Samstag, 28. April 2018

Rezension "Silberschwingen - Erbin des Lichts" von Emily Bold - Planet! - Thienemann-Esslinger Verlag

Nach §2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diesen Beitrag als Werbung




Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH (13. Februar 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3522505778
ISBN-13: 978-3522505772
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 13 - 16 Jahre
D: 16,00 Euro





Inhalt:


Magie, Liebe, Spannung: brandneue Romantasy der Bestseller-Selfpublisherin Emily Bold!

Thorn kann kaum atmen, ihr Körper schmerzt, ihr Rücken glüht – etwas Unerklärliches geht mit ihr vor. Und schon bald erfährt sie: Sie ist halb Mensch, halb Silberschwinge und schwebt plötzlich in höchster Gefahr. Denn als Halbwesen hätte sie bereits nach ihrer Geburt getötet werden sollen. Als Lucien, der Sohn des mächtigen Clanoberhaupts der Silberschwingen, von ihrer Existenz erfährt, macht er Jagd auf sie. Thorn ist fasziniert von Lucien, denn er ist das schönste Wesen, dem Thorn jemals begegnet ist – und zugleich ihr schlimmster Feind.
Quelle: Amazon


Die Autorin:


Emily Bold, Jahrgang 1980, schreibt Romane für Jugendliche und Erwachsene. Ob historisch, zeitgenössisch oder fantastisch: In den Büchern der fränkischen Autorin ist Liebe das bestimmende Thema.

Nach diversen englischen Übersetzungen sind Emilys Romane mittlerweile auch ins Türkische, Ungarische und Tschechische übersetzt worden, etliche ihrer Bücher gibt es außerdem als Hörbuch.

Wenn sie mal nicht am Schreibtisch an neuen Buchideen feilt, reist Emily am liebsten mit ihrer Familie in der Welt umher, um neue Sehnsuchtsorte zu entdecken.

Mehr Informationen gibt es unter: emilybold.de
Quelle: Amazon



Rezension:


"Silberschwingen" eröffnet uns die magische Welt von faszinierenden und sehr arroganten Wesen. Die Assoziation und Neuinterpretation von Engelswesen ist sehr gut gelungen.
Das Cover bringt dies bereits ein wenig zum Ausdruck und hat mich sofort angesprochen. Der in einer lila Permuttveredelung schimmernde Einband begeistert mich immer wieder aufs Neue.
Emily Bold zeigt mit diesem Jugendroman, wie vielschichtig und kreativ sie schreiben kann. Einmal mehr beweist Sie ihre Wandlungsfähigkeit. 

"Silberschwingen" ist ein Jugendbuch und mit der Zielgruppe der 13jährigen vor Augen, sollte man diese Romantasy auch lesen. Für mich hat sie den Nerv ihrer potentiellen Leser voll getroffen. Auch wenn einige Passagen recht grausam anmuten, passen sie in den Kontext der Handlung, regen die bildliche Vorstellungskraft an, gehen aber dennoch nicht zu tief ins Detail. Dennoch kommt die Autorin nicht darum herum, auf Klischees aufzubauen und verbindet bekannte Elemente aus Jugendroman und Fantasie miteinander. Gestört hat es mich nicht. "Silberschwingen" ist Jugendfantasy mit einer großen Portion Liebe.

Da hier Fantasy auf das reale Leben trifft, zeigt Emily Bold ihren Lesern sehr gut auf, dass das Leben nicht immer fair und nicht alles nur schwarz/weiß gesehen werden kann. Ihre Charaktere sind sehr unterschiedlich und vielschichtig. Die Protagonisten hadern mit ihrem Schicksal, kämpfen mit ungebetenen bzw. unbekannten Gefühlen, sind neugierig, egoistisch und sind in einem Kreislauf von Machtstreben gegen Liebe und Freundschaft gefangen. Herz und Verstand stehen sich gegenüber. Dieser Zwiespalt kommt sehr deutlich zum Tragen.

