Dienstag, 19. Juni 2018

Rezension "Das ganze Kind hat so viele Fehler: Die Geschichte einer Entscheidung aus Liebe" von Sandra Schulz - Rowohlt Verlag

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Broschiert: 240 Seiten
Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag; Auflage: 2 (18. August 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3499632217
ISBN-13: 978-3499632211
D: 14,99 Euro







Inhalt:


Zerbrechen wir an dem Wissen, das wir uns gewünscht haben?

Sandra Schulz ist in der 13. Woche schwanger, als sie nach einer Blutuntersuchung einen gefürchteten Satz hört: «Ich habe leider kein komplett unauffälliges Ergebnis für Sie», sagt ihr die Ärztin. «Ein Schicksalsschlag», sagt ihre Familie. Sandra Schulz denkt: Redet nicht so über mein Kind! Sie kämpft um ihre ungeborene Tochter, doch heimlich nennt sie das Wunschkind, das plötzlich keines mehr ist, eine «halbe Sache» und fragt sich, ob sie ein behindertes Kind lieben können wird.

Offen, ehrlich, emotional und berührend lässt Sandra Schulz den Leser an einer Schwangerschaft teilhaben, die alles andere als unkompliziert ist.
Quelle: Amazon




Die Autorin:


Sandra Schulz, Jahrgang 1975, aufgewachsen in China, studierte Politikwissenschaft in Freiburg und Berlin und berichtete als freie Journalistin aus Japan. Ausbildung an der Berliner Journalistenschule, danach Autorin bei mare, Zeitschrift der Meere, und seit 2008 Redakteurin beim Spiegel, für den sie mehrere Jahre aus Asien berichtet hat. Ausgezeichnet wurde sie unter anderem mit dem Helmut-Stegmann-Preis und dem Axel-Springer-Preis.
Quelle: Amazon



Rezension:


Wenn wir über unsere Zukunft nachdenken, stehen eine Familie gründen und Kinder bei den meisten an oberster Stelle. Welche Idealvorstellungen, Wünsche und Erwartungen setzen wir selbst dabei bzw. die Gesellschaft? Was passiert, wenn diese in ihrer Realisierung dann so gar nicht in das Bild unseres Lebens passen?

Lange Zeit, eigentlich seit ich mit unserer ältesten Tochter schwanger war, konnte ich Bücher wie "Das ganze Kind hat so viele Fehler" nicht lesen. Sie haben mich emotional einfach zu sehr belastet. Dabei verlief meine erste Schwangerschaft wie ein Traum. Die zweite dagegen war ein Auf und Ab in der emotionalen Achterbahn. Unsere Maus litt an einer ungeklärten Unterversorgung und war zu klein. Ich zählte damals bereits zur Risikogruppe der Schwangeren. Dennoch lies ich keine der möglichen Sonderuntersuchungen durchführen. Die brachte mir teils böse Blicke und ablehnendes Verhalten der Praxisschwestern ein. Ich wusste, ich hätte eine eventuell anstehende Entscheidung nicht fällen können. Dafür bibberte ich lieber von Ultraschall zu Ultraschall.
Tiffany kam zwar drei Wochen zu früh, mit 46 cm und gerade einmal 1.999 Gramm zur Welt, war aber kerngesund und eine kleine Kämpferin. Nach zehn Tagen durften wir gemeinsam nach Hause und unser Familienglück genießen. Noch heute ist sie für ihr Alter zu klein, aber der Sturkopf, der ihr während der Schwangerschaft und in den ersten Lebenstagen geholfen hat, ist ihr noch heute eigen. Die Ängste blieben und begleiteten mich während meiner dritten Schwangerschaft, die recht unproblematisch verlief. Auch dieses Mal verzichtete ich auf Extrauntersuchungen.

Viele meiner damaligen Gefühle kamen beim Lesen wieder auf. Ich konnte Sandras Gedankengänge sehr gut nachvollziehen. Wieder stand die Frage im Hintergrund: "Was hätte ich getan?". Und wieder hatte ich keine eindeutige Antwort parat. Dennoch hätte ich wahrscheinlich in aller Endkonsequenz wie die Autorin gehandelt.

Kinder sind wie Überraschungstüten, die man immer wieder öffnen kann und zeitlebens neue Dinge in ihnen entdecken wird.

Es ist ein ehrliches, offenes Buch. Sandra Schulz nimmt uns mit auf eine Achterbahnfahrt ihrer Gefühlswelt. Ängste, Sorgen, Wut, Hoffnung und Liebe spiegeln sich in ihren Sätzen wieder. Ablehnung und Liebe können wir gleichermaßen spüren, wie Unsicherheit, Hoffnung und Ohnmacht. Manchmal ist sie am Ende ihrer Kräften, dann wieder voller Lebensmut und Zukunftsplänen.
Sie konfrontiert uns mit vielen Fragen, die jeder für sich selbst beantworten muss. 

Das Leben mit einem behinderten Kind ist nie einfach, muss man zusätzlich noch um das Leben des kleinen Wesens bangen, kann einen die Last schier erdrücken. Nicht immer bekommen Eltern die Hilfe, die sie in derartigen Situationen dringend benötigen. Es heißt, sich durchbeißen, nie aufgeben und nach Lösungen und Wegen suchen. 

Susanne Schulz und ihr Mann waren hartnäckig, sie glaubten an ihr Kind und lieben es so, wie es ist. Kleine Schritte bedeuten mehr als große und kleine Gesten können das Herz erwärmen.
Sie betrachten die Welt auf eine ganz neue Art und Weise. Wir sehen, wieviel Kraft in uns stecken kann, aber auch, dass unsere Gesellschaft noch immer nicht die Toleranz oder Akzeptanz zeigt, die sich viele wünschen. 

Das Buch eröffnet uns allerdings auch viele positive Seiten des Lebens, die Eltern mit einem behinderten Kind erleben dürfen, gibt anderen Eltern Hoffnung und zeigt uns, was wir alles bewegen können. Ich wünsche der Autorin und ihrer Familie alles Glück der Welt mit ihrem besonderen Sonnenschein. 

