mehrere Jahre lang Kreatives Schreiben an der Pepperdine University nahe Los Angeles, bevor sie sich hauptsächlich dem Schreiben widmete. Vor kurzem ist sie mit ihrer Familie zurück in ihre Heimatstadt in Idaho gezogen, wo sie die klare Luft genießt und an neuen Romanen schreibt.
    Quelle: Amazon



    Rezension:


    Einen geliebten Menschen plötzlich zu verlieren ist schwer. Geschieht dies jedoch durch einen Selbstmord, lässt sich das Ganze emotional noch wesentlich schwerer verarbeiten. Schuldgefühle sind vorprogrammiert und das Gefühl, dass man diese Tat durch irgendetwas hätte verhindern können, ist überwältigend.

    An dieser Stelle steigen wir in die Geschichte ein und erleben die Ereignisse mit einem Blick aus Lexis Augen. Lexi ist ein Mathematikgenie und auf rationaler Ebene unschlagbar. Dagegen hat sie ihre eigene Gefühlswelt nicht im Griff. Das ihre Freunde und Mitschüler sie nach dem Tod des Bruders wie ein rohes Ei behandeln oder ihr sogar aus dem Weg gehen, ist für sie nicht hilfreich. Sie zieht sich immer mehr von ihren Freunden zurück. Gleichzeitig fühlt sie sich für ihre am Boden zerstörte Mutter verantwortlich. Das Verhältnis zu ihrem Vater ist fast keines mehr, zumal sie ihm die Hauptschuld am Freitod von Taylor gibt.

    Doch Alexis beweist Stärke und kämpft sich in ein normales Leben zurück. Schritt für Schritt verarbeitet sie ihren Verlust, entdeckt den Wert alter Freundschaften und begibt sich auf ihren eigenen Weg ins Leben.
    Für Alexis beginnt eine Spurensuche, um die Gründe für Taylors Selbstmord und evtl. auch einen Schuldigen zu finden. In Rückblenden lernen wir Taylor kennen und als Leser spürt man die große Zuneigung, die die Geschwister füreinander empfunden haben. Die Erinnerungen an schöne unbeschwerte Tage, an Kleinigkeiten, die doch so bedeutsam waren leben auf. Mit aller Macht versucht Alexis diese Erinnerungen festzuhalten und nicht verblassen zu lassen.

    Wir erleben das Davor und Danach noch einmal mit. Manchmal spüren Alexis und ihre Mutter die Anwesenheit von Taylor, der Duft seines Parfüms liegt plötzlich in der Luft und Alexis glaubt, ihren Bruder als eine Art Geist im Raum gesehen zu haben. Diese Einschübe erscheinen manchen als fantastische, evtl. unglaubwürdige Elemente. Ich denke, dass die Autorin hier noch einmal verdeutlichen wollte, wie sehr wir entgegen unseres realistischen Wissens wünschen und glauben möchten, dass die Lieben, die wir verloren haben, irgendwie noch da sind. Erinnerungen leben auf und oft spenden diese auch ein wenig Trost.

    Über das ganze Buch hinweg schwebte für mich eine Frage: „Was stand in der SMS von Taylor an Alexis?“ Diese erschien mir als der Hauptgrund für ihre Schuldgefühle. Erst ganz zum Schluss erhalten wir in Form eines Briefes an eine Antwort und als Leser sieht man viele kleine Begebenheiten und Handlungen der Protagonistin in einem anderen Licht und kann diese besser verstehen.

    „Die Unwahrscheinlichkeit des Glücks“ ist ein sehr emotionales Buch. Als ich den gerade angesprochenen Brief las, liefen mir still Tränen über das Gesicht. Es ist einerseits ein sehr trauriges Buch, das sich mit einem heiklen und wichtigen Thema beschäftigt. Andererseits gibt es Hoffnung und zeigt, wie schön das Leben doch sein kann.

    Liest man das Nachwort der Autorin, bekommt der Inhalt der Geschichte noch einmal eine ganz andere Gewichtung. Ich bin froh, dass ich dieses Buch über BloggDeinBuch lesen durfte.



    Fazit:


    Ein sehr einfühlsamer Jugendroman über Trauerbewältigung, der zeigt, dass das Leben auch seine Schattenseiten hat, aber dennoch den Leser mit neuem Mut und Kraft zurücklässt.




    Kimmy vergibt 5 von 5 Käseecken

Mittwoch, 2. Dezember 2015

Blogtour zu Adolescentia Aeterna - Die Neuordnung der Ewigen Jugend" Tag 6 - "Blut als Lebenselexier?"



Am vorletzten Tag unserer Blogtour zum zweiten Teil der "Adolescentia Aeterna"-Buchreihe um die Bruderschaft der Ewigen Jugend darf ich euch auf meinem Blog begrüßen.

Geht es um die Thematik der Unsterblichkeit spielt Blut immer wieder eine große Rolle.
Denken wir da nur an all die Legenden um Vampire und andere Schattenwesen. Viele von ihnen können Jahrhunderte überleben, indem sie Menschenblut zu sich nehmen, am liebsten in seiner ureigenen reinen Form als frisches Blut vom "Spender". Blut von Jungfrauen soll hierbei eine noch intensivere Wirkung haben.

