Montag, 17. Dezember 2018

Rezension "Ein kleines Wunder würde reichen" von Penny Joelson - FISCHER FJB

Nach §2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diesen Beitrag als Werbung




Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: FISCHER FJB; Auflage: 1 (23. Mai 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3841440231
ISBN-13: 978-3841440235
D: 16,99 Euro






Inhalt:


»Ich kann mich nicht bewegen, und ich kann nicht sprechen. So ist es schon mein Leben lang. Manche Leute reden über mich, als sei ich gar nicht da. Das hasse ich. Andere weihen mich in ihre Geheimnisse ein…«

Jemma kennt ein schreckliches Geheimnis: In ihrer Nachbarschaft ist ein Mord passiert, und sie weiß, wer es getan hat. Denn die Leute erzählen ihr Dinge, weil Jemma nichts weitersagen kann. Sie ist vollständig gelähmt und kann sich weder bewegen noch sprechen. Aber Jemma entgeht nichts. Als sie mit dem furchtbaren Geheimnis konfrontiert wird, ist sie völlig hilflos. Jemma weiß, dass ihr nur ein kleines Wunder helfen kann. Und sie ist fest entschlossen, alles für dieses Wunder zu tun.
Quelle: Amazon



Die Autorin:


Penny Joelson hat im Alter von sechzehn Jahren begonnen, mit schwerbehinderten Kindern und Jugendlichen zu arbeiten. In »Ein kleines Wunder würde reichen« hat sie viele ihrer Erfahrungen einfließen lassen. Sie lebt mit ihrer Familie in Hertfordshire und gibt Kurse für Kreatives Schreiben am City Lit College in London, wenn sie nicht gerade selbst schreibt.
Quelle: Amazon



Rezension:


Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie sich Jemma ein Leben lang fühlen musste. Gefangen im eigenen Körper, mit einer Intelligenz, die sie auch kleine Details und Schwingungen in ihrem Umfeld genau erfassen lässt, aber beraubt, jeglicher Möglichkeit einer Kommunikation mit der Außenwelt. Alle Gedanken und Gespräche finden nur in Jemmas Kopf statt. Stellt Euch vor, ihr wärt in allem, wirklich allem, auf andere Menschen angewiesen. Ihr wärt abhängig von der Beobachtungsgabe und der Empathie anderer. Interaktionen sind unmöglich.

Jemma hat das Glück, in einer Pflegefamilie aufzuwachsen, die sie liebt, so wie sie ist, aber keine Möglichkeit, eigene Entscheidungen zu treffen.

Menschen wir Jemmas Pflegeeltern muss man einfach bewundern. In Ihrem Haushalt leben noch zwei weitere Kinder, die mit psychischen Problemen zu kämpfen haben. Dennoch werden alle geliebt und die beiden gehen zum Teil über die eigenen Kraftreserven hinaus, um ihnen ein relativ normales Familienleben bieten zu können. Etwas, wozu die leiblichen Eltern nicht bereit oder in der Lage dazu waren. Die Struktur und Lebenssituationen innerhalb dieser Familienkonstruktion werden eindringlich und ohne Pathetik erzählt, was mich sehr beeindruckte.

Allein die Grundsituation, in der sich Jemma befindet, weckte mein Interesse. Ich war gespannt, wie die Autorin die Geschichte umsetzt. Die Konflikte und Probleme, die sich durch Jemmas Krankheit ergeben sowie die neuen medizinischen Möglichkeiten, die ihr eine Kommunikation mit der Außenwelt ermöglichen könnten, scheinen wirklich gut recherchiert. Die Umsetzung gefiel mir sehr gut. Dieser Erzählstrang wirkte authentisch und berührend. Man hofft und bangt, dass eine neue Möglichkeit der medizinischen Forschung die Lösung bringt und es Jemma ermöglicht, mit anderen Menschen Kontakt aufzunehmen und sich mitzuteilen.

Jemma ist frustriert über ihr Schicksal und fragt sich auch: „Warum ich? Was ist ein derartiges Leben wert?“ Aber da ist dieser unbändige Lebenswille. Es gibt so Vieles, wofür es sich zu leben lohnt. Sie gibt nicht auf und kämpft. Ihre Freude darüber, zeigen zu können, was sie kann, Gefühle auszudrücken, Wünsche zu äußern. Wie klein diese Dinge, wie normal sie uns erscheinen, so groß und wichtig sind sie für Jemma. 
Ihr, wenn auch fiktives Schicksal, hat mich lange beschäftigt. Jemma steht für andere Kinder und Erwachsene, für die dieses Leben Realität ist und ich hoffe, die Wissenschaft findet Wege, ihnen zu helfen und weitere Möglichkeiten der Kommunikation zu schaffen.

