Samstag, 15. September 2018

Rezension "Zeit für Wolke 7" von Winfried Hammelmann - Atlantik Verlag

Nach §2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diesen Beitrag als Werbung



Broschiert: 288 Seiten
Verlag: Atlantik (14. März 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3455003125
ISBN-13: 978-3455003123
D: 15,00 Euro






Inhalt:


„Der lustigste und zugleich berührendste Roman, den ich seit Jahren gelesen habe. Höllisch komisch, himmlisch gefühlvoll. “ David Safier

Nils Petersen führt ein ziemlich überschaubares Leben. Er arbeitet in einer Bank, findet die Ordnung von Zahlenkolonnen beruhigend und fährt jedes Jahr zur selben Zeit mit seinen besten Freunden nach Sylt. Doch dann ist da plötzlich Lena, und Nils bis über beide Ohren verknallt. Bevor sie ihn aber überhaupt richtig bemerken kann, kommt Lena bei einem Motorradunfall ums Leben. Was die beiden nicht ahnen: Eigentlich hätte sie noch gar nicht sterben sollen, aber Petrus hat im Himmel einen Fehler gemacht. Für Nils gibt es aber noch eine kleine Chance auf die große Liebe. Er muss einfach nur genügend Zeit sammeln, um Lena zurück auf die Erde zu holen. Doch woher bekommt man 473352 Stunden?
Quelle: Amazon




Der Autor:


Der Sylt-Fan Winfried Hammelmann, 1959 in Bremen geboren, machte erst einen Umweg über das
Bankwesen, bevor er sich dem Studium der Germanistik und Kulturwissenschaft widmete.
Bereits während der Studienzeit arbeitete er für diverse Hörfunkanstalten (HR3, NDR2,WDR1,Radio4u...) und Zeitungen.Während dieser Zeit wurde er auch als Reporter für das ARD- Mittagsmagazin und für das TV -Magazin „Buten un binnen“ tätig und präsentierte dort u.a. 7 1/2 Jahre das Regionalwetter in Skechtform. Über diese Sketche wurde er 2000 für den Bremer Tatort ‚entdeckt’ und bekam so die wiederkehrende Rolle des Kriminalassisten Karlsen im Team Lürssen/Stedefreund.
Hammelmann hat seit fast drei Jahrzehnten zahlreiche Satiren und Hörfunkserien kreiert. Einige, wie beispielsweise seine legendären „Check ups“ (Promi-Interviews) laufen bis heute.
Er arbeitet als Redakteur und Autor bei Radio Bremen, Cosmo und dem ARD-Morgenmagazin.
Mit seinem Roman-Debüt „Zeit für Wolke 7“ (erschienen im Hoffmann&Campe Verlag) konnte er sich einen großen Lebenstraum erfüllen. Für weitere Roman-Ideen sind genügend Träume da.
Quelle: Amazon



Rezension:


Glaubt Ihr an die Liebe auf den ersten Blick? Wie weit würdet Ihr gehen, wenn Euch dieser eine besondere Mensch ohne Vorwarnung genommen und es dennoch einen Weg geben würde, diesen zurück zu holen. Bedenkt, es gibt keine Garantie, dass Eure liebe auch erwidert wird. Könntet Ihr dennoch an das Unmögliche glauben und all Eure Kraft hierfür einsetzen?

Nils ist so ein besonderer Mensch. Er hat Freunde und ist auch im Berufsleben recht erfolgreich, doch in punkto zwischenmenschlicher Beziehungen ist Nils mehr als nur unbeholfen. Sein Herz sitzt auf dem rechten Fleck und als er sich in Lena verliebt, geht diese Liebe ganz tief. 
Es gibt da nur zwei Probleme. Lena weiß nichts von seinen Gefühlen und ehe Nils den Mut aufbringt, diese Lena zu zeigen, stirbt sie bei einem schrecklichen Unfall. Aber auch im Himmel werden Fehler gemacht und manchmal, aber nur manchmal, lassen diese sich korrigieren.

Winfried Hammelmann hat eine wirklich schöne Liebesgeschichte geschrieben. "Zeit für Wolke 7" ist eine feinfühlige und übersinnliche, ja fast märchenhaft anmutende Geschichte, mit wunderbaren, sympathischen Charakteren. Kurios, witzig und immer mit einem Augenzwinkern, betrachtet er das Leben auf der Erde und im Himmel. Dieses originelle Zusammenspiel und der damit verbundene Wortwitz sorgen für eine abwechslungsreiche Auszeit. Dabei beweist "Zeit für Wolke 7", dass eine locker und humorvoll geschriebene Liebesgeschichte durchaus Tiefgang besitzen kann. 

Ohne die tiefe Verbundenheit von Nils und seinen Freunden, hätten die verschiedenen Aktionen keine Aussicht auf Erfolg gehabt. Dennoch brachte es mich zum Nachdenken, wie viele Menschen bereit wären, auch nur eine Minute ihres wertvollen Lebens für einen völlig Fremden zu verschenken. Wir sprechen in diesem Fall sogar von einer ganzen Stunde und insgesamt gilt es 473.352 Stunden zu sammeln. Würde ich dazu bereit sein? Ich weiß es nicht. Eine wirklich spannende Idee, die der Autor feinfühlig und mit viel Humor umgesetzt hat.


Montag, 10. September 2018

Rezension "Das Böse in Deinen Augen" von Jenny Blackhurst - Bastei Lübbe

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Taschenbuch: 432 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch); Auflage: 3. Aufl. 2018 (27. April 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3404176898
ISBN-13: 978-3404176892
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 16 Jahren
Originaltitel: The Foster Child
D: 11,00 Euro





Inhalt:


Niemand hat Angst vor einem kleinen Mädchen, oder doch?

Als die Kinderpsychologin Imogen Reid den Fall der elfjährigen Ellie Atkinson übernimmt, weigert sie sich, den seltsamen Gerüchten um das Mädchen zu glauben. Ellie sei gefährlich, so heißt es. Wenn sie wütend wird, passieren schreckliche Dinge. Imogen hingegen sieht nur ein zutiefst verstörtes Kind, das seine Familie bei einem Brand verloren hat und ihre Hilfe benötigt. Doch je näher sie Ellie kommt, desto merkwürdiger erscheint ihr das Mädchen. Dann erleidet auch Imogen einen schrecklichen Verlust - und sie fürchtet, dass es ein Fehler war, Ellie zu vertrauen ...

Jenny Blackhurst schreibt Psychologische Spannung mit Gänsehauteffekt.
Quelle: Amazon


Die Autorin:


Jenny Blackhurst ist seit frühester Jugend ein großer Fan von Spannungsliteratur. Die Idee für einen eigenen Roman entwickelte sie nach der Geburt ihres ersten Kindes; inzwischen ist sie eine erfolgreiche Autorin, deren Romane in mehreren Sprachen erscheinen. Ihre ersten beiden Thriller Die stille Kammer und Das Mädchen im Dunkeln standen wochenlang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. Die Autorin lebt mit ihrem Ehemann und ihren beiden Kindern in Shropshire, England.
Quelle: Amazon



Rezension:


Kann ein kleines Mädchen das Böse verkörpern?

„Das Böse in deinen Augen“ ist definitiv ein Psychothriller und das sollte man beim Lesen nicht vergessen. Der Großteil der Spannung entsteht hier durch die eigenen Gedanken und Schlüsse, die wir als Leser ziehen. In diesem Fall hat Jenny Blackhurst die Fäden gut gespannt.

Dies ist ein Thriller, der sehr mit mystischen und rätselhaften Elementen hantiert. Sehr viele Handlungen verknüpfen sich allein durch die Vorstellungskraft der Leser zu einem spannenden Ganzen. Die Autorin spielt mit unseren Gefühlen und unserer Fantasie. Dadurch werden - wie auch bei Imogen - einmal gefasste Grundsätze immer wieder erschüttert und in Frage gestellt.

Es geht in diesem Thriller aber auch um das Zusammenspiel von Familie und Außenwelt. Wie sehr beeinflussen uns Äußerungen, Vermutungen und Andeutungen von Dritten? Imogen selbst ist ein schwieriger Mensch und füllt ihre Rolle als Psychologin nur inkomplett aus. Einerseits hantiert sie rein aus dem Bauch heraus, dann wieder versteckt sie sich hinter Phrasen. Ihr Verhalten gegenüber Ellie empfand ich an einigen Stellen als sehr grenzwertig. Ja, dieses Verhalten zeichnet Imogen selbst sehr menschlich, aber als Leser lässt sie sich nur schwer greifen. Bei Elli verhält es sich wieder völlig anders. Ich habe sie direkt von Beginn an in mein Herz geschlossen. Aber auch ich habe immer wieder Zweifel an meinen Gedankengängen aufkommen lassen. Wer ist Elli? Ist sie das verstörte kleine Mädchen oder die Psychopatin, die viele in ihr sehen möchten? Gerade Ellis Gedankenwelt ist verstörend. Einmal ist sie das gerade 11-jährige Kind, dann wieder scheint sie ihrem Alter um Jahre voraus weise und anschließend hat man das Gefühl, es mit einem verwirrten, psychisch stark mitgenommenen Geist zu tun zu haben. Bei all diesen Eindrücken verliert der Leser rasch die wichtigen Nebenpersonen aus dem Fokus.