Sonntag, 17. Juni 2018

Rezension "66 Bücher, von denen alle sagen, dass du sie gelesen haben musst." von Alexandra Fischer-Hunold - FISCHER KJB

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Taschenbuch: 336 Seiten
Verlag: FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch; Auflage: 1 (22. Juni 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3733502795
ISBN-13: 978-3733502799
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
D: 12,99 Euro





Inhalt:


Ein Lehrer/Dozent: »Die Werke von Thomas Mann haben Sie ja sicher alle gelesen.«
Ich sage: »Oh ja, natürlich, schon zweimal!«
Ich denke: »Oh mein Gott nein, ich weiß nicht mal im Entferntesten worum es geht!«

Der Ausweg aus dieser Misere: Ein Buch, in dem 66 Bücher zusammengefasst werden! Klingt unmöglich? Ist es aber nicht. Wieso hat der junge Werther noch mal gelitten? Und warum sind die Buddenbrooks pleite gegangen? Diese und noch viel mehr Fragen beantwortet die Literaturwissenschaftlerin Alexandra Fischer-Hunold gleichermaßen amüsant wie fundiert. Ob Abenteuer, Unterhaltung, Drama, Krimi oder Fantasy – endlich kannst du mitreden, wenn es um Romane geht, von denen alle behaupten, dass du sie kennen musst.

Alexandra Fischer-Hunold hat Germanistik und Anglistik studiert, sie weiß also wovon sie spricht. Die Texte sind absolut hieb- und stichfest, dabei aber kurzweilig und lustig. Das unterhält und macht Lust auf mehr!

Folgende Bücher kennst du dann, obwohl du sie nicht wirklich ganz gelesen hast:

»Zwei Fremde im Zug« von Patricia Highsmith
»Brennerova« von Wolf Haas
»Ein Skandal in Böhmen« von Sir Arthur Conan Doyle
»Der Name der Rose« von Umberto Eco
»Rebecca« von Daphne du Maurier
»Das Parfum« von Patrick Süskind
»Alibi« von Agatha Christie
»Das Fass Amontillado« von Edgar Allan Poe
»Der Richter und sein Henker« von Friedrich Dürrenmatt
»Fliehe weit und schnell« von Fred Vargas
»Brennen muss Salem« von Stephen King
»Wiedersehen mit Brideshead« von Evelyn Waugh
»Gute Geister« von Kathryn Stockett
»Sunset« von Klaus Modick
»Der Herr der Ringe« von J. R. R. Tolkien
»Ein fliehendes Pferd« von Martin Walser
»Schloss Gripsholm« von Kurt Tucholsky
»Effi Briest« von Theodor Fontane
»Vom Geist der Gesetze« von Georg M. Oswald
»Unterleuten« von Juli Zeh
»Mephisto« von Klaus Mann
»Am kürzeren Ende der Sonnenallee« von Thomas Brussig
»Professor Unrat« von Heinrich Mann
»Große Erwartungen« von Charles Dickens
»Frühstück bei Tiffany« von Truman Capote
»Was vom Tage übrigblieb« von Kazuo Ishiguro
»Der Graf von Monte Christo« von Alexandre Dumas dem Älteren
»Frankenstein« von Mary Shelley
»Die Schatzinsel« von Robert Louis Stevenson
»Reise um die Erde in 80 Tagen« von Jules Verne
»Robinson Crusoe« von Daniel Defoe
»Dracula« von Bram Stoker
»Der Seewolf« von Jack London
»Small World« von Martin Suter
»Buddenbrooks« von Thomas Mann
»Die Verwandlung« von Franz Kafka
»Homo faber« von Max Frisch
»Die Geschwister Oppermann« von Lion Feuchtwanger
»Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran« von Eric-Emmanuel Schmitt
»Jenseits von Eden« von John Steinbeck
»Im Westen nichts Neues« von Erich Maria Remarque
»Der menschliche Makel« von Philip Roth
»Schachnovelle« von Stefan Zweig
»Die verlorene Ehre der Katharina Blum« von Heinrich Böll
»Das siebte Kreuz« von Anna Seghers
»Der Vorleser« von Bernhard Schlink
»Vom Winde verweht« von Margaret Mitchell
»Schweigeminute« von Siegfried Lenz
»Anna Karenina« von Lew Tolstoi
»Gut gegen Nordwind« von Daniel Glattauer
»Die Kameliendame« von Alexandre Dumas dem
Jüngeren
»Alberta empfängt einen Liebhaber« von Birgit Vanderbeke
»Lolita« von Vladimir Nabokov
»Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins« von Milan Kundera
»Jane Eyre« von Charlotte Brontë
»Verstand und Gefühl« von Jane Austen
»Die Leiden des jungen Werther« von Johann Wolfgang von Goethe
»Der Fänger im Roggen« von J. D. Salinger
»Das Bildnis des Dorian Gray« von Oscar Wilde
»Wer die Nachtigall stört« von Harper Lee
»Zimmer mit Aussicht« von E. M. Forster
»Der große Gatsby« von F. Scott Fitzgerald
»Per Anhalter durch die Galaxis« von Douglas Adams
»Paris, ein Fest fürs Leben« von Ernest Hemingway
»Fegefeuer der Eitelkeiten« von Tom Wolfe
»Das war ich nicht« von Kristof Magnusson
Quelle: Fischer Verlage



Die Autorin:


Alexandra Fischer-Hunold absolvierte erst eine Banklehre, bevor sie Anglistik und Germanistik studierte. Danach arbeitete sie im Lektorat eines Reiseführerverlages, um dann endlich das zu machen, was sie schon immer wollte: Kinder- und Jugendbücher schreiben.
Quelle: Amazon





Rezension:


Jetzt mal ehrlich. Wer von Euch hat all die Bücher, die zur Weltliteratur, Allgemeinbildung oder Eurer Wunschliste gehören, wirklich gelesen? Ich glaube, niemand kann da zweifelsfrei mit "Ja" antworten. Um wirklich alle Bücher, die allgemein als wichtig oder empfehlenswert angesehen werden lesen zu können, reicht unsere Lebenszeit nicht aus. Bedenkt immer, jedes Jahr kommen weitere wunderbare literarische Werke hinzu und auch diese stehen irgendwann auf den Listen. 