Da haben wir Thorn, deren Leben von einem Tag auf den anderen völlig aus den Fugen gerät und sie in ein neues unbekanntes Dasein mit vielen recht unwirklich erscheinenden Gefahren katapultiert. Sie ist 16 und dementsprechend unreif sind teilweise ihre Aktionen. Nicht immer konnte ich sie verstehen. Ihr Mut und ihre Loyalität werden auf eine Bewährungsprobe gestellt. Nicht immer hat sie diese für mich bestanden und ich bin gespannt, wie sich Thorn im zweiten Teil dieser Dilogie weiterentwickelt. 

Dagegen fiel es mir leicht, Riley in mein Herz zu schließen. Ein bisschen zu unbekümmert, hat er ein großes Herz und setzt sein Leben für andere und seine Überzeugung ein. Sein Schicksal hat mich sehr bewegt und ich möchte unbedingt wissen, was Emily Bold mit ihm in der Zukunft vor hat.

Lucien ist für mich der zwiespältigste Charakter. Beachtet man seine Vorgeschichte, kann man sein Verhalten zwar verstehen, akzeptabel ist es dennoch nicht. Er ist dominant, arrogant und sehr elitär. Nur selten zeigt er eine weichere Seite und auch seine Beweggründe sind nicht immer glaubhaft. 
Meine Sympathien gehören eindeutig Riley, doch ich kann auch verstehen, warum sich Thorn von der dunklen Seite Luciens angezogen fühlt. 

Nyx tritt mehr als Randfigur in Erscheinung. Sie wirkt nicht sonderlich sympathisch, jedoch ist dies sicher auch ihrer Erziehung und den aktuellen Ereignissen geschuldet. Ihr Verhalten ist nur zu gut nachvollziehbar und in dieser Prota steckt noch eine Menge Potential.

Im Laufe der Handlung werden einige Geheimnisse in den Raum gestellt, die sich hoffentlich im nächsten Band auflösen. Schließlich beendet Emily Bold "Silberschwingen - Erbin des Lichts" mit einem ganz gemeinen Cliffhanger und zeigt so, dass sie immer wieder für eine Überraschung gut ist.

Wir dürfen uns auf einen spannenden zweiten Teil ab 17. Juli 2018 freuen.


Mittwoch, 25. April 2018

Rezension "Teufelsfarbe" von Ivonne Hübner - Dryas Verlag

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Taschenbuch, 498 Seiten,
Verlag: Dryas Verlag; Auflage: Taschenbuchausgabe (12. November 2017)
ISBN: 978-3-940855-74-9
12,00 € [D]; 12,40 € [A]
E-Book ISBN: 978-3-941408-97-5
7,99 €






Inhalt:


Teufelsfarbe wurde im 16. Jahrhundert das aus der Waidpflanze gewonnene Blau genannt. Es würde Stoffe zerfressen und Unglück bringen, hieß es. Ausgerechnet diese Pflanze will Bauer Christoph Rieger aber anbauen. Und reich will er damit werden, denn die Farbe ist gefragt.

Gegen den Willen seiner Familie und zum Entsetzen der Gemeinde nimmt der Sonderling ein als Hexe verschrienes Mädchen zur Frau, um sich mit deren Mitgift seinen Traum zu ermöglichen. Zu spät erkennt er die Konsequenzen, die sein Vorhaben nach sich zieht ...

Christophs Geschichte basiert auf einem realen Fall, der sich am 25. April 1510 in der Gemeinde Horka zugetragen hat.
Quelle: Dryas Verlag



Die Autorin:


Ivonne Hübner, am 29.12.1977 in der niederschlesischen Oberlausitz geboren, studierte in Leipzig Germanistik, Kunstpädagogik und Erziehungswissenschaften. Seit 2008 arbeitet sie als Studienrätin für Deutsch und Kunst in Potsdam, wo sie mit ihrer Familie lebt.
Quelle: Dryas Verlag



Rezension:


Endlich einmal wieder ein glaubhafter, ohne unnötigen Kitsch auskommender historischer Roman, der neben guter Unterhaltung auch so einiges Wissenswertes für seine Leser bereithält. Selbst, wenn es den Waidanbau in der Gegend um Horka nie gegeben hat, wird man angeregt einige historische Daten zu googeln.

