Sonntag, 31. Mai 2015

Rezension "Bittere Wunden" von Karin Slaughter - Blanvalet Verlag


Gebundene Ausgabe: 576 Seiten
Verlag: Blanvalet Verlag (1. September 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3764505176
ISBN-13: 978-3764505172
Originaltitel: Criminal
D: 19,99 Euro






Inhalt:


Die tiefsten Wunden sind jene, die uns die Vergangenheit zufügt

Als eine Studentin spurlos verschwindet und Will Trent den Fall übernehmen will, wird ihm dieser mit unerwarteter Heftigkeit entzogen. Amanda Wagner, seine undurchschaubare Vorgesetzte, scheint Will mit aller Macht davon abhalten zu wollen, nach der Vermissten zu fahnden. Aber warum? Erst als sich die beiden in einem verlassenen Waisenheim gegenüberstehen, entspinnt sich eine Geschichte, die nicht nur das lang gehütete Geheimnis um Will Trents Vergangenheit endlich aufdeckt, sondern auch ein grausames Netz aus Verrat, Korruption und bitterem Hass entlarvt.



Quelle: Amazon


Die Autorin:


Karin Slaughter, Jahrgang 1971, stammt aus Atlanta, Georgia. 2003 erschien ihr Debütroman Belladonna, der sie sofort an die Spitze der internationalen Bestsellerlisten und auf den Thriller-Olymp katapultierte. Ihre Romane um Rechtsmedizinerin Sara Linton, Polizeichef Jeffrey Tolliver und Ermittler Will Trent sind inzwischen in 32 Sprachen übersetzt und weltweit mehr als 30 Millionen Mal verkauft worden.
Sie scheint Spitzenplätze in den Bestsellerlisten abonniert zu haben - mit bereits 70 Millionen verkauften Büchern in 30 Sprachen. Wie schafft Karin Slaughter (geboren 1971) diesen Erfolg? Sie schreibt Thriller, die von Anfang an nervenaufreibend spannend sind, voller Überraschungen und trotzdem überzeugend. Sie lässt dabei kein Tabuthema aus und lotet gesellschaftliche, charakterliche und psychische Abgründe aus. Ein weites Feld tut sich auf für die Gerichtsmedizinerin Sara Linton in "Belladonna", "Zerstört" und anderen Thrillern der "Grant-County"-Reihe. Daneben stammen viele Einzelgeschichten und die "Atlanta"-Reihe mit dem Ermittler Will Trent aus Slaughters Feder. Für den Leser bietet sich eine Riesenauswahl, um sich ununterbrochen unter Spannung zu halten.
Quelle: Amazon



Rezension:


Bei diesem Buch von Karin Slaughter werden sich die Gemüter streiten. Es ist zwar eindeutig der Stil der Autorin, dennoch unterscheidet es sich von ihren bisherigen Büchern. Ich denke, nicht alle, die die Thriller von Karin Slaughter lieben, werden ihre Erwartungen erfüllt sehen.

Ich fand diesen Thriller spannend und war von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. 
Endlich lüften sich die Geheimnisse rund um Will Trent, seine Herkunft und seine Vergangenheit. Was weiß seine Vorgesetzte Amanda Wagner über die Ereignisse der Vergangenheit? Wie ist sie in das Geschehen von damals verwickelt? Wird die gerade erblühte Liebe zwischen Will und Sarah die Wahrheit überstehen? All diese Fragen klären sich im Laufe der Handlung und doch wartet das Ende wieder mit einer Überraschung auf.

Die Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit fand ich sehr gut gelöst. So fügen sich die Ereignisse ineinander und erlauben ein besseres Verständnis. Gleichzeitig erhalten wir als Leser einen Einblick in die Polizeiarbeit der siebziger Jahre und die Probleme, vor denen Frauen damals standen, die sich für diesen Beruf entschieden. Ich selbst mag Bücher, in denen zwischen verschiedenen zeitlichen Epochen hin und her gesprungen wird. Andere wird dies evtl. das Lesen erschweren.

Es handelt sich nicht einfach nur um einen Thriller, sondern um eine umfassende Gesellschaftsstudie. Dadurch gerät das typische Thrillerfeeling ein wenig in den Hintergrund. Auch geht es in diesem Band eher um Will Trent, so dass nicht jeder von diesem Buch begeistert sein wird. Dennoch ist seine Vergangenheit eng mit den aktuell zu lösenden Mordfällen verknüpft.

Als Leser bewegt man sich immer wieder in zwei Zeitepochen und gerade die Frage, wie die geschilderten Ereignisse miteinander in Verbindung stehen haben "Bittere Wunden" für mich zu einem interessanten und spannenden Leseerlebnis werden lassen. Karin Slaugher versteht es gelungen, ihre Hinweise Häppchenweise zu streuen, den Leser lange Zeit im Dunkeln tappen zu lassen und zum Schluss mit einer überraschenden Wende aufzuwarten.

Ich bin gespannt, mit welchen Ideen uns die Autorin im nächsten Buch überraschen wird.


Fazit:


Zu diesem Thriller muss sich jeder selbst ein Bild machen, die Meinungen werden am Ende weit auseinanderdriften, doch mich hat Karin Slaughter erneut uneingeschränkt begeistern können.



Kimmy vergibt 5 von 5 Käseecken

Donnerstag, 28. Mai 2015

Rezension "Lana - Schattenbilder" von Annie J. Dean


Taschenbuch: 380 Seiten
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform (18. April 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 1497440254
ISBN-13: 978-1497440258
D: 9,96 Euro







Inhalt:


Die achtzehnjährige Lana wächst nach dem Unfalltod ihrer Eltern auf einem Internat nahe Boston auf. Ohne jegliche Erinnerungen an ihr früheres Leben, plagen sie seit der damaligen Tragödie vor acht Jahren immer die gleichen, wiederkehrenden Albträume. Als eines Morgens ein mysteriöser Mann ihren Weg kreuzt und sie fortan bedroht, findet sie unerwartet Hilfe bei dem geheimnisvollen Tristan, der als einziger über ihren Peiniger Bescheid zu wissen scheint… und über ihre wahre Vergangenheit. Mit ihm an ihrer Seite muss sie lernen, an ihre Grenzen zu gehen, bis ein elementarer Kampf gegen die finsteren Mächte der Magie alles ändert. Lana-Reihe: Lana - Schattenbilder (Band 1) Lana - Das Geheimnis der Statuen (Band 2) Lana - Götterdämmerung (Band 3)

Quelle: Amazon

Die Autorin:


Die Autorin lebt mit ihrer Familie und ihrem Hund in einer kleinen Stadt am Rande des Ruhrgebietes. Ihren Kindern erzählte sie gerne eigene Geschichten, was irgendwann dazu führte, dass keine Bücher mehr als Gute-Nacht-Geschichte akzeptiert wurden.

"Lana - Schattenbilder" ist der erste Fantasy-Roman der Autorin. Der zweite Band "Lana - Das Geheimnis der Statuen" erschien am 31. Oktober 2014 und der dritte und letzte Teil der Lana-Reihe "Lana - Götterdämmerung" wird im Frühsommer 2015 veröffentlicht.

Mehr über die Autorin und ihre Bücher unter www.anniejdean.de
Quelle: Amazon



Rezension:


Zuerst fiel mir das Cover dieses Buches auf, welches eine tolle Einstimmung auf die Geschichte vermittelt und absolut passend ausgesucht wurde. Der Klappentext machte mich zusätzlich neugierig auf mehr.