Das Buch ist klug aufgebaut. Viele Wendungen und kleine fast unscheinbar anmutende Andeutungen schaffen ein Verwirrspiel, bei dem man nicht sicher sein kann, wo man ankommen wird. Die Auflösung war teilweise überraschend, ab er vor allem stimmt sie traurig.

Das Ende zeichnete sich für mich allerdings ein wenig zu seicht ab und konnte nicht völlig überzeugen. Es blieben Fragen offen, was ich zwar grundsätzlich ganz gern mag, trotzdem fehlte am Schluss die letzte Prise zu einem runden Ende.

Trotz angebrachter Kritik fühlte ich mich über die grundsätzliche Handlung hinweg gut unterhalten und auch das Kopfkino lief auf vollen Touren.

Freitag, 7. September 2018

Rezension "Emily Bones - Die Stadt der Geister" von Gesa Schwartz - Planet! Thienemann-Esslinger Verlag

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Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
Verlag: Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH (17. Juli 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3522505654
ISBN-13: 978-3522505659
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 - 12 Jahre
D: 14,99 Euro







Inhalt:


Ein Schmöker mit atmosphärischem Setting und eine Geschichte, die Tim Burton verfilmen würde

Emily glaubt zu träumen, als sie sich eines Nachts in einem Grab wiederfindet. Aber es ist kein Traum. Entsetzt stellt sie fest, dass sie gestorben ist und nun als Geist auf dem Friedhof Père Lachaise herumspuken muss. Aber sie denkt gar nicht daran, sich damit abzufinden. Denn sie ist keines natürlichen Todes gestorben, und fortan hat Emily nur noch ein Ziel: Sie will ihren Mörder finden und sich das Leben zurückholen, das er ihr gestohlen hat. Doch das ist selbst für einen Geist viel gefährlicher, als Emily es je für möglich gehalten hätte ...

Für Kinder ab 10 Jahren.
Quelle: Amazon


Die Autorin:



Gesa Schwartz wurde 1980 in Stade geboren. Sie hat Deutsche Philologie, Philosophie und Deutsch als Fremdsprache studiert. Ihr besonderes Interesse galt seit jeher dem Genre der Phantastik. Nach ihrem Abschluss begab sie sich auf eine einjährige Reise durch Europa auf den Spuren der alten Geschichtenerzähler. Für ihr Debüt „Grim. Das Siegel des Feuers“ erhielt sie 2011 den Deutschen Phantastik Preis in der Sparte Bestes deutschsprachiges Romandebüt. Zurzeit lebt sie in der Nähe von Hamburg in einem Zirkuswagen.
Quelle: Amazon


Rezension:


"Emily Bones - Die Stadt der Geister" ist eine phantasievolle und spannende Geschichte für Jugendliche. Aber auch mich konnte Gesa Schwartz begeistern und bis zur letzten Seite fesseln.

Dabei beginnt das Buch mit einem Schock für Emily, als sie feststellen muss, dass sie tot ist. Jedoch ist sie nicht einfach so gestorben, sondern wurde am Halloweenabend ermordet - von einem Toten. Hier fand ich die Unterscheidung von Toten und Untoten sehr interessant, da diese sich vom allgemeinen Mainstream absetzt.

Emily hat auf dieser Welt noch etwas zu erledigen bzw. will sie sich mit ihrem Tod nicht abfinden. Es muss doch einen Weg zurück geben, oder?
Vorerst muss sie sich aber in der Gemeinde der Geister, der Untoten des Pariser Friedhofs, zurechtfinden. Mit ihrer unbekümmerten und unkonventionellen Art, wirbelt sie das steife Refugium mächtig durcheinander und scheut sich nicht, die Mächtigen der Mächtigen herauszufordern. Ihre neuen Freunde bringt sie dabei immer wieder ungewollt in schwierige Situationen. Doch gute Freunde stehen einander bei, selbst wenn sie untot sind.

Es ist der alte Kampf Gut gegen Böse, dem wir hier begegnen. Dennoch steckt auch in denen, die für  die dunkle Seite stehen, ein Körnchen Licht. Dieses gilt es zu finden und die Sicherheit der Geister zu fundamentieren.

Auf uns warten abenteuerliche, mystische und schaurige Situationen. Dabei treffen wir auf liebevolle verschrobene Charaktere. Die locker witzigen Unterhaltungen sorgen für Heiterkeit und neben dem leichten Grusel für absolutes Wohlbefinden.
Überraschende Wendungen und einfallsreiche sowie bildhafte Szenen erschaffen eine einzigartige Welt in unseren Köpfen. 

Das ganze Buch ist zudem noch sehr liebevoll gestaltet. Das Cover ist bereits ein Hingucker, aber auch die Innenseiten wurden mit wunderbaren Zeichnungen ausgestattet. Alles harmoniert mit der Geschichte und schafft so die perfekte Grundlage für wunderbare Lesestunden.

Der Pariser Friedhof Pére Lachaise bietet eine tolle Hintergrundkulisse für die Handlung. Trotz gespenstischer Atmosphäre beschreibt Gesa Schwartz diesen Ort auch als wunderschön. Die fantasievolle Ausgestaltung der einzelnen Grabstätten und die spleenigen Ideen oder Verhaltensweisen der „Bewohner“ erschaffen ein buntes, warmes Bild, das sich gegensätzlich zum düsteren Friedhofsfeeling absetzt. Die Autorin schafft es immer wieder, Ihren Lesern den Atem zu rauben, aber trotz zum Teil schon blutiger Szenen, die Ereignisse nicht zu sehr abdriften zu lassen. Das empfohlene Lesealter von 10 Jahren empfinde ich jedoch etwas zu niedrig angesetzt und würde hier zu einer Freigabe ab frühestens 12 Jahren tendieren. 

Ich mochte mich von Emily und ihren Freunden gar nicht trennen. Das Buch versprüht einen ganz eigenen, besonderen Charme.
Mit Blick auf die Titelwahl und den losen Enden am Schluss der Geschichte, hoffe ich ja auf eine Fortsetzung der Abenteuer.

Mittwoch, 5. September 2018

Rezension "Einzigartig - Jedes Tier ist ein Wunder" von Joel Sartore und Inka Friese - FISCHER Sauerländer

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Gebundene Ausgabe: 64 Seiten
Verlag: FISCHER Sauerländer; Auflage: 1 (25. Juli 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3737355592
ISBN-13: 978-3737355599
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 5 Jahren
D: 20,00 Euro






Inhalt:


Tiere hautnah. Überwältigend. Berührend. Großartig. Ein Buch für die ganze Familie!
Jedes Tier ist besonders, unvergleichlich, wunderbar. Dies ist die Botschaft dieses besonderen Buches im großen Format.
Der berühmte Fotograf Joel Sartore ist ein Zauberer mit sicherem Gespür für den magischen Moment. Er hat es sich mit seinem Projekt „PhotoArk“ zur Lebensaufgabe gemacht, jedes Tier seiner Art fotografisch festzuhalten. Ihm so ein Denkmal zu setzen, es in seiner Einzigartigkeit zu würdigen. Seine Botschaft: Seid achtsam! Schützt die Vielfalt!
Ob Rüsselhündchen, Sandkatze, Wimpernviper oder viele andere Tiere dieser Welt: Sartores künstlerische, geradezu spektakuläre Nahaufnahmen vor schwarzem oder weißem Hintergrund rücken die Tiere auf besondere Weise in den Fokus. So sehen wir sie, wie wir sie noch nie gesehen haben. Und das trifft uns direkt ins Herz.
Quelle: Amazon


Autor/Fotograf:


Inka Friese stammt aus einer Großfamilie mit Bücherregalen bis zur Decke. Kein Wunder, dass das Erzählen sowie das Fragen und Forschen zu den liebsten Tätigkeiten der Autorin gehören. Ihre Drehbücher, Sachbücher und Geschichten für Kinder schreibt Inka Friese in Köln, wo sie mit ihrem Mann und ihren Kindern hauptsächlich lebt.

Joel Sartore ist ein vielfach ausgezeichneter Fotograf, Sprecher, Autor, Lehrer und er trägt regelmäßig zum National Geographic Magazin bei. Sein Leben und seine Arbeit widmet er bedrohten Arten und Landschaften auf der ganzen Welt. Er ist zudem der Gründer des PhotoArk-Projektes, das sich für die Bewahrung bedrohter Tiere und ihres Lebensraumes einsetzt.
Quelle: Amazon

Rezension:


In diesem ganz besonderen Bildband erwarten Euch einzigartige Fotoaufnahmen. Wundervolle Nahaufnahmen einer Vielzahl von Tierarten aus Asien, Afrika, Australien & Ozeanien sowie Amerika und Europa finden sich neben kurzen prägnanten Informationen zu den einzelnen Tieren. 