Doch woher stammt eigentlich dieser Mythos? Könnte es wirklich so einfach sein, dass sich die Gene durch Naturgewalten nur etwas verändern müssten und Blut als Nahrungsmittel ausreichen würde, um für immer jung und gesund zu bleiben? Wie verändert sich das Wesen einer Person, die über unendlich viel Lebenszeit verfügt?

Über das Herz-Kreislauf-System wird unser Körper - jedes Organ und Gewebeteilchen - mit Blut versorgt. Blut ist einfach ausgedrückt ein Gemisch aus Wasser und zellulären Bestandteilen. Keine Bange, ich möchte euch keine Biologiestunde abhalten.

Quelle: Wikipedia

Verliert ein Körper zu viel Blut, kann er seine Funktionen nicht mehr aufrechterhalten und Lebewesen sterben.
Liegt hier der Ursprung, warum Blut in Verbindung mit Unsterblichkeit immer wieder einhergeht? Blut wird assoziiert mit Lebenskraft. Dabei gibt es Krankheiten, die das Blut selbst befallen können z. B. Blutarmut, die Bluterkrankheit oder Leukämie. Durch ungenügende Blutversorgung besteht die Gefahr einer Zellschädigung, Blutgerinnsel führen zu Thrombosen, Embolien oder Infarkten.
Stirbt ein Organismus beginnen sich Fäulnisbakterien über das gerinnende Blut zu vermehren.

Gelangt Blut in größeren Mengen in den Magen-Darm-Trakt, wirkt es abführend. Es kann zu Übelkeit und Erbrechen führen. Das Blut im Magen klumpt.
Blut zu trinken möchte ich nicht empfehlen. Durch seinen erhöhten Salzgehalt wäre eine erhöhte Wasseraufnahme zwingend notwendig.

Dunkelfeldaufnahme menschlichen Blutes,
1000-fache Vergrößerung
Quelle: Wikipedia

Desweiteren hat die Medizin in Menschenblut eine große Anzahl gefährlicher Chemikalien nachgewiesen. Es transportiert Hormone und Gifte und ist oft von Endoparasiten befallen, deren Larven und Eier durch das Blut im ganzen Körper verteilt werden. Sie sind ein Auslöser für Malaria, Trichinen und KFB.

Unser Köper benötig das Blut in seinem Kreislauf, um zu funktionieren, insofern ist es schon eine Art Lebenselexier. Vom Genuss von Blut als reines Nahrungsmittel möchte ich euch abraten, außer ihr möchtet eure Gesundheit gefährden.

Mit Blut Unsterblichkeit zu erlangen ist und bleibt ein Mythos, der noch viele Menschen zu fantasievollen Geschichten anregen wird.


Dank der lieben Betty Kay gibt es zur Blogtour auch ein Gewinnspiel mit tollen Gewinnen für euch.
Schreibt mir einfach, ob ihr euch vorstellen könntet, unsterblich zu sein und schon hüpft ihr in den Lostopf.




Teilnehmen könnt ihr bis zum 06.12.2015 um 23.59 Uhr.





Das notwendige Kleingedruckte:
  • Teilnahme ab 18 Jahren oder mit Einverständniserklärung der Eltern.
  • Der Gewinner oder die Gewinnerin erklärt sich im Gewinnfall bereit, dass sein oder ihr Name öffentlich genannt wird.
  • Versand nur innerhalb von Deutschland. 
  • Für den Postversand wird keine Haftung übernommen.
  • Keine Barauszahlung möglich.
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


Montag, 30. November 2015

2. Bloggeburtstag von Zwiebelchens Plauderecke mit Gewinnspiel

Happy Birthday!



Kaum zu glauben, aber genau vor zwei Jahren habe ich mit einer großen Portion Enthusiasmus, Ideen und ein wenig Blauäugigkeit mein Baby ins Leben gerufen. Wie schnell die Zeit vergeht!

Ich habe viel dazugelernt und vor allem wundervolle Menschen kennengelernt, die ich nicht mehr missen möchte. Freundschaften sind entstanden und gewachsen. Auch mein Sub wächst ständig und ja, ich kann an keinem Buchladen einfach nur so vorbei gehen. Dabei lese ich heute eine fast völlig andere Bandbreite, als noch vor zwei Jahren. Die Lesegebiete haben sich verändert, erweitert und es öffnen sich ständig neue Türen in geheime Lesewelten.
Dennoch bin ich mir immer treu geblieben, lese querbeet was mir gefällt und schreibe ehrlich, was ich beim Lesen des jeweiligen Buches empfunden habe. Das wird auch so bleiben.
Es gibt kaum negative Rezensionen auf Zwiebelchens Plauderecke. Das liegt aber nicht daran, dass ich Bücher schönrede, sondern dass ich mir vorher ganz genau Gedanken darüber mache und auch ein gutes Gespür entwickelt haben, was ich lesen möchte und mir gefällt. Fehlgriffe sind nicht ausgeschlossen, doch in der Regel passt alles.
Sollte es einmal eine zeitlang ruhiger auf dem Blog zugehen, so liegt es daran, dass im Hintergrund noch drei wundervolle Kinder und mein Schatz herumturnen. Manchmal geht einfach die Familie vor.

