Montag, 30. Januar 2017

Gewinnspiel ** Verlosung ** zu "Die Poesie des Tötens"

 

 ** Verlosung **



Ihr liebt Thriller und seid der Meinung, Ihr habt Nerven wie Drahtseile?
Noch nicht ganz sicher? Dann schnuppert rasch in meine Rezension rein. 
Na, fühlt Ihr euch stark genug für dieses Buch?


Mit toller Unterstützung des Pro-Talk Verlages und der Agentur "Spread and Read" darf ich heute ein Print von "Die Poesie des Tötens" an Euch verlosen. Ihr müsst auch gar nicht viel dafür tun.

Verratet mir einfach, welche Neuerscheinung (Genre ist egal) ich mir in diesem Jahr auf keinen Fall entgehen lassen darf.

Bis zum 05. Februar 23.59 Uhr habt ihr Zeit, in den Lostopf zu hüpfen. Hinterlasst am besten auch eine Möglichkeit, wie ich Euch im Gewinnfall kontaktieren kann. Das Buch wird direkt vom Verlag auf den Weg gebracht.

Ich drücke allen die Daumen und freue mich auf viele Vorschläge.






Für das Gewinnspiel in Zusammenarbeit mit der Agentur „Spread and Read“ gelten folgende Teilnahmebedingungen:

1. Teilnahme ab 18 Jahren oder mit Erlaubnis der Eltern.
2. Es wird keine Haftung für den Postweg übernommen.
3. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
4. Barauszahlung der Gewinne ist ausgeschlossen.
5. Der Versand der Gewinne erfolgt nur nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz.
6. Der/Die Gewinner sind im Falle eines Gewinns mit namentlicher Nennung auf den Seiten und Facebookseiten der teilnehmenden Blogs, des Verlags/Autors und der Agentur Spread and Read einverstanden.
7. Mit der Teilnahme am Gewinnspiel gelten die Teilnahmebedingungen als im vollem Umfang akzeptiert.

Sonntag, 29. Januar 2017

Rezension "Die Poesie des Tötens" von Andrea Fahringer und Thomas Köpf - Pro-Talk Verlag







Taschenbuch: 256 Seiten
Verlag: Pro-Talk (15. November 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3939990272
ISBN-13: 978-3939990277
D: 14,90 Euro







Inhalt:


Sieben Wochen - Vier Morde - Eine Biografie

Ein idyllischer Sommer in Wien: Zwischen italienischen Designermöbeln und geschmackvollen Kunstgegenständen genießt der erfolgreiche Ghostwriter Max West sein Leben mit Frau und Kind in vollen Zügen bis zu dem Tag, an dem 'Kleist' in ihr Leben tritt. Der grausam vorgehende Serienkiller entführt die gemeinsame Tochter und zwingt Max dazu, in nur sieben Wochen seine mörderische Biografie niederzuschreiben sieben Wochen, in denen er seine Tochter in den Händen eines Psychopathen weiß...
Quelle: Amazon




Die Autoren:


Andrea Fehringer & Thomas Köpf haben zusammengenommen mehr als 60 Jahre Erfahrung im Schreiben. Sie sind Journalisten und Buchautoren, waren in diversen Chefredaktionen tätig und führen seit 2004 ihr eigenes Medienunternehmen, die Xpertmedia, mit Sitz im Lehár-Schlössl in Wien-Döbling. Sie produzieren Kunden- und Publikumsmagazine, sind Berater für Konzerne, Vortragende an der Universität Wien und halten Schreibseminare ab. Sie haben 37 Bücher geschrieben, »Die Poesie des Tötens« ist ihr erster Thriller.

Der Hintergrund: Das Treffen des Ghostwriters mit dem Psychopathen beruht auf einer wahren Begebenheit. Ein Fremder stand vor der Tür der beiden Autoren und wollte sein Buch schreiben lassen. Erst nach einer halben Stunde stellte sich heraus, dass der Mann wahnsinnig und Mitglied einer Teufelssekte war. Diese Begegnung brachte die Autoren auf Idee zum Plot.
Quelle: Amazon



Rezension:


Wie weit gehen wir, um das Leben des eigenen Kindes zu schützen?
Sehr weit, bis an alle Grenzen und darüber hinaus. Genau darauf baut auch Christopher Kleist, als er mit seinem perfiden Spiel beginnt.

"Die Poesie des Tötens" gewährt uns keinen sanften Einstig, sondern wirft seine Leser direkt ins Geschehen. "Betriebsanleitung für einen Mord", in dieser Art beginnen die einzelnen Abschnitte. Distanziert, sachlich, kalt und mit kranker Faszination für das eigene Handeln bekommen wir einen Vorgeschmack auf die weitere Handlung. Erwartungen werden geweckt, an denen sich das Buch im weiteren Verlauf messen lassen muss. Dieser Thriller ist eindeutig nichts für schwache Nerven.

Mit psychologischer Intensität leiden und hoffen wir mit Max West und seiner Familie. Die Grenzen der Belastbarkeit werden ausgelotet. Ein psychologisches Machtspiel beginnt. 

Christopher Kleist demonstriert Überlegenheit, die er ständig unter Beweis stellen muss, fast wie im Zwang. Er hat Spaß an raffinierten Psychospielen. Je sadistischer und intriganter, umso besser. 
Während Max West bald nur noch ausführendes Organ ist und alles versucht, um den Anforderungen seines Peinigers gerecht zu werden, d. h. ein Buch im passenden Kontext zu verfassen, agiert seine Frau auf psychologischer Ebene gegen ihren unfreiwillig geduldeten Hausgast. Die Fassade von Kleist beginnt zu bröckeln, zeigt erste Risse...




Dabei zieht Max West zu Beginn gar nicht mal so sehr die Sympathien auf seine Seite. Im Laufe der Handlung macht er aber eine Wandelung durch und wächst an den Herausforderungen. 
Mit Christopher Kleist haben wir einen Bösewicht, der von Anfang an auf Ablehnung stößt. Dennoch gibt es Passagen, in den wir das Kind, das er einmal war, kurz erblicken können. Psychopathen werden nicht geboren, sie sind ein Produkt ihres Charakters und äußerer Umstände.
Nein, mögen werdet ihr ihn nicht, aber es entsteht eine Art Verstehen und Bedauern, wie er auf diesen Weg seines Lebens geraten ist. Dennoch hat er diesen Weg selbst gewählt und sein kranker Geist gewinnt an Macht.

Sind die Prologe eher sachlich und reserviert, zeigen sich die Szenen im Hause West sehr emotional.
Dieser Wechsel aus tief gehenden Emotionen und kalter Gefühlslosigkeit bilden einen starken Kontrast, von dem dieser Thriller lebt. Die Autoren können den hoch angesetzten Spannungsbogen leider nicht immer aufrecht erhalten. Dennoch mag man das Buch zu keiner Zeit aus der Hand legen und muss unbedingt weiterlesen. 

Dieser Thriller verspricht ein sehr intensives Leseerlebnis, dem man sich bis zum rasanten Ende hin nicht mehr entziehen kann.


Hier könnt Ihr auch direkt ein Printexemplar des Buches gewinnen.