Allem vorangestellt ist ein doppelseitiger Bericht über die Arbeit des Fotografen Joel Sartore. Wie entstehen solche aussagekräftigen Fotoaufnahmen, die das Herz des Betrachters dahinschmelzen lassen? Bezaubernd und naturgetreu, witzig und farbenprächtig zeigen uns die Bilder, wie beeindruckend unsere Tierwelt ist. Kennt Ihr die Blaue Ornament-Vogelspinne? Ich wusste bisher nicht, dass diese überhaupt existiert.
Die Tierporträts befinden sich auf schwarzem oder weißem Hintergrund, wodurch die Tiefenwirkung auf den Betrachter noch einmal deutlich verstärkt wird.


Dieser Bildband ist ein Erlebnis für die ganze Familie. Kleinere Kinder erfreuen sich einfach an den excellenten Bildern. Erwachsene genießen den Blick auf die erstaunliche Ausdruckskraft der dargestellten Tiere. Aus den kurzen, aber treffsicheren Beschreibungen zu Herkunft, Lebensraum und Besonderheiten der einzelnen Spezies können alle Altersgruppen neue und wichtige Informationen ziehen.

Für mich ein wunderschönes Foto- und Tierbuch für alle, die sich für das Fotografieren und unsere Tierwelt interessieren. PHOTOARK präsentiert hier beeindruckende Fotos, die zu Herzen gehen.

Samstag, 1. September 2018

Rezension "Silberschwingen - Rebellin der Nacht" von Emily Bold - Planet! Thienemann-Esslinger Verlag

Nach §2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diesen Beitrag als Werbung



Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH (17. Juli 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3522505786
ISBN-13: 978-3522505789
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 13 - 16 Jahre
D: 16,00 Euro






Inhalt:


Federleicht und atemberaubend spannend: das fulminante Finale der Romantasy-Dilogie!

Thorn ist nicht länger ein normales Mädchen, sie ist ein mächtiges Halbwesen – zugleich Mensch und Silberschwinge. Ihre flammendroten Schwingen zeugen vom Verrat, den ihr Vater in den Augen des Clans einst begangen hatte. Deshalb wird Thorn nicht nur von deren Oberhaupt gejagt, sondern auch von dessen Sohn Lucien, dem sie ihr Herz geschenkt hat. Seines hat sie zugleich zerbrochen. Thorn flüchtet ins sagenumwobene Glastonbury, um ihre Kräfte zu bündeln. Und als ihre Familie bedroht wird, muss sie das Erbe des Lichts in ihr zum Leuchten bringen, um eine jahrtausendealte Rebellion ein für allemal zu gewinnen!
Quelle: Amazon




Die Autorin:


Emily Bold, Jahrgang 1980, schreibt Romane für Jugendliche und Erwachsene. Ob historisch, zeitgenössisch oder fantastisch: In den Büchern der fränkischen Autorin ist Liebe das bestimmende Thema.

Nach diversen englischen Übersetzungen sind Emilys Romane mittlerweile auch ins Türkische, Ungarische und Tschechische übersetzt worden, etliche ihrer Bücher gibt es außerdem als Hörbuch.

Wenn sie mal nicht am Schreibtisch an neuen Buchideen feilt, reist Emily am liebsten mit ihrer Familie in der Welt umher, um neue Sehnsuchtsorte zu entdecken.

Mehr Informationen gibt es unter: emilybold.de
Quelle: Amazon




Rezension:


Mit dem ersten Band dieser Dilogie hatte mich Emily Bold richtig gepackt und so waren meine Erwartungen an die Fortsetzung auch entsprechend hoch. 

In "Silberschwingen - Rebellin der Nacht" findet bei den Protagonisten eine gut ausgestaltete Weiterentwicklung statt. Besonders Lucien konnte hier zeigen, welcher Charakter sich in ihm verbirgt und bei mir Sympathiepunkte sammeln. Aber auch Riley wächst am Ende über sich hinaus und wählt einen Weg, den sicher nicht jeder so von ihm erwartet hätte. 
Allein Thorn verändert sich nicht so umfassend, was ich teilweise schade fand. Sie ist noch immer das junge Mädchen, als das wir sie im ersten Band kennenlernen durften. Thorn hat dazu gelernt, ist aber weiterhin sprunghaft, zickig und handelt oftmals impulsiv und unüberlegt. 

Ich konnte sofort wieder in dieser Welt aus Mystik und Fantasy eintauchen. Dabei war es spannend mitzuverfolgen, wie sich historische Ereignisse und die Fantasie von Emily Bold vermischen und zu einer spannenden Geschichte verweben. Gewohnt flüssig sowie detailliert und bildhaft ausgearbeitet erleben wir die einzelnen Szenen und Handlungsorte der Geschichte. Erneut geht es um Familienbande, Freundschaft, Liebe, Eifersucht, Intrigen, den Hunger nach Macht und alte Überlieferungen. 
Emily Bold gibt auch in "Silberschwingen - Rebellin der Nacht" nicht auf jede Frage eine Antwort, was mir sehr gefallen hat. So bleiben einige Geheimnisse im Verborgenen bzw. überlässt sie uns unseren Spekulationen. 

Mir hat es Spaß gemacht, erneut mit Thorn, Lucien und Riley die Rebellion gegen die Rat der Silberschwingen zu wagen. Der zweite Band ist vielleicht nicht ganz so stark wie sein Vorgänger, aber ein gelungener Abschluss dieser Dilogie.

Dienstag, 28. August 2018

Rezension "Vox" von Christina Dalcher - Verlag S. Fischer

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Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: S. FISCHER; Auflage: 1 (15. August 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3103974078
ISBN-13: 978-3103974072
D: 20,00 Euro






Inhalt:


In einer Welt, in der Frauen nur hundert Wörter am Tag sprechen dürfen, bricht eine das Gesetz. Das provozierende Überraschungsdebüt aus den USA, über das niemand schweigen wird!

Als die neue Regierung anordnet, dass Frauen ab sofort nicht mehr als hundert Wörter am Tag sprechen dürfen, will Jean McClellan diese wahnwitzige Nachricht nicht wahrhaben – das kann nicht passieren. Nicht im 21. Jahrhundert. Nicht in Amerika. Nicht ihr.

Das ist der Anfang.

Schon bald kann Jean ihren Beruf als Wissenschaftlerin nicht länger ausüben. Schon bald wird ihrer Tochter Sonia in der Schule nicht länger Lesen und Schreiben beigebracht. Sie und alle Mädchen und Frauen werden ihres Stimmrechts, ihres Lebensmuts, ihrer Träume beraubt.

Aber das ist nicht das Ende.

Für Sonia und alle entmündigten Frauen will Jean sich ihre Stimme zurückerkämpfen.
Quelle: Amazon


Die Autorin:


Christina Dalcher pendelt zwischen den Südstaaten und Neapel. Die gebürtige Amerikanerin, zu deren Helden Stephen King und Carl Sagan zählen, promovierte an der Georgetown University in Theoretischer Linguistik und forschte über Sprache und Sprachverlust. Ihre Kurzgeschichten und Flash Fiction erschienen weltweit in Magazinen und Zeitschriften, u.a. wurde sie für den Pushcart Prize nominiert. »Vox« ist ihr Debütroman.
Quelle: Amazon



Rezension:


Beobachtet Euch morgens einmal selbst und passt auf, was und wie viel Ihr allein innerhalb der ersten Stunde nach dem Aufstehen sprecht oder singt. Und nun rechnet einmal nach, wie viele Wörter in diesen Sätzen enthalten waren. Jedes einzelne kleine Wort zählt.

In „Vox“ wird die Welt in Amerika durch die Ideologie eines neuen Präsidenten um Jahrzehnte zurück versetzt. Frauen dürfen nur noch 100 Wörter pro Tag sprechen. Auch Zeichensprache ist verboten. Ihre einzige Daseinsberechtigung ist es, für die Familie, Haus und Herd zu sorgen. Der Unterrichtsstoff für Mädchen besteht aus Hauswirtschaft und den Grundlagen des einfachen Rechnens. Bücher und Bildung sind den Männern vorbehalten. Der Mann bestimmt eigentlich alles. Gleichgeschlechtliche Verbindungen sind untersagt und werden empfindlich geahndet.

Wer sich gegen das System auflehnt wird mit Arbeitslager sowie totaler Verstummung oder gar dem Tod bestraft. Dies geht mit öffentlichen Demütigungen einher und nimmt auch auf Kinder oder Jugendliche keine Rücksicht. Die Visionen der Regierung sind weitreichender als man anfangs erahnt und entfalten im Laufe der Handlung nach und nach ihr komplettes Schreckensszenario.