Auf der anderen Seite schweben das Geheimnis, welches Jemma erfahren hat und ihre Sorge um die verschwundene Sarah wie eine unheilvolle Wolke über ihr. Dieser Part rückt allerdings eher in den Hintergrund und dient für mich nur dazu, den Spannungsbogen immer wieder hochzuhalten. Die Auflösung erfolgt dann auch entsprechend simpel und ist sehr von Zufällen geprägt. Dieser Teil konnte mich am Schluss nicht wirklich überzeugen, ist aber aufgrund der vorherigen Handlung zu verzeihen.

Im Nachhinein wünscht man sich als Leser weitere ins Detail gehende Ausführungen. Dies ist aber so nicht möglich, da die Geschichte ausufern und sich sicher auch vom Jugendbuch weit entfernen würde. So können bestimmte Thematiken einfach nur angerissen werden, die eigentlich viel komplexer sind. Dadurch entstehen Fragen, die die Autorin nicht beantwortet. Eigentlich schade, aber es hätte den Rahmen des Buches gesprengt.

Penny Joelsen zeigt uns, dass in vielen Menschen mehr steckt, als man auf den ersten Blick erkennt und wir uns einfach einmal die Zeit nehmen sollten, hinter die Fassade zu blicken. Vielleicht hilft dieses Buch auch Berührungsängste abzubauen. Es macht Mut und gibt Hoffnung.

Die Autorin geht sehr sensibel mit ihren Protagonisten um. Dabei ist nichts Sentimentales in ihrem Erzählstil. Es geht hier nicht darum, Mitleid zu erregen. Nein, sie zeigt, wie viel Kraft und auch seelische Stärke ihrer Heldin innewohnt. Sie vermittelt Respekt vor Jemma und jedem, der mit dieser Krankheit leben muss.

Samstag, 15. Dezember 2018

Rezension "Peter Pan" von J. M. Barrie - Hörspiel von Der Audio Verlag

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Audio CD
Verlag: Der Audio Verlag (26. Oktober 2018)
Sprache: Deutsch
Hörspiel mit Andreas Fröhlich, Paula Fritz und Kilian Land
2 CDs | ca. 1 h 22 min
ISBN-10: 3742404725
ISBN-13: 978-3742404725
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 8 - 10 Jahre
D: 12,99 Euro




Inhalt:


Der Klassiker »Peter Pan« von James Matthew Barrie als märchenhafte WDR-Hörspiel-Inszenierung bei Der Audio Verlag

Mit Peter Pans Besuch im Schlafzimmer von Wendy, John und Michael Darlings verändert sich nicht nur das Leben der drei überraschten Kinder, sondern die internationale Literaturgeschichte. Obwohl inzwischen über 100 Jahre alt, ist Peter Pan bis heute nicht erwachsen geworden – einer der zahlreichen Gründe dafür, dass die Nimmerland-Geschichten von James Matthew Barrie immer noch Groß und Klein verzaubern. Hörspiel-Autor Karlheinz Koinegg erweckt den unvergesslichen Klassiker in dieser aufwendigen WDR-Hörspiel-Inszenierung auf kongeniale Weise zum Leben. So garantiert das bei DAV auf 2 CDs erhältliche Hörbuch »Peter Pan« Spannung und Spaß für die ganze Familie.
Reist mit Peter Pan nach Nimmerland!

Unglaublich: Peter Pans Schatten hat sich selbstständig gemacht und versteckt sich ausgerechnet im Schlafzimmer von Wendy, John und Michael Darling. Umso mehr freut sich der Junge, der nie erwachsen wird, als er seinen Schatten nicht nur wieder einfangen kann, sondern zugleich drei wunderbare Freunde in den Darling-Kindern findet. Gemeinsam mit Fee Glöckchen nimmt er die drei mit ins zauberhafte Nimmerland, dem Zuhause der verlorenen Jungs. Dort leben Meerjungfrauen und Indianer – und Peters Erzfeind Kapitän Hook mit seiner Piratenbande. Gemeinsam stürzen sich die Kinder, Peter Pan und die verlorenen Jungs ins große Abenteuer.
»Peter Pan« von James Matthew Barrie – ein Hörbuch so fantastisch wie Feenstaub

Ein Flug durch die Lüfte, ein Hauch von Feenstaub, ein Kampf auf dem Piratenschiff – das WDR-Hörspiel »Peter Pan« aus der Feder von Karlheinz Koinegg lässt mit hochkarätigen Sprechern, einer fesselnden Geräuschkulisse und wundervoller Musik den unvergesslichen Klassiker von James Matthew Barrie hautnah miterleben. Ein Hörbuch zum Gemeinsam- und Immer-wieder-Hören für alle Hörspielfans, die mit Glöckchen nach Nimmerland fliegen möchten.
Quelle: Der Audio Verlag




Sprecher:


Andreas Fröhlich, geboren 1965, spricht Bob Andrews in der Kultserie »Die drei ???«. Er leiht u.a. Ethan Hawke und Edward Norton seine Stimme. Für seine Arbeiten als Sprecher wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. bekam er Gold- und Platinschallplatten. Zudem hält er den Guinness-Weltrekord für das größte Live-Hörspiel. 2016 erhielt er zusammen mit dem »Die Drei ???«-Ensemble den erstmals vergebenen Sonderpreis des Deutschen Hörbuchpreises für herausragende Leistungen im Hörbuchgenre.
Quelle: Der Audio Verlag



Rezension:

Nach Nimmerland könnte ich immer reisen, doch gerade zur Weihnachtszeit macht es doppelt so viel Spaß. Gehören doch Wunder und Märchen besonders in diese Jahreszeit. Im Jetzt und Hier erscheint so viel möglich und manchmal werden Träume wahr...