Freitag, 27. Januar 2017

Rezension "Das verlorene Kind" von Michel Bussi - Aufbau Verlag (Rütten & Loening)


Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
Verlag: Rütten & Loening; Auflage: 1 (15. August 2016)
Sprache: Deutsch
übersetzt von Barbara Reitz und Eliane Hagedorn
ISBN-10: 3352008868
ISBN-13: 978-3352008863
Originaltitel: Maman a tort
D: 16,99 Euro





Inhalt:


Malone ist ein ganz normaler Junge. Er spielt gerne mit seinem Stofftier und liebt es, Geschichten zu erfinden. Oder sagt er etwa die Wahrheit, wenn er behauptet, dass die Frau, bei der er lebt, nicht seine leibliche Mutter ist? Keiner glaubt ihm. Keiner außer dem Schulpsychologen Vasile, dem es nach und nach gelingt, aus Malones Erinnerungsfetzen, die Wahrheit zusammenzusetzen. Doch plötzlich ist sein Leben in größter Gefahr und das von Malone ...

Eine hochemotionale Identitätssuche – von einem Bestsellerautor aus Frankreich.
Quelle: Amazon




Der Autor:


Michel Bussi, geboren 1965, Politologe und Geograph, lehrt an der Universität in Rouen. Er ist einer der drei erfolgreichsten Autoren Frankreichs. Seine Romane wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und sind internationale Bestseller. Bei Rütten und atb liegen seine Romane „Das Mädchen mit den blauen Augen“, „Die Frau mit dem roten Schal“, „Beim Leben meiner Tochter“ und „Das verlorene Kind“ vor. Mehr zum Autor unter www.michel-bussi.fr
Quelle: Amazon



Rezension:


Dieses Buch hat mich bei der Vorstellung zur Buchmesse direkt angesprochen. Die Grundidee der Geschichte übte schon allein aufgrund des Aspektes des Mutterseins einen großen Reiz auf mich aus.
Wie kommt ein kleines Kind dazu mit unbeirrbarer Überzeugung zu behaupten, seine Mama wäre nicht seine richtige Mama? Dabei widerlegen alle offensichtlichen Fakten nachweislich diese Behauptung. Welche Gefühle löst die Situation bei der sich sorgenden Mutter von Malone aus?
Doch die Saat des Zweifels geht rasch auf und auf den ersten Blick eindeutig scheinende Tatsachen gibt es zu hinterfragen.

Na, hat Euer Kopfkino auch schon begonnen zu rattern? Mich hatte Michel Bussi gleich nach der ersten Seite in seinen Klauen. Mit Hilfe gekonnter Perspektivwechsel gelingt es dem Autor, uns Stück für Stück eines komplexen Rätsels entschlüsseln zu lassen. Immer nur weit genug, um Erfolgserlebnisse verarbeiten zu können und dennoch die Spannung aufrecht zu erhalten.

Malone spricht jeden Tag, zu festen Zeiten, in einem nur ihm bekannten Rhythmus mit Gouti, seinem Plüschtier. Gouti erzählt Geschichten. Diese wurden sehr fantasievoll und lebendig entworfen. Mal ruhig, dann voller Abenteuer, einmal liebevoll, dann wieder gruselig, scheinen sie ein unlösbares Geheimnis zu verbergen. Oder sind es doch einfach nur Geschichten?
Mag man diese Gespräche zwischen Malone und Gouti anfangs noch der überschäumenden Fantasie eines Kindes zuschreiben, muss sich der Leser bald eines Besseren belehren lassen. Die kindlichen Sichtweisen und Malones Gefühlswelt bewegen und fesseln.
Oft sind es winzige, nebensächlich wirkende Details, die später zur Lösung beitragen werden.

Rund um Malone hat Michael Bussi ein Geflecht aus einer Vielzahl charakterlich sehr unterschiedlicher Akteure gewoben. Die einzelnen Personen erscheinen allerdings im Vergleich zu Malone nur oberflächlich skizziert. Hier fehlte mit stellenweise die Tiefe. Durch den fehlenden Griff auf die Charaktere, war es nicht immer einfach, den Überblick in diesem komplex angelegten Fall zu behalten.
Sehr spannend und interessant empfand ich die Passagen mit dem Kinderpsychologen Vasile und seinen Ausführungen zur Funktionsweise des kindlichen Gedächtnisses. Dieser psychologische Aspekt bildet einen wichtigen Grundpfeiler im Buch.

Auch wenn einige Szenarien recht konstruiert und realitätsfern wirken, hat mich Michel Bussi mit "Das verlorene Kind" bestens unterhalten. Ein perfekter Spannungsroman für kuschelige Abende auf der Couch.



Dienstag, 24. Januar 2017

Rezension "Die höchst wundersame Reise zum Ende der Welt" von Nicholas Gannon - Coppenrath Verlag

Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
Verlag: Coppenrath; Auflage: 1 (4. August 2016)
Sprache: Deutsch
übersetzt von Harriet Fricke
ISBN-10: 3649619423
ISBN-13: 978-3649619420

Buchbestellung  hier
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 - 12 Jahre
Originaltitel: The Doldrums
D: 14,95 Euro








Inhalt:


Archer Helmsley ist ein Entdecker – genau wie seine Großeltern, die berühmten Naturforscher. Es gibt nur ein Problem: Seit Ralph und Rachel Helmsley vor zwei Jahren spurlos auf einem Eisberg verschwanden, lässt Archers Mutter ihn nicht mehr vor die Tür.

Wie aber soll man in einem Haus voller ausgestopfter Tiere und todlangweiliger Dinner-Gäste jemals ein Abenteuer erleben? Archer braucht einen Plan!

Zum Glück ist da das Nachbarmädchen Adélaïde, das schon mal gegen wilde Krokodile gekämpft hat. (Woher sonst sollte sie ihr Holzbein haben?) Und Oliver, der in jedem Plan die kleinen Fehler aufspürt. (Zum Beispiel, dass man ohne U-Boot und die Möglichkeit, das Haus zu verlassen, kein Tiefseeforscher werden kann.)
Als dann auch noch ein einäugiger Kapitän vor Archers Tür auftaucht und ihm einen Haufen alter Reiseaufzeichnungen von Ralph und Rachel Helmsley überreicht, steht Archers Entschluss fest: Er muss zum Südpol reisen und seine Großeltern finden!

Ein Buch für todesmutige Tagträumer und heimliche Helden
Quelle: Amazon



Der Autor:


Nicholas Gannon hat Kunst und Design studiert und sich in verschiedenen Jobs versucht, bevor er Vollzeit-Autor wurde. Er hat in den Bundesstaaten Tennessee, Minnesota und New York gewohnt und für kurze Zeit auch in einem hohen, schmalen Sandstein-Haus in New York City, das ihn zum Haus der Hemsleys in Weidengasse 375 inspiriert hat. Inzwischen lebt der Autor in Brooklyn. "Die höchst wundersame Reise zum Ende der Welt" ist sein Debüt.
Quelle: Coppenrath Verlag


Rezension:


Zu einem meiner letzten Klassentreffen wurde ich gefragt, warum ich früher eigentlich immer Löcher in die Luft gestarrt habe. Die Antwort ist schlicht und einfach, ich habe geträumt. Ganz genauso wie Archer Helmsley. 
Ich habe nicht einfach nur die Decke angestarrt, nein, ich war in Parallelwelten unterwegs. Dort war ich nicht schüchtern und langweilig. In meiner Traumwelt, war ich mutig und natürlich begegnete ich auch jedes Mal meinem Traumprinzen. Mal war es ein verwegener Pirat, dann wieder der mutige Indianer oder umwerfende Highlander. Abenteuerfilme liebte ich und natürlich wollte ich immer Pipi Langstrumpf sein, nicht Annika. 
Die Realität gestaltet sich jedoch in der Regel ganz anders und das Erwachen aus diesen Träumen kam einem harten Fall auf den Boden gleich.