Wer sich schon einmal mit Psychologie oder auch der frühkindlichen Entwicklung beschäftigt hat, kann sich die Auswirkungen auf die geistige und mentale Entwicklung von Kindern, aber auch Erwachsenen vorstellen.

Christina Dalcher entwickelt eine Vision, die tief unter die Haut geht. Selbst wenn man ein Mensch weniger Worte ist, reichen 100 Wörter pro Tag nicht aus, um auch nur annähernd Gefühle, Gedanken, Sehnsüchte und mehr auszudrücken. Der Geist verkümmert ohne Anregung.

Erschreckend war, wie viele Männer, aber auch Frauen, sich ohne Widerspruch oder Kritik den fanatischen und christlich geprägten Anhängern von Reverend Carl anschlossen und nach seinen Manifesten lebten. Die Autorin zeigt beeindruckend klar, wie anfällig besonders Jugendliche für eine systematische, ideologische Infiltration sind, wie rasch sich ein Gesellschaftssystem in seinen Grundsätzen verändern kann.

Jedoch gibt es auch hier Menschen, die mutig gegen das System aufbegehren. Im Stillen und Geheimen. Ihr werdet über so manche Entwicklung überrascht sein. Nicht immer ist alles so, wie es auf den ersten Blick scheint.

Jean McCellan war für mich eine recht zwiespältig zu betrachtende Protagonistin. In ihr steckte viel Potential, was aber nicht ausreichend zum Tragen kommt. Mit ihr steht und fällt die Handlung und dennoch bleibt sie irgendwie blass und weckte in mir keine wahren Sympathien. Ihre Gefühle empfand ich als sehr oberflächlich und Ich-bezogen. Auch wenn man Jeans Frustration nachvollziehen kann, sah ich bei ihr kaum Bemühungen dafür, zumindest für ihre Kinder eine Art von sicherem Zuhause, einen Zufluchtsort zu schaffen. Selbst ihrer Tochter gegenüber konnte ich, bis auf kleine, kurze Einschübe, keine wirklich tiefen Muttergefühle spüren.

Dennoch ist die Idee an sich beklemmend und der Spannungsbogen gut aufgestellt.

Leider überschlagen sich am Ende die Ereignisse für mich zu sehr und streben wie unter Zeitdruck ihrem Ende zu. Die logischen Zusammenhänge lassen sich zwar mit sehr konzentriertem Lesen noch immer erfassen, allerdings verebbt die Handlung eher unbefriedigend. So hinterließ „Vox“ ein recht zwiespältiges Gefühl in mir.

Die Geschichte selbst hat mich trotz kleiner Schwächen auf besondere Art bis kurz vor Schluss gefesselt. Sind die beschriebenen Ideologien doch nicht nur Utopie und unsere Wissenschaft sicher weiter voran geschritten, als gedacht. Schon immer haben positive und bahnbrechende Erfindungen auch ihre Schattenseiten und negative Umkehrungen hervorgebracht.

Dies ist ein Buch über dessen düstere und so aktuelle Präsenz es viel nachzudenken und zu diskutieren gibt. 


Sonntag, 26. August 2018

Rezension "Vergessene Seelen - Ein Fall für Max Heller" von Frank Goldammer - dtv Verlag / Hörbuch Der Audiao Verlag (DAV)

Nach §2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diesen Beitrag als Werbung



Broschiert: 384 Seiten
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (22. Juni 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 342326201X
ISBN-13: 978-3423262019
D: 15,90 Euro


Hörbuch mp3

Verlag: Der Audio Verlag
Spieldauer: 11 Stunden und 3 Minuten
Sprecher: Heikko Deutschmann
Version: Ungekürzte Ausgabe
D: 13,99 Euro




Inhalt:


Der dritte Fall für Max Heller – und sein ganz persönlicher Alptraum

Dresden 1948: Ein heißer Sommer, drei Jahre nach Kriegsende. Die große Währungsreform stürzt das besetzte und aufgeteilte Nachkriegsdeutschland in eine Krise. Inmitten der mühsamen Wiederaufbauarbeiten bekommt es Oberkommissar Max Heller mit dem Fall eines 14-jährigen Jungen zu tun, dessen Todesursache völlig unklar ist. War es ein Unfall, Mord oder sogar Selbstmord? Heller stößt bei seinen Ermittlungen auf eine Wand des Schweigens und wird dabei mit seinem ganz persönlichen Albtraum konfrontiert, den er längst vergessen geglaubt hatte.
Quelle: Amazon



Der Autor:


Frank Goldammer wurde 1975 in Dresden geboren und ist gelernter Maler- und Lackierermeister. Neben seinem Beruf begann er mit Anfang zwanzig zu schreiben, verlegte seine ersten Romane im Eigenverlag. Mit ›Der Angstmann‹, Band 1 der Krimiserie mit Max Heller, gelangte er sofort auf die Bestsellerlisten. Er ist alleinerziehender Vater von Zwillingen und lebt mit seiner Familie in seiner Heimatstadt.
Quelle: Amazon




Rezension:


Nach einem entbehrungsreichen, harten Winter verlangt der Sommer 1948 weiterhin den Menschen alles ab. In Dresden ist die Versorgung mit allem noch immer dürftig, der Schwarzmarkthandel blüht. Tauschgeschäfte und Hamsterfahrten bestimmen den Alltag.
Die Kluft zwischen den einzelnen Besatzungszonen wird größer und beginnt Familiengefüge zu spalten. Noch immer sind die Auswirkungen des Krieges spürbar. Gerade die psychologischen Folgen der Kriegs- und Nachkriegsjahre sollte man nicht unterschätzen.

Es ist eine Zeit der Entbehrungen, in die sich die Frustration und Perspektivlosigkeit des Einzelnen mischt. Neue politische Wege werden eingeschlagen, doch Max Heller steht wie ein Fels in der Brandung weiterhin zu seinen Überzeugungen. Mit ihm hat Frank Goldammer einen Protagonisten geschaffen, der viele Ecken und Kanten besitzt, aber sich selbst treu und geradlinig bleibt. Sein Pflichtbewusstsein und Gerechtigkeitssinn sorgen auch im Privatleben für Spannungen. Seine Familie muss dadurch sehr oft hintenanstehen. Dennoch schafft es Max Heller immer wieder die Balance zu bekommen. 
Ohne seine starke Frau an der Seite, die ihm den Rücken frei hält, sich um die banalen und doch überlebenswichtigen Alltäglichkeiten kümmert, wäre unser Kommissar nicht der, wie wir ihn kennenlernen dürfen. Sie ist sein Halt, seine Stütze, sein Trost und bringt in im Laufe der Handlung nicht nur einmal wieder auf den Boden der Tatsachen zurück.

In "Vergessene Seelen" wird Max Heller mit dem Tod eines 14-jährigen Jungen konfrontiert. Dieser Fall setzt alte Dämonen aus seiner Vergangenheit frei. Hier geht es nicht nur um die Aufklärung von Morden, in diesem Buch findet für unseren Protagonisten auch eine schwere, aber wichtige Vergangenheitsbewältigung statt. Gleichzeitig erleben wir die Entfremdung zu seinem Sohn, werfen einen Blick auf die Ursachen und können verfolgen, wie sich beide zumindest wieder ein wenig annähern. Hier dürfen wir auf die weitere Entwicklung gespannt sein.

Frank Goldammer schreibt auf eine ganz spezielle Art, dass ich mich jedes Mal als einen Teil der Geschichte fühle. Es ist so einfach, in diese einzutauchen. Die Sonne brennt regelrecht auf der Haut, der Hunger nagt und Durst trocknet die Kehle aus. Man spürt die Hilflosigkeit, Liebe, Sehnsucht oder Wut und Frustration. Kritisch und dennoch nicht bewertend betrachten wir durch seine Augen die Gesellschaftsentwicklung. Die Schauplätze und besonders Dresden werden lebendig und die Gefühlswelten der Protagonisten werden auf den Leser transferiert. Gerade letzteres ist mir noch nicht häufig in dieser Intensität passiert. 

Man muss nicht, sollte aber auch die beiden ersten Fälle von Max Heller gelesen haben, um das Gesamtbild verstehen und auch nachempfinden zu können. Für mich ergab sich bereits nach den ersten Seiten ein Gefühl, wie wieder nach Hause zu kommen. 


Dieses Mal habe ich das Buch gelesen und anschließend hörend erlebt. Heikko Deutschmann verleiht "Vergessene Seelen" mittels des Hörbuches noch einmal eine tiefere Intensität, als ich sie schon beim Lesen verspürt habe. Seine Stimme hat Kraft und das perfekte Timbre, um das Geschehen direkt zu uns zu transportieren. Man kann sich ihm nicht entziehen.

Auch im dritten Band um Max Heller geht es nicht allein darum, einen Kriminalfall zu lösen. Frank Goldammer konfrontiert uns mit den gesellschaftlichen und politischen Problemen der Zeit, die eng mit dem aufzuklärenden Fall verwoben sind. Gleichzeitig erleben wir eine facettenreiche Reise durch die Stadt Dresden bei der seine Liebe zu Dresden überall spürbar ist.