Allerdings möchten wir ja sehr gern mitreden können, im Dschungel der Literaturbegeisterten. Wer mag schon zugeben, sich nie an "Anna Karenina" herangetraut zu haben. Oder unsere Jugendlichen. Alexandra Fischer-Hunold richtet sich hier auch ganz gezielt an unsere Kinder ab einem Alter von 14 Jahren. Schließlich dürfen Schüler mittlerweile selbst mitbestimmen, welche Bücher im Schulunterricht gemeinsam gelesen und besprochen werden. Doch nach welchen Kriterien wählen sie dann aus? 

Der Aufbau und das Cover des Buches sind recht modern und sprechen eher junge Leser an. Es ist jedoch für alle Altersklassen prima geeignet. Mich hat der Titel zum Lesen verführt. Das Cover selbst trifft nicht wirklich meinen Geschmack. Aber das empfindet zum Glück jeder anders.
Für jedes Werk gibt es eine kurze Begründung, warum man gerade dieses Buch Lesen sollte, eine Zusammenfassung des Inhaltes, Informationen zum jeweiligen Autor sowie interessante Hintergrundinformationen. Zusätzlich erhält man eine recht detaillierte Handlungsbeschreibung unter der Rubrik Spoileralarm. So kann jeder Leser für sich entscheiden, wieviel möchte ich von Inhalt konkret erfahren oder nehme ich doch das Buch lieber selbst in die Hand. 

Vielleicht schafft es Alexandra Fischer-Hunold mit ihrem Werk, die Familiengespräche in ganz neue Regionen zu lenken. Ich könnte mir vorstellen, dass so neben der Literatur auch viele schon längst in Vergessenheit geratene Anekdoten zu neuem Leben erwachen und auf diese Art Familiengeschichten bzw. Erlebnisse von Eltern oder Großeltern erhalten bleiben.

Die Sprache der Autorin ist kurzweilig und witzig. Dieses Nachschlagewerk ist eine frische, moderne Form, um Jugendliche an Literatur heran zu führen. 
"66 Bücher, von denen alle sagen, dass du sie gelesen haben musst." ist kein Ersatz für das Erlebnis, eines der Bücher wirklich in seiner Komplexität gelesen zu haben. Aber es schafft hoffentlich den Anreiz, auch einmal ein Buch in die Hand zu nehmen, das allein durch seinen Bekanntheitsgrad oder literarische Einstufung abschreckend wirkt. 



Dienstag, 12. Juni 2018

Auslosung zu unserer Blogtour "Spreewaldrache"

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Ich hoffe, Euch hat unsere Blogtour genauso viel Spaß gemacht wie uns und Ihr konntet einige neue Informationen zum Buch, der Autorin, aber auch über den Spreewald sammeln.

Sicher wartet Ihr schon ganz gespannt, welche Namen unsere Losfee gezogen hat. Ich mache es daher auch ganz kurz. Marie hat für uns ausgelost und die glücklichen Gewinner ermittelt.


1. Preis Daniela Latzel

2. Preis Daniela Schiebeck

3. Preis Karin Felme


Damit Euch die Gewinne auch erreichen, meldet Euch bitte bei Marie mit Eurer Anschrift unter Mail: Marie.Lanfermann@live.de
Herzlichen Glückwunsch! Alle anderen, nicht traurig sein, es folgt sicher bald ein neues Gewinnspiel.

Für alle, die noch immer unentschlossen sind, ob das Buch etwas für sie wäre - meine Rezension zum Buch findet ihr hier.


Rezension "Spreewaldrache" von Christiane Dieckerhoff - Ullstein Verlag

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Taschenbuch: 304 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch (6. April 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548289517
ISBN-13: 978-3548289519
D: 10,00 Euro







Inhalt:


Tödliche Fehde im Spreewald

Ein junger Mann wird blutüberströmt auf einer kleinen Spreewald-Insel gefunden. Er überlebt nur knapp. Kurz darauf finden Anwohner einen toten Obdachlosen in einer Datsche. Kriminalobermeisterin Klaudia Wagner steht vor einem Rätsel. Die beiden Männer kannten sich nicht, trotzdem hängen die beiden Fälle offenbar zusammen. Ihre Nachforschungen bringen Erstaunliches zutage: Eine alte Fehde zwischen den Fährleuten von Lübbenau führte schon zwanzig Jahre zuvor zu einem tödlichen Unfall. Oder war es Mord? Klaudia Wagner ermittelt unter Hochdruck, denn der Streit zwischen den Kahnführer-Familien ist neu entfacht und fordert weitere Opfer ...

Liebe, Verrat, Mord: Auch im Spreewald tun sich menschliche Abgründe auf
Quelle: Amazon




Die Autorin:


Christiane Dieckerhoff, Jahrgang 1960, machte zunächst eine Berufsausbildung zur Kinderkrankenschwester, ist Mutter zweier erwachsener Kinder und lebt in Datteln. Sie schreibt vor allem aktuelle und historische Krimis.
Quelle: Amazon




Rezension:


Es ist der dritte Fall rund um Kriminalobermeisterin Klaudia Wagner. Jedoch lässt sich das Buch auch ohne Vorkenntnisse der ersten beiden Teile prima lesen.

Der Einstieg ist Christiane Dieckerhoff perfekt gelungen. Der Prolog entführt uns zu einem kurzen, aber heftigen Ereignis in der Vergangenheit. Sofort ist die detektivische Neugierde geweckt und als Leser möchte man unbedingt herausfinden, was damals geschah. 

Auch in der Gegenwart geschieht Merkwürdiges und ein Mord schreckt die Einwohner der Gegend auf. Bald stellt sich die Frage, was haben die aktuellen Vorkommnisse mit der Vergangenheit zu tun? 

Alte Liebe, jahrzehntelang gehütete Geheimnisse, Rivalitäten und zerbrochene Träume treffen aufeinander. Eine explosive Mischung liegt in der Luft. Umrahmt wird die Handlung von der malerischen Landschaft des Spreewaldes. Authentische Charaktere und bildhafte Beschreibungen der Handlungsorte schaffen eine geheimnisvolle und spannende Atmosphäre.