Im Oktober erschien bei Der Audio Verlag ein neues Hörspiel mit den Abenteuern von Peter Pan, Wendy, Tinkerbell und natürlich den Verlorenen Jungs. Was lag da näher, als mich nach Nimmerland entführen zu lassen.

Ich kenne die Geschichte und doch schlägt die Fantasie Purzelbäume, sobald ich mit Peter Pan nach Nimmerland reise. Vielleicht wünsche ich mir ja auch manchmal, nie erwachsen zu werden. Im Herzen sind wir es eigentlich auch nicht. Oder?

Kapitän Hook, der Bösewicht, dem man eigentlich nie wirklich böse sein kann. Ich freue mich, ihm zu begegnen, Ja wirklich. Mir tut er jedes Mal leid. Dabei ist es schon witzig, wenn er vor dem "Tick Tack"-Krokodil reiß aus nimmt. Wendy die Vernünftige. Peter Pan, der durch sie seiner Welt entwächst und Tinkerbell, die mit ihrer Liebe zu Peter immer da sein wird. Sie gehören zu meiner Kindheit und sind in unserem Hause immer willkommen.
Jedes Kind sollte einmal mit Peter Pan und den Verlorenen Jungs durch die Wälder steifen und ausgedachtes Essen verschlingen dürfen. 
Der Audio Verlag konnte keine bessere Mannschaft für dieses Hörspiel einsetzen. Die Stimmen passen perfekt und es ist einfach ein Genuss, ihnen zu folgen. Sie schaffen es, den Film im Kopf anlaufen zu lassen.

Nach dem wundervollen Hörspiel habe ich jetzt unheimlich Lust, mir die Verfilmung mit Robin Williams anzuschauen. Mein kleiner Sohn ist immer wieder fasziniert von dem langen Kuss zwischen Peter und Wendy.

Ich mache mich dann mal auf die Suche nach den Verlorenen Jungs, sie brauchen unbedingt eine neue Geschichte zum Lauschen. Ihr wisst ja dann, wo ihr mich findet!


Donnerstag, 13. Dezember 2018

Rezension "Meine beste Bitch" (Die Bücher mit dem blauen Band) von Nataly Elisabeth Savina - Fischer KJB

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Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
Verlag: FISCHER KJB; Auflage: 1 (26. September 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 9783737341394
ISBN-13: 978-3737341394
ASIN: 3737341397
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
D: 16,00 Euro





Inhalt:


„Manchmal schaffen es Menschen, einen anzuziehen wie ein schwarzes Loch.“

Faina hat das Abi hinter sich. Endlich weg aus der miefigen Kleinstadt, fort von der analytischen Psychiaterin-Mutter, die alles zu durchschauen scheint. Endlich nach Berlin, wo alles so flatterhaft, kirschsaft-flirty und funky-glitzernd ist. Das Studium an der Kunsthochschule kann warten. Faina stürzt sich in die Großstadt: Freiheit, Nachtleben, Kultur und hemmungslose Liebe. Denn da ist Julian. Der angehende Performancekünstler, der so aufregend anders ist, mit dem alles so intensiv ist, dem Faina verfällt. Sie ist wie in Trance. Und dann der Schock: Julian verliebt sich in ihre beste Freundin Nike und verrät ihre Verbindung. Rasend vor Wut und Enttäuschung verwüstet Faina Julians Wohnung und tilgt die beiden wichtigsten Menschen aus ihrem Leben. Doch dann geschieht ein Unfall, der ihre Beziehung unter neue Vorzeichen stellt.

