Montag, 5. Februar 2018

Rezension "Mord am Waterberg" von Almut Hielscher und Uta König - ProTalk Verlag

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    Taschenbuch: 232 Seiten
    Verlag: Pro Talk Verlag (15. Juli 2017)
    Sprache: Deutsch
    ISBN-10: 393999040X
    ISBN-13: 978-3939990406
    D: 11,90 Euro






    Inhalt:


    Der rätselhafte Mord an ihrer Schwester Anna bringt Katrin nicht nur näher an die namibisch-deutsche Vergangenheit, sondern auch zunehmend in Gefahr. Das ahnt sie aber nicht, als sie sich auf den Weg in den Süden Afrikas macht, um den Leichnam ihrer ermordeten Schwester nach Deutschland zu holen.

    Der eigentlich geplante Kurzaufenthalt nimmt eine unerwartete Wendung, als sie die Chance ergreift, den Mordfall an ihrer Schwester eigenständig aufzuklären. Dabei stößt sie nicht nur auf das Misstrauen der Namibier, die immer noch das Nachbeben des Völkermords an ihren Ahnen spüren, sondern auch auf einen Feind, der sein tödliches Augenmerk jetzt auf Katrin selbst legt.

    Mit dieser schrecklichen Erkenntnis steht sie vor einer folgenschweren Entscheidung: Verfolgt sie die gefährliche Spur weiterhin, um den Mörder ihrer Schwester zu entlarven? Oder bringt sie sich selbst in Sicherheit, indem sie unverzüglich abreist? Eine überstürzte Abreise würde aber nicht nur bedeuten, dass sie sich der Wahrheit um den Mord ihrer kleinen Schwester verweigert, sondern es würde ebenfalls bedeuten, das Leben eines Unschuldigen in den blutigen Händen des Feindes zurückzulassen.
    Quelle: Amazon


    Die Autorinnen:


Almut Hielscher wurde 1943 geboren. Nach ihrer Ausbildung an der Münchner Journalisten-Schule arbeitete sie bei Tageszeitungen und Zeitschriften, unter anderem acht Jahre lang beim STERN und 15 Jahre beim SPIEGEL. Dort war sie unter anderem mehrere Jahre als Korrespondentin für Afrika mit Sitz in Johannesburg tätig. Außerdem arbeitete sie für den Deutschen Entwicklungsdienst (DED) in Namibia. Almut Hielscher ist verheiratet und lebt in München.
Quelle: Amazon



Rezension:


"Mord am Waterberg" ist ein eher ruhiger unblutiger Krimi, der sich vorrangig auf das menschliche Miteinander stützt. Als Leser sollte man vor allem Interesse am afrikanischen Kontinent uns seinen Bewohnern mitbringen.
Es handelt sich um einen gut durchdachten und strukturierten Krimi bei dem man als Leser nebenbei sehr viel über Namibia und seine Einwohner lernt. 

Gerüche und Geräusche, die Farbenpracht der afrikanischen Gewänder und die vielseitige Landschaft werden beim Lesen lebendig. Dabei sind zwar Handlung und Personen frei erfunden, doch alle historischen Hintergründe sind geschichtlich fundamentiert. Gerade dieser Aspekt hat mich in den Seiten festgehalten.

Dem Autorinnen-Duo ist es geschickt gelungen, die Fäden der Handlung miteinander zu verknüpfen und den Spannungsbogen immer wieder zu intensivieren.
Ein weit gefächertes Spektrum an menschlichen Charakteren belebt das Geschehen. Lebens- und Denkweisen prallen aufeinander. Ebenso kulturelles und geschichtliches Erbe und damit verbundene Traditionen. 
Die Mentalität des afrikanischen Volkes ist geprägt von historischen Ereignissen, tief verwurzelten Traditionen, Aberglauben und modernen Einflüssen aus aller Welt. Unsere europäischen Vorstellungen eines guten, perfekten Lebens müssen hier neu überdacht und Vorurteile abgebaut werden. Dabei erfährt unsere Protagonistin nicht nur Ablehnung und Misstrauen, sondern auch sehr viel Herzlichkeit und Gastfreundschaft. 

Vergangenheit und Gegenwart prallen aufeinander. In jeder Kultur gibt es Gut und Böse. Angst kann eine enorme Triebfeder sein und Missverständnisse können schnell zu einer Eskalation führen. 

All diese Aspekte unseres menschlichen Miteinanders haben Almut Hielscher und Uta König in diesem spannenden Krimi verwoben. Die Auflösung hat mich am Ende überrascht und mit einem bedauernden Blick auf Täter und Opfer traurig zurückgelassen.




1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Liebe Anja,
danke für die tolle Buchvorstellung, das klingt wie für mich gemacht. ;-)
Viele liebe Grüße, Heike