Ich hoffe, ihr habt Spaß auf dem Blog zu stöbern und ich konnte euch das eine oder andere Buchschätzchen ans Herz legen.

Zu Geburtstagen gibt es ja auch Geschenke. Heute möchte ich mich bei allen treuen Lesern bedanken und starte ein kleines Gewinnspiel.


1. Geschenk:  "Das Vermächtnis der Feen" von Brigitte Endres als Hardcover




Meine Rezension zu diesem Buch könnt ihr gern unter dem folgenden Link nachlesen:
"Das Vermächtnis der Feen"








2. Geschenk: Notizbuch von My Notes



3. Geschenk: Buchkette



Bis zum 06.12.2015 um 23.59 Uhr könnt ihr in den Lostopf hüpfen, ein Kommentar genügt.
Am Montag wird dann ausgelost.




Das notwendige Kleingedruckte:
  • Teilnahme ab 18 Jahren oder mit Einverständniserklärung der Eltern.
  • Der Gewinner oder die Gewinnerin erklärt sich im Gewinnfall bereit, dass sein oder ihr Name öffentlich genannt wird.
  • Versand nur innerhalb von Deutschland. 
  • Für den Postversand wird keine Haftung übernommen.
  • Keine Barauszahlung möglich.
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Ich wünsche euch viel Glück und drücke jedem die Daumen!






Montag, 23. November 2015

Rezension: "Eiskalte Verschwörung" von Astrid Korten - CW Niemeyer Buchverlage GmbH


Broschiert: 304 Seiten
Verlag: CW Niemeyer Buchverlage GmbH; Auflage: 1. (21. Oktober 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3827194377
ISBN-13: 978-3827194374
D: 9,95 Euro







Inhalt:


Berlin ist in Aufruhr. Als das Herz von Bardo Erbach, renommierter Kriminologe und Berater des Innenministeriums, aufhört zu schlagen, erschüttert gleichzeitig ein bestialischer Mord die Bundeshauptstadt. Seine Tochter Alexa, Leiterin der Forensischen Strafanstalt, stimmt nach seiner Beisetzung einer Studie des Innenministeriums zu. Parallel geraten Alexa, ihr siebenjähriger Sohn Josh und Tom, ihr Ehemann und Ermittler beim BKA, ins Visier des Softwareentwicklers und Psychopathen Janus. Gewalt und Tod bestimmen auf einmal Alexas Leben ... Ein spannender, hochbrisanter Top-Thriller, der die Gefahren von Predictive Policing die vorhersehende Polizeiarbeit und der digitalen Überwachung skizziert.
Quelle: Amazon




Die Autorin:


Geboren 1962 im niederländischen Heerlen, lebt heute mit ihrer Familie in Essen. Sie studierte Wirtschaftswissenschaften an der Universität Maastricht. Nach dem Studium arbeitete sie viele Jahre als Marketing- und Vertriebsleiterin und als Geschäftsführerin renommierter Firmen. Ihre große Leidenschaft aber ist das Schreiben, das sie 2004 zu ihrem Beruf machte. Ihr Spezialgeiet: Suspence Thriller und Psychothriller. Bei ihrer akribischen Recherche lässt sie sich von Forensikern, Psychologen, Gentechnologen, Pathologen und Mediziner beraten.
Sie schreibt außerdem Biografien, satirische Kurzgeschichten, Romane, Dreh- und Kinderbücher. Über ihr bevorzugtes Genre, die Spannung, sagt Astrid Korten: "Psychopathen faszinieren mich. Sie leben außerhalb der Norm und meinen, über dem Gesetz zu stehen. Meine Feder kann genau so furchtbar und gnadenlos böse sein."
Ihre "eiskalten" Thriller erreichten 2014 und 2015 alle die Top-Ten Bestsellerlisten, darunter Eiskalte Umarmung auf Platz 1.
Im November 2015 erscheint der hochbrisanter Top-Thriller Eiskalte Verschwörung, der nicht nur die Gefahren der digitalen Überwachung skizziert, sondern auch der Missbrauch von Drohneneinsatz und die Manipulation mittels der ,Mindmachine.' - Ein Thriller, der von der Kritik hochgelobt wird.
Im März 2016 erscheint der Platz 1 Bestseller "Eiskalte Umarmung" als Print im Gmeiner-Verlag und der Roman "Die verlorenen Zeilen der Liebe" im Amazon-Publishing-Verlag, Luxemburg. Weitere Romane sind geplant
Die Autorin ist Mitglied der Mörderischen Schwestern e.V. und außerdem als Kultur-Redakteurin für das erfolgreiche Online-Portal FRAUENPANORAMA tätig. In ihrer Freizeit spielt sie Saxophon, malt (Öl auf Leinen) und unterstützt ehrenamtlich diverse humanitäre Organisationen.
Mehr über die Autorin auf: www.astrid-korten.com
Quelle: Amazon



Rezension:


Bereits in dem der eigentlichen Handlung vorab stehenden Prolog wird der Leser mit dem manifestierten Bösen konfrontiert. Wir erhalten einen kurzen Einblick in das absolute Dunkel von Janus Seele. Er ist ein Psychopath, wie man ihn sich nicht ausdenken kann. Er ist die sprichwörtliche Bestie in Menschengestalt. Seine wahre Identität bleibt dem Leser bis zum Schluss verschlossen. 
Das Ausmaß von Macht und Einfluss, der Möglichkeiten, in der Öffentlichkeit eine Maske der biederen Normalität aufrecht zu erhalten ist faszinierend und zum Fürchten gleichermaßen.