Nataly Savina ist ein außergewöhnlicher, bild- und sprachgewaltiger, moderner Entwicklungsroman gelungen, der eine junge Frau auf der Suche nach ihrem wirklichen Ich begleitet. Besonders, berührend, mitreißend, echt.
Quelle: Amazon


Die Autorin:


Nataly Elisabeth Savina wurde in Riga geboren und ist in Finnland und Deutschland aufgewachsen. Nach ihrem Diplom in Kulturwissenschaften und dem darauffolgenden Drehbuchstudium an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin gelang ihr mit dem Jugendroman "Herbstattacke" ("Besten 7 Bücher für junge Leser") der erfolgreiche Einstieg als Romanautorin. Darauf folgte der mit dem Peter Härtling Preis ausgezeichnete Roman "Love Alice" (ebenfalls "Besten 7 Bücher für junge Leser"). Nataly Savina lebt mit ihrer Familie in Berlin.
Quelle: Amazon




Rezension:



Ich empfinde es ja eigentlich viel zu früh, mit 16,17 oder 18 entscheiden zu müssen, was man im Leben einmal werden möchte. Wusstet Ihr mit Bestimmtheit, welchen Weg ihr einschlagen wolltet? Gut, ich hatte meine Vorstellungen und bin diesen Weg auch gegangen. Bei mir haben gesellschaftliche Veränderungen diesen Weg wenig später verbaut und ich musste eine neue Richtung einschlagen. Die richtigen Entscheidungen habe ich dann irgendwie schon getroffen, wäre im Nachhinein allerdings viel lieber einen anderen Weg gegangen. Könnte ich heute mit den bestehenden Erfahrungen und meinem Wissen noch einmal wählen, würde ich zum Beispiel eine andere Ausbildung angehen, beruflich etwas völlig anderes machen wollen. Gut, könnte ich vielleicht sogar heute noch, ließe sich mein Wunschstudium mit den Örtlichkeiten und vor allem meiner Familie vereinbaren.

Faina steht genau an dem Punkt, an dem Sie sich für eine Zukunftsrichtung entscheiden muss. Doch was ist richtig, was falsch?
Da ist Achim. Nur ein Freund oder doch mehr? Achim, der Fels in der Brandung, immer da, um sie zu halten. 

Nike, die so anders ist und sich bereits hinaus in die Welt gemacht hat, das Leben genießt. Nike, die ihre Arme ausbreitet, das Leben willkommen heißt und selten an ein Morgen denkt. Nike, die Intelligente, die es weit bringen könnte. Nike und Faina. Beste Freundinnen und doch wie Feuer und Wasser.

Als Faina dann auch noch Julian und seiner Schwester begegnet, stürzt ihr Leben ins Chaos.

Es ist ein Suchen und Finden, ein steiniger Weg, auf dem wir Faina folgen. Die Geschichte ist bunt, chaotisch, manchmal verstörend und skurril. Faina ist keine Heldin, die es dem Leser leicht macht, sie zu mögen. Von Angststörungen geplagt, mit einem eher depressiven Blick in die Zukunft. Aber Faina entwickelt sich, bis sie ihr Leben eines Tages selbst in die Hand nehmen kann, sich nicht weiter treiben oder von anderen lenken lässt. Am Ende ist sie die starke Persönlichkeit in der Gruppe.

Es geht um junge Menschen, die sich ausprobieren, ihre Grenzen erkunden und am Ende zu sich selbst finden. Mal verrückt, dann wieder ernst oder melancholisch, erleben wir eine Bandbreite an Gefühlen und Lebensphilosophien. Es gibt hier keine Klischees und dieses Buch ist definitiv anders, als alle bisherigen Jugendbücher, die ich gelesen habe. Es gibt keine Schublade, in die ich „Meine beste Bitch“ stecken könnte. Dafür ist die Geschichte zu komplex in der Thematik. So verrückt wie manche Szenen anmuten, so authentisch schafft es Nataly Elisabeth Savina uns die Ereignisse nahe zu bringen.

Dieses Buch ist schräg und steckt voller Lebenslust. „Meine beste Bitch“ ist eine außergewöhnliche, anspruchsvolle Geschichte, auf die man sich einlassen muss, um mitgerissen zu werden. Eine ganz besondere Leseerfahrung.




Dienstag, 11. Dezember 2018

Rezension "Sommerdunkle Tage" von Alice Kuipers - FISCHER KJB

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Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
Verlag: FISCHER KJB; Auflage: 1 (22. August 2018)
Sprache: Deutsch
übersetzt von Angelika Eisold Viebig
ISBN-10: 9783737341295
ISBN-13: 978-3737341295
ASIN: 373734129X
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
D: 14,00 Euro





Inhalt:


Eine wiedererwachte Freundschaft, ein dunkles Geheimnis und eine verhängnisvolle Liebe

Wie aus dem Nichts taucht Ivy nach drei Jahren wieder auf. Ivy, die so ist, wie Callie gerne sein möchte: selbstbewusst, unbekümmert, immer im Mittelpunkt. Plötzlich sind sie wieder beste Freundinnen, und mit Callies Kumpel Kurt verbringen sie zu dritt zwei Sommerwochen voller Bootstouren, Partys und Spaß. Doch unter der Oberfläche brodelt es. Kann Callie Ivy wirklich vertrauen? Welches Geheimnis trägt sie mit sich herum?