Was sicher vielen Lesern aufgefallen ist, ist die Veränderung des Covers im Vergleich zu den bisherigen Bänden. Eigentlich gefällt es mir sogar sehr gut. Ich vermisse nur den ursprünglichen Schriftzug des Buchtitels. Dieser besaß für mich das gewisse Etwas, was mir ein wenig fehlt.

Schon jetzt dürfen wir auf einen neuen Fall mit Max Heller gespannt sein und uns auf ein weiteres Zeitporträt freuen.

Mittwoch, 22. August 2018

Rezension "Nur drei Worte" von Becky Albertalli - Carlsen Verlag

Nach §2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diesen Beitrag als Werbung



Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: Carlsen (26. Februar 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3551556091
ISBN-13: 978-3551556097
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: Simon vs. the Homo Sapiens Agenda
D: 16,99 Euro





Inhalt:


Gewinner des Deutschen Jugendliteraturpreises 2017! (Jugendjury)


»Dieses Buch hat mir ein breites Grinsen aufs Gesicht gezaubert. Mein Herz ist zehnmal größer geworden. Ich bin wahrscheinlich ein besserer, gesünderer und glücklicherer Mensch, seitdem ich es gelesen habe.« (Leserstimme auf Goodreads)

Was Simon über Blue weiß: Er ist witzig, sehr weise, aber auch ein bisschen schüchtern. Und ganz schön verwirrend. Was Simon nicht über Blue weiß: WER er ist. Die beiden gehen auf dieselbe Schule und schon seit Monaten tauschen sie E-Mails aus, in denen sie sich die intimsten Dinge gestehen. Simon spürt, dass er sich langsam, aber sicher in Blue verliebt, doch der ist noch nicht bereit, sich mit Simon zu treffen. Dann fällt eine der E-Mails in falsche Hände – und plötzlich steht Simons Leben Kopf.

Die schönste Liebesgeschichte aller Zeiten – Herzchenaugen und Dauergrinsen garantiert!

Jetzt ist der preisgekrönte Roman unter dem Titel »Love, Simon« auch im Kino zu sehen! In den Hauptrollen: Nick Robinson (Jurassic World) und Katherine Langford (Tote Mädchen lügen nicht).
Quelle: Amazon



Die Autorin:


Becky Albertalli hat als Psychologin schon mit vielen schlauen, schrägen und wunderbaren Jugendlichen gearbeitet. Heute lebt sie mit ihrem Mann und zwei Söhnen in der Nähe von Atlanta und widmet sich ganz dem Schreiben. Für ihren ersten Roman, »Nur drei Worte«, erhielt sie 2017 den Deutschen Jugendliteraturpreis.
Quelle: Amazon


Rezension:


Becky Albertalli hat hier ein wichtiges Thema in einer wunderbaren und authentisch erzählten Geschichte dargebracht.

Simon ist ein ganz normaler Junge. Seine Gedankengänge sind manchmal wie Spiralen, die sich verwickeln, seine Umwelt überfordert ihn und dann ist sein Blick auf bestimmte Dinge wieder glasklar. Einige seiner Überlegungen zeigen uns interessante Aspekte und Sichtweisen. Simon ist nicht perfekt und gerade das macht ihn so sympathisch. Allerdings gibt es etwas in Simons Leben, dass er bisher vor seiner Familie und Freunden verborgen hielt. Simon interessiert sich nicht für Mädchen.

Durch reinen Zufall macht er die Bekanntschaft von Blue und obwohl er diesen Jungen noch nie getroffen hat, verliebt sich Simon. Für ihn spielen weder Blues Herkunft, seine Hautfarbe, noch sein Aussehen eine Rolle. Simon verliebt sich in die Worte und den Charakter von Blue. Die E-Mail-Briefe der beiden sind herrlich erfrischend.

Doch eine Frage quält ihn: „Wer ist Blue?“. Hier darf man als Leser bis zum Schluss miträtseln und wird dabei von Becky Albertalli gern auf falsche Fährten geführt.

Um die Identität seines Freundes herauszufinden tappt Simon schon einmal in das eine oder andere Fettnäpfchen. Mit dieser Liebe wachsen aber auch sein Selbstbewusstsein und sein Mut. Als es zu einem unfreiwilligen Coming-Out kommt, ist er ängstlich und doch unheimlich erleichtert darüber, diesen Schritt gewagt zu haben.

„Nur drei Worte“ beschreibt zart und mit allen Unsicherheiten, die die Protagonisten fühlen, das auf und ab der Entwicklung einer großen Liebe, die anfangs rein auf Kommunikation und kleinen versteckten Gesten aufbaut. In diesem Punkt ist es eigentlich irrrelevant, ob es sich um eine hetero- oder homosexuelle Beziehung handelt.

„Nur drei Worte“ packt einen und geht zu Herzen. Dabei wird die Geschichte zwar mit viel Gefühl, aber nicht rührselig, sondern mit viel Humor erzählt. Die Liebesgeschichte steht klar im Vordergrund, doch geht es auch um Themen wie Familie, Freundschaft, Vertrauen, Zusammenhalt und die Hürden des Erwachsenwerdens. Ich kann Euch dieses Buch einfach nur ans Herz legen.

Zwischenzeitlich wurde das Buch verfilmt. Seit Juni 2018 könnt ihr in „Love, Simon“ auch auf der Leinwand diese emotionale Achterbahn der Gefühle erleben.


Montag, 20. August 2018

Rezension "Der Tod bohrt nach" von Isabella Archan - Emons Verlag

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Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: Emons Verlag (28. Juni 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3740803126
ISBN-13: 978-3740803124
D: 12,90 Euro







Inhalt:


Vergiftung, Entführung und Mord.

Während Dr. Leocardia Kardiffs zahnärztlichem Nacht-Notdienst taucht ein seltsamer Patient auf, der etwas von Mord stammelt. Welche Wahl bleibt Leo da? Keine. Sie fühlt dem Bösen auf den Zahn und kommt einer Entführung auf die Spur – und auch eine Leiche lässt nicht lange auf sich warten. Hauptkommissar Zimmer und sein Team ermitteln, doch auch Leo setzt den Bohrer an.
Quelle: Amazon




Die Autorin:


Isabella Archan wurde 1965 in Graz geboren. Nach Abitur und Schauspieldiplom folgten Theaterengagements in Österreich, der Schweiz und in Deutschland. Seit 2002 lebt sie in Köln, wo sie eine zweite Karriere als Autorin begann. Neben dem Schreiben ist Isabella Archan immer wieder in Rollen in TV und Film zu sehen, unter anderem im Kölner 'Tatort', in der 'Lindenstraße' und in 'Diese Kaminskis', und vor allem mit ihrem eigenen Programm zu ihren Krimis auf der Bühne.
Quelle: Amazon




Rezension:


"Der Tod bohrt nach" ist ein unterhaltsamer Krimi mit einzigartigen Charakteren.

Obwohl ich die beiden Vorgänger "Tote haben kein Zahnweh" und "Auch Killer haben Karies" noch nicht gelesen habe (was ich aber unbedingt nachholen sollte), gelang mir der Einstieg in diesen dritten Teil rund um die quirlige Zahnärztin Dr. Leocardia Kardiff problemlos. Einzig, das Buch macht Hunger auf mehr Abenteuer mit dieser Heldin. 

Leocardia ist chaotisch, neugieriger als ihr gut tut und besitzt ein besonderes Talent, immer wieder in Kriminalfälle zu stolpern. Ein bisschen erinnert sie mich an eine junge Miss Marple. Man muss sie einfach ins Herz schließen.

Mit viel Ironie, Scharfsinn und hintergründigen Wortspielereien hält uns Isabella Archan in Atem. Es gilt einen ziemlich verdrehten Kriminalfall zu lösen. Ein merkwürdiger Patient, eine Leiche und eine Entführung hängen irgendwie miteinander zusammen und die Fäden scheinen sich ausgerechnet bei Dr. Leocardia Kardiff zu treffen. Als wäre dies nicht schon genug Trouble, muss sie sich auch noch mit ihrem - im gesellschaftlichen Umgang - recht tollpatschigen Vater herumschlagen. Dabei wird dieser am Ende sogar zum Retter in der Not. 

Isabella Archan besticht durch originelle Einfälle und ein gutes Gespür für humorvolle Dramatik. Da bleibt die Spannung keinesfalls auf der Strecke. Wer sagt, Krimi und Humor passen nicht zusammen, wird hier eines besseren belehrt. 


Auslosung des Gewinnspiels zur Buchvorstellung "Die Ring-Chroniken - Begabt"

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Ich freue mich sehr, dass so viele Erin Lenaris kleine Chamäleons adoptieren wollen. Hoffentlich gefällt Euch die Geschichte genauso gut und Ihr gebt Erin ein kurzes Feedback, wenn Ihr das Buch gelesen habt.