Bereits nach den ersten Seiten war ich mittendrin in einem spannenden Abenteuer.
Den Leser erwartet eine Geschichte zwischen Normalität und Fantasy. Dieses bunte ausgewogene Gemisch hat die Story für mich sehr greifbar gemacht. Zwischen dem Hier und Jetzt, gefangen in einer Spirale aus Fantasy, Abenteuer und einer großen Portion Romantik erlebt der Leser eine spannende Auszeit vom Alltag.

Lana und Tristan, die beiden Hauptprotagonisten muss man einfach ins Herz schließen. Liebevoll, detailliert und farbenreich schildert Annie J. Dean ihre handelnden Personen und die beiden Welten, in denen wir uns bewegen. Mit unerwarteten Wendungen und immer neuen Geheimnissen, die es zu lüften gilt, hält sie die Spannung bis zum Schluss aufrecht.

Die Aufteilung des Buches in einzelne Unterkapitel und die Wechsel zwischen den Welten fand ich sehr gelungen. Die Kapitelüberschriften stimmen auf die folgenden Erlebnisse ein und lockern die Geschichte auf. Der Wechsel zwischen den Welten und Einschübe aus der Vergangenheit sind leicht nachvollziehbar und klären offene Fragen. 
Die einzelnen Charaktere - ob gut oder böse - werden liebevoll dargestellt, so dass man alle handelnden Personen deutlich vor Augen hat und entsprechende Sympathien entwickelt.

Zum Glück ist nach dem letzten Satz in diesem Buch nicht alles vorbei. In zwei weiteren Bänden setzen sich die Abenteuer rund um Lana, Tristan und ihre Freunde fort. 

Fazit:


Ein toller Serienauftakt, der Lust auf mehr macht, sich aber auch gut als Einzelband lesen lässt.


Danke an Blogg Dein Buch für die tolle Lovely-Selfies-Aktion, die mich auf dieses Buch aufmerksam gemacht hat.

Kimmy vergibt 5 von 5 Käseecken

Mittwoch, 27. Mai 2015

Rezension "Adolescentia Aeterna - Die Entdeckung der Ewigen Jugend" von Betty Kay


Taschenbuch: 278 Seiten
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform (26. Januar 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 1495277992
ISBN-13: 978-1495277993

D: 11,90 Euro






Inhalt:


Eine geheime Bruderschaft Eine außergewöhnliche Liebe
Um den letzten Wunsch ihrer sterbenden Mutter zu erfüllen, kündigt die 28-jährige Wienerin Eva für ein ungeliebtes Studium ihren Traumjob. Bei ihren Recherchen stößt Eva auf die seit Jahrtausenden existierende Sekte "Adolescentia Aeterna". Welches Geheimnis hütet die Bruderschaft der "Ewigen Jugend", deren Mitglieder angeblich Jahrhunderte alt sind? Der geheimnisvolle Fremde, den Eva in einem Lokal kennenlernt, ist verführerischer als eine Tasse heiße Schokolade nach einem langen Spaziergang im Schnee. Eva ergreift die Flucht vor seinem überheblichen Charakter und seiner dunklen Seele. Sie will das, was sie schließlich von ihm erfährt, nicht glauben. Doch kann man seinem Schicksal entfliehen?

Altersempfehlung: ab 18 Jahre! Erstes Buch der dreiteiligen romantischen Mystery-Erotikromanreihe

Quelle: Amazon

Die Autorin:


Geboren 1979 als Bettina Slaby wuchs Bettina Kiraly in einem kleinen Ort im Bezirk Hollabrunn in Niederösterreich auf und lebt hier noch immer mit ihrem Mann und ihren beiden kleinen Töchtern.
Ihre Matura absolvierte sie im Erzbischöflichen Aufbaugymnasium, einer katholischen Privatschule. Dort entschied sie sich für Humanpsychologie als Wahlfach. Verbrechen lernte sie von der anderen Seite des Gesetzes bei der Arbeit in einem Rechtsanwaltsbüro sowie in einem Notariat kennen. Fasziniert von den dunklen Flecken auf der menschlichen Seele beschäftigen sich ihre Texte mit der Psyche der Hauptpersonen ihrer Geschichten.

Unter dem Pseudonym Betty Kay schreibt sie Spannungsliteratur. 2006 hat sie ihr erstes Buch fertig gestellt und danach die vierteilige Serie Mystic Wings erfunden. Inspiriert dazu hat sie die Krimireihe von J.D. Robb rund um Lieutenant Eve Dallas. Seit 1.1.2010 ist sie Mitglied der Künstlervereinigung ART Schmidatal. Im Oktober 2010 erschien ihre Kurzgeschichtensammlung "In Arbeit", ein Pixie-Buch für Erwachsene mit vier Kurzgeschichten rund um das Thema Arbeitsplatz. Außerdem sind einige ihrer Kurzgeschichen in Anthologien zu finden. Im Moment arbeitet sie an diversen neuen Projekten. Informationen und Leseproben finden sich auf Betty Kays Homepage www.betty-kay.at.

Quelle: Amazon

Rezension:


Als das Buch bei mir eintraf, dachte ich: "Auf was hast du dich da schon wieder eingelassen", denn manchmal entscheide ich sehr spontan, rein nach Bauchgefühl. Dabei hatte ich aber den wichtigen Zusatz ´Erotikroman` übersehen. Doch ich habe mich mutig in dieses Leseabenteuer gestürzt und es absolut nicht bereut. Wer die Romane von Christine Feehan rund um ihre Karpatianer liebt, wird auch Eva, Jul und seine Freunde rasch ins Herz schließen. 

Die Geschichte ist stellenweise mit sehr erotischen Szenen gespickt und die Altersempfehlung von 18 Jahren sollte beachtet werden.
Betty Kay versteht es brillant eine spannende Story rund um das Thema Sex zu weben und dennoch der Fantasie ihrer Leser freien Lauf zu lassen. Die Sichtweise und Grundlage der Bruderschaft entbehrt nicht einer gewissen Spannung und eröffnet interessante Aspekte. Gefühlvoll und sensibel entführt sie uns in eine Welt der Ausschweifungen und Erotik.

Wer hat nicht schon einmal davon geträumt, wie es wäre, für immer und ewig leben zu dürfen. Dabei jung, gut aussehend und gesund zu sein. Doch ist dies immer so erstrebenswert? Auch ein ewiges Leben hat seine Nachteile und angenehme bzw. wichtig erscheinende Dinge wie z. B. Sex bekommen einen schalen Beigeschmack oder werden langweilig. Wie lebt es sich ohne Liebe oder einem wirklich vertrauten Menschen? 

Ich fand die Geschichte rund um Eva und Jul, deren Entwicklung und Veränderung sehr spannend. Man möchte einfach mehr über all die Personen rund um die beiden Hauptprotagonisten bzw. diese selbst erfahren. Immer wenn sich ein Geheimnis zu lüften scheint, tauchen neue Fragen auf.
Das Hauptthema im Buch ist schon auf Basis der Bruderschaft auf Erotik ausgelegt, doch es gibt auch eine Geschichte rundherum. Diese ist spannend und mit vielen Mysteryelementen gespickt. Es gibt Geheimnisse zu lüften und ich bin gespannt, welche Verwicklungen sich hier noch ergeben werden.