»Kuipers ist eine Meisterin der Manipulation, die ihre Leser kunstvoll täuscht. Sommerdunkle Tage ist ein brillanter Roman mit einem unvorhersehbaren Twist, der die Leser atemlos zurücklässt.« ―National Reading Campaign
Quelle. Amazon



Die Autorin:


Alice Kuipers wurde 1979 in London geboren, studierte in Manchester und lebt heute mit ihren Kindern und ihrem Mann, dem Schriftsteller Yann Martel, in Saskatoon in Kanada. Sie hat Kurzgeschichten in Literaturzeitschriften und als Radioproduktionen sowie fünf Romane veröffentlicht, darunter den mehrfach ausgezeichneten Roman »Sehen wir uns morgen?«, der in über 30 Ländern erschien und zu einem internationalen Bestseller wurde.
Quelle: Amazon



Rezension:


„Sommerdunkle Tage“ – der Titel verrät es schon. Über einen wundervollen, vielversprechenden Sommer ziehen dunkle Wolken auf. Die Geschichte zeigt uns, wie zerbrechlich Glück sein kann.

Alles beginnt so verheißungsvoll. Ivy ist wieder da. Lebenslustig, übermütig und unvorhersehbar. Callies beste Freundin, die vor ein paar Jahren plötzlich und ohne ein Wort des Abschieds wegzog, ist wieder da. Die Jahre scheinen ausradiert…

Dabei beginnt das Buch hier gar nicht, sondern kurz vor Schluss und als Leser weiß man von Anfang an, es wird etwas Schreckliches passieren…

Die beiden ehemals besten Freundinnen treffen zu einer Zeit aufeinander, als sich bei Callie das Leben vollkommen zu verändern scheint. Sie ist 16 und ihre Mutter hat noch einmal ein Baby bekommen. Plötzlich steht eine andere Person als Callie im Mittelpunkt des Familienlebens. Und dann ist da noch Kurt. Ihre Gefühle geraten aus dem Lot und sie ist sich nicht sicher, wie tief die Empfindungen für Kurt wirklich gehen.

Ivy dagegen scheint attraktiv und selbstbewusst, doch hinter der glitzernden Fassade brodelt es. Das Mädchen leidet unter dem unsteten Leben, das sie mit ihrer alkoholkranken Mutter führt.

Im Buch wechseln stetig die Perspektiven und wir erleben die vorangegangenen zwei Wochen, die einen glücklichen Sommer einläuten sollten, vor allem aus Callies sowie aus Ivys Sicht. Die Autorin versteht es gekonnt, stetig zu überraschen und unvorhersehbare Wendungen halten den Leser bis zum Schluss gefangen. 

Es sind die Unsicherheiten, mit denen Heranwachsende zu kämpfen haben, die hier deutlich hervorstechen. Wir blicken hinter die Fassaden und erleben besonders bei Ivy, dass nicht immer alles so glänzend ist, wie andere es uns glauben machen wollen.

Aber auch die Nebencharaktere hat die Autorin gut ausgearbeitet und Callie mit Rebecca eine starke Persönlichkeit an die Seite gestellt. Sie lässt sich nicht so leicht beeindrucken und blickt tiefer, als ihre Altersgenossen. Dabei bleibt sie als rettender Anker allerdings eher im Hintergrund.

Mir haben die Idee und Umsetzung sehr gut gefallen. Am Ende wartet Alice Kuipers noch mit einem überraschenden Einschub auf, woraufhin das Buch noch eine ganze Weile in meinem Kopf herumspukte.


Auslosung des Gewinnspiels zum 5. Bloggeburtatag

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Ich möchte mich für all die lieben Worte zu meinem 5. Bloggeburtstag bedanken. Das muntert auf und gibt vor allem neuen Antrieb. Dankeschön!

Doch ich wolle ja Euch liebe Leser und Freunde beschenken. Besonders für ein Buch mochten viele in den Lostopf hüpfen. Ich hätte es allen gegönnt, aber ich kann es leider nur an eine glückliche Gewinnerin schicken. Die Glückslose hat dieses Mal mein Jüngster aus dem Topf gefischt. Ich mach es auch ganz kurz.

Gewonnen haben:

"Die Schwestern vom Ku´damm - Jahre des Aufbaus" von Brigitte Riebe

Verena Julia

 "Zehntausend Augen" von Klaus Seibel

Katja


"Himmelstiefe" von Daphne Unruh


Lagoona


"Geschlamperte Verhältnisse" von Felicitas Gruber

Cindy Roth


"Kim Novak badete nie im See von Genezareth" von Hakan Nesser
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Für dieses Buch gibt es leider keinen Losgewinner.
 Liebe Alex Richter, liebe Yvonne von Buchbahnhof, falls ihr doch gern diesem Buch ein Zuhause geben möchtet, meldet Euch einfach bei mir. Ich habe noch genau zwei Exemplare, von denen ich Euch jeweils eines zuschicken könnte. 

