Donnerstag, 22. März 2018

Rezension "Unter Pechschwarzen Sternen" von Gereon Krantz - ProTalk Verlag

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Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Pro Talk Verlag (6. November 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3939990442
ISBN-13: 978-3939990444
D: 14,90 Euro









Inhalt:


In Berlin wird die Leiche einer Frau gefunden, mit Messerstichen übersät und grausig in Szene gesetzt. Ein Ritualmord? Die Tat eines psychisch Kranken? Der Auftakt einer Mordserie, die die Hauptstadt in Atem halten wird? Den Fall übernehmen zwei Kommissare, die unterschiedlicher nicht sein könnten, die perfektionistische und ehrgeizige Claudia Vogt und Thomas Harder, ein Alkoholiker mit Todessehnsucht, der nach einem Disziplinarverfahren gerade den Dienst wieder angetreten hat. Die Zusammenarbeit erweist sich als schwierig. Während Vogt sich beinahe besessen an die Dienstvorschriften hält, scheut Harder nicht davor zurück, auf der Jagd nach dem Mörder alle Regeln zu brechen. Immer wieder geraten die beiden aneinander und stehen sich selbst und der Lösung des Rätsels im Weg. Aber wenn sie den Täter fassen wollen, müssen sie ihre Konflikte überwinden. Und ihnen läuft die Zeit davon: Alles deutet darauf hin, dass es nicht bei diesem einen Mord bleiben wird.
Quelle: ProTalk Verlag




Der Autor:


Gereon Krantz, Jahrgang 1982, studierte Germanistik, Philosophie und Sinologie in Köln, Prag und Berlin. Er war als Lagerarbeiter, Archivaushilfe, Ashramhausmeister und Bartender tätig und lebt, schreibt und arbeitet heute in Köln.
Quelle: ProTalk Verlag




Rezension:


Das Cover von "Unter Pechschwarzen Sternen" ist, wenn man den Inhalt kennt passend und spricht für die teils sehr düsteren Szenen in diesem Thriller. Mich hat es auf jeden Fall dazu verleitet, nach dem Buch zu greifen. 

Anfangs recht gewöhnungsbedürftig, habe ich mich von Seite zu Seite mehr den Protagonisten angenähert. Thomas Harder erfüllt das Klischee des typischen, verkorksten Kriminalkommissars. Immer wieder muss er seine eigenen Dämonen bekämpfen. Wären da nicht die Menschen, die es zu retten gilt und die Täter, die er unbedingt fassen möchte, würde ihm der Sinn zu leben bereits völlig abhandengekommen sein. So aber steht er zwar immer am Rande des Abgrundes, schafft es jedoch letztendlich wieder einen Schritt zurück zu treten. 
Seine Kollegin Claudia Vogt dagegen steht mit beiden Beinen auf der Erde, ist zielstrebig und ehrgeizig. Dennoch versteht sie schnell, wie ihr Partner tickt und gibt ihm die Freiheiten, die er braucht. 

Einzigartig ist das Verständnis von Thomas Harder für die kranken Seelen der Täter. Anfangs war es für mich schwer an diesen recht skurrilen Ermittler heran zu kommen. Am Ende mochte ich ihn ganz gern. Sein Wesen fasziniert mich. Gegen Harder wirkt Claudia Vogt sehr kalt und glatt. Ihre Fassade muss man im Laufe der Ermittlungen erst durchbrechen.
Beide ergänzen sich perfekt und harmonieren trotz aller Unterschiede gut miteinander. Sie bilden ein Ermittlerduo, von dem man gern mehr lesen möchte.

Immer wieder befindet man sich als Leser im Kopf des Täters, kann ihn dennoch nie wirklich fassen. Man hofft und bangt mit den Opfern und wird in Atem gehalten. Dieser Thriller entwickelt seinen ganz eigenen Sog, wenn man der Entwicklung Zeit gibt.

Wer sich auf dieses Buch einlässt, muss sich auf die sehr direkte und manchmal recht derbe Schreibweise des Autors gefasst machen. Stellenweise blitzt immer wieder ein tiefschwarzer Humor durch. Auch wenn sich das Geschehen gerade durch die sehr deutlichen Worte und Beschreibungen realistisch anfühlt, musste ich mich an den Schreibstil von Gereon Krantz erst gewöhnen. 
Er hat auf jeden Fall einen spannenden Thriller entworfen, dessen Spannungsbogen den Leser bis zum Ende fesselt. Ein gut platzierter Cliffhänger am Ende trägt sein Übriges dazu bei.


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