Betty Kay schreibt sehr flüssig und warmherzig. Man muss ihre Jungs einfach ins Herz schließen und ehrlich, wer träumt nicht manchmal von einem Bild von einem Mann mit Ecken und Kanten. Außerdem lebt in uns ja auch immer die Hoffnung, gerade den bösen dunklen Mann zu zähmen und für sich zu gewinnen -  eben die eine zu sein. Steckt nicht doch ein weicher Kern voller Liebe im Bösewicht...

"Adolescentia Aeterna - Die Entdeckung der Ewigen Jugend" ist der Auftakt einer Trilogie und da bereits alle drei Bände erschienen sind, kann es für mich mit dem Lesen direkt weitergehen.

Fazit:


Ein gelungener Mix aus Erotik, Mystery und Romantik. Vorsicht, Suchtgefahr!



Kimmy vergibt 5 von 5 Käseecken








Dienstag, 26. Mai 2015

Rezension "Verrückt nach New York" von Katrin Lankers - Coppenrath Verlag


Broschiert: 272 Seiten
Verlag: Coppenrath, F; Auflage: 1 (Januar 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3649617587
ISBN-13: 978-3649617587
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
D: 9,95 Euro






Inhalt:


„Um wichtige Entscheidungen zu treffen, brauche ich immer drei gute Gründe. Und ich hatte drei sehr gute Gründe, um nach New York zu gehen: Ich hatte eines dieser heiß begehrten Praktika bei einem angesagten Magazin ergattert. Mich würden mehr als 6000 Kilometer von meinem emotional-unterbelichteten Ex trennen. Und dann war da diese mit Tesafilm zusammengeklebte Postkarte ganz unten in meinem Koffer … Aber ehrlich gesagt, diese drei Gründe waren am Ende völlig bedeutungslos. Und dennoch war New York die beste Entscheidung meines Lebens!" Maxi hat ihr Abi in der Tasche und nur ein Ziel: Sie will Journalistin werden. Da kommt ihr die Chance, in der Weltmetropole New York bei einem coolen Lifestyle-Magazine zu hospitieren, gerade recht. Doch alles kommt ganz anders, als geplant: Sie landet in einer komplett verrückten WG mitten in Williamsburg und ist voll und ganz damit beschäftig, ihr neues Zuhause vor dem Abriss durch einen skrupellosen Investor zu retten. Und auch ihr Liebesleben hält sie auf Trab: Da ist dieser geheimnisvolle, gut aussehende Fremde, der ihr ständig wie zufällig über den Weg läuft ...

Quelle: Amazon


Die Autorin:


Katrin Lankers, Jahrgang 1977, schreibt für ihr Leben gern: E-Mails und Einkaufszettel, Sachbücher und Jugendromane. Nach dem Studium der Journalistik arbeitete sie für Zeitungen und Zeitschriften, bis sie beschloss, Bücher nicht nur zu verschlingen, sondern selbst zu verfassen. Heute lebt Katrin Lankers als freie Autorin mit ihrem Mann und zwei Kindern in Bornheim bei Bonn.
Quelle: Amazon




Rezension:


Ich habe mich verliebt! Ja, ihr habt richtig gelesen. Ich habe mich verliebt in eine Pink Lady, eine pinkfarbene Villa und eine wundervoll chaotische Wohngemeinschaft. Am liebsten würde ich sofort nach New York fliegen.

Ich habe hier ein absolutes Wohlfühlbuch für mich und euch gefunden. 
Eine liebenswerte, manchmal ein wenig konfuse Protagonistin, eine skurrile bunt durcheinander gewürfelte Wohngemeinschaft und turbulente Situationen machen das Lesen zu einem Vergnügen.
Die Geschichte ist bunt, schrill, spannend, aber gleichzeitig nachdenklich und gefühlvoll geschrieben.
Die perfekten Zutaten für einen entspannten Lesetag.

Obwohl die Pink Lady bereits verstorben ist, ist sie dennoch so präsent, dass man sie gern einmal kennenlernen würde. 
Maxi durchlebt spannende, lustige und tragische Abenteuer in New York. Mehr oder weniger auf sich allein gestellt, schlägt sie sich gut durch den Großstadtdschungel und lernt, dass nicht alles so ist, wie es auf den ersten Blick zu sein scheint. 
Sie lernt hinter die Fassade ihrer Mitmenschen zu blicken und entdeckt dabei mach überraschende Wahrheiten. Alle Personen sind sehr speziell und interessant. Jeder hat eine besondere Persönlichkeit und es macht einfach nur Spaß, mit ihnen durch den alltäglichen New Yorker Wahnsinn zu stolpern. 
Katrin Lankers zieht die Leser mit Charme, liebevoll gezeichneten Figuren und einem flüssigen Schreibstil in ihren Bann. Die eingeschobenen Blogeinträge lockern auf und

Nachdem ich fast am Ende des Buches angelangt war und die verbleibenden Seiten immer weniger wurden, dachte ich: "Das kann nicht wahr sein!", denn ich fühlte mich gerade so richtig angekommen und jede Menge Fragen waren noch ungeklärt. Es war, als würde man einen spannenden Film anschauen und mittendrin gibt es einen Stromausfall. Doch zum Glück stellte ich dann fest, dass es bereits einen weiteren Teil rund um Pinkstone und seine Bewohner gibt. Teil 3 erscheint bereits am 01.06.2015 und auch ein vierter Band ist bald erhältlich. Ich habe mir die beiden nächsten Teile gleich bestellt.

Fazit:


Ich habe mich schon lange nicht mehr so wohl in einer Geschichte gefühlt und würde gern einmal einen Tag mit Maxi tauschen.


Kimmy vergibt 5 von 5 Käseecken



Samstag, 23. Mai 2015

Büchersucht & Bücherwahnsinn!

Es gibt viele Arten von lesenden Menschen. Es gibt diejenigen, die gezwungen werden müssen ein Buch auch nur in die Hand zu nehmen, die Gelegenheitsleser, normale Leser und Büchersüchtige. Ich gehöre zur letzten Kategorie und ihr?

Eine Bloggeraktion der Versandbuchhandlung Arvelle hat mich bewogen, mir zu diesem Thema einmal Gedanken zu machen und diese mit euch zu teilen.

Meine Liebe zur Literatur liegt in den Genen. Meine Uroma, meine Oma und meine Mom teilten bzw. teilen dieses Hobby mit mir. Dabei konnte ich anfangs in der Schule nicht besonders gut lesen. Ich wollte es nicht, da ich mir meine Geschichten lieber vorlesen ließ. Doch meine Mom drohte, mir keine Geschichten mehr vorzulesen, bis ich es nicht auch selbst können würde. Ihr seht, was daraus geworden ist. Mittlerweile lese ich lieber selbst und höre eher selten Hörbücher. So kann ich meiner Fantasie leichter freien Lauf lassen. Nebenbei schreibe ich selbst und weiß, wie viel Herzblut in einem Buch steckt.