Jetzt mache ich es aber kurz. Alle, die auf dem Blog, per Kontaktformular oder anderen Portalen wie Facebook einen Kommentar hinterlassen haben, sind direkt in den Lostopf gehüpft. Glücksfee durfte heute meine Tochter spielen und je eines der süßen Tierchen macht sich bald auf den Weg zu:



Leann Porter
Nicole Freiwald
Denise Bormann-Ervens


Bitte teilt mir unter Mail: schmidt.anja73@gmail.com Eure Anschrift mit, damit sich die Chamäleons auf den Weg machen können. Die Daten werden im Anschluss von mir gelöscht.

Ich wünsche Euch ganz viel Freude mit Euren neuen Mitbewohnern und Lesebegleitern.


Da ich noch zwei weitere Postkarten von Erin Lenaris bekommen habe, würde ich diese gern als Trostpreise versenden an:

La Tina 
Daniela Mathey

Wenn Ihr gern eine Postkarte bekommen möchtet, schickt mir bitte auch Eure Adressen zu.


Mittwoch, 15. August 2018

Buchvorstellung mit Verlosung zu "Die Ring-Chroniken - Begabt" von Erin Lenaris - Harper Collins

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In knapp drei Wochen, am 03. September startet Erin Lenaris mit ihrem Debüt „Die Ring-Chroniken-Begabt“ bei Harper Collins. Ihre bunten Chamäleons bevölkern bereits seit einiger Zeit das Internet und haben auch schon einige Wohnzimmer erobert. Sie spielen in den Ring-Chroniken zwar nur eine Nebenrolle, sind aber als Buchbotschafter fleißig unterwegs. 

Doch worum geht es in den „Ring-Chroniken“? 

Stellt Euch vor, die Welt, wie ihr sie kennt, existiert nicht mehr. Ihr lebt in einer absoluten Wüstenlandschaft, in der die Sonne Tag für Tag glühend auf die Erde blickt. Die Menschen haben sich unter die Erde zurückgezogen. Wasser ist eines der höchsten Güter überhaupt, denn der Regen bleibt aus. Eine Andeutung habt Ihr in diesem heißen Sommer bereits verspüren können. 

Doch für unsere Protagonistin Emony und die Bewohner von Rauring ist dies rauer Alltag. Im Jahr 2210 bedeutet jeder Tag einen erneuten Kampf um Wasser und das reine Überleben. 

Emony träumt von einer besseren Zukunft und einem Landschaftsstreifen auf der Erde, an dem es noch regnet, dem heutigen Grönland. Es ist eine Oase, ein grünes Paradies und doch gibt es auch hier Schattenseiten. 

Taschenbuch: 336 Seiten

ISBN: 9783959672115
Preis: 14,99 Euro



Vielleicht macht Euch ja auch der Klappentext neugierig: 

Die 16-jährige Emony verfügt über eine Gabe: Sie kann Lügen erkennen. Doch diese Fähigkeit bringt sie in Gefahr, als sie ihre Heimat, die lebensfeindliche Rauring-Wüste, verlässt. Denn es gibt nur eine Möglichkeit, der mörderischen Hitze und dem quälenden Durst zu entkommen – Emony muss eine Ausbildung bei dem Unternehmen beginnen, das die weltweite Wasserversorgung kontrolliert. Rasch kommt sie dahinter, dass ihr Arbeitgeber die Wüstenbewohner betrügt. Der einzig ehrliche Mensch scheint ihr Ausbilder Kohen zu sein, für den sie bald mehr empfindet. Kann sie ihm im Kampf gegen den übermächtigen Gegner vertrauen? Und sind die Lügen noch viel größer als vermutet? 

(Text- und Coverrechte Harper Collins) 


Wenn Ihr noch ein wenig mehr in Emony und Ihre Welt eintauschen möchtet, kann ich Euch die Leseprobe zum Buch empfehlen. Aber vorsicht, sie endet mit einem gemeinen Cliffhanger…


"...WIDMUNG - Für alle Weltenwandler und Wahrheitssucher - 1. KAPITEL - Wer will schon durstig seinem Schicksal gegenübertreten? Ich..." hier weiterlesen

Ihr möchtet nicht mehr aufhören zu lesen?


Dann bewerbt Euch doch noch rasch bis zum 19.08.2018 für die aktuelle Leserunde auf LOVELYBOOKS. Erin Lenaris liest und diskutiert hier mit Euch gemeinsam und freut sich schon auf Eurer Feedback und viele Fragen. Harper Collins unterstützt diese Leserunde mit insgesamt 30 (!) Taschenbüchern. Hier geht es zur Leserunde.


Zum Schluss habe ich aber auch noch etwas für alle, die lieber allein und im eigenen Tempo lesen möchten, sich das Buch selbst kaufen, aber gern Gesellschaft von einem kleinen Lesebegleiter hätten. Drei süße Chamäleons haben den Weg von Erin Lenaris zu mir gefunden und suchen ein liebevolles Zuhause. 

Hinterlasst einfach einen lieben Kommentar. Bis Sonntag, 19. August 2018 um 23.59 Uhr habt Ihr Zeit. Am Montag lose ich aus und dann machen sich die Kleinen auch direkt auf den Weg.



Teilnahmebedingungen:
• Wer darf teilnehmen? Minderjährige nur mit schriftlicher Erlaubnis der Eltern, nur Teilnehmer aus Deutschland. Teilnehmer aus dem Ausland sind ebenfalls zugelassen, sofern diese das Porto selbst tragen.
• Der Gewinner wird ausgelost und stimmt durch die Teilnahme zu, namentlich auf dem Blog genannt zu werden.
• Die Aktion beginnt am 15.08.2018 und endet am 19.08.2018 um 23:59 Uhr.
• Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
• Eure Daten werden ausschließlich für das Gewinnspiel und den Versand benutzt und danach gelöscht.
• Eine Haftung für den Versand ist ausgeschlossen.
• keine Barauszahlung möglich
• Meldet sich der Gewinner nicht innerhalb von 7 Tagen, wird neu ausgelost.



Montag, 13. August 2018

Rezension "Wie der Wind und das Meer" von Lilli Beck - Blanvalet Verlag

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Gebundene Ausgabe: 512 Seiten
Verlag: Blanvalet Verlag (18. September 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 376450577X
ISBN-13: 978-3764505776
D: 19,99 Euro







Inhalt:


»Halt dein Gesicht in den Regen, jeder Tropfen ist ein Kuss von mir ...«

München, April 1945. Nach einem verheerenden Fliegerangriff irrt der elfjährige Paul mit einem Koffer durch die Trümmerlandschaft. Auf der Suche nach einem Versteck trifft er auf ein kleines Mädchen. Sie heißt Sarah, hat wie er ihre Familie verloren – und sieht Pauls Schwester verblüffend ähnlich. Um in der verwüsteten Stadt nicht allein zu sein und von den Behörden nicht getrennt zu werden, schließen Paul und Sarah einen Pakt: Von nun an werden sie sich als Geschwister ausgeben. Ihr Plan geht auf. Doch wie hätten sie ahnen können, dass Jahre später ihre Notlüge ihr Verhängnis werden würde – und dass sie sich würden verstecken müssen, um sich lieben zu dürfen …
Quelle: Amazon




Die Autorin:


Lilli Beck wurde 1950 in Weiden/Oberpfalz geboren, wo sie auch aufwuchs und nach der Schulzeit eine Ausbildung zur Großhandelskauffrau absolvierte. Ende 1968 wechselt sie nach München. Nach zwei Wochen tippen bei einem Rechtsanwalt, wurde sie von einer Modelagentin (es gab noch keine Casting-Shows) in der damaligen In-Disco ,Blow up' entdeckt. Es folgten die ersten Fotos in Paris. Anschließend arbeitete sie u.a. für Zeitschriften wie BRIGTTE, landete wegen ihrer perfekten Beine auf Strumpfpackungen und Plakaten, war die Pirelli-Kühlerfigur der 70er Jahre und Covergirl auf der LP "Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz" von Marius Müller-Westernhagen. Zwischendurch absolvierte sie ein Schauspielstudium, war Cutterassistentin, (u.a. bei Wim Wenders' "Der amerikanische Freund"), und bekam erste TV- und Filmrollen. Durch die intensive Arbeit mit Texten begann sie, Kurzgeschichten zu verfassen. Nach der Geburt ihrer Tochter gab sie die Schauspielerei auf und wechselte hinter die Kamera als Visagistin. 2000 verließ sie die Welt des schönen Scheins, um nur noch zu schreiben. 2002 die ersten Veröffentlichungen von Kurzkrimis. 2008 der erste Roman: "Reich heiraten!", dem "Chili und Schokolade" und "Sie haben sich aber gut gehalten!" folgten. Unter dem Pseudonym Mira Becker hat sie den Roman: "Couchgeflüster" verfasst, und als Annette Bluhm den Weihnachtsroman "Die hässlichste Tanne der Welt". Des weiteren erschienen: "Liebe auf den letzten Blick, "Liebe verlernt man nicht" und "Geld oder Liebe." Im August 2015 "Glück und Glas" eine berührende Saga über 70 Jahre deutsche Geschichte und das bewegenden Schicksal zweier Freundinnen.
Quelle: Amazon


Rezension:


Es ist sehr einfach, in diese Geschichte einzutauchen, mit den Protagonisten zu verschmelzen, aber schwer, sich nicht im Strudel der Gefühle zu verlieren. „Wie der Wind und das Meer“ ist eine wundervolle Liebesgeschichte, ein geschichtliches Porträt des Lebens während des 2. Weltkrieges, der Nachkriegszeit und danach. Empathisch und mit tiefen Gefühlen lässt uns Lilli Beck am Leben ihrer Protagonisten teilhaben. Wir fühlen Liebe, Freundschaft, Sehnsüchte, Hilfslosigkeit und vieles mehr. Ein, nein zwei ganze Leben, eingeschlossen zwischen 512 Seiten.