Auch Archer träumte bisher nur von Abenteuern. Er spricht mit ausgestopften Tieren und ist in einem Haus voller Verführungen für abenteuerlustige Jungen eingesperrt. Mit meinen Plüschtieren habe auch ich früher sehr lange und tiefgreifende Gespräche geführt, ihnen mein Herz ausgeschüttet. Vielleicht fühlte ich mich diesem Jungen aus diesem Grunde von Anfang an so nah.

Seine Mom möchte ihn vor den Gefahren der Außenwelt und seinen Genen beschützen. Denn Archer hat ganz besondere Vorbilder und einen Vorteil, diese existieren wirklich. Sie sind sogar mit ihm verwandt. Seine Großeltern Helmsley sind berühmte Naturforscher. Ihr Leben scheint ein einziges wahres Abenteuer zu sein. Nur kennengelernt hat er sie nie und seit über zwei Jahren gelten beide als auf einem Eisberg verschollen. 

Archer fühlt sich oft wie ein Tiger im Käfig, möchte ausbrechen, traut sich aber nicht und verliert sich daher in seinen Träumen. In seinem Freund, dem Nachbarsjungen Oliver J. Glub, fand er bisher einen Komplizen, der mit ihm kleine Abenteuer im geheimen unternahm, ihn aber auch wieder auf den Boden der Tatsachen zurück holte. Schwierig wird es, als Adélaide nebenan einzieht. Ein mutiges Mädchen mit einem Holzbein. Wie soll Archer gegen ein Holzbein und eine Krokodilstory ankommen.

"...Nichts ist so langweilig wie ein umstürzender Laternenpfahl. Weit spannender ist es, von einem Kampf mit einem Krokodil auf dem Nil zu erzählen..."

Alle drei sind Außenseiter in ihrer Klasse und finden rasch zueinander. Wie kann es da anders sein, die Freunde hecken einen Plan aus, um nach den verschollenen Großeltern Helmsley zu suchen. Die große weite Welt und ein unaussprechliches Abenteuer scheinen greifbar nah.

Wie dann allerdings alles was nur irgendwie schief gehen kann auch schief geht, die Kinder fast zum Festmahl einer Horde Tiger werden und Archer am Ende ein großes Stück eines echten Eisberges in den Händen hält - ist eine lange Geschichte.

Schon das Cover ist eine Augenweite und entwickelt eine immense Anziehungskraft, der ich mich nicht entziehen konnte.
Untermalt mit zauberhaften detaillierten Bildern wird der Leser in die Handlung gezogen. Und so ungewöhnlich auch die Charaktere erscheinen mögen, so sehr könnten sich die einzelnen Geschichten doch in der Realität zugetragen haben.

Über das viel zu rasch herbeigeeilte Ende, tröstet mich das Wissen, dass es weitere Abenteuer mit Archer, Oliver und Adélaide geben wird.

Wundervoll für kleine unternehmungslustige Jungen und Mädchen ausgearbeitet und eine Verführung für Erwachsene Abenteurer, die sich noch an ihre Kindheitsträume erinnern können, so möchte ich "Die höchst wundersame Reise zum Ende der Welt" beschreiben. 

Freitag, 20. Januar 2017

Rezension "Kokostee" von Oliver Geissen - Atlantik Verlag



Taschenbuch: 224 Seiten
Verlag: Atlantik (14. Oktober 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3455651380
ISBN-13: 978-3455651386
D: 15,00 Euro






Inhalt:


Haben Elvis Presley und Marilyn Monroe unsere Welt vor Jahrzehnten wirklich für immer verlassen? Nicht ganz! Sie leben auf einer traumhaft schönen Insel, und es geht ihnen besser als jemals zuvor. In der Morgensonne am Strand, auf dem Weg zur Poolgymnastik, begegnen sie Michael Jackson beim Muschelsammeln. Bob Marley geht mit John Lennon auf Bootstour. Und Kurt Cobain frühstückt mit Amy Winehouse.

Butler Adschei, die gute Seele der Insel, umsorgt die prominenten Aussteiger und hält sie bei bester Laune. Mit Herz und Humor erzählt er von ihrem exotischen Leben und ihren liebenswerten Marotten - und von aufregenden Tagen, in denen das größte Geheimnis unserer Zeit aufzufliegen droht …

Oliver Geissen erkundet in seinem phantasievollen Roman die wahre Heimat des Happy Ends.
Quelle: Amazon




Der Autor:


Oliver Geissen gehört zu Deutschlands bekanntesten und beliebtesten Fernsehmoderatoren. Er moderierte u.a. top of the pops, Die Oliver Geissen Show, mehrfach die Echo-Verleihungen sowie Deutschland sucht den Superstar. Er lebt mit seiner Frau, drei Söhnen und einer Tochter in Hamburg.

Quelle: Amazon




Rezension:


Das Jahr 2016 war geprägt von traurigen Nachrichten und wir mussten uns von vielen Größen der Buch-, Musik- und Filmbranche für immer verabschieden. Seine Idole ziehen zu lassen fällt schwer und wenn dann noch merkwürdige, manchmal geheimnisvolle Umstände zum Tod desjenigen geführt haben, bleibt für manchen ein komischer Nachgeschmack zurück. Wir möchten nicht loslassen, schauen uns immer wieder Filme an oder lauschen unserer Lieblingsmusik und dann setzen sich auch verrückte Ideen in den Köpfen fest. Was wäre, wenn er bzw. sie gar nicht tot, sondern nur untergetaucht wäre? Die angeblich verstorbenen Stars noch immer irgendwo auf der Welt leben würden? Verschwörungstheorien gab es da in der Vergangenheit schon viele sowie auch Meldungen, man hätte z. B. Elvis Presley an den verschiedensten Orten der Welt gesehen.

Lasst uns einmal ein wenig philosophieren und einfach die Möglichkeit in Betracht ziehen, einige Stars hätten tatsächlich einen Weg gefunden, dem Rampenlicht für immer zu entfliehen, um ihren Lebensabend beschaulich fern ab jedem Starruhms verbringen zu können. Was wäre wenn...

Oliver Geissen hat diese Gedankengänge aufgegriffen und einen sensiblen, nachdenklichen und witzigen Roman geschaffen. Erzählt wird unsere fiktive Geschichte aus der Sicht von Adschei, der über Jahrzehnte hinweg ein Auge auf eine illustre Gruppe von Menschen werfen durfte. Ein wenig naiv und doch sehr einfühlsam erleben wir eine Art Paralleluniversum.
Eine abgeschottete verborgene Südseeinsel, auf der Elvis, Michael Jackson, John Lennon, Marilyn Monroe, Kurt Cobain und Amy Winehouse ihren Ruhestand und Lebensabend fernab des Startrubels und dem realem Leben verbringen. Luxuriös und dennoch einfach ist das Leben auf dieser Insel.
Ich habe die Harmonie in und zwischen den Zeilen sehr genossen.