Bitte sendet mir Eure Anschriften zu, damit sich die Bücher direkt auf den Weg machen können. 

Ich wünsche allen eine schöne Weihnachtszeit!


Sonntag, 9. Dezember 2018

Rezension mit Gewinnspiel zu "Kasper, Sky und der grüne Bär" von Marlies Slegers und Kaspersky Lab

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Inhalt:

Der neunjährige Kasper und seine Freundin Sky spielen regelmäßig Spiele im Internet. Aber wie können sie sicherstellen, dass sie online sicher unterwegs sind?
In dieser spannenden Geschichte bekommt Kasper von seinem Opa einen grünen Bär: Kuma. Aber was ist bloß mit diesem Stofftier los? Warum läuft Kuma manchmal rot an, wenn Kasper online ist? In dieser Geschichte nehmen Kasper, Sky und der grüne Bär Kinder im Alter von sechs bis neun mit auf eine Reise in die digitale Welt. Es ist das erste von vielen Abenteuern, das Kindern den sicheren Umgang mit dem Internet beibringt.

Kasper, Sky und der grüne Bär ist eine gemeinsame Publikation von Marlies Slegers und Kaspersky Lab, die Kinder im Alter von sechs bis neun mit auf eine Reise nimmt, um die digitale Welt sicher zu erkunden.

Quelle: Kaspersky Lab



Rezension:

Vor einer Weile wurde ich auf eine tolle Aktion aufmerksam, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, auf Online-Gefahren für Kinder hinzuweisen und Lösungen anzubieten. Kaspersky Lab hat mir ein wunderbares Paket zur Verfügung gestellt, wie ihr auf dem oberen Bild sehen könnt. Vielen Dank hierfür.

Wir verbringen immer mehr Zeit im Internet und auch der Gebrauch des PCs bei unseren Kindern hat sich in den vergangenen Jahren verändert. Wir als Familie sind da keine Ausnahme. Die Kinder kommen immer früher mit dem Internet in Kontakt. Schon die Kleineren können sich über ihre Nintendos miteinander verbinden oder über WLAN in die YouTube-Kanäle gelangen. Anfangs ist es nur ein Musikvideo, das angeschaut und gehört wird. Doch rasch steigt die Neugier und man erkundet weitere Möglichkeiten im Cyberraum. Die Älteren spielen wie unser kleiner Held im Buch gemeinsam Onlinespiele
Aber auch der WhatsApp-Chat ist ein fast unvermeidliches Muss, um im Klassenverband nicht ins Abseits zu geraten. Als rasche Kommunikationsquelle ist so eine WhatsApp-Verbindung auch nicht schlecht. Leider ist die Nutzung aber auch so einfach und schnell, dass die Kinder verleitet werden, ständig auf dem Telefon Nachrichten zu versenden. Dies kann rasch in Belästigung ausarten. Wenn jemand dann nicht mehr reagiert, kann es noch gemeiner werden. Den Kindern ist dabei oft gar nicht bewusst, was sie gerade tun. Die Kinder müssen lernen sorgsam mit dem PC, den Handys bzw. dem Internet allgemein umzugehen. 
Mittlerweile gehören Smartphones zum Beispiel so sehr zu unserem Alltag, dass wir über deren Gebrauch oder die damit für Kinder verbundenen Gefahren nicht mehr nachdenken. Das Handy an jemand anderen weiterzugeben, der dann hierüber eigene Nachrichten verschickt, kann schief gehen. Wir hatten diese Situation erst vor kurzem. 


Das Buch der Autorin Marlies Slegers in Kooperation mit Kaspersky Lab hat mit "Kasper, Sky und der grüne Bär" ein informatives und unterhaltsames Kinderbuch veröffentlicht. Auf kindliche Art, wird den Kindern gezeigt, wo Gefahren drohen, wie man diese umgehen kann und auch, dass es Dinge gibt, über die man sprechen muss. An einer einfachen Alltagssituation wird gezeigt, wie man sich schützt und auch gegen Mobbing wehrt. Prima fand ich, dass die Autorin anspricht, dass Computerspiele nicht nur einsam und allein zu Hause gespielt werden können. Man auch zu zweit gemeinsam Zeit verbringen, sich unterstützen kann und es wesentlich mehr Spaß macht, sich direkt zu unterhalten, als nur zu chatten.

Nachfolgend eine Checkliste für mehr Sicherheit für Kinder im Internet von Kaspersky Lab (Quelle).


Wann ein Kind den ersten eigenen Computer bekommen beziehungsweise die ersten Schritt im World Wide Web machen sollte, ist und bleibt eine Grundsatzfrage. Vor Gefahren aus dem World Wide Web
zu warnen und für möglicherweise verstörende Inhalte zu sensibilisieren, ist hingegen in jedem Alter
die Grundlage zum Erlernen einer soliden Medienkompetenz. Der IT-Sicherheitsexperte Kaspersky
Lab gibt fünf Top-Tipps zum Schutz von Kids im Netz.