Ich las mit 8 Jahren alle Wolkow-Bücher, die ich in die Hand bekam. Manche musste ich mir ausborgen, das es schwierig war, an diese Bücher heranzukommen. Nach der Wendezeit zogen aber auch noch die fehlenden Bände bei mir ein. Mit neun kamen dann "Die Waise von Lowood" - der Beginn von Jane Eyre aus dem Bestand meiner Mom und "Das Tagebuch der Anne Frank" hinzu und ich griff aus Mangel an Alternativen zu den ersten Leseheftchen meiner Oma. Fürstenromane, Arztromane - nichts war mehr sicher vor mir. Mit 10 Jahren ging es weiter mit "Mohr und die Raben von London", "Helen Keller" oder "Ditte - Menschenkind". Es war nicht immer einfach genügend Nachschub an Literatur zu bekommen. Dennoch ist mein Bestand an wirklich guten DDR-Kinderbüchern recht groß und viele dieser Bücher werden mittlerweile auch wieder neu aufgelegt.
Bibliotheken nutzte ich auch, mochte sie aber nicht besonders, da ich die Bücher zurückgeben musste und nicht behalten konnte. Das ist bis heute so geblieben.

Wir stöberten dafür sehr viel in Antiquariaten. Dort konnte man sehr schöne Kinderbücher zu erschwinglichen Preisen erstehen. Gleichzeitig lernte ich mit einem Heidibuch und einer Folge von Trotzkopf - aus Kindheitszeiten meiner Oma -  Sütterlin zumindest als Druckschrift zu lesen. Im Antiquariat fand ich dann auch einige spannende Bücher, die ich nun lesen konnte.

Mittlerweile komme ich kaum aus einer Buchhandlung ohne ein gekauftes Buch heraus. Überall im Haus stehen Bücherregale und weitere Bücher stapeln sich auf Tischen. Ich kann Bücher allerdings auch nicht weggeben, außer ich habe sie doppelt. Verborgen geht schon gar nicht, da ich damit mehrmals schlechte Erfahrungen machen musste. Und Ausborgen mag ich auch nicht, da ich Bücher ungern wieder hergebe und mir das Buch danach doch selbst kaufe.

Seit ich bei Facebook aktiv bin und meinen Blog führe ist es nicht besser geworden. Die Inspirationen und Buchtipps rundherum verführen zu noch mehr Buchkäufen. Doch ich konnte schon sehr viele wunderbare Werke und Autoren entdecken, die sonst an mir vorbei gegangen wären.

Lesen ist mittlerweile auch keine einsame Angelegenheit mehr, bei der man nur mit sich selbst und der eigenen Fantasie in unbekannte Abenteuer aufbrechen kann. Nein, durch die weite Vernetzung ist es nunmehr auch möglich, in der Gemeinschaft in Bücher hinabzutauchen. Ich habe innerhalb des letzten Jahres so viele liebe Menschen und Buchliebhaber kennengelernt und es entstanden für mich nachhaltige und wichtige Herzenskontakte. Es bleibt ja auch nicht nur bei kurzen Mitteilungen via Internet. Man trifft sich auf Buchmessen und fühlt sich miteinander wohl.

Bücher kaufe ich vorrangig in meiner Lieblingsbuchhandlung vor Ort, unterwegs oder auch im Internet.
Büchersucht ist ein kostspieliges Hobby und so bestelle ich oft auch bei  Arvelle, da ich hier schon sehr viele tolle Schnäppchen gefunden habe. Bisher hatte ich mit den dort angebotenen Mängelexemplaren sehr viel Glück. Natürlich kann man auch Neuware kaufen, doch meist suche ich nach preisreduzierten Büchern, die evtl. bereits seit längerem auf meiner Wunschliste stehen oder stöbere durch das stetig wechselnde Angebot.

Um euch einmal einen Ausblick zu geben, wie viele Bücher für ca. 25,00 Euro nach einer Bestellung bei Arvelle bei mir einziehen, stelle ich das nachfolgende Foto ein.

Hier handelt es sich um einen Mix aus Sonderposten und Neuware.

Bei Mängelexemplaren und Sonderposten ist eine Bestellung ab einem Bestellwert von 19,00 Euro versandkostenfrei - Neuware wird extra gerechnet. Ab 30,00 Euro Bestellwert bekommt man sogar noch ein Buch geschenkt. Auch hier stehen mehrere Titel zur Auswahl. Bisher fiel es mir nie schwer, diese Beträge zu erreichen. Meine Kinder lieben Bücher genauso wie ich und Kinderbücher gibt es bei Arvelle auch.

Man fragt mich immer, wann ich neben meiner Arbeit, meinen drei Kindern, Haushalt und Familie noch Zeit zum Lesen finde. Ganz einfach, ich lese einfach überall, wo sich mir eine Gelegenheit bietet oder abends im Bett. Es klappt nicht immer alles reibungslos. Ich schlafe abends vor dem Lesen ein oder lese mehr, als ich hier auf dem Blog schreibe, da man mit einer Großfamilie nicht immer alles vorab planen kann. Doch ein Leben ohne Bücher kann ich mir nicht vorstellen.

Es grenzt schon irgendwie an Entzugserscheinungen, wenn ich meine Gefühle beschreiben soll, die mich überkommen, wenn ich aus diversen Gründen einmal ein paar Tage kein Buch in die Hand nehmen kann. Ich bin auf jeden Fall büchersüchtig!



Montag, 18. Mai 2015

Rezension "Der Fotograf von Auschwitz - Das Leben des Wilhelm Brasse" von Reiner Engelmann - cbj Verlag



Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
Verlag: cbj (12. Januar 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3570159191
ISBN-13: 978-3570159194
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 13 Jahren
D: 14,99 Euro





Inhalt:


Als Wilhelm Brasse (1917-2012) mit 22 Jahren in das Stammlager Auschwitz eingeliefert wird, ahnt er nicht, dass er als gelernter Fotograf zum Dokumentarist des Grauens wird. Seine Aufgabe ist es, die KZ-Insassen zu fotografieren. Menschen, die kurze Zeit später in den Gaskammern umgebracht werden. Menschen, die von Josef Mengele zu »medizinischen Forschungsarbeiten« missbraucht werden und denen die Todesangst ins Gesicht geschrieben steht. Hätte er die Arbeit verweigert, wäre das sein eigenes Todesurteil gewesen. Als Brasse 1945 alle Fotos verbrennen soll, widersetzt er sich, um Zeugnis zu geben von dem unfassbaren Grauen. Reiner Engelmann hat Wilhelm Brasse noch kennengelernt und schreibt sein Leben für Jugendliche auf. Ein erschütterndes Dokument – wider das Vergessen.

Mit Originalfotos aus dem Museum Auschwitz.

Quelle: Amazon


Der Autor:


Reiner Engelmann wurde 1952 in Völkenroth geboren. Nach dem Studium der Sozialpädagogik war er im Schuldienst tätig, wo er sich besonders in den Bereichen der Leseförderung, der Gewaltprävention und der Kinder- und Menschenrechtsbildung starkmachte. Zudem veröffentlichte er Bücher, vorwiegend zu sozialen Brennpunktthemen. Für Schulklassen und Erwachsene organisiert Reiner Engelmann regelmäßig Studienfahrten nach Auschwitz.
Quelle: Amazon


Rezension:


Für dieses Buch eine Rezension mit den richtigen Worten zu finden ist gar nicht so einfach, zu tief gehen die emotionalen Eindrücke. Reichen einige wenige Sätze, um dem Inhalt gerecht zu werden?
Wahrscheinlich nicht, doch ich werde es versuchen. Jedoch bleibt vorab schon zu sagen, jeder sollte dieses Buch selbst lesen und die hervorgerufenen Bilder auf sich wirken lassen.

Reiner Engelmann versteht es, Wilhelm Brasse und all die Menschen, denen er in diesen harten Jahren begegnet ist, noch einmal zum Leben zu erwecken. Mit schlichten Worten, ohne direkte Verdammnis einzelner Personen gelingt ihm, ein authentisches Bild im Kopf der Leser entstehen zu lassen.