Es ist ein hartes Leben auf dem Lande, als sich Christoph und Margarete begegnen. Ehen basieren nicht auf Gefühlen, sie werden rein nach geschäftlichen und gesellschaftlichen Überlegungen geschlossen. Überraschend war für mich, dass die Ehe nicht unbedingt in einer kirchlichen Zeremonie geschlossen werden musste, sondern eine Vertragsunterzeichnung durch einen Kirchenvertreter und den Gutsherren schlicht ausreichte. Ebenso einfach scheint es auch bei der Aufhebung einer ehelichen Verbindung der Fall gewesen zu sein. 

Christoph und Margarete sind für ihre Zeit recht fortschrittlich, auch wenn ihnen die nötige Bildung fehlt, ihre Träume zu verwirklichen. Während der junge Rieger einer Vision nachläuft, um dem Vorbild seines Vaters gerecht zu werden bzw. dieses in den Schatten zu stellen, besitzt Margarete eine für die damalige Zeit gefährliche Voraussicht. Beide sind im Kreislauf der herrschenden Glaubens- und Gesellschaftszwänge gefangen. Letztendliche werden ihnen der Neid, die Missgunst, Habgier und der Aberglaube der Dorfbevölkerung zum Verhängnis. 

Die Wortwahl von Ivonne Hübner ist der damaligen Zeit angepasst derb. Dennoch schafft sie es, die Landschaft und Menschen mit einer besonderen Art von Poesie zu beschreiben, dass man direkt in der Geschichte zu wandeln glaubt. Die Leser erwartet eine Zeitreise, die authentisch und düster die Härte des damaligen Lebens zeigt. Gleichzeitig erfährt man aber auch, welch großes Maß an Freiheiten es dennoch gab. Gerade diese Aspekte waren für mich sehr spannend und interessant. 

Die Autorin lässt uns auf vielschichtige und nicht immer sofort einzuschätzende Charaktere treffen. Sie zeigt am Beispiel von Christoph und Margarete, dass sie in vieler Hinsicht Kinder ihrer Zeit waren und mit den eigenen Gefühlen nicht bewusst klar kamen. Die Tragik, die sich hieraus ergibt, wird erst später deutlich, geht dafür aber umso mehr unter die Haut. Aberglaube und Intrigen, die Macht der Kirche und die Angst vor dem Unbekannten, werden ihnen zum Verhängnis. Es ist keine Happy-End-Geschichte, denn sonst hätte Ivonne Hübner ihre Glaubwürdigkeit verloren. 

Ein bisschen Geduld muss man beim Einstieg in die Geschichte mitbringen, wird dafür aber mit einem gut recherchierten, bildgewaltigen, spannenden und emotional aufrüttelnden Historienroman belohnt.



Samstag, 21. April 2018

Blogtour "Teufelsfarbe" - Aberglauben im Mittelalter

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Am Tag 5 unserer Blogtour geht es um das Thema Aberglaube im Mittelalter.

Die Handlung in "Teufelsfarbe" ist geprägt vom Aberglauben der Menschen dieser Zeit.Ab wann der spezifizierende Begriff "Aberglaube" wörtlich belegt ist, wird zwischen dem 12. und 15. Jahrhundert angesiedelt. Hier gibt es sehr unterschiedliche Quellenangaben.
Aberglauben steht für die Abweichung vom allgemeinen christlichen Glauben. Heute werden Dinge, deren Ursache und Wirkung sich nicht erklären lässt und die mehrmals in einem analogen Zusammenhang auftreten mit Aberglauben gleichgesetzt. Dabei kann es sich sowohl um positive als auch negative Ereignisse handeln.