Da das Buch gemäß der Autorin zu 90 % auf realen und gut recherchierten Geschehnissen basiert, wirkt die Geschichte umso erschreckender. So auch der in der ersten Hälfte des Buches sehr ausführlich und detailliert geschilderte Mord. Hier waren mir die Einzelheiten ein wenig zu intensiv und brutal beschrieben. Auch wenn sich die Realität oft genauso zeigt, wäre mir hier weniger lieber gewesen. "Eiskalte Verschwörung" ist nichts für empfindliche Gemüter.
Dafür gefiel mir die zweite Hälfte wesentlich besser, da hier viel mit Psychogrammen gearbeitet wurde. Astrid Korten spielt mit ihren Lesern, stiftet Verwirrung und lässt sich bis zum Schluss nicht in die Karten schauen. Manche Rätsel werden auch bis zum Ende hin nicht vollständig aufgelöst. Der Leser bleibt neugierig und mit genügend Fragen im Hinterkopf zurück, die gespannt auf die Fortsetzung warten lassen und dort hoffentlich beantwortet werden.

Es ist nicht immer leicht Fiktion, Alptraum und Halluzination von den tatsächlich stattfindenden Aktionen zu unterscheiden. An einigen Stellen hofft man als Leser regelrecht, dass es sich „nur“ um einen Alptraum handelt. „Eiskalte Verschwörung“ wirkt dermaßen realistisch, dass einem mulmig werden kann. Viele Technologien sind heute entsprechend weit entwickelt, durch das Internet sind wir bereits gläsern geworden, so dass es wir nur noch einen Schritt von den im Buch beschriebenen Manipulationen entfernt sind.

Dennoch konfrontiert uns die Autorin nicht nur mit dem „Bösen“, sondern bringt auch viele positive Charaktere in die Handlung mit ein, die immer wieder einen Lichtblick aufflackern lassen.

Fazit:



Astrid Korten hat mit „Eiskalte Verschwörung“ einen spannenden, schockierenden Thriller geschaffen, der nachhaltig eine Gänsehaut erzeugt.


Kimmy vergibt 4 von 5 Käseecken

Freitag, 20. November 2015

Vorleseabend in der "Die Eule Knabes Verlagsbuchhandlung Weimar" als Auftakt für das 3. Märchen Filmfest in Weimar

Habt ihr heute schon vorgelesen? Na, dann wird es aber Zeit, denn heute ist der 12. Bundesweite Vorlesetag.

Bücher gehören schon immer zu meinem Alltag Ich genieße es, diese Liebe mit meinen Kindern teilen zu können und auch den Kleinsten (3 ½) bereits infiziert zu haben.
Da ich meinen Kindern fast jeden Abend Geschichten vorlese, von meiner mittleren Tochter zuvor auch immer einen kurzen Text gelesen bekomme, habe ich mich heute für eine ganz besondere Gestaltung des Vorlesetages entschieden. In meiner Lieblingsbuchhandlung "Die Eule" fand ein ungewöhnlicher Vorlesenachmittag statt. Nein, es kam kein berühmter Schriftsteller und nein, es las auch keine geschulte Vorleserin...



Steffen Knabe & Juliane Bleis - Inhaber der Buchhandlung sowie Gerd Klein - Geschäftsführer alpha medienkontor GmbH Weimar, haben in Zusammenarbeit mit dem BSVT (Blinden- und Sehbehindertenverband Thüringen e. V. eine wundervolle Idee umgesetzt. 

Gelesen wurde das Märchen der Gebrüder Grimm "Rotkäppchen". Doch wie ich schon zuvor bemerkte, es war keine normale Lesung. Martina Rother las das Märchen in der Braille-Blinden Schrift vor. Parallel wurde der gelesene Text von Birthe Seyfarth in die Deutsche Gebärdensprache (DGS) übersetzt. 



Die Kinder und auch alle anwesenden Eltern lauschten dem bekannten Text und beobachteten gebannt die Umsetzung in die Gebärdensprache. 
Birthe Seyfarth legte dabei viele Emotionen in ihre Übersetzung und es war interessant zu beobachten, dass nicht nur einzelne Wörter gemäß dem Text, sondern eine Art bildliche Wiedergabe erfolgte. Das Wort Großmutter kann ich jetzt auch in der Gebärdensprache "sprechen". 

Spannend war es, einmal ein komplettes Buch in der Braille-Schrift sehen und anfassen zu dürfen. Von Kindheitstagen an fasziniert mich die Lebensgeschichte von Helen Keller und so konnte ich einmal beide "Sprachen", die diese erlernen musste ein wenig näher kennenlernen. 



Ich habe mir immer vorgestellt, dass Bücher in Blindenschrift sehr schwer sein müssen. Sie sehen groß und wuchtig aus, wiegen jedoch nur unwesentlich mehr als normale Bücher. Auch lernte ich heute, dass die meisten Braille-Bücher ohne festen Einband (Hardcover) geliefert werden und somit das Gewicht reduziert wird. Und ganz faszinieren, es gibt sprechende Uhren.