Es grenzt fast an ein Wunder, dass Wilhelm Brasse so viele Jahre in Auschwitz überlebte. Wenn man bedenkt, wie viele glückliche Fügungen notwendig waren, um sein Überleben möglich zu machen. Dabei zeigte er einen starken Willen, stand zu seiner Überzeugung und beschritt den einmal gewählten Weg mit einer ungeheuer großen Portion Mut. Es gab mehrere Situationen, in denen er dem Konzentrationslager hätte entrinnen können, doch wählte er nicht den einfachen Weg. Trotz aller Entbehrungen und Greul, die Wilhelm Brasse erleben und beobachten musste, behielt seine Menschlichkeit. Im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten tat er sein Bestes, um anderen zu helfen oder ihnen wenigstens einige wenige Erleichterungen zu verschaffen.

Beherzt rettet er kurz vor der Auflösung des Lagers entgegen aller Befehle einen Großteil des gesammelten Bildmaterials.
Seine erhalten gebliebenen Fotos und Erinnerungen, legen Zeugnis davon ab, was hinter dem Stacheldrahtzaun wirklich geschah. Fotos, wie das von Czeslawa Kwoka, sind vielleicht das letzte und einzige Foto von Menschen, deren Leben nur wenige Stunden oder Tage später mitleidlos ausgelöscht wurde. Doch seine Bilder sind auch ein Gedenken und stehen für all diejenigen gesichtslosen Menschen, die dem Naziregime zum Opfer fielen. 

Wilhelm Brasse hat die vielen Jahre seiner Gefangenschaft nur mit einer großen Portion Glück überlebt und doch sprach er lange Zeit mit keinem Menschen über diese Zeit. Nicht, dass er es nicht konnte, nein, er nahm Rücksicht auf die Gefühle der anderen und wollte ihnen die Last des Wissens nicht aufbürden. 
Erst seinem Sohn gegenüber öffnete er sich und später auch der breiten Öffentlichkeit. Doch er stellte dabei nicht sich selbst in den Vordergrund, sondern machte es sich zur Aufgabe, für alle anderen zu sprechen. Die Geschichten derer zu erzählen, deren Gesichter er auf so intensive Weise auf seinen Fotos verewigt hat. Wilhelm Brasse war für mich ein beeindruckender Mensch, der trotz widriger Umstände und  Mittel Fotos mit einer emotionalen Tiefe geschaffen hat, die den Betrachter einfach berühren müssen. Er bewies Mut und blieb sich selbst treu - trotz aller drohender Gefahren. Er bewahrte sich seine Menschlichkeit in einer extremen Ausnahmesituation, deren Verlauf und Dauer er selbst nicht bestimmen konnte.
Die Jahre in Auschwitz hinterließen in ihm vor allem tiefe seelische Wunden. So konnte er nach Kriegsende seiner Begabung nicht mehr folgen und musste die Fotografie aufgeben. Zu stark waren die Erinnerungen, die ihn verfolgten.
Dennoch vergrub er sich nicht in Verbitterung und brachte es sogar fertig, Vergebung zu üben.
Dies zeigt seine Zeugenaussage für die Verteidigung im Prozess gegen Bernhard Walter.

Seine Fotos aus Auschwitz verbleiben als ein wichtiges Vermächtnis. Sie sind vielleicht der letzte Lebensbeweis, dass diese Männer, Frauen und Kinder wirklich existierten. Ohne ihn blieben viele Opfer gesichtslose Namen auf einem Stück Papier.

Reiner Engelmann hat nach einer fundierten Recherchearbeit das Leben von Wilhelm Brasse und dessen Persönlichkeit in klaren, sensibel gewählten Worten beschrieben. Dabei verliert er sich nicht in ausschweifenden Beschreibungen, sondern hält sich eher zurück. Eben diese Art, sich dem Thema anzunehmen bewirkt einen Tiefgang und eine Nachhaltigkeit, die noch lange nach dem Lesen der letzten Worte anhält. Die so hervorgerufenen Emotionen hallen innerlich noch sehr lange nach.

Fazit:


Ein authentisches, schnörkelloses und unverzichtbares Werk auf dem Weg gegen das Vergessen.



Kimmy vergibt 5 von 5 Käseecken

Samstag, 16. Mai 2015

Rezension "Sommer in Grasgrün: Ein Brägenbeck-Roman" von Annell Ritter


Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1956 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 189 Seiten
Verlag: Forever (12. September 2014)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B00N2XSP7W
D: 2,99 Euro





Inhalt:


Carla erbt überraschend einen Bauernhof in Brägenbeck, einem abgelegenen Dorf in Norddeutschland. Gemeinsam mit ihrer extrovertierten Freundin Lou macht sie sich auf, die Erbschaft zu begutachten. Das Landleben mit seinen rustikalen Gepflogenheiten und schweigsamen Bewohnern ist für die gestandene Münchnerin erst einmal eine Herausforderung. Doch nach einer durchtanzten Nacht auf der Brägenbecker Scheunenparty kommen die Freundinnen zu der Einsicht, dass das Leben außerhalb der Großstadt gar nicht so übel ist. Ein streikendes Cabrio, ein attraktiver Mechaniker und ein arroganter Großbauer später fasst Carla einen weitreichenden Plan.
Quelle: Amazon



Die Autoren:


Annell Ritter ist das Pseudonym zweier Freundinnen, die zusammen kurzweilige und lustige Romane schreiben. Seit dem gemeinsamen Studium in Norddeutschland können sie über die gleichen Dinge lachen. Zwar wurden beide durch ihre Jobs räumlich weit getrennt, trotzdem sind sie stets in Kontakt geblieben. Ihre Liebe zur Literatur brachte sie bei einem ausgedehnten Abendessen auf die Idee zu ihrem ersten gemeinsamen Roman.

"Sommer in Grasgrün" ist eine humorvolle Liebesgeschichte aus Norddeutschland zum Lachen und Träumen. Die Fortsetzung, "Apfelgrüne Aussichten", ist im Mai 2015 erscheinen. Beide Bücher sind in sich abgeschlossen und können unabhängig voneinander gelesen werden. Momentan wird der dritte Teil vorbereitet, der die Brägenbeck-Reihe beenden wird.

Wenn sie nicht gerade schreiben, verbringen die beiden Freundinnen ihre Freizeit am liebsten vor brodelnden Kochtöpfen oder draußen im Grünen.
Quelle: Amazon



Rezension:


Ein unverhofftes Erbe, eine flippige Freundin, ein anscheinend idyllisches Dorf, ein Traummann, mürrische schweigsame Dorfbewohner, eine Romanze und Intrigen - all dies hat das Autorenduo Annell Ritter zu einem kurzweiligen witzigen Roman verarbeitet. Locker und leicht bewegt sich der Leser von Seite zu Seite und lässt sich von den liebenswerten Charakteren gefangen nehmen.

Zwei Großstadtpflanzen versuchen sich auf dem Lande durchzusetzen und entdecken plötzlich ungeahnte Fähigkeiten und Vorlieben. Dabei tappen die beiden in mehr als nur ein Fettnäpfchen.
Sie müssen sich gegen intrigante Großbauern durchsetzen, begegnen wundervoll skurrilen Personen und dann gibt es plötzlich auch noch einen ganz besonderen vierbeinigen Mitbewohner. Das alles verspricht Lesevergnügen pur.