Die Menschen im Mittelalter richtet ihr Leben nach den Gesetzen der Natur und der Kirche aus. Unwetter, verdorbene Ernten, Krankheiten oder sonstige negative Begebenheiten wurden auf falsches Verhalten oder Hexenwerk geschoben. Die Unwissenheit wurde gerade der einfachen Landbevölkerung oft zum Verhängnis. Die Kirchenvertreter taten ihr Übriges bei und versuchten die Leichtgläubigkeit und das Unwissen der Menschen zu ihrem eigenen Vorteil zu nutzen.

Nicht selten arteten persönliche Streitigkeiten aus und endeten mit Verleumdung bzw. dem Tod.
Gerade während der Inquisition reichte eine falsche Bemerkung aus und man wurde der Hexerei beschuldigt. Nur selten gelang es den Betroffenen ihre Unschuld zu beweisen und dem Tod zu entrinnen. Gerade unter den Richtern und Kirchenvertretern fanden sich Fanatiker, die in ihrem unendlichen Machtbewusstsein, viel Schaden anrichteten.


In "Teufelsfarbe" waren es die Angst vor dem Neuen, Neid, Missgunst, verschmähte Liebe und die Angst vor einem Machtverlust, die dem Aberglauben Nährboden verschafften und letztendlich zu einer Tragödie führten.

Kräuterkundige mussten in diesen Zeiten besonders auf der Hut sein. Zwar wurde ihr Wissen zur Heilung von Krankheiten gern gesehen. Dennoch schon man vielen Kräutern auch dämonische Kräfte zu. Sie konnten ebenso Dämonen bannen (Knoblauch im Fenster) oder den Geist der Betroffenen verzaubern. Noch heute gibt es Riten des Aberglaubens, die fast jeder kennt und insgeheim vielleicht auch schon ausprobiert hat bzw. hoffnungsvoll daran festhielt. Hier nun einige Beispiele hierfür.

Schwarze Katzen


Teufelsbrut, Hexentiere. So wurden diese Katzen im Mittelalter genannt. Man fürchtete die Macht dieser Tiere.

Bildergebnis für bild schwarze Katze kostenlos


"Schwarze Katze von links nach rechts - Unglück brechts" ist ein Ausspruch, bei dem ich als Kind immer überlegen musste, von welcher Seite gesehen, das Unglück auf mich zurennen würde. :)


Käuzchen


Wenn du den Ruf eines Käuzchens hörst, dann nimm dich in acht.


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In früheren Zeiten galten Eulen als Teufelsvögel und es herrschte der Aberglaube, dass wenn man einen Käuzchenruf hört, jemand sterben muss.

Scherben


Scherben bringen Glück. Der Lärm, der dabei verursacht wird, soll böse Geister vertreiben.

Bildergebnis für bild spiegelscherben kostenlos


Dagegen drohen bei Spiegelscherben gleich sieben Jahre Pech.


Wunschbrunnen


Wirfst du eine Münze über die Schulter in den Brunnen, bringt dies das Glück zu dir bzw. dein dabei gedachter Wunsch geht in Erfüllung.

In Rom gibt es einen der bekanntesten Wunschbrunnen der Welt, den Trevi-Brunnen.

Datei:Trevi Fountain, Rome, Italy 2 - May 2007.jpg
Trevi-Wunschbrunnen
Quelle: Wikipedia

Die Legende besagt, dass eine in den Brunnen geworfene Münze mit Sicherheit zur Rückkehr nach Rom führt. Bei zwei Münzen verliebt man sich in eine Römerin bzw. einen Römer und bei drei Münzen führt dies sogar zu einer Heirat.


Zum Gewinnspiel:

Der Dryas Verlag verlost 2 Exemplare von "Teufelsfarbe" für die Leser der Bloggerrunde.
Ihr müsst für die Teilnahme nur die nachstehende Frage mit einem Kommentar beantworten:

Welcher Aberglaube ist heute noch vorherrschend bzw. welche kennt ihr außer den bereits genannten?