Birthe Seyfarth und Martina Rother waren sehr offen und zugänglich. Besonders Martina Rother wurden im Anschluss an die Lesung viele Fragen über die Braille-Schrift und ihr Leben gestellt.

Die Kinder konnten einen interessanten märchenhaften Nachmittag in gemütlicher Atmosphäre erleben. Eine Lesung wie sie ruhig öfter erfolgen sollte. Ein großes Dankeschön an die Initiatoren. 

Dienstag, 17. November 2015

Rezension "Two Boys Kissing" von David Levithan - Fischer KJB




 
Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
Verlag: FISCHER KJB; Auflage: 1 (24. September 2015)
Sprache: Deutsch
Aus dem Amerikanischen von Martina Tichy
ISBN-10: 3737351856
ISBN-13: 978-3737351850
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: Two Boys Kissing
D: 14,99 Euro






Inhalt:


Mitreißend und tief bewegend: David Levithans neues Meisterwerk

»Harry küsst Craig und spürt etwas, das größer ist als sie beide, etwas, das über den Kuss hinausreicht. Er greift nicht danach – noch nicht. Aber er weiß, dass es da ist. Und damit wird dieser Kuss anders als all ihre anderen Küsse zuvor. Das weiß er sofort.«

Craig und Harry wollen ein Zeichen für alle schwulen Jungs setzen. Dafür küssen sie sich. 32 Stunden, 12 Minuten und 10 Sekunden. So lange dauert es, um den Weltrekord im Langzeitküssen zu brechen. So lange dauert es, sich über die Gefühle füreinander klarzuwerden, nachdem man sich doch eigentlich gerade getrennt hat. So lange dauert es, das Leben aller schwulen Pärchen in der Umgebung für immer zu verändern …
Geschickt verwebt David Levithan all ihre Geschichten zu einer großen Geschichte über homosexuelle Jugendliche von heute. Vor allem aber beschreibt er in poetischen Worten die Liebe in all ihren Facetten.

Quelle: Amazon


Der Autor:


David Levithan, geboren 1972, ist Verleger eines der größten Kinder- und Jugendbuchverlage in den USA und Autor zahlreicher erfolgreicher Jugendbücher, unter anderem ›Will & Will‹ (gemeinsam mit John Green) und ›Nick & Norah – Soundtrack einer Nacht‹ (mit Rachel Cohn). Er lebt in Hoboken, New Jersey.
Quelle: Amazon


Rezension:


Ein Kuss verändert die Welt einer Kleinstadt. Doch was ist an diesem einen Kuss so besonders?

Wir küssen ständig - unsere Kinder, Eltern, Freunde. Pärchen tauschen verliebte Küsse und alle finden das toll. Doch dieser spezielle Kuss spaltet die Menschen. Ist es im Kindergarten noch niedlich, wenn sich zwei Jungen in aller Freundschaft ein Küsschen geben, akzeptiert die Gesellschaft es bei Heranwachsenden in der Öffentlichkeit immer weniger. Viele wenden sich ab, ob aus Scham, Ekel oder Unverständnis.

Hier greift David Levithan mit seiner Geschichte von Craig und Harry und ihren Freunden ein. Sein aus der Reihe tanzender ungewöhnlicher Schreibstil passt zum Inhalt des Buches. Hat man sich als Leser erst einmal an seine spezielle Art, die Dinge auszudrücken gewöhnt, ist man rasch begeistert.
Die Handlungsstränge wechseln sich sehr oft ab, sind aber wiederum so eng miteinander verwoben, dass man nie den Faden der Geschichte verliert und sich die Schicksale der einzelnen Protagonisten miteinander verbinden.

„Two Boys Kissing“ wird aus der Perspektive von Geistern längst verstorbener Teenager erzählt, die wohlwollend, aber auch ein wenig sentimental und melancholisch auf die Welt herab blicken. Sie beobachten, kommentieren und führen durch den Verlauf der Geschichte. Wir erfahren, um wie viel offener die Gesellschaft gegenüber Homosexuellen geworden ist, aber auch wie schwer es zu ihren Lebzeiten war „anders“ zu sein. Viele sind damals an AIDS gestorben oder haben sich aus Scham bzw. wegen der erfahrenen Ausgrenzung das Leben genommen. Wahrgenommen wurden sie erst, als prominente Persönlichkeiten betroffen waren und an die Öffentlichkeit gingen.

Es hat sich vieles zum Positiven verändert. Dennoch ist es auch heute nicht einfach zu seiner Neigung zu stehen. Ob Cooper, Tariq oder all die anderen, sie stecken fast alle noch mitten in der Pubertät, müssen sich selbst und ihren Körper erst wirklich kennen lernen. In dieser Situation mit Gefühlen konfrontiert zu werden, die nicht in das allgemeine Gesellschaftsbild passen, überfordert diese Jugendlichen.

Da sind auch noch Ryan und Avery. Wobei Avery nicht immer ein Junge war und für ihn dadurch die Dinge noch komplizierter erscheinen. Beide stehen ganz am Anfang ihrer Beziehung und tasten sich vorsichtig vor.
Neil und Peter sind da bereits gefestigter und können auf die Unterstützung ihrer Familien bauen.