Auch wenn man schon frühzeitig passende Vermutungen anstellen kann und sich manche Theorie alsbald bestätigt, bleiben genügend Fragen im Dunkeln, um den Spannungsbogen zu halten. "Spreewaldrache" verspricht Krimifans gute Unterhaltung. 



Samstag, 9. Juni 2018

Blogtour "Spreewaldrache" - Spreewälder Wassersport

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Hallo ihr Lieben. Noch einmal legt unsere Blogtour einen Halt auf Zwiebelchens Plauderecke ein.
"Spreewaldrache" von Christiane Dieckerhoff aus dem Ullstein Verlag, ist ja, wie man rein vom Titel her schon ersehen kann, an der Spree angesiedelt. 


Die Spree ist auch ein beliebtes Gewässer für Wassersportfreunde. Sie ist ein Ort der Entspannung und Erholung. Über 1000 Kilometer lassen sich über die Wasserstraße der Spree befahren.
Um die einzigartige Naturlandschaft des Spreewaldes zu erkunden, kann man sich an vielen Stellen Paddelboote, Kajaks oder Kanadier ausleihen. Geführte Touren oder Entdeckungsfahrten auf eigene Faust sind möglich.

Ein Muss ist eigentlich immer eine Fahrt mit dem Spreewaldkahn. Diese Art der Fortbewegung gehört einer langen Tradition an und es ist wirkliche ein absolut tolles Erlebnis.  Nur so lässt sich die einzigartige Natur ringsherum bestaunen.
Mittlerweile werden Thementouren wie die Sagentour, eine romantische Wellnesstour oder die Lügenkahntour angeboten. Auch Schleusenfahrten, Hochwaldtouren oder eine Kernfahrt durch die Streusiedlung erfreuen sich großer Beliebtheit.

Mit der Zeit haben sich gerade im Kanusport neue Betätigungsfelder eröffnet. Vom Kanurennsport über Kanutouristik, Drachenboot, Kanupolo, Parakanau  bis hin zum Kanumarathon kann man auf der Spree ein breit gefächertes Sportprogramm ausleben.

Relativ neu ist das Standuppaddeling - Paddeln im Stehen. Dieses avanciert gerade zu einem regelrechten Trendsport an der Spree. Wer sich traut, bekommt noch einmal einen ganz neuen Blick auf seine Umgebung. Ein wenig Übung und Mut gehören allerdings schon dazu.


Gewinnspiel:


Und nun seid ihr wieder an der Reihe, denn auch heute könnt ihr Euch ein Los für unser  Gewinnspiel zur Blogtour sichern.
Um in den Lostopf zu hüpfen, beantwortet mir einfach die folgende Frage: 
Habt ihr schon einmal eine Wassersportart ausgeübt? Wenn nicht, was würdet Ihr gern einmal ausprobieren?
Die Auslosung und Bekanntgabe der Gewinner erfolgt am 12. Juni 2018 
Ich drücke euch ganz fest die Daumen.

Welche Gewinne warten auf Euch?


Buch Spreewaldrache von Christiane Dieckerhoff

Erster Preis: Spreewaldtrio – Chiligurken, Leinöl, Spreewaldrache (signiert) 
Zweiter Preis: Spreewaldduo – Salz-Dill-Gurken und Spreewaldrache (signiert) 
Dritter Preis: Spreewaldsolo: Spreewaldrache (signiert) 



Die Teilnahmebedingungen für dieses Gewinnspiel findet ihr bei Redaktionsbüro Lanfermann
Der Versand erfolgt über Christiane Diekerhoff und Spreewald-Praesente


Unser Blogtourfahrplan

  • 4. Juni – 6.30 Uhr: Buchvorstellung bei Carmen
  • 4. Juni – 18 Uhr: Die Protagonisten bei Juliane
  • 5. Juni – 6.30 Uhr: Die Autorin bei  Sabrina
  • 5. Juni – 18 Uhr: Orte bei Juliane
  • 6. Juni – 6.30 Uhr: Interview bei Christine
  • 6. Juni – 18 Uhr: Familienfehden bei Rena
  • 7. Juni – 6.30 Uhr: Depressionen bei Rena
  • 7. Juni – 18 Uhr: Die Reihe bei Marie
  • 8. Juni – 6.30 Uhr: Spreewald-Kultur bei Marie
  • 8. Juni – 18 Uhr: Teambuilding bei Anja
  • 9. Juni – 6.30 Uhr: Spreewälder Wassersport bei Anja
  • 9. Juni – 18 Uhr: Rezepte bei Carmen
  • 10. Juni – 6.30 Uhr: Der Spreewald als Urlaubsziel bei Sabrina
  • 10. Juni – 18 Uhr: Ein Ausblick bei Christine
  • 12. Juni – ganztägig: Auslosung und Bekanntgabe der Gewinner auf allen Blogs

Freitag, 8. Juni 2018

Blogtour "Spreewaldrache" - Teambuilding

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Hallo ihr Lieben. Heute stoppt unsere Blogtour bei mir uns es dreht sich alles um Teambuilding.
Dies ist auch ein wichtiges Thema in "Spreewaldrache" von Christiane Dieckerhoff.


Doch was bedeutet Teambuilding eigentlich?

Ganz einfach ausgedrückt, ist es die Zusammenstellung eines Teams. 
Hierbei gilt es zu beachten, dass sich die einzelnen Teammitglieder ergänzen und gut zusammenpassen. Dies bezieht sich auf Ebenen wie den Charakter, aber auch die berufliche Qualifikation. Sie sollten gemeinsam alle Bereiche für den angestrebten Tätigkeitsbereich abdecken.


Wofür ist Teambuildung gut?

Teambuilding ist schon lange kein Geheimfaktor für den Unternehmenserfolg mehr.
Das so erreichte Wir-Gefühl schafft einen stärkeren Zusammenhalt. Die gemeinsamen Ziele sind leichter erreichbar. Jeder Einzelne bekommt die notwendige Unterstützung bei der Entwicklung neuer Ideen. Fortschritte sind rascher erkennbar und der Wissensstand angehoben. Dadurch wird die innere Zufriedenheit der Mitarbeiter erhöht und die Fluktuation am Arbeitsplatz minimiert. 

