Montag, 6. November 2017

Rezension "Wundervogel" von Mike Revell - FISCHER Sauerländer

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Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
Verlag: FISCHER Sauerländer; Auflage: 1 (27. April 2017)
Sprache: Deutsch

übersetzt von Katharina Orgaß
ISBN-10: 3737353743
ISBN-13: 978-3737353748
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 10 Jahren
Originaltitel: Stonebird
D: 14,99 Euro





Inhalt:


Liams Familie zieht nach Swanbury, in das Haus seiner Großmutter. Dass dem Ort etwas Magisches anhaftet, merkt Liam schnell. Denn hier begegnet er Wundervogel, der geflügelten Steinfigur vom Dach der Kirche. Wundervogel entpuppt sich als Beschützer und Bewacher über Liams neues Leben, in dem er noch nicht richtig angekommen ist. Und er scheint dem Jungen unerklärliche Mächte zu verleihen. Mit Wundervogels Hilfe kann Liam Dinge geschehen lassen, die vorher nur in seiner Phantasie möglich waren. Als Liam schließlich das alte Tagebuch seiner Großmutter in die Hände fällt, stellt er fest: Auch Großmutter hat Wundervogel gekannt – und er scheint gleichzeitig der Schlüssel zu einem großen Geheimnis zu sein, das sie hütet ...
Eine faszinierende Geschichte über die Kraft des Unerklärlichen und die Macht der Phantasie.
›Ein wirklich besonderes Debüt, reich an Herz, Hoffnung und der Kraft des Erzählens.‹ Bookseller
Quelle: Amazon




Der Autor:


Mike Revell studierte Kreatives Schreiben in Essex, England und arbeitet als Sportjournalist. Er lebt mit seiner Freundin und seinem Hund in der Nähe von Cambridge, England. ›Wundervogel‹ ist sein erstes Kinderbuch.
Quelle: Amazon




Rezension:


Dieses Buch verarbeitet viel von unseren Kinderträumen und -ängsten. Träume, Geschichten und sein "Wundervogel" sind für Liam der einzige Halt in seiner langsam auseinander fallenden Welt. Der Junge muss mit vielen Veränderungen und Zurückweisungen auf einmal zurechtkommen. Nach einem Umzug musste er alle Freunde und die gewohnte Umgebung hinter sich lassen. Neben Anfeindungen in der Schule und dem Gefühl des Alleinseins, sind es vor allem die familiären Probleme, die Liam zu überrollen drohen.

Liams Großmutter leidet an Demenz und die Momente, in denen sie ihrem alten Ich gleicht, werden immer weniger. Die Mutter des Jungen leidet unter dieser Situation und ist den Kindern keine Stütze bei der Verarbeitung ihrer Gefühle. Diese Geschichte zeigt, dass auch Erwachsene bestimmten Situationen hilflos gegenüber stehen.
Über die Tagebucheinträge der Großmutter, kommt Liam dieser wieder ein Stückchen näher und lernt sie mit anderen Augen zu sehen. Es ist eine Annäherung, die Spuren in seinem Herzen hinterlassen und ihm Kraft geben wird.

Wundervogel, der Gargoyle, ist für mich hier eher eine Art Sinnbild für Geheimnisse, Kraft, Hoffnung und Träume. Er ist ein Wunscherfüller und dabei ein kraftvoller Beschützer. 
Ob Wundervogel wirklich in der Kirche existiert oder rein der Fantasie eines traurigen einsamen Jungen entstanden ist, muss jeder Leser für sich entscheiden. Allein der Gedanke an seinen Beistand, hilft Liam über schwere Stunden hinweg. 

Mike Revell vermischt in diesem Buch Fantasie und Realität gekonnt zu einer ans Herz gehenden Geschichte. Intensiv und sensibel schildert der Autor das Seelenleben seiner Protagonisten. Es war eigentlich keine Figur dabei, die ich nicht früher oder später in mein Herz schließen konnte.

Wunder passieren immer wieder und manchmal kann der Glaube Berge versetzten. Genau das zeigt uns der Autor mit "Wundervogel". Vielleicht sind nicht alle Begebenheiten logisch korrekt, doch den Glauben an Wunder und die Hoffnung sollte man nie verlieren. Wir schöpfen ungeahnte Kräfte aus unseren Träumen und das sollte man nie vergessen.


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