Familie und Freunde sind ein sehr wichtiger Faktor. Sie haben es nicht leicht, mit diesen Gegebenheiten umzugehen. Die einen versuchen das Beste aus der Situation zu machen und können akzeptieren, die anderen versuchen das Offensichtliche zu ignorieren oder verbergen ihre Frustration, ihre Enttäuschung und Hilflosigkeit hinter Wutausbrüchen.

Dabei unterscheidet sich die Gefühlswelt dieser Jungen nicht wesentlich von der anderer Jugendlicher. Abgesehen von der gleichgeschlechtlichen Liebe, durchleben sie genau die gleichen Gefühle wie andere Pärchen. Ob Unsicherheit, Sorgen, Hoffnungen, Zärtlichkeit, Gefühlschaos, innere Verbundenheit - einfach die ganze Palette von Gefühlen, die sich einem auftut, wenn man verliebt ist. Man muss selbst nicht schwul sein, um die Protagonisten im Buch zu verstehen, denn es sind die gleichen Gefühle, die jeder von uns einmal durchlebt hat.

Craig und Harry sind der Dreh und Angelpunkt des Buches. Sie wollen mit ihrem Kuss einen Weltrekord brechen, sich outen, ein Zeichen setzen. Nicht jedermann steht hinter ihnen, sie werden angefeindet und doch entwickeln Familie, Freunde, Schulkameraden, Fremde eine allumfassende Solidarität. Sie unterstützen die beiden in ihrem Vorhaben, schützen sie vor körperlichen Angriffen derer, für die Toleranz ein Fremdwort ist.

David Levithan beweist sehr viel Feingefühl im Umgang mit diesem Thema und führt uns poetisch in die Gefühlswelt seiner Helden ein. Das Buch enthält für mich sehr viele wertvolle Weisheiten. „Two Boys Kissing“ wirkt absolut authentisch, eindringlich, mit einer Intensität die zu Herzen geht.



Fazit:

Kein einfaches Jugendbuch, aber ein wahrer Schatz im Buchregal.



Kimmy vergibt 5 von 5 Käseecken

Montag, 16. November 2015

Rezension "Kein Mops ist auch keine Lösung" von Tina Voß - Dryas Verlag



Broschiert: 250 Seiten
Verlag: Dryas Verlag (29. September 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3940855626
ISBN-13: 978-3940855626
D: 10,50 Euro






Inhalt:


Die Freundinnen Kay und Juli arbeiten als erfolgreiche Unternehmerinnen. Privat läuft es leider nicht so rund. Kay verdächtigt ihren Freund, dass er sie mit seiner Ex betrügt, und sie vermutet, dass Juli spielsüchtig geworden ist. Um sich von ihrem turbulenten Alltag abzulenken, beschließen Kay und Juli einen gemeinsamen Urlaub mit Bernd, dem Mops, und fahren mit dem Wohnmobil nach Schweden. Während Kay das Vergessen sucht, ist die Reise nach Stockholm für Juli mit der Hoffnung auf etwas Neues verbunden. Jedes verkaufte Buch spendet an "Tasso e. V.", wo man sich u. a. um die Registrierung und Rückvermittlung entlaufener Tiere kümmert.
Quelle: Amazon




Die Autorin:


Tina Voß wurde 1969 in Seesen/Harz geboren. Nach Stationen in Berlin und Goslar lebt die ausgebildete Betriebswirtin in Hannover, wo sie seit den 90er Jahren erfolgreich ihr eigenes Personaldienstleistungsunternehmen leitet. Ihr Romandebüt "Ex & Mops" ist ebenfalls im Dryas Verlag erschienen.
Quelle: Amazon



Rezension:


Bereits das Cover und der Buchschnitt bezaubern bei diesem Buch. Wie der Titel verrät, begegnen wir auf jedem Fall einem Mops als Protagonisten. Diese Hunderasse lässt die Herzen ja bereits mit einem Blick in große Kulleraugen höher schlagen. Nun findet sich aber nicht nur auf dem Cover das Bild eines Mopses wieder, nein, auf dem kompletten Buchschnitt tummeln sich diese possierlichen Tiere. Nicht nur eine schöne Idee, sondern auch eine Augenweide.

Das ich den ersten Teil "Ex & Mops" noch nicht gelesen habe, stellte sich nicht als Problem in den Weg, da sich dieses Buch völlig eigenständig lesen lässt. Der flüssige humorvolle Schreibstil zieht den Leser gleich von Beginn an in den Bann der Geschichte. Die von Tina Voß liebevoll kreierten und beschrieben Personen erscheinen so lebendig, als würden sie direkt neben einem stehen. 
Kay ist auf ihre leicht chaotische verquere Art immer für eine Überraschung gut. Ihre beste Freundin Juli steht ihr auf ihre eigene Weise in nichts nach. Und so sind witzige, amüsante, merkwürdige und einzigartige Begebenheiten vorprogrammiert. Und wer nennt seinen Hund schon Bernd?!