Ihr dürft hier allerdings keine Geschichte mit wirklichem Tiefgang erwarten, doch das ist auch nicht gewollt. "Sommer in Grasgrün" möchte unterhalten. Humorvoll mit viel Fantasie und Gefühl werden wir aus dem grauen Alltag hinein in eine turbulente Geschichte gezogen.
Es macht einfach Spaß, sich mitreißen zu lassen und wirkt, als würde einem die Sonne übers Gesicht streichen.


Kimmy vergibt 4 von 5 Käseecken



Sonntag, 10. Mai 2015

Rezension "Das Mädchen, das rückwärts ging" von Kate Hamer - Arche Verlag



Broschiert: 416 Seiten
Verlag: Arche (1. April 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3716027243
ISBN-13: 978-3716027240
D: 16,99 Euro






Inhalt:


Im englischen Norfolk verschwindet ein Mädchen. Bei dichtem Nebel scheint die achtjährige Carmel wie vom Erdboden verschluckt. Es gibt keine Hinweise, niemand hat sie gesehen, die Polizei tappt im Dunkeln. Carmels Mutter Beth, seit kurzem wieder
Single, gibt sich voller Verzweiflung selbst die Schuld: Hat sie Signale übersehen, nicht genug achtgegeben auf ihr einziges Kind?
Carmel ist ein besonderes Mädchen: Sensibel und reifer als andere in ihrem Alter, verhält sie sich oft rätselhaft, wirkt abwesend, verträumt. Zwischen Hoffnung und Ohnmacht sucht Carmels Mutter schließlich selbst nach ihr. Schritt für Schritt geht sie zurück
in der gemeinsamen Zeit, denn jede Kleinigkeit zählt. Für Carmel beginnt währenddessen eine lange und ungewöhnliche Reise.
Spannend bis zur letzten Zeile erzählen Beth und Carmel im Wechsel diese zutiefst bewegende Geschichte über eine Mutter und ihr verloren gegangenes Kind.
Quelle: Arche Verlag


Die Autorin:


Kate Hamer wuchs in Pembrokeshire (England) auf und studierte Kunstgeschichte an der Manchester

University. Nach zehn Jahren als Dokumentarfilmerin nahm sie 2011 ein Creative-Writing-Studium auf. Ihr Debüt Das Mädchen, das rückwärts ging wurde bereits während ihrer Arbeit daran mit einem Preis für den besten Romananfang ausgezeichnet. Für eine ihrer Kurzgeschichten erhielt sie den Rhys-Davies-Short-Story-Preis. Kate Hamer lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Cardiff (Wales).
Quelle: Arche Verlag



Rezension:


Hier hat sich der Arche Verlag mit der Buchgestaltung unheimlich Mühe gegeben. Auf den ersten Blick wirkt es wie ein Schuber auf dessen dunkelroter Umrandung groß zu lesen ist "Wo bist du?"
Das Mädchen auf dem Cover ruft förmlich: "Such und finde mich!". als Beigabe enthält die Klappbroschüre noch ein ausführliches Interview mit der Autorin.

Dieses Buch basiert auf der größten Angst, die uns Mütter bewegt - dass unseren Kindern etwas passieren könnte...

Dies ist die Geschichte einer Kindesentführung, die wir aus zwei Sichten erleben, die aus der Sicht der Mutter Beth und aus der Sicht des Kindes Carmel. Zu jeder Zeit können wir die Gedanken und Gefühle beider miterleben.

Beth ist nach ihrer Scheidung ein wenig orientierungslos, allein, wirkt verloren und überängstlich. Als Carmel verschwindet bricht der Rest ihrer Welt zusammen. Sie droht am Schmerz und den Schuldgefühlen zu zerbrechen. Doch das Herz einer Mutter ist stärker als man glauben könnte. Kurz vor dem kompletten Absturz rafft sich Beth auf, denn die Hoffnung Carmel wiederzufinden vergeht nicht. Sie wird letztlich zur Antriebsfeder, ihr eigenes Leben neu zu gestalten. Sie entwickelt Stärken, die niemand in ihr vermutet hätte. Ungewissheit ist in dieser Situation das schlimmste aller Gefühle. Doch so lange noch einen Funken Hoffnung existiert, gibt Beth nicht auf.

Carmel ist ein hochbegabtes, verträumtes Mädchen. Die von Gramps vorgetragenen Lügen sind so ausgefeilt und glaubwürdig, dass Carmel ihm Glauben schenken muss. Er wird nach und nach zum einzigen Halt in ihrem Leben. Es ist erstaunlich, dass dieses kleine Mädchen auch über die vielen Jahre hinweg seine wahre Identität nicht verliert. Auch wenn in ihr zwischendurch Mercy und Carmel miteinander verschmelzen, findet sie immer wieder den Weg zurück zum eigenen Ich. Es zeigt, wie stark Kinder sein können, aber auch wie leicht beeinflussbar.

Die Geschichte bewegt sich so nah an der Realität, dass man als Leser psychisch und emotional tief in diesen Gefühlsstrudel hineingezogen wird. Man schwebt zwischen Ängsten, Hoffen und Bangen. 
Kate Hamer hat sich Elemente aus unseren alltäglichen Grundängsten, Aberglauben und Sektenwahn herausgepickt und eine emotional aufwühlende Geschichte erschaffen. Dabei bleibt ihr Schreibstil relativ sachlich nüchtern, berührt aber umso mehr und verursacht ein Gänsehautgefühl.

Fazit:


"Das Mädchen, das rückwärts ging" ist ein empfehlenswerter Erstlingsroman mit psychischem Tiefgang.


Kimmy vergibt 4 von 5 Käseecken





Freitag, 8. Mai 2015

Rezension "Hanas Koffer" von Karen Levin - Ravensburger Buchverlag - Gegen das Vergessen


Taschenbuch: 153 Seiten
Verlag: Ravensburger Buchverlag; Auflage: 5 (1. Juni 2006)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3473523089
ISBN-13: 978-3473523085
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 - 12 Jahre
Originaltitel: Hana's Suitcase





Inhalt:


Ein Koffer mit der Aufschrift "Hanna Brady, Waisenkind" fasziniert die jüngsten Besucher des Holocaustmuseums in Tokio. Sie wollen mehr über Hana wissen. Also begibt sich die Museumsleiterin auf eine Reise in die Vergangenheit. Sie findet Fotos und Zeichnungen von Hana und begegnet schließlich Hanas Bruder. So erfahren die Kinder, wie Hana aussah, was sie gerne spielte, wer ihre Eltern waren - und wie ihr junges Leben ausgelöscht wurde. In der Erinnerung dieser Kinder - und der Leser - wird Hana lebendig bleiben.
Quelle: Amazon



Über die Autorin und weitere Mitwirkende


Karen Levine ist eine preisgekrönte kanadische Radio-Produzentin. Aus einem Radiobeitrag über das Schicksal das jüdischen Mädchen Hana Brady hat sie ihr erstes Kinderbuch "Hanas Koffer" entwickelt. Das Buch wurde ein Bestseller und eines der bestverkauften kanadischen Kinderbücher. Karen Levine lebt mit ihrer Familie in Toronto.