Als Leser verbringt man hier seine Zeit mit den Menschen hinter den Ikonen, nicht mit den Stars. Oliver Geissen zeigt, dass sich hinter den großen Namen ganz gewöhnliche Menschen verbergen, die ihr Leben lang nach Anerkennung, aber auch Liebe und Geborgenheit suchten. Sie sind nicht perfekt und haben alle ihre kleinen oder großen Macken, verschrobene Ticks und oft auch ein wenig weltfremde Denkweisen. Diejenigen, die Oliver Geissen in "Kokostee" auferstehen lässt, waren am Ende ihres extrem öffentlich gestellten Lebens melancholisch und mit ihren psychischen Kräften am Ende. Mit Kokostee und der Sonne im Nacken leben sie auf und dürfen so sein wie sie sind, ohne von außen seziert zu werden.

Das Buch selbst erhebt sicher keinen Anspruch auf große intellektuelle oder tiefschürfende Lektüre, doch es ist unterhaltsam. Der Grundgedanke hinter der Buchidee stimmt dennoch nachdenklich. Geld und Ruhm allein machen nicht glücklich. Freunde, die einen verstehen, Familie, die Möglichkeit man selbst sein zu dürfen und vor allem Privatsphäre werden in ihrer Wichtigkeit unterschätzt. Genau diese Aspekte vergessen wir oft, wenn wir neidisch auf die Schönen und Reichen der Welt blicken.


Die Einführung in die Geschichte zieht sich ein wenig in die Länge und auch mit Adscheis Gemüt bzw. dem gewählten Erzählstil muss man sich erst anfreunden. Hat man einmal den richtigen Draht hierzu gefunden, fühlt man sich auf der Insel sehr wohl. Adschei ist meist recht umständlich und überbesorgt, doch genau das macht ihn auch so sympathisch. Ihm geht es um das Wohl seiner Schützlinge, nicht um sich selbst. Alle genießen die auf der Insel herrschende Harmonie.

Fantasievoll, einem Hauch von Realität (heutzutage scheint alles möglich...) und viel Charme, werden wir hier zu einem Urlaub von gesellschaftlichen Zwängen und Denken eingeladen. Wir erleben kuriose Alltagsgeschichten einer kleinen Gruppe von Ikonen, die sich eigentlich nichts anderes wünschen, als ein ganz normales Leben.


Oliver Geissen verbringt durch seinen gewählten Beruf selbst ein Leben im Scheinwerferlicht. Ob er sich manchmal auch so einen Rückzugsort wie unsere namenlose Südseeinsel erträumt?




Eine Tasse Kokostee, den Sand zwischen den nackten Zehen und die Sonne im Gesicht spüren, was braucht es mehr, um glücklich zu sein....



Mittwoch, 18. Januar 2017

Rezension "Flut" von Daniel Galera - Suhrkamp Verlag

Gebundene Ausgabe: 425 Seiten
Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 2 (18. August 2013)
Sprache: Deutsch
übersetzt von: Nicolai von Schweder-Schreiner
ISBN-10: 3518424092
ISBN-13: 978-3518424094
Originaltitel: Barba ensopada de sangue
D: 21,96 Euro







Inhalt:



Sein Vater erschießt sich, und was ihm bleibt, sind der alte Schäferhund und eine vage Sehnsucht nach Läuterung. Er bricht auf in den Süden und mietet sich in einem kleinen Ort an der Küste ein. Er findet Arbeit als Sportlehrer, lernt eine Frau kennen, unternimmt lange Wanderungen mit dem Hund, schwimmt Stunden am Stück ins offene Meer hinaus. Vor allem aber versucht er ein Familiengeheimnis zu ergründen – sein Großvater hatte in der Gegend gelebt, bis er unter ungeklärten Umständen verschwand. Doch ein empfindliches Handicap erschwert ihm die Suche, eine neurologische Erkrankung, er kann Gesichter nicht wiedererkennen. Seine Nachforschungen jedenfalls scheinen die Anwohner aufzuschrecken, Gerüchte machen die Runde, wird er bedroht? Wem kann er trauen, wenn schon nicht sich selbst und seinen Wahrnehmungen? Allmählich begreift er, dass er das gleiche Schicksal wie sein Großvater zu erleiden droht. Und plötzlich steht ihm das Wasser bis zum Hals.

Mit lichter, hypnotisierender Kraft erzählt »Flut« die epische Geschichte einer Suche über drei Generationen, die an die Grenzen des Menschenmöglichen führt.
Quelle: Amazon




Der Autor:


Daniel Galera, geboren 1979 in São Paulo, lebt heute in Porto Alegre. Er hat Erzählungen, eine Graphic Novel und drei Romane geschrieben. Sein Werk ist vielfach ausgezeichnet, verfilmt und für das Theater adaptiert worden. Galera hat u. a. Zadie Smith, Jonathan Safran Foer, David Foster Wallace und Hunter S. Thompson übersetzt. Flut ist sein erstes Buch in deutscher Sprache.
Quelle: Amazon




Rezension:


Was an diesem Roman als erstes auffällt, ist die Distanziertheit, mit der die Geschehnisse erzählt werden. Fast kühl, kalkuliert und mit viel Abstand beobachten wir unseren namenlosen Erzähler auf seiner Identitätssuche. Nicht alle Gedankengänge wirken realistisch oder nachvollziehbar und machten es noch schwerer, einen Bezug zu ihm und seiner Geschichte aufzubauen. Ich weiß nicht, ob es der mentalen Beschreibung, der Übersetzung oder meinem ureigenen Empfinden geschuldet ist. Unser Protagonist wirkte auf mich alt und ihn rein gedanklich während des Lesens auf Anfang 30 einzuordnen war schwierig.
Andererseits ist da Beta, die Hündin seines Vaters, die er ursprünglich gar nicht wollte. Sie ist die Einzige, mit der er mit der Zeit eine wahre Bindung aufbaut und alles unternimmt, um ihr Überleben zu sichern. Die hier beschriebene Gefühlsentwicklung ist beeindruckend und wird warmherzig in Szene gesetzt.

Letzteres fiel besonders auf, da ich den Schreibstil von Daniel Galera mit einem Schwarz-Weiß-Film vergleichen würde, bei dem man immer wieder versucht, den verborgenen Farbtupfer zu finden. Ich habe diesen auch entdeckt, in der philosophisch bildreichen Beschreibung der Landschaften, Menschen und eben der Beziehung zwischen dem Erzähler und seinem Hund. Diese wirken extrem gegensätzlich zu der sonst eher grau reflektierten Gefühlswelt unseres Protagonisten.

Fällt es ihm so schwer eine Verbindung zu seiner Umwelt zu halten, weil er sich keine Gesichter merken kann, sogar das eigene Spiegelbild nicht wieder erkennt? Dieses Krankheitsbild und die damit verbundenen Einschnitte im Leben eines Menschen haben mich rein vom Klappentext am meisten gereizt, "Flut" zur Hand zu nehmen. Leider wird dieser Aspekt im Buch nur nebensächlich angesprochen. Die Problematik, damit im Alltag zu überleben, wird nur gestreift und mir fehlte der erwartete Tiefgang. Viele kleinere übertrieben ausgearbeitete Nebenhandlungen erzeugten unnötige Längen. Leider blieben die handelnden Personen für mich ausnahmslos auf Distanz und das Lesen übermittelte mehr ein Gefühl von Arbeit, als Spaß. Das Buch konnte leider nicht halten, was der Klappentext versprach.