1. Über problematische Inhalte im Netz sprechen
Eltern sollten bereits im Vorfeld eine offene und verständnisvolle Kommunikation etablieren und dem
Nachwuchs signalisieren, dass er immer Fragen stellen und ohne Scheu oder Angst vor Strafe um
Hilfe bitten kann. Gerade für kleinere Kinder im Alter von 6 bis 9 Jahren bietet sich ein spielerischer
Ansatz an – beispielsweise über das Buch „Kasper, Sky und der grüne Bär“ [1] und das dazugehörige
Vorlesevideo.

2. Klare Regeln vereinbaren

Kinder mit grundlegenden Sicherheitsregeln im Internet vertraut machen: Dazu gehört, dass
persönliche Daten – etwa komplette Namen, Post- und Emailadressen, Telefonnummer oder private
Fotos – nicht gepostet oder in einer anderen Form weitergegeben werden dürfen. Auch das
eigenmächtige Herunterladen von Softwaresollte Tabu sein. Außerdem gilt es, auch die tägliche
Nutzungsdauer klar zu umreißen. Ein zwischen Eltern und Kindern vereinbarter Nutzungsvertrag kann dabei helfen, Regeln zur Internetnutzung klar festzulegen.

3. Sich mit Kindern regelmäßig über ihr Leben im Netz austauschen

So wie Eltern im realen Leben mit ihren Kindern über deren Aktivitäten und Freunde sprechen, sollte
auch der Austausch im Hinblick auf die digitale Welt stattfinden. Kindern muss bewusst gemacht
werden, auch im virtuellen Raum – etwa in Chats oder sozialen Netzwerken – wie in der natürlichen
Welt, nicht mit Fremden zu sprechen oder sich gar mit ihnen zu treffen.

4. Schutzsoftware als technologische Ergänzung für umfassenden Schutz nutzen

Zudem empfiehlt es sich, geeignete Cybersicherheits-Software zu nutzen. In der Kaspersky Security
Cloud [2] ist beispielsweise ein Modul zur Kindersicherung integriert. Mit diesem können Eltern ihre
Kinder vor Online-Bedrohungen schützen und Webseiten oder Apps mit unangemessenen Inhalten
blockieren. Darüber hinaus gibt es die eigenständige und in der Basisversion kostenlose Lösung
Kaspersky Safe Kids [3].

5. Gefährlichem Konsumverhalten vorbeugen, Suchtpotenzial erkennen

Seit diesem Jahr wird die Internetsucht erstmals als offizielle Krankheit anerkannt. Dennoch sollte die
Internetnutzung von Kindern nicht bereits bei kleinen Verfehlungen vorschnell dramatisiert werden.
Vielmehr ist grundsätzlich darauf zu achten, ob es dem eigenen Kind zunehmend schwerer fällt,
vereinbarte Zeiten einzuhalten, um – sollte dem so sein – entsprechend reagieren zu können.


Das Buch steht zum kostenlosen Download als PDF auf der Website

https://kas.pr/kinderbuch-de zur Verfügung. 

Außerdem gibt es dort die gesprochene Geschichte zum Anhören mit allen Illustrationen als
Vorlesevideo.

Infos & praktische Tipps für Eltern, Video- und Computerspiele bewerten, das Online-Gefährdungsrisiko richtig einschätzen, sichere Smartphones für Schulkinder auswählen –
diese und weitere Themen bieten wir zusammen mit Tipps und Empfehlungen auf : 



Gewinnspiel:


Eigentlich gibt es das Buch nur in der E-Book-Version bzw. als Download. 

In meinem Blogger-Paket befanden sich neben meinem Buchexemplar drei weitere Printbücher, die ich verlosen darf. Diese kann man so nicht kaufen. Eines der Bücher hat seinen Weg schon zu neuen Besitzern gefunden, wo es hoffentlich gute Arbeit leisten wird.


Ich verlose daher zwei Prints zu "Kasper, Sky und der grüne Bär" unter denjenigen, die mir in einem Kommentar eine der nachfolgenden Fragen beantworten:

Wie schützt Ihr eure Kinder vor den Gefahren im Internet? 
Hattet Ihr schon einmal Probleme mit euren Kindern im Umgang mit dem Internet und wenn ja, wie habt Ihr diese gelöst?

Das Gewinnspiel läuft bis zum 16.12.2018 um 23.59 Uhr. Danach lose ich aus, so dass die Bücher hoffentlich noch vor Weihnachten bei Euch eintreffen.



