Montag, 26. Januar 2015

Rezension "Braune Orchideen" von Andreas Schnabel - Monogramm Verlag



Broschiert: 536 Seiten
Verlag: Monogramm Verlagsgesellschaft (8. Oktober 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3945458013
ISBN-13: 978-3945458013

D: 13,00 €





Inhalt:



Sie sieht so friedlich aus, die kleine Gemeinde irgendwo im bergigen Süddeutschland, dennoch birgt sie ein furchtbares Geheimnis. Woher kommt der Hass der Alten, der so groß ist, dass sie sich gegenseitig bestialisch umbringen? Hetzt sie die Gier aufeinander? Ist es vielleicht Angst oder werden sie gar fremdgesteuert? Die Toten sind nicht arm gestorben. Im Gegenteil. Sie hinterlassen jeweils viel Geld. Viel zu viel, als dass Erben eine Erklärung verlangen dürfen, ohne sich dabei in Lebensgefahr zu begeben.
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Der Autor:


Andreas Schnabel, geboren 1953 in Hamburg, ist ausgebildeter Rettungssanitäter, arbeitete als Hauptbrandmeister, Taxifahrer, Rundfunkreporter, RTL-Sportredakteur, TV-Producer, Filmproduzent, Event- & TV-Regisseur und Theater-Autor. Er lebt als Autor in Pulheim bei Köln. www.andreas-schnabel.com

Quelle: Amazon


Rezension:


Nach einem äußerst mörderischen und rasanten Einstieg geht es zunächst unheimlich spannend weiter. Die Morde häufen sich und Geheimnisse treten zu Tage. Vorerst ein Traum für alle Krimi- und Thrillerfans. 
Wir tauchen ein in eine idyllisch anmutende Dorfgemeinschaft mit teilweise recht verschrobenen Bewohnern. In diesem Sinne gestaltet sich auch die verbale Ummantelung der Ereignisse. Dies führt zu einigen recht amüsanten Szenen, wirkt aber auf Dauer ein wenig aufgesetzt. Die Charaktere werden bildhaft und genau dargestellt, so dass der Leser eine gute Vorstellung der einzelnen Personen bekommt.

Leider ist der Fall bereits nach gut der Hälfte des Buches aufgeklärt und die restliche Handlung hat eher etwas von einem Roman als einem Krimi oder Thriller. Die folgenden Ereignisse sind vorhersehbar und es gibt keine weiteren Überraschungen. Teilweise empfand ich die Szenen zu gestellt und konnte mich mit dem Hergang nicht recht anfreunden. Dabei liest sich das Buch jedoch von Anfang bis Ende recht flüssig und leicht.

Das Wissen und die leicht makabre Seite des Rechtsmediziners haben mich dagegen fasziniert. Komisch - allein von Begriff des Rechtsmediziners her stelle ich mir immer einen weißhaarigen Mann über Sechzig vor. Hier handelt es sich aber eindeutig um eine wesentlich jüngere Persönlichkeit und ich benötigte eine Weile, um mir diesen Mann bildlich passend vorstellen zu können. Tja, Leser haben eben auch so ihr eigenes Schubladendenken.

Alles in allem fand ich das Buch nicht schlecht, doch wurde hier sehr viel vorhandenes Potential nicht genutzt. Während des Lesens hatte ich das Gefühl, der Autor sprudelte nur so vor Ideen und versuchte diese in einer einzigen Geschichte unterzubringen. In diesem Fall greift der Spruch: "Weniger ist mehr."

Fazit:


Die Grundidee ist faszinierend, doch die Umsetzung konnte mich leider nicht voll überzeugen. Dennoch ein interessanter Genremix.



Kimmy vergibt 3,5 von 5 Käseecken

Kommentare:

  1. Ja, so in der Art habe ich das Buch auch empfunden.
    Faire Rezi :-)

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  2. Lieber Arndt, liebe Heike,

    danke für eure Kommentare. Es war nicht so ganz leicht, diese Rezi zu schreiben. Daher freue ich mich, dass die Worte meine Gedanken wiederspiegeln konnten.

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