Teilnahmebedingungen

Für dieses Gewinnspiel gelten folgende Teilnahmebedingungen:
1. Teilnahme ab 18 Jahren oder mit Erlaubnis der Eltern.
2. Es wird keine Haftung für den Postweg übernommen.
3. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
4. Barauszahlung der Gewinne ist ausgeschlossen.
5. Der Versand der Gewinne erfolgt nur nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz.
6. Verwendet der Teilnehmer Bildmaterial, so bestätigt er mit der Teilnahme, dass er sämtlich Bildrechte innehat.
6. Der Gewinner ist im Falle eines Gewinns mit namentlicher Nennung auf dem Verlagsblog “Bakerstreet Bibliothek” und Facebookseite des Dryas Verlags einverstanden.
7. Mit der Teilnahme am Gewinnspiel gelten die Teilnahmebedingungen als im vollem Umfang akzeptiert.

Gewinnspielende: 30.April 2018 23.59 Uhr.

Dienstag, 17. April 2018

Rezension "Drei Schwestern am Meer" von Anne Barns - MIRA Taschenbuch

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Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: MIRA Taschenbuch; Auflage: 1 (5. März 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3956497929
ISBN-13: 978-3956497926
D: 9,99 Euro







Inhalt:



Das Weiß der Kreidefelsen und das Grün der Bäume spiegeln sich türkis im Meer – Rügen! Viel zu selten fährt Rina ihre Oma auf der Insel besuchen. Jetzt endlich liegen wieder einmal zwei ruhige Wochen voller Sonne, Strand und Karamellbonbons vor ihr. Doch dann bricht Oma bewusstlos zusammen, und Rina muss sie ins Krankenhaus begleiten. Plötzlich scheint nichts mehr, wie es war, und Rinas ganzes Leben steht auf dem Kopf.
Quelle: Amazon




Die Autorin:


Anne Barns ist ein Pseudonym der Autorin Andrea Russo. Sie hat vor einigen Jahren ihren Beruf als Lehrerin aufgegeben, um sich ganz auf ihre Bücher konzentrieren zu können. Sie liebt Lesen, Kuchen und das Meer. Zum Schreiben zieht sie sich am liebsten auf eine Insel zurück, wenn möglich in die Nähe einer guten Bäckerei.
Quelle: Amazon




Rezension:


Manchmal muss man nach Hause kommen, Altes hinter sich lassen und einen Neubeginn wagen.

In "Drei Schwestern am Meer" warten viele sehr unterschiedliche Charaktere auf Euch, die sich dennoch wunderbar ergänzen. Drei Schwestern, die sich in Liebe verbunden sind und gemeinsam die Höhe und Tiefen des Lebens bewältigen. Immer an ihrer Seite eine Oma, wie man sie sich nur wünschen kann. In schwierigen Zeiten stehen die vier uneingeschränkt zueinander und irgendwie befinden sich alle auf einer Suche nach etwas, dass sie im Leben vermissen. Doch zuvor müssen sie einige Turbulenzen überwinden, ihre Gefühle ergründen und es gilt ein lang gehütetes Geheimnis zu lüften. Alter Groll, Halbwahrheiten und Sehnsüchte treten zu Tage. 

Begleitet die drei Schwestern und Oma Anni auf der Suche nach ihrem ganz persönlichen Glück.

Anne Barns Roman "Drei Schwestern am Meer" hat etwas Heimeliges an sich und strahlt sehr viel Wärme aus. Dabei ist die Handlung sehr abwechslungsreich und humorvoll. 
Wir erleben mit den Protagonisten Freude, Trauer, Liebe, Verletzlichkeit, Sehnsüchte und lösen ganz nebenbei ein großes, lang gehütetes Geheimnis. 
Auch wenn man schon recht früh die ersten Vermutungen hegt und das Familiengeheimnis weit vor Schluss gelüftet wird, hat mich die Autorin bis zum Schluss gut unterhalten.

Es war wie ein Kurzurlaub auf Rügen, mit dem Wind des Meeres im Gesicht und in charmanter Gesellschaft.