Alle drei begeben sich im Wohnmobil auf eine Reise mit Hindernissen nach Stockholm. Unterwegs wirbeln sie das Leben derer, die ihren Weg kreuzen mächtig durcheinander. 
Kay flieht vor sich selbst, ihrem Freund und durch fehlende Kommunikation zwischen beiden entstandenen Missverständnissen. Juli dagegen hofft auf ihre große Liebe. Ob beide am Ende ihrer Reise finden, wonach sie sich sehnen bzw. suchen? Und dann ist da ja auch noch Bernd und eigentlich rückt für Kay der Abschied von ihrem geliebten Vierbeiner immer näher. Muss sie sich von ihrem Mops mit Persönlichkeit trennen? 

Begebt euch mit Kay, Juli und Bernd auf eine kurzweilige Lesereise und erfahrt, wie diese endet.

Fazit:


Ein charmanter und amüsanter Lesegenuss. Lachfältchen garantiert.



Kimmy vergibt 5 von 5 Käseecken

Dienstag, 10. November 2015

Buchankündigung "111 Katzen, die man kennen muss" von Elke Pistor mit einer ganz besonderen Aktion

Heute habe ich eine tolle Mitmachaktion für euch im Gepäck.


Ihr liebt Katzen, seid ganz vernarrt in diese Tierchen, bei euch zu Hause wuselt ein Exemplar dieser Gattung Tier oder sogar mehrere herum und stellen euren Haushalt auf den Kopf?
Dann schaut doch einmal bei Elke Pistor vorbei.

Am 25.02.2016 erscheint ihr neues Buch, in dem es um die vielschichtigen Persönlichkeiten von Katzen geht und vielleicht wird ja dein Liebling ein Held in "111 Katzen, die man kennen muss".
Bis heute haben sich bereits 108 Tiger einen Platz im Buch gesichert. Ja, ihr kombiniert richtig, es sind noch 3 Plätze frei, die mit einem Quentchen Glück von eurem Liebling besetzt werden können.


Was macht eure Katze zu etwas Besonderem, welche Eigenheiten verbindet ihr mit diesem felligen Mitbewohner? Ihr musstet euer Samtpfötchen gehen lassen, dennoch gibt es Begebenheiten oder besondere Fähigkeiten, an die ihr euch gern zurück erinnert? Auch dann könnt ihr gern mitmachen.
Also, schickt eure Bewerbung ab und vielleicht können wir dann bald spannendes über Eure Samtpfötchen lesen.

Mehr Informationen zu dieser Aktion findet ihr hier:

Bewerbungslink für euren Schmusetiger:

https://www.facebook.com/1376344372391421/photos/a.1376403519052173.1073741828.1376344372391421/1378328632192995/?type=3&theater


Link zur Fanseite auf Facebook:

https://www.facebook.com/111-Katzen-die-man-kennen-muss-1376344372391421/



Teilnehmen könnt ihr bis zum 30.11.2015. Viel Glück und ich bin gespannt auf eure Beiträge!


Freitag, 6. November 2015

Lesung von Eva Schloss in Weimar - "Amsterdam 11. Mai 1944 Das Ende meiner Kindheit" - Eckhaus Verlag Weimar



Im Rahmen eines Besuches von Eva Schloss in Weimar und den Filmaufnahmen des japanischen Fernsehens, wurde durch den Eckhaus Verlag recht spontan eine Lesung im Weimarer Schloss geplant und organisiert.




Trotz wirklich kurzfristiger Ankündigung und einer recht frühen Uhrzeit für einen Wochentag, erfreute sich diese Lesung eines regen Zuspruchs. Am Ende mussten sogar Besucher aufgrund der beschränkten Kapazitäten weggeschickt werden.



Neben wissbegierigen Schülern der Weimarer Gymnasien und geladenen Gästen konnten 50 weitere Besucher einer interessanten, ernsten, bewegenden, aber auch von Humor geprägten Lesung bzw. Unterhaltung folgen. Herr Seemann verstand es einfühlsam durch den Abend zu führen.





Eva Schloss, geborene Geiringer, war mir bereits aufgrund ihres ersten Buches aus dem Jahr 2004 "Evas Geschichte - Anne Franks Stiefschwester erzählt" bekannt.





Ich habe "Amsterdam 11. Mai 1944 - Das Ende meiner Kindheit" noch nicht gelesen, werde euch aber später an meinen Leseeindrücken teilhaben lassen.




Eva Schloss ist für ihre 86 Jahre eine noch sehr agile Dame, die sich selbst als ungebrochene Optimistin bezeichnet. Sie hat mich durch ihre Art zu erzählen, ihre Ausstrahlung und einen ganz besonderen Humor beeindruckt. Es war meine erste persönliche Begegnung mit einer Zeitzeugin und ich bin dankbar, diese Gelegenheit bekommen zu haben.