"Flut" hat es mir nicht leicht gemacht und lies mich, trotz einiger Lichtpunkte, am Ende unbefriedigt zurück.






Gewinner der Geburtstagspartytour „Mordsdelikatessen“ von Bianca Heidelberg & Björn Sünder




Ich bin etwas spät dran, doch für alle, die es noch nicht mitbekommen haben, möchte ich noch rasch die Gewinner unserer

Geburtstagstour zu
„Mordsdelikatessen“
von Bianca Heidelberg & Björn Sünder

bekannt geben. 

Bianca hat mit Hilfe ihrer Losfee Annika
die Glücklichen ermittelt ermittelt und das war bei ca. 120 Losen im Topf nicht so einfach.




Trommelwirbel für unsere Gewinner! 



1. Preis:

ein Print „Mordsdelikatessen“

geht an

Bianca Schweizer

***
2. Preis:

eine Mordstasse

geht an

Richanni

***

3. Preis:

ein Schmucklesezeichen

geht an

Jenny Siebentaler

***

die Zusatzgewinne aus der FB-Veranstaltung

2x je 1 Notizbuch

gehen an

Daemonia Fatale und Anja Stringer


Herzlichen Glückwunsch !!!


Bitte meldet Euch direkt bei Bianca 
oder direkt per Mail über
kontakt@biancaheidelberg.de
Betreff: Geburtstagstour Mordsdelikatessen



Ganz viel Spaß mit euren Gewinnen !!!
Euer Zwiebelchen


Sonntag, 15. Januar 2017

Rezension "Die Holunderschwestern" von Teresa Simon - Heyne Verlag






Taschenbuch: 512 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (13. Juni 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453419235
ISBN-13: 978-3453419230
D: 9,99 Euro






Inhalt:


München 1918. Die junge Fanny – Franziska – sitzt im Zug nach München und will der Provinz entfliehen. Ihre sensible Zwillingsschwester Friederike musste sie zurücklassen. Als die reiche Witwe Dora mit ihren beiden Kindern zusteigt, ahnt Fanny noch nicht, dass ein tragisches Schicksal seinen Anfang nimmt. München 2015. Katharina erhält einen Brief aus London: In einem Archiv wurden Tagebücher ihrer Urgroßmutter Franziska gefunden. Katharina wird neugierig. Wie kommt es, dass die Aufzeichnungen ihrer Urgroßmutter, einer einfachen Köchin, in London verwahrt werden?
Quelle: Amazon




Die Autorin:


Teresa Simon ist das Pseudonym einer bekannten deutschen Autorin. Sie reist gerne (auch in die Vergangenheit), ist neugierig auf ungewöhnliche Schicksale, hat ein Faible für Katzen, bewundert alles, was grünt und blüht, und lässt sich immer wieder von stimmungsvollen historischen Schauplätzen inspirieren.
Quelle: Amazon




Rezension:


Geheimnisse der Vergangenheit, die ihre Fühler bis in die Gegenwart ausstrecken. So könnte man die Grundidee in "Die Holunderschwestern" beschreiben. Dennoch steckt noch sehr viel mehr in diesem Buch. Möchten wir nicht alle die Geheimnisse unserer Familien ergründen, forschen nach unseren Wurzeln, erstellen Stammbäume und erfreuen uns an über Generationen verbreitete Anekdoten? So ganz nebenbei lüftet sich dabei auch das ein oder andere streng gehütete Geheimnis.

Das Buch nimmt uns mit auf eine Reise zwischen zwei Zeitebenen. Gegenwart und Vergangenheit finden ihren Weg zueinander. Es ist eine Geschichte über Familie, Liebe, Verrat, Verlust, Stärke und Freundschaft. Sensibel ausgearbeitete und vor allem authentische Charaktere erwarten Euch.

1918 lebten Fanny und ihre Zwillingsschwester Fritzi in einem kleinen bayrischen Dorf. Der Tod ihrer Mutter ist der letzte Anstoß für Fanny, ihr Leben zu verändern, ihren Träumen zu folgen und sich aus dem Schatten ihrer Zwillingsschwester herauszuwagen. Ihr größtes Anliegen ist, die eigene Persönlichkeit entfalten zu können. Eine flüchtige Zufallsbekanntschaft auf dem Weg nach München wird ihr Leben nachhaltig verändern.

Der Weg, den Fanny beschreiten wird, ist steinig und nicht immer von Glück übersät. Doch Fanny ist ein starker Charakter, der sich gegen die Widrigkeiten des Lebens durchzusetzen weiß. 
Es ist die Zeit der schleichenden Machtergreifung Hitlers und seiner Anhänger. Fritzi, die ihrer Schwester nach München gefolgt ist, sympathisiert und bewegt sich sehr rasch in diesen Kreisen. Wohingegen Fannys Freundeskreis dem Gegenpol der politischen Ebene angehört. Daraus ergibt sich ein massiver Interessenkonflikt zwischen den Schwestern. Sie sind zwar Zwillingsschwestern, jedoch so unterschiedlich wie Tag und Nacht. Fritzi braucht Fanny und möchte sie mit niemandem teilen. Die daraus entstehende Eifersucht auf Freunde ihrer Schwester, bringen bald alle in Gefahr.
Unsere beiden Hauptprotagonistinnen zeigen die Zerrissenheit, die sich damals wohl in vielen Familien abspielte.

Trotz aller Gegensätze und auch wenn meine größte Sympathie von Beginn an Fanny gehörte, muss man Fritzi gern haben. Ebenso wie Bubi und Alina, deren Schicksal mich nachdenklich und traurig zurück lies.

Der zweite Erzählstrang spielt im München der heutigen Zeit. Auch hier treffen wir auf eine bunte Mischung aus verschiedenen Charakteren. Durch Zufall stößt Katharina auf alte Familientagebücher und verliert sich in der Geschichte ihrer Ahnin. Mit ihr die alten Tagebuchseiten zu lesen, fühlte sich fast so an, als würde ich meine eigene Familiengeschichte erforschen. Spannend und enorm emotional gestaltete sich diese Reise in die Vergangenheit.


Teresa Simon ermöglicht uns mit "Die Holunderschwestern" eine sensible Zeitreise durch die Geschichte München und schafft so ein lebendiges Bild des gesellschaftlichen Lebens in einer von Umstürzen geprägten Zeit. Ich mochte das Buch kaum aus der Hand legen. 

Was eine alte Ladeneinrichtung, ein Bild von Klee und Alpakas mit dieser Geschichte verbindet? Das verrate ich nicht. Lasst euch von der Handlung und den liebevoll gestalteten Charakteren ebenso bezaubern wie sie mich verzaubert haben.

Mein Highlight am Ende des Buches sind übrigens die überlieferten Rezepte, von denen ich mit Sicherheit einige direkt ausprobieren werde. 
Seit den ersten Seiten des Buches verspüre ich einen Heißhunger auf Holunderkompott und -marmelade. Leider ist noch keine Holunderzeit und ich laufe seit Tagen ruhelos zwischen den Regalen im Einkaufszentrum herum, auf der vergeblichen Suche danach.