Im Laufe unterschiedlicher Projekte können sich immer wieder Prioritäten verschieben. Kleinere Machtkämpfe und Konflikte werden durch stetige Analysen und Auswertungen sowie Gesprächsrunden zeitnah erkannt und gelöst. Wichtig ist ein harmonisches Miteinander aller Teammitglieder, sowie auch deren soziale Kompetenzen. Sie müssen sich mit den gesteckten Zielen und dem Unternehmen identifizieren, um Erfolge erreichen zu können.
Ein funktionierendes Team ist ein wichtiger Baustein für den Unternehmenserfolg.



Gewinnspiel:


Und nun seid ihr an der Reihe, denn es gibt auch ein Gewinnspiel zur Blogtour.
Um in den Lostopf zu hüpfen, beantwortet mir einfach die folgende Frage: 
Welche Eigenschaft gehört für Euch zu einem guten Teamplayer.
Die Auslosung und Bekanntgabe der Gewinner erfolgt am 12. Juni 2018 
Ich drücke euch die Daumen.

Welche Gewinne warten auf Euch?


Buch Spreewaldrache von Christiane Dieckerhoff

Erster Preis: Spreewaldtrio – Chiligurken, Leinöl, Spreewaldrache (signiert) 
Zweiter Preis: Spreewaldduo – Salz-Dill-Gurken und Spreewaldrache (signiert) 
Dritter Preis: Spreewaldsolo: Spreewaldrache (signiert) 



Die Teilnahmebedingungen für dieses Gewinnspiel findet ihr bei Redaktionsbüro Lanfermann
Der Versand erfolgt über Christiane Diekerhoff und Spreewald-Praesente


Unser Blogtourfahrplan

  • 4. Juni – 6.30 Uhr: Buchvorstellung bei Carmen
  • 4. Juni – 18 Uhr: Die Protagonisten bei Juliane
  • 5. Juni – 6.30 Uhr: Die Autorin bei  Sabrina
  • 5. Juni – 18 Uhr: Orte bei Juliane
  • 6. Juni – 6.30 Uhr: Interview bei Christine
  • 6. Juni – 18 Uhr: Familienfehden bei Rena
  • 7. Juni – 6.30 Uhr: Depressionen bei Rena
  • 7. Juni – 18 Uhr: Die Reihe bei Marie
  • 8. Juni – 6.30 Uhr: Spreewald-Kultur bei Marie
  • 8. Juni – 18 Uhr: Teambuilding bei Anja
  • 9. Juni – 6.30 Uhr: Spreewälder Wassersport bei Anja
  • 9. Juni – 18 Uhr: Rezepte bei Carmen
  • 10. Juni – 6.30 Uhr: Der Spreewald als Urlaubsziel bei Sabrina
  • 10. Juni – 18 Uhr: Ein Ausblick bei Christine
  • 12. Juni – ganztägig: Auslosung und Bekanntgabe der Gewinner auf allen Blogs

Mittwoch, 6. Juni 2018

Rezension "Nova und Avon - Avons Rückkehr" von Tanja Voosen - Carlsen Verlag

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Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: Carlsen (30. April 2018)
Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3551653828
ISBN-13: 978-3551653826
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 11 - 16 Jahre
D: 13,00 Euro






Inhalt:


Hier ist NOVA: unscheinbar, schüchtern, tollpatschig. Dort ist AVON: verflucht verhext. Und in der Mitte ein Amulett, das Wünsche erfüllt ... ***

BAND 2: Alles ist perfekt: Nova hat jede Menge Spaß mit ihrer besten Freundin Fee, ihr Schwarm Fitz ist süßer denn je und die blöden Schulzicken lässt sie einfach links liegen. Doch dann sorgt ein sagenumwobenes Amulett für Wirbel. Und auf einmal verschwinden Novas Eltern – spurlos! Jetzt gibt es nur noch eine Rettung: Nova muss ihre böse Doppelgängerin Avon zurückhexen. Dafür braucht man die Eier einer Glimmerflimmerlibelle, Regentropfen aus einer Gewitternacht - vor allem aber eine Menge Mut … ***

NOVA UND AVON: Nova trifft Avon. Ihren bösen Zwilling. Verflucht gefährlich! Gute Laune dabei behalten? Zauberhaft! ***

Ein humorvolles Mädchenbuch ab 11 Jahren über zauberhafte Freundinnen und Feindinnen, mit Magie, Witz und Fantasy-Elementen – für gute Laune und Lesespaß pur!***

TEXTAUSZUG: „Fee nickte. ‚Da verwette ich meine Schlurfmurpsmunz-Eierschalen-Sammlung drauf! Und die ist sauwertvoll, weil Schlurfmurpsmunzlinge nur ganz selten Eier legen.‘" ***
Quelle: Carlsen Verlag



Die Autorin:


Tanja Voosen wurde 1989 in Köln geboren und lebt heute in der Nähe der Eifel. Während ihres Abiturs begann sie sich zum ersten mal mit dem Schreiben von Geschichten zu befassen und kurze Zeit später auch zu publizieren. Wenn sie nicht gerade damit beschäftigt ist, den Weg nach Hogwarts zu suchen, weil die Realität so schlecht ohne echte Magie auskommt, steckt sie ihre Nase in gute Bücher und treibt sich in der Welt der Blogger herum.
Quelle: Carlsen Verlag



Rezension:


Band 1 um Nova und Avon "Mein böser böser Zwilling" hat mich ja unheimlich begeistern können. Meine Rezension zu diesem Buch findet Ihr hier.
So fieberte ich der Fortsetzung ungeduldig entgegen und wurde auch nicht enttäuscht.

Das Cover ist wieder wunderschön gestaltet und fügt sich perfekt zum ersten Teil. Damit erhalten die Bücher der Nova und Avon Reihe einen hohen Wiedererkennungswert.