Teilnahmebedingungen:
• Wer darf teilnehmen? Minderjährige nur mit schriftlicher Erlaubnis der Eltern, nur Teilnehmer aus Deutschland. Teilnehmer aus dem Ausland sind ebenfalls zugelassen, sofern diese das Porto selbst tragen.
• Der Gewinner wird ausgelost und stimmt durch die Teilnahme zu, namentlich auf dem Blog genannt zu werden.
• Die Aktion beginnt am 09.12.2018 und endet am 16.12.2018 um 23:59 Uhr.
• Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
• Eure Daten werden ausschließlich für das Gewinnspiel und den Versand benutzt und danach gelöscht.
• Eine Haftung für den Versand ist ausgeschlossen.
• keine Barauszahlung möglich

• Meldet sich der Gewinner nicht innerhalb von 7 Tagen, wird neu ausgelost.


Freitag, 7. Dezember 2018

Rezension "Lautlose Schreie" Ein Mara-Billinsky-Thriller (Ein Fall für Mara Billinsky 2) von Leo Born - beTHRILLED by Bastei Entertainment

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Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1641 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 399 Seiten
Verlag: beTHRILLED by Bastei Entertainment (1. April 2018)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B079DQMSR9
D: 7,99 Euro






Inhalt:


Was ist der Preis für ein Leben?

An einem eiskalten Morgen auf einem Feld nahe Frankfurt macht die Polizei eine grausame Entdeckung: Die Leichen von sieben Kindern. Und die Opfer müssen vor ihrem Tod ein furchtbares Martyrium durchgemacht haben. Darauf deuten frische Operationsnarben an ihren Körpern hin. Mara Billinsky ist zutiefst erschüttert - und zugleich fest entschlossen. Sie will den Täter um jeden Preis fassen. Dabei verärgert sie mit ihren eigenwilligen Ermittlungsmethoden und ihrer sturen Art nicht nur ihren Chef - sondern auch den neuen Staatsanwalt. Doch die "Krähe", wie Mara von ihren Kollegen genannt wird, bleibt hartnäckig und kommt so einem Verbrechen auf die Spur, dessen Ausmaße sie fassungslos machen ...

Bewegend, erschreckend und unglaublich spannend - Mara Billinsky ermittelt wieder!
Quelle: Amazon



Der Autor:


Leo Born ist das Pseudonym eines deutschen Krimi- und Thriller-Autors, der bereits zahlreiche Bücher veröffentlicht hat. Der Autor lebt mit seiner Familie in Frankfurt am Main. Dort ermittelt auch – auf recht unkonventionelle Weise - seine Kommissarin Mara Billinsky.
Quelle: Amazon


Rezension:


Mit Mara Billinsky hat Leo Born eine sehr eigenwillige und schillernde Persönlichkeit erschaffen, die auch für die Randgeschichten ein unerschöpfliches Potential bietet. Mit ihrem Gothic Stil sticht sie hervor und wird von den Kollegen nur „Krähe“ genannt. Mittlerweile schwingt bei diesem Namen aber eher Respekt mit, als dass er abwertend genutzt wird. Mara ist oft unkonventionell, aber auch kompromisslos und hartnäckig. Ihr Partner, Jan Rosen, bietet da den perfekten Gegenpart. Ruhig und besonnen rückt er die Ereignisse wieder in die richtigen Bahnen.

Die realistischen Schilderungen verursachen Gänsehaut und geben diesem Thriller den passenden Auftrieb. Die Dimensionen, die dieser neue Fall annimmt, sind erschreckend und zeigen, was Geldgier alles bewirken kann. Wie skrupellos eine Organmafia vorgeht und wie leicht Menschen die eigenen Ideale für Geld über Bord werfen. Gerade Taten, die sich gegen Kinder richten, gehen unter die Haut.
Die Reihenfortsetzung ermöglicht den Einstig und das Verständnis der Zusammenhänge auch ohne Kenntnis des ersten Falls von Mara Bilinsky. 
Dieser Thriller ist vielschichtig und spannend aufgebaut. Die Täter sind nicht nur eindimensional gezeichnet. Sie weisen ein breites Spektrum an Eigenschaften auf, so dass man nicht jeden grundsätzlich verdammen möchte, sich manchmal sogar Verständnis für einzelne Personen entwickelt.

Bei allen Ausführungen geht Leo Born nur soweit in die Tiefe, wie notwendig und überlässt seinen Lesern genügend Spielraum, um die eigene Vorstellungskraft arbeiten zu lassen. Es ist das Unausgesprochene in diesem Buch, das bei mir Gänsehaut verursachte. Trotz all meiner gedanklichen Verknüpfungen, hat mich der Autor bis zum Ende im Unklaren über den bzw. die Täter gelassen. Selbst nach der Aufklärung bleiben genügend Punkte im Dunkeln, um das Gedankenkarusell weiter laufen zu lassen.

Wer mich kennt weiß, dass ich nicht so die begeisterte eBook-Leserin bin. Doch hier konnte ich nicht widerstehen und kann nur sagen, Leo Born hat mich von Anfang an mitgerissen. So konnte ich das Lesen auf dem Reader genießen und merkte gar nicht, wie rasch ich auch schon am Ende angelangt war.