Vielleicht habt ihr ja eine Idee, wo es richtig gute Holundermarmelade und vor allem Holunderkompott geben könnte. 





Freitag, 13. Januar 2017

Rezension "Teddy Tilly" von Jessica Walton & Dougal MacPherson - FISCHER Sauerländer


Gebundene Ausgabe: 32 Seiten
Verlag: FISCHER Sauerländer; Auflage: 1 (25. August 2016)
Sprache: Deutsch

übersetzt von Anu Stohner
ISBN-10: 3737354308
ISBN-13: 978-3737354301
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 4 Jahren
D: 14,99 Euro







Inhalt:


Eine liebevolle Bilderbuchgeschichte zum Thema Anderssein.
Teddy Thomas möchte kein Teddybär mehr sein. Er möchte lieber Tilly heißen, denn schon lange fühlt er, dass er eigentlich eine Teddybärin ist. Er traut sich nicht, seinem besten Freund davon zu erzählen. Aber mit Finn kann er über alles reden und Finn verischert ihm, dass er ihn immer lieb haben wird, ob er nun Thomas oder Tilly heißt. Tilly ist erleichtert und ihre Freundschaft ist noch viel größer geworden. In diesem Bilderbuch geht es um viel mehr, als um das Thema Transgender. Es ist eine zauberhafte Bilderbuchgeschichte, in der es um den Mut zum Anderssein geht. Um Mitgefühl, Akzeptanz, Toleranz und vor allem um bedingungslose Liebe. Ein Buch, das Kinder stark macht.
Quelle: Amazon



Über den Autor und weitere Mitwirkende:



Dougal MacPherson zeichnete einst einen Bagger und einen Laster, um seinen Sohn zu unterhalten. Seitdem war er technischer Zeichner. Seine Illustrationen zeigt und verkauft er bei Instagram, Facebook und Twitter. Dies ist sein erstes Bilderbuch.

Jessica Walton, 30 Jahre alt, lebt mit ihrer Lebensgefährtin und ihrem Sohn in der Nähe von Melbourne, Australien. Sie selbst ist Tochter einer transsexuellen Frau.
Quelle: Amazon



Rezension:


Ich habe in der Vergangenheit bereits mehrere Bücher über Transgender vorgestellt. "George" von Alex Gino beschäftigte sich erstmals mit einem Kind, das sich mit der Problematik der Diskrepanz zwischen seiner Seele und seinem Körper sowie der Meinung von Außenstehenden auseinandersetzen muss. Schon mit 10 Jahren weiß George, dass er eigentlich ein Mädchen ist. Ein wundervolles Buch, dass ich hier auf dem Blog bereits empfohlen habe.

Wenn wir bereits Kinder mit der Thematik Transgender in Berührung bringen, können wir den Weg zur Akzeptanz ebnen.



"Teddy Tilly" ist ein Buch für Kinder ab vier Jahren, erstmals eine sehr junge Zielgruppe. Mit liebevollen Zeichnungen und kurzen prägnanten Texten ist es aber ideal für diese Altersgruppe gestaltet und leicht verständlich. Es geht um Teddy Thomas, der lieber eine Schleife im Haar trägt, als eine Fliege um den Hals und ab sofort Tilly heißen möchte.

Bereits das Cover stimmt auf den Inhalt ein und spiegelt unser gesellschaftliches Bild wieder. Wir urteilen oft, und da nehme ich mich nicht aus, auf den ersten Blick nach der Optik. Auf dem Cover ist daher rasch zu erkennen, wer Teddyjunge und wer Teddymädchen ist. Nur im wahren Leben ist dies halt nicht immer so einfach und die äußere Erscheinung kann täuschen. 



Auf die inneren Werte kommt es an und Kinder setzen dies noch intuitiv um. Sie agieren aus dem Herzen heraus.
Kinder sind wesentlich offener als Erwachsene im Umgang mit jemanden, der anders ist, als die breite Masse. Besonders kleinen Kindern ist es egal, welcher Hautfarbe und Herkunft ihre Freunde sind. Sie beurteilen andere vorrangig nach ihrer Persönlichkeit und sind toleranter als wir ihnen zutrauen bzw. wir es als Erwachsene sind.

"... mir ist es doch egal, ob du ein Teddymädchen oder ein Teddyjunge bist! Hauptsache, wir sind Freunde."



So geht die Wandelung von Thomas zu Tilly auch ganz unproblematisch. Denn Tilly hat sich nur äußerlich verändert, in ihrem Herzen ist sie noch dieselbe wie zuvor. Finn und Eva können mit Tilly alle Spiele spielen wie bisher mit Thomas. 
Auch mit alten Klischees räumt dieses Buch auf. So bastelt Eva gerade einen Roboter anstatt mit Puppen zu spielen.

In einigen Rezensionen wurde der karge Text des Buches bemängelt. Ich finde diesen in Verbindung mit den sehr aussagekräftigen Zeichnungen für Kinder ab vier Jahren ausreichend. In diesem Zusammenspiel würden längere Textpassagen die eigentliche Botschaft der Geschichte nur aufweichen. Es bleibt dadurch ein großer Spielraum für Interpretationen. So wird die Fantasie der Kinder angeregt und sie können Teddy Tillys Welt auf ihre eigene Art entdecken. Durch die aufkommenden Fragen ergibt sich eine Fülle an Gesprächsstoff. Auch wenn viele Kinder mit sechs Jahren bereits zur Schule gehen und den Text selbst erlesen können, empfehle ich, sie das Buch erstmals gemeinsam mit einem Erwachsenen lesen zu lassen. Wir können mit dieser Geschichte noch viel lernen.

"Teddy Tilly" ist ein zauberhaftes Buch über Freundschaft, Toleranz und Akzeptanz, das die Thematik Transgender bereits den Kleinsten näher bringt.

Mittwoch, 11. Januar 2017

Rezension "Mordsdelikatessen“ von Bianca Heidelberg & Björn Sünder – **Blogtour** Geburtstagstour – Tag 6


Taschenbuch: 248 Seiten
Verlag: tredition (30. November 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3732351378
ISBN-13: 978-3732351374
D: 10,99 Euro







Inhalt:


Mörder mit Gewissen, wehrhafte Opfer und mysteriöse Todesfälle

Ein Flusspferd wird zur Waffe. Ein Therapieversuch endet im Desaster. Ein Buch entscheidet über Leben und Tod. Einem Grabräuber werden seine Taten zum Verhängnis.

Bianca Heidelberg und Björn Sünder präsentieren in dieser Anthologie 25 Kurzkrimis, mal böse, mal skurril, hier und da gewürzt mit fantastischen Elementen. Darunter „Brücke in die Freiheit“ (2. Preis beim Mannheimer Literaturpreis 2015 der Räuber '77) sowie die verlängerte Fassung von „Gefährlicher Mutterinstinkt“ (nominiert für den Agatha-Christie-Krimipreis 2014).
Quelle: Amazon




Die Autoren:


Bianca Heidelberg schreibt seit 2013 Kurzgeschichten, die meist tödlich enden. Sie hat mehrere Kurzgeschichten in verschiedenen Anthologien veröffentlicht. 2015 gewann ihre Geschichte „Brücke in die Freiheit“ den 2. Preis beim Mannheimer Literaturpreis der Räuber '77. Ihre Geschichte „Gefährlicher Mutterinstinkt“ wurde für den Agatha-Christie-Krimipreis 2014 nominiert. Bianca Heidelberg wurde 1980 geboren und lebt mit Mann und Kind im Kraichgau.
Weitere Informationen unter: www.biancaheidelberg.de
Quelle: Amazon



Rezension:


Das Cover ist ein echter Blickfang und facht die Neugierde an. So drängt es einen förmlich dazu, das Buch in die Hand zu nehmen und mit dem Lesen zu beginnen.