Tanja Voosen startet dieses Mal etwas verhaltener und ruhiger in die Story. Dafür wartet die zweite Hälfte wieder mit rasanten und spannenden Szenen auf. Die Charaktere haben eine positive Entwicklung vollzogen und wir lernen neue Personen kennen, welche die Handlung bereichern.
Die Freundschaft zwischen Nova und Fee wird intensiver wiedergespiegelt und auch die Liebesgeschichte zwischen ihr und Fitz treibt zarte Blüten. 
Dafür kommt Avon in der Geschichte eine wesentlich sympathischere Rolle zu. Zumindest mochte ich sie in diesem Teil ein wenig mehr. Aber keine Bange, sie bleibt sich schon treu und es muss sich erst herausstellen, inwieweit Avon zu trauen ist. 

Es wird wieder magisch und wir tauchen ein in die Mysterien rund um ein Amulett der Wünsche.
Seid vorsichtig mit dem, was Ihr euch wünscht! Es könnte in Erfüllung gehen!


Witzige Dialoge und Szenen sowie der mit vielen kleinen geheimnisvollen Ereignissen gespickte Plot bieten dem Leser eine gute und spannende Unterhaltung. So, mehr möchte ich auch gar nicht verraten. 
Ich habe mich auf jeden Fall erneut rundherum wohlgefühlt und würde mich über weitere Abenteuer mit den "Zwillingen" und ihren Freunden freuen.


Montag, 4. Juni 2018

Rezension "Mädchen in Scherben" von Kathleen Glasgow - Fischer KJB

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Taschenbuch
448 Seiten, Klappenbroschur
FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch
Ab 14 Jahren
Originalsprache: Englisch
ISBN: 978-3-7335-0415-1

€ (D) 14,00 | € (A) 14,40




Inhalt:


»Ein eindringliches, schönes und notwendiges Buch, das nachhallt, lange nachdem du die letzte Seite gelesen hast.« Nicola Yoon, #1 New York Times Bestsellerautor von »Everything, Everything«
Charlotte ist zerbrochen. Mit nur siebzehn Jahren hat sie mehr verloren, als die meisten Menschen im Leben. Mehr als ein Mensch ertragen kann. Aber sie hat gelernt, wie man vergisst. Wie man seinen Körper gefühllos gegen Schmerz macht. Jede neue Narbe macht Charlottes Herz ein wenig härter, doch irgendwann begreift sie, dass sie mehr ist, als die Summe ihrer Verluste – und beginnt zu kämpfen!

Die bewegende Geschichte einer jungen Frau, die stärker als ihr Schicksal ist
Quelle: S. Fischer Verlage



Die Autorin:


Kathleen Glasgow lebt und schreibt in Tucson, Arizona. »Mädchen in Scherben« ist ihr erstes Jugendbuch.
Quelle: S. Fischer Verlage



Rezension:


Trotz des sehr ernsten und belastenden Themas sowie der anfangs düster, beklemmende Atmosphäre, ist "Mädchen in Scherben" ein positives Buch. Allerdings erwartet den Leser keine Heile-Welt-Geschichte und viele, die sich in diesem Bereich besser auskennen, warnen auch eindeutig vor der Triggerwirkung verschiedener Szenen. Es ist intensiv, beschreibt sehr authentisch die Gefühlswelt von Charlie und ihren Freunden, beleuchtet die Beweggründe und zeigt neben allen positiven Entwicklungen auch die negativen Seiten auf.

Wieviel Kraft und Charakterstärke notwendig ist, um den Schritt in ein neues, für andere normales, Leben zu wagen, können wir hautnah miterleben. Charlie ist noch sehr jung und steht ohne die Unterstützung ihrer Familie da. Auch ohne ihre psychischen Probleme, würden viele Jugendliche bereits an dieser Situation zerbrechen. Das Mädchen hat in ihrem Leben schon sehr viele Höhen und Tiefen erlebt. Sie ist genügsam und vorsichtig in ihren Forderungen. Tief in ihrem Inneren sehnt sie sich eigentlich nur nach einem sicheren Platz, nach einem Zuhause und ein wenig Zuneigung. Charlie hat nie wirklich gelernt, wie man anderen Menschen vertraut oder mit ihnen umgeht. Sie ist introvertiert und scheu. Nur langsam wagt sie sich hinaus ins Leben.

Dem Umfeld der Handlung geschuldet, ist das sprachliche Verhalten der Protagonisten recht derb und Worte wie "verfickt" tauchen oft in den Dialogen auf. Es ist etwas gewöhnungsbedürftig, passt aber gerade so noch in den Rahmen. Vielleicht sehen dies Leser der eigentlichen Zielgruppe sogar entspannter.

NSSV und Drogenmissbrauch werden zum Kernthema rund um das Schicksal von Charlotte. Kathleen Glasgow zeigt, dass das Leben kein ebener Weg ist, welche Kraft und Willensstärke notwendig sind, um Lebensweisen zu ändern bzw. nicht in alte Muster zurück zu fallen. Aufzugeben ist oft wesentlich einfacher, als voran zu schreiten. 

Ehrlich und ohne Beschönigung zeigt uns die Autorin, wie langwierig der Verarbeitungs- und Heilungsprozess, wie sehr Hilfe gerade in den USA auch von finanziellen Mitteln abhängig ist.
Bei "Mädchen in Scherben" handelt es sich um ein Jugendbuch, das den emotionalen Zwiespalt sehr gut verdeutlicht, in dem sich Heranwachsende, aber auch Erwachsener in unserer Gesellschaft befinden. Der Verstand kann Richtig und Falsch meist recht gut unterscheiden oder Gefahren erkennen. Dennoch siegen Empfindungen oft über logische Denkweisen. Geurteilt ist schnell, nur nach den Ursachen fragen die wenigsten. Nicht alle Scherben lassen sich wieder zusammenfügen, doch die Hoffnung sollte man nie aufgeben.

Die Gefühlswelten der Protagonisten werden mit allen Höhen und Tiefen direkt zum Leser transportiert. Das Ende ist vielleicht ein wenig zu positiv gefärbt, doch im Leben ist eben alles möglich. So spendet es Hoffnung und zeigt, dass jeder im Leben eine Chance verdient hat. Wichtig ist es, die richtige Hilfe zu finden.