Eine Notlüge, die zwei Kindern das Überleben sicherte und ihnen Halt gab, wird zu einem lebenslangen Trauma. Sie entwickeln Gefühle, die nach außen hin verboten sind und doch so normal erscheinen. Jeder für sich lebt sein Leben und dennoch sind diese Leben immer unvollständig. Ihr Geheimnis beeinflusst auch alle Menschen, die ihnen nahe kommen auf die eine oder andere Art.

Paul und Sarah sind wie die Königkinder, die nicht zueinander kommen konnten.
Gefangen in den Moralvorstellungen ihrer Zeit, an einem Weg angelangt, an dem es kein Zurück mehr gibt.

Beeindruckt hat mich der Wandel, der mit Paul und Sarah mit den Jahren vonstattengegangen ist. War Paul als Kind und Jugendlicher der zielstrebigere und mutige, verlor er später seinen Biss und wurde zu einem unsteten, rückgratlosen, egoistischen Menschen, der vorrangig sich selbst bedauert. Nicht einmal seinem eigenen Kind konnte er genug Zeit und Gefühle entgegenbringen. Nur der geschäftliche Erfolgt bringt ihm Befriedigung. Den späteren Paul mochte ich immer weniger. Dagegen wächst die verträumte Sarah an den Herausforderungen des Lebens. Sie schafft es auch weiterhin, sich emotional an andere Menschen zu binden. Mit viel Glück und Fleiß schafft sie es, ihrem Sohn ein Heim voller Herzenswärme zu bereiten. In gewisser Weise blieb sie sich über all die Jahre selbst treu.

Lilli Beck gelingt es, ihre Hauptcharaktere intensiv hervorzuheben, ohne die Nebenakteure verblassen zu lassen.
Die Geschichte zweier Leben verspricht immer wieder verheißungsvolle Möglichkeiten. Dennoch gelingt es den beiden nicht, sich aus den Verstrickungen zu befreien und macht es ihnen unmöglich, die Wahrheit nach außen dringen zu lassen. Der Verzicht auf ein gemeinsames, erfülltes Leben zerstört mit den Jahren aber nicht nur das ihre, sondern auch das der sie umgebenden Menschen. Es macht traurig zu sehen, wie die Zeit verrinnt und Generationen durch Schweigen kaputt gehen.

"Wie der Wind und das Meer" berührt tief, ohne übertrieben sentimental zu werden. Eine Geschichte, so facettenreich wie das Leben selbst.


Freitag, 3. August 2018

Rezension "Höhenrauschsaison" von Meredith Winter - Sommerburg Verlag

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Taschenbuch: 210 Seiten
Verlag: Sommerburg Verlag; Auflage: 1 (16. April 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 398187224X
ISBN-13: 978-3981872248
D: 9,99 Euro






Inhalt:


April 2012 - die Mount-Everest-Saison hat begonnen.
Vor Ort: Ärztin Clementine, die schon auf dem Trek zum Basecamp alle Hände voll zu tun hat, sich um die Verletzten und Höhenkranken zu kümmern, welche die Region auf dem Weg zum höchsten Berg der Erde unterschätzt haben.
Ebenfalls mit von der Partie ist der russische Auftragskiller Alexej, der sich als Bergsteiger ausgibt und bloß einen Auftrag hat: Clementine zu töten. Dumm nur, dass sie bereits tot ist.
Quelle: Amazon


Die Autorin:


Wenn Meredith Winter (*1981 geb. in Lüneburg) nicht gerade Alleinunterhalter für Ihre drei Kinder spielt,
schreibt sie keltische Songs, schaut nachts in die Sterne, frönt ihr Dasein als Cineast & Serienjunkie und liest selbst massenhaft Bücher.
Quelle: Amazon



Rezension:


Der Mount Everest ist ein Magnet und eine Herausforderung für alle Bergsteiger. Er bietet aber auch eine perfekte Kulisse für einen Thriller. Es riecht förmlich nach Abenteuer, Gefahr und Geheimnissen. Genau hier hat Meredith Winter ihren Thriller situiert.

Mit viel Herzblut und Einfühlungsvermögen beschreibt sie nicht nur die Handlung selbst, sondern bringt uns Nepal und die dortige Kultur ein Stückchen näher. Besonders den Sherpas und deren Leben hat sie viel Platz eingeräumt. Die Schauplätze der Handlung werden bildhaft und detailliert beschrieben. Ich konnte die Kälte in den Knochen förmlich spüren.

Anhand des Klappentextes hatte ich mir allerdings eine völlig andere Handlung vorgestellt. Das lag wahrscheinlich an meiner Interpretation eines einzelnen Satzes und hatte keinen negativen Einfluss auf mein Lesen. Es war spannend, die Ereignisse am Mount Everest zu verfolgen.

Leider waren mir manche Handlungsweisen zu unlogisch bzw. oberflächlich und die knisternde erotische Spannung zwischen den Protagonisten konnte nicht auf mich übergreifen. Mit Alexej und Clementine wurde ich bis zum Schluss nicht richtig warm. Die emotionale Ebene der handelnden Personen ging nicht tief genug und hielt mich leider zu sehr auf Distanz.

Dafür gab es dann wieder rasante Wendungen und neue Geheimnisse, die es zu lüften galt. Dramatische Situationen und interessante Charaktere ließen den Spannungsbogen immer wieder aufsteigen. Gerade die realistischen Situationen einer derartigen Bergbesteigung haben mich gefesselt.

Am Ende hat es sich die Autorin aber etwas zu einfach gemacht und trotz der Dramatik ein zu glattes Ende vorgelegt. Für mich wichtige Fragen bleiben unbeantwortet, wodurch sich der Kreis letztendlich nicht wirklich schließt. Hier wurde viel Potential verschenkt.

Trotz meiner angebrachten Kritik hat sich „Höhenrauschsaison“ sehr flüssig und angenehm lesen lassen und mich auf seine eigene Art gut unterhalten.



Mittwoch, 1. August 2018

Rezension "Killerspinnen: Heavy Metal Horrorshow" von Florian Gerlach - Independently published

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Taschenbuch: 232 Seiten
Verlag: Independently published (28. Juni 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 1980984417
ISBN-13: 978-1980984412
D: 9,99 Euro







Inhalt:


Sarah tingelt mit der Band IRON SMOGGER durch heruntergekommene Bars. Die unzähligen Spinnen bei den Auftritten bemerkt die Sängerin erst, als in ihrem Bauch eine grauenvolle Kreatur heranwächst. Der Kampf gegen die Killerspinnen führt sie direkt in ihr Nest. Es ist im Keller einer alten Fabrik, in der die Band das letzte Konzert ihrer Tour spielt ... Herzlich willkommen bei einer Heavy Metal Horrorshow! Harte Rockmusik. Scharfe Groupies. Mörderische Killerspinnen. Klischees? Klar. Aber verdammt gute. Dieser Roman ist daher nicht nur ein Buch für Fantasy, Horror, und Dark Romance Leser, sondern auch für alle Rockfans, die ihre Liebe zur harten Musik noch nicht verloren haben. Gerlach. Lesen. Wenn Du Dich traust.
Quelle: Amazon



Der Autor:


Herzlich Willkommen in der literarischen Welt von Florian Gerlach. Ich schreibe am liebsten Old School Horrorromane und Thriller. Wenn Ihr mir in die Abgründe menschlicher Fantasien folgen wollt, solltet Ihr mal reinlesen. Bald wird es mit den KILLERSPINNEN übrigens einen neuen Roman aus meiner Feder geben. Seid ihr bereit für eine Heavy Metal Horrorshow? Gerlach. Lesen. Wenn Du Dich traust.

Bisher erschienene Romane: SMOGGER, WERWOLF ART, TODESSPIEGEL, FIRST DEAD MODEL
Quelle: Amazon



Rezension:


Gleich eine Warnung vorweg. Wer an einer Spinnenphobie leidet, sollte sich von diesem Buch fernhalten. Hier wimmelt es auf so gut wie jeder Seite vor Spinnen. 