Mirjam Pressler wurde 1940 in Darmstadt geboren - ein uneheliches Kind jüdischer Abstammung, das bei Pflegeeltern aufwuchs. In Frankfurt besuchte sie die Hochschule für Bildende Künste. Sie hat drei inzwischen erwachsene Töchter und fünf Enkelkinder. Die Liste der Berufe, die sie ausgeübt hat, ist lang. Ihre ersten Bücher schrieb sie nachts, neben Beruf, Familie und Haushalt. Gleich für ihre ersten Roman bekam sie den Oldenburger Jugendbuchpreis. Seit vielen Jahren schreibt sie hauptberuflich für und über Kinder und ihre Probleme, die nicht dadurch gelöst werden, dass man sie verbirgt und überspielt. Für ihre eigenen Bücher und die Übersetzungen aus dem Hebräischen und dem niederländisch-flämischen Sprachraum hat Mirjam Pressler viele Preise und Auszeichnungen erhalten, 1998 wurde sie mit dem deutschen Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Mirjam Pressler lebt in der Nähe von München.
Quelle: Amazon


Rezension:


Tokio ist mehr als nur einen Katzensprung von Europa, von Polen und Deutschland entfernt und doch hat ein einzelner Gegenstand von hier das Leben der Kinder und ihrer Lehrerin nachhaltig beeinflusst. Es handelte sich `nur` um einen alten Koffer mit der Aufschrift »Hana Brady - Waisenkind«, der jedoch eine Spurensuche in Gang setzte, die es vorher noch nicht in dieser Art gegeben hat. Der Weg führte über Polen und die deutsche Vergangenheit zu einem Ergebnis, das die Herzen und Gemüter vieler weiterer Menschen berühren sollte.

Es ist erstaunlich, wie viel sich über Menschen, sogar Kinder noch viele Jahrzehnte nach dem Ende des 2. Weltkrieges noch herausfinden lässt. Dabei war Hana doch eigentlich nur ein Kind unter so vielen. Dennoch ist es ihr Schicksal, das uns nach dem Lesen dieses Buches nachhaltig bewegen wird. Aus einem bloßen Namen auf einem Stück Papier oder eben einem Koffer, einer tragischen Schicksalsgeschichte erwächst ein für uns greifbarer Mensch, eine wirklich existente Person. Hana wird fast zu einer Art Freundin. Sie erhebt sich aus der Anonymität der Allgemeinheit und bekommt für uns ein Gesicht, eine Lebensgeschichte ...

Hana war ein fröhliches lebensbejahendes Kind, deren behütetes Leben plötzlich gravierenden Veränderungen unterworfen wird. Sie verliert die Geborgenheit ihres Elternhauses, den Schutz ihrer Eltern und muss getrennt von ihrem Bruder in Theresienstadt unter fremden Menschen und schwierigen Bedingungen heranwachsen. Dennoch verliert sie ihren Lebensmut und Optimismus nicht. Hana war ein 13jähriges Mädchen mit vielen Träumen und Zukunftsvisionen. Jedoch bekam sie nie eine Chance, diese zu erleben oder zu verwirklichen. Man muss noch heute ihren Mut, ihren Lebenswillen und die Kraft zu überleben bewundern.
Hana hatte allein aufgrund ihrer Jugend und da sie für ihr Alter auch nicht übermäßig groß war, nicht den Hauch einer Chance in Ausschwitz zu überleben. Doch Hana ist leider kein Einzelschicksal. Vielmehr steht sie symbolisch für all die vielen Kinder, deren Leben vorzeitig beendet wurden - durch eine Diktatur, eine menschenverachtende Politik und Menschen, die sich als Instrumente dieser Ideologien missbrauchen ließen bzw. deren geistige Abgründe für uns nicht nachvollziehbar sind. Ihr Schicksal ist ein Mahnmal, das uns zu verstehen gibt, dass so etwas nie wieder geschehen darf.

Das Buch ist sehr kindgerecht geschrieben und lässt Jugendliche behutsam in diesen dunklen Teil der Geschichte eintauchen. Für uns, die wissen, was passiert ist und wie Hanas Geschichte ausgehen wird, ist es eine emotionale Achterbahn. Der Moment, als das Tor hinter der Gruppe von Kindern zuschlug, war für mich der berührendeste und schwerste Teil. Allein, weil ich wusste, was danach geschah, auch wenn es nicht direkt im Text steht bzw. gerade deswegen. In diesem Augenblick bleibt man hilflos, wütend und sehr traurig zurück.
»Hanas Koffer« ist nur eine Station auf dem Weg, um den Opfern des Holocaust ein Gesicht zu geben, damit sie nicht in Vergessenheit geraten. Arndt Stroscher und Peggy Steike haben durch ihr Engagement und die emotional tiefen Bilder im Rahmen ihres Projektes »Gegen das Vergessen« einen großen Anteil daran, dass wir uns auch heute noch an all die Unschuldigen, die dem Naziregime zum Opfer fielen, erinnern. 

Namen und Worte auf Papier sind sehr geduldig, doch sehen wir ein Bild, ein Foto, bekommen diese Personen auch ein Gesicht, sie werden real. Wir können uns ihnen emotional nicht mehr so einfach entziehen. Sie berühren uns und ihre Geschichte wird persönlicher.



Es ist wundervoll zu sehen, wie die Aktion »Hanas Koffer - ein Reisetagebuch« sich entwickelt hat und wie liebevoll und herzlich Hana überall aufgenommen wird.
Entgegen der im Foto angezeigten Punkte, sind wir bereits auf dem Weg zur 10. Station.





Meine Vergissmeinnicht gedeihen und ich hoffe, dass in einigen Wochen auch Blüten aus dem Grün auftauchen werden.







Ich vergebe an dieser Stelle absichtlich keine Punkte für das Buch, da dies dem Inhalt einfach nicht gerecht werden würde, empfehle aber allen unbedingt, es zu lesen.

Dienstag, 5. Mai 2015

Rezension "Lieber Linksverkehr als gar keinen Sex" von Kristan Higgins - Mira Taschenbuch


Broschiert: 448 Seiten
Verlag: MIRA Taschenbuch; Auflage: 1., Aufl. (10. Februar 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3956490851
ISBN-13: 978-3956490859
D: 9,99 €







Inhalt:



Wenn man an seinem Geburtstag erfährt, dass man jetzt ein Alter erreicht hat, in dem die Qualität der Eizellen rapide abnimmt … Wenn der Mann, mit dem man seit Jahren sporadisch Sex hat, einen sitzen lässt … Und wenn selbst der Yorkshireterrier sich weigert, das Bett mit einem zu teilen … … dann kann das offenbar zu Kurzschlusshandlungen führen! Anders kann sich Honor nicht erklären, warum sie sich spontan bereit erklärt, einen Fremden zu heiraten, damit der die Greencard bekommt. Einen sehr britischen Fremden. Mit Tweedsakko und Cordhose. Der so gar nicht zu ihr passt. Aber vielleicht taugt dieser Alibimann wenigstens dazu, ihren Ex eifersüchtig zu machen? Doch je länger die Zweckbeziehung dauert, desto deutlicher merkt Honor: Abwarten und Tee trinken ist so gar nicht das, was ihr beim Anblick ihres sexy Verlobten in den Sinn kommt …
Quelle: Amazon


Die Autorin:



Bevor Kristan Higgins hauptberuflich Autorin wurde, arbeitete sie in einem Verlag. Mit ihren humorvoll-romantischen Büchern, die stets von der Suche nach Mr Right handeln, hat sie ihre Leserinnen im Sturm erobert. Kristan Higgins lebt mit ihrer Familie in einem Dorf in Connecticut und verbringt jede Ferien im malerischen Neuengland.
Quelle: Amazon


Rezension:


Momentan mag ich es ein wenig romantisch mit einer guten Portion Humor.