Eva Schloss floh mit ihrer Familie bereits im Alter von 9 Jahren über Belgien nach Holland. In Belgien waren die Emigranten aus Deutschland jedoch nicht willkommen und man grenzte das junge Mädchen aus. So wurden alle ausgereichten Geburtstagseinladungen von den Eltern der Kinder ausgeschlagen. Ein Vorfall, der einem 10jährigen Kind sehr wehtun muss. Dagegen wurde die Familie in Holland freundlich aufgenommen. Hier lernte Eva auch ihre Altersgenossin Anne Frank kennen und die Mädchen freundeten sich an. Jedoch gab es zwischen ihnen nicht viele Berührungspunkte, da Anne Frank bereits zu dieser Zeit eher ein Bücherwurm war, Wert auf ihr Aussehen legte und nach Jungs Ausschau hielt. Dagegen war Eva ein ungestümer Wildfang, der wenig auf Äußerlichkeiten achtete und sich lieber sportlich betätigte. Dagegen fiel ihr das Lernen zu dieser Zeit schwer.
Evas Bruder und Margot Frank waren gleichaltrig und erhielten zum selben Zeitpunkt ihren Aufruf zum Transport ins Arbeitslager. Aus diesem Grund verschwanden beide Familien gleichzeitig. Im Gegensatz zur Familie Frank versteckte sich die Familie Geiringer getrennt in wechselnden Verstecken. So hatte Eva in diesem Zeitraum wenig Gelegenheit zu Gesprächen mit ihrem Vater und ihrem Bruder. Dies bedauert sie noch heute. Evas Vater erhoffte sich auf diese Weise eine größere Überlebenschance für die Familie.
Ausgerechnet an ihrem 15. Geburtstag wurden sie durch eine Doppelspionin verraten und inhaftiert.
Nur Eva und ihre Mutter überlebten die Schrecken des Konzentrationslagers.

Wenn man sich überlegt, dass diese Menschen für 5 Gulden pro Kopf verraten wurden - sicher viel Geld, wenn man Lebensmittel kaufen muss - doch nichts im Vergleich für ein Menschenleben.

Durch ein gut gewähltes Versteck überstanden ca. 200 Gedichte und Bilder ihres Bruders Heinz den Krieg und kamen zurück in den Besitz von Evas Mutter. Heute befinden sich diese Bilder in einem Museum, werden in wechselnden Ausstellungen gezeigt und bleiben so der Nachwelt erhalten.

Eva Schloss war nach dem Krieg nur ein einziges Mal zusammen mit ihrer Tochter in Wien, konnte aber keinen Bezug mehr zu ihrer Heimatstadt aufbauen. Im Gespräch verriet sie, dass ihr partout die alte Wohnadresse nicht einfallen wollte. Als sie jedoch nach Hause kam, war alles wieder da.




Otto Frank wurde nach Kriegsende zu einem guten Freund, bis er dann 1953 Evas Mutter heiratete. Für sie war er väterlicher Freund, Stütze und er gab ihr die Motivation zum Weiterleben.
Entgegen dem, was viele denken, war Eva Schloss nicht glücklich, den Holocaust überlebt zu haben. Sie war voller Wut und Hass, doch Otto Frank zeigte ihr, dass sie mit diesen Gefühlen ihr Leben zerstören würde. Lange Zeit überwiegte die Traurigkeit über die erlittenen Verluste. In Ausschwitz gab es eine nicht enden wollende Hoffnung, die ihr den Lebensmut erhielt, doch nach Kriegsende fühlte sie sich viele Jahre einfach nur unglücklich. Es gibt sogar eine Notiz vom 01.01.1942, dass sie sich umbringen wollte.
Eine Zeitlang war die junge Eva eifersüchtig auf ihre einstige Freundin Anne Frank, hatte sie doch ein ähnliches Schicksal erlitten und überlebt. Doch erkannte sie, dass sie selbst eine neue Familie, ein neues Leben bekommen hatte. Ihre Aussage: "Man muss nicht eifersüchtig sein auf jemanden, der kein Leben hat.", beeindruckte mich, stimmte mich aber auch sehr nachdenklich.

Erst 1986 begann Eva Schloss mit ihrem Mann, ihren Töchtern und Außenstehenden über die Vergangenheit zu sprechen. Seitdem hat sie damit nicht aufgehört.



Sie sprach auch darüber, dass die Menschen nicht genug aus der Vergangenheit gelernt haben und es in der Welt an vielen Orten noch schlimmer geworden ist. Sie möchte niemanden verdammen. Sie möchte mit ihren Büchern und in Gesprächen Verständnis erwecken, aber keine Schuldgefühle bei der heutigen Generation hervorrufen. Es sollen Lehren aus der Vergangenheit gezogen werden. Stolpersteine sind für Eva Schloss sehr wichtig, um zu zeigen, dass diese Menschen je gelebt haben und nicht vergessen werden.

Über Politik wollte sie eigentlich nicht sprechen. Dennoch bewegt sie die aktuelle Flüchtlingspolitik sehr. Eva Schloss weiß, wie schuldig sich ihr Vater gefühlt hat, dass er seine Familie nicht beschützen konnte. Wie er sich für sein "Versagen" schämte. So gehen ihr die aktuellen Geschehen sehr nahe. Jedoch ist sie beeindruckt, von der in Deutschland vielerorts gezeigten Hilfsbereitschaft. Sie bezeichnete ihre Erlebnisse in Weimar als erfrischend positiv.



Auch nach einer sicher anstrengenden Gesprächs- und Lesestunde wurde Eva Schloss nicht müde, zahlreiche Bücher zu signieren und Fragen zu ihrem Leben zu beantworten.
















Eine sehr beeindruckende Frau.