25 Krimihäppchen warten darauf entdeckt zu werden. So kann man diese Anthologie in einem Rutsch, aber gemächlich Häppchen für Häppchen genießen.

Der Übergang in den Schreibstilen der Autoren ist teilweise so fließend, dass ich nicht immer unterscheiden konnte, wer von beiden - Bianca oder Björn - den Krimi geschrieben hat, ohne nachzusehen. Dies macht sich besonders bei der gemeinsam geschriebenen Geschichte bemerkbar.

Beide sind recht "mordlüstern" und schrecken nicht davor zurück, recht eigentümliche Mordwaffen zu verwenden. Wer kommt schon auf die Idee, ein Flusspferd als Tatwaffe zu benutzen.

Kurz, aber einfallsreich und hintergründig sind die in diesem Buch enthaltenen Geschichten.
Nicht jeder Krimi hat auch ein richtiges, abgeschlossenes Ende. So bleibt der Fantasie ein breites Spektrum, um sich zu entfalten. Überraschend, mit einer Portion Sarkasmus und tief in die dunklen Schichten des menschlichen Verstandes vordringend, ist jedes Häppchen für sich einzigartig.


Im Rahmen der laufenden Geburtstagsparty könnt ihr Euch auch hier ein weiteres Los für die Endauslosung sichern. Hinterlasst einen netten Kommentar und schon seid ihr dabei.

Ein weiteres Los erhaltet ihr über den heutigen Blogtourpost zur Covergestaltung von "Mordsdelikatessen, klickt hier

Was gibt es zu gewinnen ?





1. Preis:     ein Print „Mordsdelikatessen“
2. Preis:     eine Mordstasse
3. Preis:     ein Schmucklesezeichen




Zusatzgewinn

und in der FB-Veranstaltung zur Geburtstagsparty Mordsdelikatessen
könnt ihr außerdem noch eines der 2 Mordsdelikatessen-Notizbücher gewinnen !!!







Sichert Euch noch weitere Lose! Wie das funktioniert?

Schaut einfach bei all unseren Beiträgen vorbei und kommentiert fleißig.




Teilnahmebedingungen:

Das Gewinnspiel startet am 06.01.2017 und endet am 15.01.2017 um 12.00 Uhr.
Folgende Preise werden verlost:
1. Preis: ein Print „Mordsdelikatessen“
2. Preis: eine Mordstasse
3. Preis: ein Schmucklesezeichen
Die Teilnahme erfolgt durch Kommentieren auf den Blogs. Jeder Teilnehmer kann pro Blogbeitrag einmal im Lostopf landen. Die Gewinner werden am 15.01.2017 ausgelost und auf den Blogs und auf Facebook bekanntgegeben.
Wer sich aktiv an der Facebook-Veranstaltung beteiligt, hat außerdem die Chance, eins von zwei Notizbüchern zu gewinnen.
Teilnehmen können Personen ab 18 Jahren oder mit Erlaubnis der Erziehungsberechtigten.
Die Preise werden nur innerhalb Deutschlands, nach Österreich oder in die Schweiz versendet. Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen. Eine Barauszahlung der Preise ist nicht möglich.
Die Teilnehmer erklären sich damit einverstanden, dass die Adresse im Gewinnfall an die Autorin übersendet und man als Gewinner öffentlich genannt werden darf. Alle Daten werden ausschließlich für die Durchführung des Gewinnspiels erhoben und verarbeitet. Sie werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben.
Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook.

**Blogtour** „Geburtstagsparty – Mordsdelikatessen“ von Bianca Heidelberg & Björn Sünder – Tag 6



Willkommen zu unserer Geburtstagsparty zu "Mordsdelikatessen - 25 Krimihäppchen". Nehmt Platz und macht es Euch gemütlich. Heute ist bereits der sechste Tag unserer Geburtstagspartytour und die Feier geht weiter.

Das Cover eines Buches beeinflusst die Kaufentscheidung potentieller Leser zu mindestens 50 %, wenn nicht sogar mehr. Der erste Eindruck ist entscheidend und hinter jedem Cover steckt auch eine Geschichte. Nicht immer erschließt sich uns diese auf den ersten Blick und oft lernen wir die Hintergründe für die Covergestaltung nie kennen.

Bianca war so lieb, mich hinter die Kulissen blicken zu lassen und mir die Geschichte zur endgültigen Buchgestaltung erzählt.

Das Cover wurde von Alexander Kopainski erstellt, der im Web gern „Covergott“ genannt wird und den Deutschen Phantastikpreis 2016 - Bester Grafiker gewonnen hat.

Alexander hat uns gebeten, ihm ein paar zentrale Elemente der Anthologie zu nennen. Aus diesen hat er dann das Cover entworfen.

Der Hintergrund ist eine Tischplatte, auf der verschiedene Zettelchen liegen. Auf den Zetteln sind Elemente aus der Anthologie abgebildet.

Elemente des Covers und ihr Bezug zur Anthologie:


Vorderseite:




· Taschenuhr
Wer die Kurzgeschichten kennt, weiß sofort, dass es sich hier um die zeigerlose Taschenuhr aus Björns Geschichte „Eine Uhr ohne Zeiger“ handelt.

· Brücke
In Biancas „Brücke in die Freiheit“ geht es nicht um eine echte Brücke, aber genau diese „Brücke im übertragenen Sinn“ soll hier angedeutet werden.

· Spinnennetz
Auch wieder kein echtes Spinnennetz, aber ein unsichtbares Netz, das sich in Björn „Das Netz“ um den Protagonisten zuzieht.


Rückseite:



· Grabstein
Natürlich endet jede unserer Geschichten für irgendjemanden auf dem Friedhof, aber so leicht ist das nun doch nicht. ;)
Der Grabstein steht für einen Friedhof, und der spielt gleich in mehreren Geschichten eine Rolle: In Biancas „Das Grab meiner Kindheit“ ist er Dreh- und Angelpunkt, in Björns „Gottes Mühlen“ ist er Schauplatz des Geschehens und Björns Geschichte „Das Netz“ endet auf dem Friedhof.

· Tür
Björns „Das andere Ich“ und Biancas „Späte Rache“ beginnen beide mit einer mysteriösen Tür, die plötzlich mitten im Raum steht und die Neugier ihres Entdeckers weckt. Was sich dahinter verbirgt, ist so unterschiedlich wie die beiden Autoren.


Ich hoffe, Ihr findet diese Ausführungen genauso spannend wie ich.

Neben all den Informationen gibt es natürlich auch tolle Preise für Euch zu gewinnen.


Heute habt Ihr gleich vier Mal die Möglichkeit ein Los zu ergattern. 

Antwortet unter diesem Post auf die Gewinnspielfrage, kommentiert via Facebook in der Veranstaltung und hinterlast einen Kommentar unter der Rezension (wird im Laufe des Tages auf dem Blog ) veröffentlicht. Abends gibt es auch noch einmal den Link zu meinem Beitrag aus der Blogtour vom vergangenen Jahr. Alle neuen Kommentare unter dem Beitrag werden gezählt.