Kathleen Glasgow hat mit "Mädchen in Scherben" mutig ein sehr komplexes Thema aufgegriffen und ein nachhaltig wirkendes Jugendbuch vorgelegt, das mich sehr berührt hat. 


Freitag, 1. Juni 2018

Rezension "Ines und die grasgrüne Liebe" von Greta Niels - Tinte & Feder

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Taschenbuch: 446 Seiten
Verlag: Tinte & Feder (13. Februar 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 1503900878
ISBN-13: 978-1503900875
D: 9,99 Euro






Inhalt:


In ihrem gefühlvollen Roman erzählt Greta Niels mit Humor und Herz über Frühlingsgefühle, zweite Chancen und die Hoffnung auf Glück.

Ines hat eine quirlige Schwester, eine liebevolle, erwachsene Tochter und einen wortkargen Exmann. Außerdem hat sie einen Vogel. Einen chaotisch-kopflosen Kanarienvogel namens Hugo, der sich selbst und die Wohnungseinrichtung immer wieder in Schwierigkeiten bringt. Was in ihrem Leben allerdings schon lange fehlt, ist eine neue Liebe.

Eines Nachts liegt Kanarienvogel Hugo leblos auf dem Teppich. In Panik rennt Ines morgens um drei Uhr mit ihm in die nächste Veterinär-Notaufnahme, wo Hugo auf wundersame Weise wieder erwacht. Und auch Ines’ Herz wird bei der Gelegenheit neues Leben eingehaucht: Mit ihr im Wartezimmer sitzt ein Mann mit Halbglatze und Hund – auf den ersten Blick gar nicht Ines’ Typ, aber auf den zweiten Blick kann sie seiner Charmeoffensive nicht lange widerstehen. Eine Achterbahnfahrt der Gefühle beginnt …
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Die Autorin:


Greta Niels wurde 1972 in der Nähe von Wien geboren. Sie arbeitete als Journalistin und Werbetexterin, bevor sie ihren Werdegang als Autorin begann. Zurzeit lebt sie mit ihrer Familie in Köln. »Ines und die grasgrüne Liebe« ist ihr erster Roman.
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Rezension:


Das Leben ist mit Ende 40 nicht zu Ende, es kann noch einmal ganz neu beginnen und hält viele Überraschungen bereit.

Wer sagt, dass einem die Liebe nur in jungen Jahren begegnen kann und die Hormone verrücktspielen? Greta Niels zeigt auf eine wunderbar humorvolle Art, wie man auch noch mit Ende 40 den Fallen des Liebestaumels erliegen kann. 

Ines ist eine gestandene Frau. Ihr Leben hat sie bisher recht gut gemeistert und viele Höhen und Tiefen überstanden. Die Begegnung mit "Piff" - wer nennt sich denn selbst so - verdeutlicht ihr, wie sehr sie sich nach einem Partner für alle Lebenslagen sehnt. Bisher war ihr dieser Aspekt gar nicht bewusst. Im Taumel der Schmetterlingsgefühle - ja, die kann man auch als Ü40 noch haben - beginnen Herz und Verstand ein Tauziehen miteinander. Manchmal verhält sich Ines wie ein liebestrunkener Teenager und wirft ihr logisches Denken über Board. Dann ist sie wieder sehr rational und entscheidungsfreudig. 
Greta Niels zeigt uns auf eine wunderbare Art, wie blind Liebe machen kann, egal wie alt wir werden.

Neben dem kleinen Unglücksvogel Hugo schafft es auch Ines immer wieder mit Anlauf in ein Fettnäpfchen zu hüpfen. Wenn da nicht Tante Betty mit ihren 92 Jahren und umfassender Lebenserfahrung wäre, die Ines mit guten Ratschlägen zur Seite steht. So entdeckt unsere Protagonistin einige sehr berührende und erhellende Seiten an ihrer Tante.

Greta Niels verpackt die typischen Alltagssorgen von uns in einer amüsanten Geschichte. Ihre Charaktere werden so lebendig und charmant beschrieben, dass man sich ihnen als Leser sehr nahe fühlt. Leicht geschrieben, mal berührend und mit viel Herz, dann wieder nachdenklich oder zum Lachen komisch, ist "Ines und die Grasgrüne Liebe" eine Geschichte direkt aus dem Leben.


Mittwoch, 30. Mai 2018

Rezension "Blue Note Girl" von Bernd Richard Knospe - ProTalk Verlag

Nach §2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diesen Beitrag als Werbung





Taschenbuch: 256 Seiten
Verlag: Pro-Talk (15. März 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3939990469
ISBN-13: 978-3939990468
D: 14,90 Euro







Inhalt:


Ein Jazzkonzert mit fatalem Ausgang - Auf den Spuren einer Vermissten:

Die junge, aufstrebende Jazzsängerin Janina Nossak gibt in Hamburg ein fulminantes Konzert und verschwindet anschließend spurlos. 15 Jahre später stößt der Journalist Eric Teubner bei der Recherche für ein neues Buchprojekt auf einen alten Mitschnitt dieses Konzerts und glaubt, darauf einen entscheidenden Hinweis auf das mögliche Verbrechen entdeckt zu haben. Fasziniert, fast besessen von der Sängerin und ihren düsteren Songtexten, beginnt er, den alten Fall neu aufzurollen. Bald wird klar, dass der Journalist nicht der Einzige ist, der immer noch im Bann der zerbrechlichen Sängerin steht.

Unterstützung erhält Teubner unverhofft vom hartgesottenen Privatdetektiv Jensen, der damals erfolglos nach Janina gesucht hatte. Doch kann er dem kauzigen Eigenbrötler auch trauen? Und wer versucht mit allen Mitteln zu verhindern, dass alte Erinnerungen wieder freigesetzt werden?

Mit seinen Ermittlungen setzt Teubner eine verheerende Ereigniskette in Gang und am Ende muss nicht nur er einen hohen Preis dafür zahlen denn wenn man Staub aufwirbelt, bleibt manchmal nur verbrannte Erde zurück...