Spinnen, Spinnen überall....

Sie sind hinterhältig und bösartig. Sie verfolgen ihre eigenen Ziele und die sind so ganz anders, als wir es zwischendurch vermuten würden. Noch jetzt schüttelt es mich, wenn ich nur an die Invasionen von Spinnen denke, die sich hier tummelten. Meine Liebe zu Spinnentieren hat dieses Buch definitiv nicht gefördert. Geschickt und düster schlägt uns „Killerspinnen“ in seinen Bann.

Jedoch geht es hier nicht nur um die achtbeinigen Krabbeltiere. Auch menschliche Abgründe öffnen sich und Florian Gerlach lässt uns tief eintauchen, in den Horror dieser Geschichte. Die Charaktere sind recht vielschichtig und polarisieren. Abgrundtief böse, dumm oder durchwoben von Gleichgültigkeit dem Leben gegenüber, fasziniert von Grausamkeiten und dem Tod selbst, lassen uns Mensch und Tier schaudern.

Wie nachhaltig wirken sich unaussprechlich böse Taten auf das Leben aller aus? Wie schwarz kann es in der Psyche eines einzelnen Menschen aussehen?

Nicht immer erwartet uns das, was uns Florian Gerlach auf den ersten Blick vermuten lässt. Die Ereignisse nehmen immer wieder unerwartete Verläufe und auch der Schluss hält einiges an Überraschungen für uns Leser bereit.

Für mich war „Killerspinnen“ ein richtiger Pageturner mit Gänsehautfeeling und Gruseleffekten. Vor Spinnen nehme ich mich zukünftig noch mehr in Acht.


Samstag, 28. Juli 2018

Rezension "Gottes Gabe" von Daniele Garreis - Independently published

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Taschenbuch: 398 Seiten
Verlag: Independently published (6. Juni 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 1983075337
ISBN-13: 978-1983075339
D: 12,99 Euro







Inhalt:


Alle 500 Jahre treffen sich Gott und Luzifer auf der Erde zu einer Art göttlichen Lagebesprechung. Diesmal findet die Konferenz im Englischen Garten in München statt. Sie hadern mit den Menschen, da diese selbstsüchtig, eitel und gierig sind. Luzifer drängt Gott dazu, die Menschheit auszulöschen. Doch der Schöpfer gibt ihnen noch eine Chance. Gemeinsam suchen die beiden einen Menschen aus, der je eine göttliche und eine diabolische Gabe erhalten soll. Nutzt er die Gaben, um seinen Mitmenschen Gutes zu tun? Oder nutzt er sie, um sich zu bereichern und Macht zu erlangen? Ihre Wahl fällt auf den Obdachlosen Picasso, der mit seinen Kumpanen allerlei Unfug mit den übermenschlichen Fähigkeiten anstellt. Führt das zur Apokalypse? Eine göttliche Fantasy-Komödie mit diabolischen Einflüssen und dramatischem Hintergrund.
Quelle: Amazon


Rezension:


Dieses Buch ist über die Empfehlung einer lieben Freundin zu mir gekommen. Rein vom Titel hätte ich es wahrscheinlich nicht für mich ausgewählt. Doch dahinter verbarg sich eine wahre Überraschung. Und auch das Cover gefällt mir sehr. Es ist wundervoll mystisch und passt perfekt zur Geschichte.

Erfrischend anders, hat mich die Geschichte rasch in ihren Bann gezogen. Ich mochte die Grundidee der Geschichte und auch die einzelnen Charaktere. Daniele Garreis hat eine außergewöhnliche Idee gelungen umgesetzt. Sie eröffnet uns eine neue Sicht auf das Leben. Es gibt so einiges zu überdenken. Dabei liegt hier der Anspruch nicht auf thematischer Richtigkeit bezüglich Glaubensfragen. Welche Eigenschaften göttlich oder diabolisch sind, darüber ließe sich sicher ewig fachsimpeln oder philosophieren. Doch darum geht es ja im Endeffekt nicht. Das Spiel zwischen Gott und Luzifer dient als Grundbaustein des Plots.

Es eröffnet interessante Blickwinkel und passt gut zu unserer herrschenden Lebensstruktur. Was würden wir selbst mir der ein oder anderen Gabe anfangen? Daniele Garreis nimmt in "Gottes Gabe" unsere Gesellschaft unter die Lupe und lässt uns in einen Spiegel schauen.

Reale Elemente verweben sich mit denen der Fantasie. Manchmal erscheinen einzelne Handlungen ein wenig aufgesetzt, zu gewollt und auch der Schluss ist mir zu unkompliziert inszeniert. Dennoch konnte mich dieses Buch fesseln. Amüsant, nachdenklich und ein wenig kurios, werden Themen wie Familie, Freundschaft, Zusammenhalt und menschliches Miteinander angesprochen.

Der flüssige und leichte Schreibstil bietet gute Unterhaltung in einer gelungenen Kombination von Fantasy mit Realitätsbezug.


Freitag, 27. Juli 2018

Blogtour "Fluch der schwarzen Dahlie" (Dryas Verlag) - Tag 1 - Vampire

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Willkomen zum ersten Tag unserer Blogtour!


In "Fluch der schwarzen Dahlie" treffen wir auf viele übernatürliche Wesen. Da dürfen Vampire nicht fehlen und zum Auftakt unserer spannenden Blogtour habe ich mich mit diesem Thema beschäftigt.

Übernatürliche Wesen üben seit Jahrhunderten ihre Faszination auf die Menschheit aus. Ungewöhnliche Vorgänge oder bizarre Handlungen fremder Personen regen die Fantasie an. Über die Jahre entstanden so Märchen und Legenden. Alles jedoch beruht auf einem winzigen Anteil von Realität. Es gibt immer wieder Situationen, in denen wir uns fragen: „Kann das sein? - Was wäre wenn? - Und wenn doch?“. 

Bücher oder Filme über Vampire gibt es mittlerweile unendlich viele und wir werden nicht müde, unsere Vorstellung von dem einen bestimmten Vampire unserer Träume zu romantisieren.

Dracula ist der sicher berühmteste Vertreter seiner Art. Basierend auf einem „realen“ Vorbild, allerdings weniger romantisch bedacht, sondern eher der Monsterecke entsprungen, übt er seine Anziehungskraft generationsübergreifend aus.

Doch warum ist das so? 

Sind es das fast immer als überirdisch beschriebene gute Aussehen, das düstere Wesen oder die Unsterblichkeit, die wir mit Ihnen verbinden? Sind wir fasziniert vom uralten, unergründlichen Bösen oder ist es der Reiz, das Böse zähmen zu wollen, der uns zu Vampiren hinzieht?

Im Volksglauben sowie der Mythologie beschreibt das Wort Vampir eine blutsaugende Kreatur der Nacht. Eigentlich tot und doch wieder zum Leben erweckt, mit übernatürlichen Kräften ausgestattet, ernährt er sich von Blut. 

Vampire werden häufig mit Fledermäusen in Verbindung gebracht oder auf eine Stufe gestellt. Dabei sind es aber nur die Vampirfledermäuse, als einzigste Säugetiergruppe, die sich ausschließlich von Tierblut ernähren.

Es gibt nicht nur männliche Vampire. Jedoch scheinen alle von einer beeindruckenden atmosphärischen Aura umgeben zu sein. Abraham „Bram“ Stoker prägte das Vampirbild nachhaltig und erschaffte so ein Vorbild für alle weiteren Figuren dieses Genres.

Heute romantisieren wir das Bild des Vampirs. Sie sind nicht länger nur blutsaugende Ungeheuer. Was mit „Interview mit einem Vampire“ begann, setzt sich über „The lost Boys“ bis zur „Twilight“-Reihe fort. Vampire sind zeitlos und lassen sich in jede Gesellschaftsordnung und jedes Gesellschaftsbild einpassen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt und sie werden uns in Literatur und Film noch sehr lange erhalten bleiben.

Ich persönlich liebe ja die Fernsehserien zu „Buffy“ und „Angel“. Anfangs war Angel mein unangefochtener Lieblingsvampir - zumal ich den Schauspieler sehr mag. In den späteren Folgen beider Serien wurde Spike zu einem weiteren Lieblingsvampircharakter.

Und schon bin ich bei unserem Gewinnspiel der Blogtour angelangt. 


Verratet mir in den Kommentaren Euren absoluten Lieblingsvampir 

und ihr ergattert Euch ein Los für unserem Gewinntopf. In den nächsten Tagen könnt ihr auf den teilnehmenden Blogs weitere Lose sammeln. Am 02.08.2018 wird der/die glückliche/r Gewinner/in ausgelost. Ich drücke Euch die Daumen und bin auf Eure Antworten gespannt.


Zu gewinnen gibt es ein Printexemplar von "Fluch der Schwarzen Dahlie" aus dem Dryas Verlag.


Bitte beachtet die Teilnahmebedingungen zum Gewinnspiel. Ihr findet diese hier