Doch was gibt es zu gewinnen ?





1. Preis:     ein Print „Mordsdelikatessen“
2. Preis:     eine Mordstasse
3. Preis:     ein Schmucklesezeichen




Zusatzgewinn

und in der FB-Veranstaltung zur Geburtstagsparty Mordsdelikatessen
könnt ihr außerdem noch eines der 2 Mordsdelikatessen-Notizbücher gewinnen !!!







Sichert Euch weitere Lose! Wie das funktioniert?

Schaut einfach bei all unseren Beiträgen vorbei und kommentiert fleißig.


Doch nun zur heutigen Gewinnspielfrage.

Wie gefällt Euch das Cover zu „Mordsdelikatessen“ - würdet Ihr daran etwas ändern?


Ich bin auf Eure Antworten sehr gespannt!




Teilnahmebedingungen:
Das Gewinnspiel startet am 06.01.2017 und endet am 15.01.2017 um 12.00 Uhr.
Folgende Preise werden verlost:
1. Preis: ein Print „Mordsdelikatessen“
2. Preis: eine Mordstasse
3. Preis: ein Schmucklesezeichen
Die Teilnahme erfolgt durch Kommentieren auf den Blogs. Jeder Teilnehmer kann pro Blogbeitrag einmal im Lostopf landen. Die Gewinner werden am 15.01.2017 ausgelost und auf den Blogs und auf Facebook bekanntgegeben.
Wer sich aktiv an der Facebook-Veranstaltung beteiligt, hat außerdem die Chance, eins von zwei Notizbüchern zu gewinnen.
Teilnehmen können Personen ab 18 Jahren oder mit Erlaubnis der Erziehungsberechtigten.
Die Preise werden nur innerhalb Deutschlands, nach Österreich oder in die Schweiz versendet. Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen. Eine Barauszahlung der Preise ist nicht möglich.
Die Teilnehmer erklären sich damit einverstanden, dass die Adresse im Gewinnfall an die Autorin übersendet und man als Gewinner öffentlich genannt werden darf. Alle Daten werden ausschließlich für die Durchführung des Gewinnspiels erhoben und verarbeitet. Sie werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben.
Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook.

Montag, 9. Januar 2017

Rezension "Dear Sister - Schattenjagd" Teil 2 von Maya Shepherd - CreateSpace



  • Taschenbuch: 368 Seiten
    Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform (19. Oktober 2014)
    Sprache: Deutsch
    ISBN-10: 1522823492
    ISBN-13: 978-1522823490
    D: 10,99 Euro





Inhalt:


  • Seitdem ihre Schwester zurück ist, herrscht in Winters Leben das pure Chaos. Zuhause dreht sich alles nur noch um Eliza. Ihre große Liebe Lucas hat sie verlassen und selbst ihre beste Freundin Dairine wendet sich von ihr ab. Ihr einziger Verbündeter ist durch ihre Schuld gestorben. In Winter wächst die Wut auf ihre Schwester und kommt schließlich zum Ausbruch. Eliza versucht derweil sich einen Platz in ihrem neuen Leben zu erkämpfen. Sie muss nicht nur gegen magische Kräfte, sondern vor allem gegen Eifersucht und Intrigen ankommen. Doch am meisten trifft sie die unbändige Wut ihrer eigenen Schwester. Werden sie sich jemals vertragen können? Oder steckt hinter Winters Rachegelüsten etwa der tote Schattenwandler Liam?
    Quelle: Amazon


  • Die Autorin:


  • Maya Shepherd wurde 1988 in Stuttgart geboren. Zusammen mit Mann, Tochter und Hund lebt sie mittlerweile im Rheinland und träumt von einem eigenen Schreibzimmer mit Wänden voller Bücher.
    Seit 2014 lebt sie ihren ganz persönlichen Traum und widmet sich hauptberuflich dem Erfinden von fremden Welten und Charakteren.

    Im August 2015 gewann Maya Shepherd mit ihrem Roman "Märchenhaft erwählt" den Lovely Selfie Award 2015 von Blogg dein Buch.

    Über ihren Alltag berichtet Maya Shepherd mit Witz und Charme in ihrem Webblog www.mayashepherd.blogspot.de

    Facebook: www.facebook.com/MayaShepherdAutor
    Twitter: MayaShepherd
    Instagram: maya.shepherd
    Quelle: Amazon


  • Rezension:

Zum Glück lag nach dem gemeinen Cliffhanger am Ende von "Schattenerwachen" Band 2 bereits bereit und ich konnte direkt weiter in die Welt der Schattenwandler vordringen.


Vorsicht, Suchtgefahr!

"Schattenjagd" schließt direkt an Teil 1 an und schnell wird klar, dass sich mit dem Tod von Liam sehr viel im Leben aller Beteiligten verändert hat. Ich gebe zu, mir hat Liams Part irgendwie gefehlt. Er war für mich so eine Art Farbtupfer, der im zweiten Teil keinen Ersatz gefunden hat.

Während Eliza versucht, ihr Leben neu zu ordnen und noch einmal einen Anfang zu wagen, entgleitet dieses Winter immer mehr. Doch dadurch lernen wir Aiden kennen, der mich tief berührt und fasziniert hat. Er entwickelt sich für Winter und Mona zu einem wahren Freund.
Auch Mona rückt nun näher in den Focus. Noch immer sehr verschüchtert und ängstlich, gelingt es ihr dennoch sich in bestimmten Situationen zu behaupten und aus sich heraus zu gehen.

Gegenüber Eliza durchlebt man als Leser ein Wechselbad der Gefühle. Im Laufe der Geschichte entdeckt man viele liebenswerte Seiten an ihr, deren Eindruck sie dann allerdings mit ihren unbedachten, oft egoistisch unreifen Handlungen wieder zerstört.
Durch die Perspektivwechsel in der Ich-Erzählung zwischen Eliza, Winter und Mona verändert sich der Blickwinkel auf die verschiedenen Situationen und man ist sich am Ende seiner eigenen Gefühle gar nicht mehr so sicher.

Nur mit Lucas konnte ich mich immer weniger anfreunden. Er ist zwar für die Mädchen da, wenn sie ihn wirklich brauchen, zeigt dann aber wiederum absolut kein Rückgrat. Er ist das Symbol für Verlässlichkeit und doch erscheint er mir biegsam wie ein Ast im Wind.

Wie weit würdet ihr für einen geliebten Menschen gehen?

War Liams Tod noch eine Art Notwehr, mehr Unfall als Absicht, so verändert sich nun die Situation.
Die Wendungen im Laufe der Handlung haben mich gerade hier immer wieder überrascht.

Mitreißend und spannend erleben wir noch dramatischer das Aufeinanderprallen extrem unterschiedlicher Charaktere. Abgründe treten zu Tage und lassen uns kalte Schauer über den Rücken laufen. Obwohl mit jeder Menge Fantasie und Magie gemixt, finden sich in den Handlungssträngen viele Parallelen zur Realität. Gerade dieser besondere Mix hielt mich beim Lesen in Atem.

Auch dieser Band endet so, dass ich am liebsten sofort das nächste Buch zur Hand genommen hätte.