In seinem packend geschilderten, atmosphärisch dichten Kriminalroman legt Bernd Richard Knospe mit erzählerischer Bravour Schicht um Schicht den Kern einer schon verloren geglaubten Wahrheit frei. Auf kunstvolle Weise arrangiert er seine Figuren um die abwesende Protagonistin im Zentrum der Erzählung, lässt vergangene und gegenwärtige Dämonen ans Licht treten. Blue Note Girl überzeugt nicht nur durch brillante, pointierte Dialoge und markante, komplex gezeichnete Charaktere Knospes mehrstimmig erzählte Komposition ist auch eine Verbeugung vor der Macht der Musik.
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Der Autor:


Geboren 1958 in Hamburg/Groß Borstel.

Die Leidenschaft für das Schreiben entwickelte sich schon während der frühen Schulzeit. Sie wuchs mit der Erkenntnis, wie wunderbar es ist, aus einer schier unerschöpflichen Fantasie heraus aus der Wirklichkeit etwas völlig Neues zu machen; Figuen erfinden und ihnen ein ganz besonderes Schicksal zu geben. Für sie das wahr werden zu lassen, was man sich selbst erträumte.

Diese Begeisterung wurde früh erkannt und sanft gefördert vom Erlanger Großvater Richard Knospe, der seinen Enkel mit aufmerksamen Interesse (und fünf Mark pro Geschichte) anzuspornen wusste.

Zuvor war die Lust auf das Erfinden von Geschichten bereits in jungen Jahren von der älteren Schwester Marion nachhaltig geweckt worden - weil sie ohne Gute-Nacht-Geschichte einfach nicht einschlafen wollte.

Erste literarische Fußspuren in Anthologien und Zeitschriften (Kurzgeschichten und Gedichte) in den Achtzigerjahren.

Veröffentlichung in Romanzeitschriften als freier Autor in den Neunzigerjahren.

2000 – 2003 Erstellung einer Familienchronik „Spuren“ auf Basis der Tagebücher Marga Meyer und der Lebenserinnerungen von Charlotte Rogall und Druck einer kleinen Auflage des Buches für Familie und Freunde.

Von 2003 - 2013 intensive Aktivitäten in Kurzgeschichten-Foren (online-romane.de, kg.de später wortkrieger.de), was sich als wertvolle und wichtige Lehrzeit erwies, um den nächsten großen Schritt zu wagen: den ersten Roman!

2013 Beginn des ersten Kriminalromans „Blue Note Girl“, der im November 2016 zunächst im eBook Format bei hey! publishing erschien. Drei weitere bisher noch nicht veröffentlichte Kriminalromane/Thriller sind seitdem fertig gestellt. Der fünfte Roman ist in Arbeit.

Jenseits der Schriftstellerei seit langer Zeit glücklich verheiratet.
Mit Leib und Seele immer ein Hamburger Jung geblieben.
Seit vielen Jahren in einem Unternehmen der Medienbranche beschäftigt.
Wichtigste Erkenntnis, worauf es im Leben ankommt: TIMING!
Wichtigster Rat: Der beste Zeitpunkt für einen Beginn ist JETZT!
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Rezension:


Ging es Euch schon einmal so, dass ihr über eine reale Person aus einem Buch bzw. Film mehr erfahren wolltet? In der Regel ist dies recht einfach. Über das Internet lassen sich sehr viele Daten recherchieren. 
Doch was, wenn diese Person seit 15 Jahren verschwunden ist. Ihre Persönlichkeit und ihr Charisma aber so nachhaltig wirken, dass Ihr euch dieser Sogwirkung nicht entziehen könnt? So ergeht es Eric Teubner. Allein die verwackelte Aufnahme eines einzigen Konzertes lässt ihn nicht mehr los. Die Suche nach der damals verschwundenen Sängerin wird für ihn zu einer Obsession. Hierfür setzt er sogar sein privates Glück aufs Spiel.

Im Fokus dieses Krimis steht das ungewisse Schicksal eines jungen Mädchens - Janina Nossak.
Nachdem die ursächlichen Zusammenhänge erklärt sind, wechseln die Sichtweisen auf diesen Fall. Als Leser bewegt man sich zwischen aktuellen Verwicklungen und der Vergangenheit. Die Zeitsprünge sind übersichtlich angelegt und die Perspektivwechsel leicht zu verfolgen. Die Spannung baut sich erst allmählich auf und hält am Ende den Bogen stetig aufrecht. 
Es sind vor allem die psychischen Abgründe, die den Leser in den Bann ziehen. Wie verändern uns Erlebnisse und Ereignisse? Der Autor zeigt verschiedene Obsessionen und ihre Ausmaße auf das Leben der betroffenen Personen und ihrer Umgebung. Aber auch, wie weit Menschen aus Liebe oder einfach reiner Zuneigung gehen können.

Leider werden recht viele Klischees herangezogen, so dass sich dieser Kriminalroman nicht wirklich aus der breiten Masse heraushebt. Da ist der alkoholkranke Expolizist, dessen Leben total verkorkst ist und der in der Lösung dieses einen letzten Falls seine Erlösung sieht. Oder der todkranke Privatdetektiv, Frank Jensen, der einige dunkle Geheimnisse verbirgt und die Grenzen der Gesetzmäßigkeiten ständig überschreitet. Selbst die weiblichen Protagonisten müssen sich dem Schubladensystem fügen. Hier hätte ich mir innovativere Ideen für die Ausgestaltung der Charaktere gewünscht. 

Dennoch bietet "Blue Note Girl" interessante und unvorhersehbare Wendungen. Die Charaktere sind nicht darauf angelegt, Sympathien zu erzeugen. Sie sind facettenreich und bleiben auch nach dem Lesen im Kopf lebendig. Der Krimi lebt von dem Geheimnis rund um das Verschwinden von Janina Nossak. Die Aufklärung dessen, was vor 15 Jahren geschah, offenbart sich in seinem ganzen Ausmaß wirklich erst am Ende. Bis dahin schickt uns der Autor immer wieder auf falsche Fährten.

Bernd Richard Knospe hat hier einen soliden Krimi geschaffen, der trotz einiger Kritikpunkte gute Unterhaltung verspricht.