Keine Angst, auch wenn der Titel des Buches "Lieber Linksverkehr als gar keinen Sex" vielleicht ein wenig irreführend klingt, dies ist kein Sexbuch.

Vielmehr ist es ausgestattet mit einer wundervollen und liebevoll dargestellten Protagonistin, die ihren Platz im Leben finden muss. Honor besticht durch eine so amüsante selbstironische Art, dass man sie einfach lieben muss. Vielleicht mag ich sie so sehr, weil ich einige Parallelen zu mir selbst feststellen konnte.
Manch einer wird jetzt sagen, sie hat diesen Platz doch bereits gefunden, mit einem turbulenten herzlichen Zuhause und auch im Arbeitsleben ist sie auf der Gewinnerstrecke.
Aber dann kommt der Tag, an dem Honor erkennen muss, dass die Jahre in anderer Hinsicht an ihr vorbei gerannt sind. Einen Ehemann oder eigene Kinder kann sie nicht vorweisen und eine Beziehung gibt es auch nicht. Jedenfalls keine wirkliche. Genau in dieser Situation trifft sie auf Tom.
Was die beiden gemeinsam erleben und ob es am Ende ein Happy End gibt, das solltet ihr selbst herausfinden.

Doch es geht hier nicht nur um Honor und Tom. Eigentlich tragen alle Familienmitglieder und Freunde dazu bei, dass es nie langweilig wird. All die verschiedenen Charaktere mit ihren kleinen und großen Macken halten die Spannung aufrecht. Es gibt kaum eine Passage in der es nicht turbulent amüsant zugeht. Doch es existieren auch Passagen, die nachdenklich stimmen und so leidet und freut sich der Leser mit Honor, ihrer Familie und ihren Freunden wie im richtigen Leben.

Ich muss gestehen, ich habe erst später herausgefunden, dass es sich hier um das zweite Buch rund um die Familie Holland handelt, doch es lässt sich auch ohne "Vorkenntnisse" problemlos lesen. Jedoch stehen jetzt zwei weitere Bücher auf meiner Wunschliste.

Ein großes Dankeschön an BloggDeinBuch. Ohne euch hätte ich dieses Buch wahrscheinlich nicht entdeckt.

Fazit:

Dies ist eine witzige, humorvolle und abenteuerliche Liebesgeschichte, die für kurzweilige Nachmittage sorgt.


Kimmy vergibt 5 von 5 Käseecken

Sonntag, 3. Mai 2015

Rezension "Daringham Hall" von Kathryn Taylor - Bastei Lübbe


Taschenbuch: 336 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch); Auflage: Aufl. 2015 (16. April 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3404171373
ISBN-13: 978-3404171378
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 16 Jahren
D: 9,99 €







Inhalt:


Die Familienverhältnisse auf Daringham Hall im malerischen East Anglia geraten durcheinander, als der IT-Unternehmer Ben Sterling auf dem Gut auftaucht. Denn Ben ist der eigentliche Erbe - und nun sinnt er auf Rache an der Familie, die seine Mutter so schlecht behandelte. Doch dann verliert er durch einen Überfall das Gedächtnis und gewinnt einen ganz anderen Blick auf Daringham Hall und seine Bewohner. Als er sich auch noch leidenschaftlich in die Tierärztin Kate verliebt, weiß Ben nicht mehr, was er tun soll ...

Quelle: Amazon


Die Autorin:



Kathryn Taylor begann schon als Kind zu schreiben – ihre erste Geschichte veröffentlichte sie bereits mit elf. Von da an wusste sie, dass sie irgendwann als Schriftstellerin ihr Geld verdienen wollte. Nach einigen beruflichen Umwegen und einem privaten Happy End ging ihr Traum in Erfüllung: Bereits mit ihrem zweiten Roman hatte sie nicht nur viele begeisterte Leser im In- und Ausland gewonnen, sie eroberte auch prompt Platz 2 der Spiegel-Bestsellerliste. Mit Daringham Hall – Das Erbe startet sie eine neue Trilogie über große Gefühle und lang verborgene Geheimnisse auf einem englischen Landgut.
Quelle: Bastei Lübbe

Rezension:


Heute habe ich einen wundervollen Liebesroman für euch, der als Auftaktband einer Trigologie für spannendes romantisches Lesevergnügen sorgt. Schon das Cover selbst lädt zum Träumen ein.

Kathryn Taylor vereint hier alles, was das Leserherz für ein paar entspannte verträumte Stunden benötigt. Liebe, Herzschmerz, Intrigen, Misstrauen, Hass, Geheimnisse angesiedelt im romantischen ländlichen East Anglia. Dort, wo es noch Cottages gibt, die unser Herz höher schlagen lassen.

Mit den beiden Hauptprotagonisten Kate und Ben hat die Autorin zwei sehr unterschiedliche und vielschichtige Charaktere geschaffen. Wobei ich Kate aufgrund ihrer herzlichen Natürlichkeit sofort ins Herz geschlossen habe. Bei Ben streiten sich die Gefühle in mir. Einerseits muss man ihn einfach mögen, andererseits könnte er einen gepflegten Tritt in die richtige Richtung vertragen.
Aber auch die Nebencharaktere entbehren nicht ihrer Stärken und Schwächen und werden polarisieren.

Es knistert an vielen Enden, einige Geheimnisse lassen sich bereits in diesem Teil ergründen, andere verbleiben im Dunkeln oder werden kurz vor Schluss in den Raum geworfen. 
So bleibt man am Ende nicht mit einem Gefühl der Leere und vielen offenen Fragen zurück, ist aber dennoch gespannt auf den Weitergang der Geschichte. Ich freue mich auf jeden Fall auf die Fortsetzung.


Fazit:


Wer es nostalgisch romantisch mag und nebenbei gern ein paar Geheimnisse ergründen möchte, ist hier genau richtig.


Kimmy vergibt 5 von 5 Käseecken

Freitag, 1. Mai 2015

Auslosung Gewinnspiel zum Welttag des Buches

So ihr Lieben, ihr wartet sicher schon gespannt auf die Auslosung meines Gewinnspiels anlässlich des Welttages des Buches. Doch vorab möchte ich mich bei euch für die rege Beteiligung, das Teilen meines Beitrages und die interessanten Buchvorschläge bedanken. Das ein oder andere Buch ist bereits auf meiner Wunschliste angekommen.

Heute Vormittag durfte ich insgesamt 31 Loszettelchen schreiben.
Für "Rabenlady" sprangen 8 Teilnehmer und für "Letzte Worte" 22 Teilnehmer in den Lostopf. Also alles recht Thrillerlastig :)
Ein Los wollte nur gern in den Topf für das Lesezeichen hüpfen, wobei alle Lose, die leider kein Buch gewonnen hatten, sich zum Schluss mit hinzugesellten.




Meine große Tochter durfte für euch die Losfee spielen. 


Und gewonnen haben:








Herzlichen Glückwunsch an die Gewinnerinnen! Ich werde mich bei euch noch einmal per Mail melden, damit sich die Gewinne auf den Weg machen können.

Ich hoffe, ihr hattet genauso viel Spaß wie ich und vielleicht schaut der ein oder andere ja auch immer mal wieder hier vorbei.

Eure Anja