Mein Highlight am Ende des Buches waren wieder die Rezepte, denn beim Lesen tropfte des Öfteren der Zahn und gerade die süßen Verführungen hatten es mir angetan. 

Ich hatte das Glück, Anne Barns auf der Buchmesse zu treffen und wollte Euch das Buch doch so gern umrahmt von ihren leckeren Karamellbonbons präsentieren. Leider haben es diese nicht bis nach Hause geschafft. Sie waren einfach zu lecker.



Auslosung zu "Dumplin" von Julie Murphy - FISCHER FJB

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Ich schulde Euch noch die Gewinnbekanntgabe zu meinem Gewinnspiel anlässlich der Buchbotschafteraktion zu "Dumplin" von Julie Murphy aus dem Verlag FISCHER FJB.
Ich hoffe, Willowdean hat unter Euch viele Freunde gefunden.


Dann mache ich es auch ganz kurz. Gewonnen hat:

myharz (Sandra)

Herzlichen Glückwunsch!

Damit ich Dir Dein Überraschungspaket zusenden kann, schicke mir bitte Deine Anschrift an: schmidt.anja73@gmail.com

Sonntag, 15. April 2018

Rezension "Neues Zuhause gesucht!" von John Chambers & Henrike Wilson -- Carlsen Verlag

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Gebundene Ausgabe: 32 Seiten
Verlag: Carlsen (21. März 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3551518556
ISBN-13: 978-3551518552
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 4 - 8 Jahre
D: 14,99 Euro






Inhalt:


Ankommen in einer anderen Welt: "Neues Zuhause gesucht!" vermittelt Kindern auf anschauliche Weise, wie es sich anfühlt, seine Heimat verlassen zu müssen und auf der Flucht zu sein. Die Pinguine riskieren eine bedrohliche Reise, um in ein neues Land zu gelangen. Werden sie dort ankommen und sich wohlfühlen?
Quelle. Carlsen Verlag



Der Autor und weitere Mitwirkende


John Chambers
ist 1968 in Irland geboren und dort zur Schule gegangen. Er ist Zeichner und Autor von Bilder- und Kinderbüchern. Als Drehbuchautor ist er an der Verwirklichung vieler Animationsserien beteiligt, für die er auch Auszeichnungen erhielt. Er lebt mit seiner Familie in Berlin.


Die Illustratorin Henrike Wilson studierte in Washington D. C. und Köln Malerei und Grafikdesign und unternahm lange Reisen in die Karibik und nach Indien. Die intensiven Farben ihrer Reiseziele finden sich in ihren kraftvollen Illustrationen wieder. Henrike Wilson lebt in Berlin und hat sich als Kinderbuchillustratorin international einen Namen gemacht. Ihre Bücher wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt. 2007 wurde sie für ihre Illustrationskunst mit dem New York Times-Award ausgezeichnet.
Quelle: Carlsen Verlag



Rezension:


Wir fahren gern in den Urlaub, wohl wissend, dass wir zwar bedauernd wieder Abschied nehmen müssen, aber schöne Erinnerungen im Gepäck bald wieder in unseren eigenen vier Wänden ankommen werden. Nach Hause kommen, ein Zuhause zu haben, lernen wir erst schätzen, wenn es uns genommen wird. Die vertraute Umgebung vermittelt Sicherheit und Geborgenheit.

Die Pinguine sind gezwungen, ihre Heimat zu verlassen, eine gefährliche Flucht zu wagen und ein neues Leben in einem fremden Land zu beginnen. Sie haben Angst, sind unsicher und voller Hoffnung.

Dieses Kinderbuch erklärt auf einfühlsame Weise, wie es sich anfühlt, die Heimat zu verlieren und in einem neuen Land anzukommen. Es zeigt, die Ängste die sich mit dem Umgang einer neuen Kultur, fremden Nachbarn und ohne die bekannten Freunde auftun. 
Man muss gar nicht erst in ein fremdes Land ziehen, um diese Gefühle nachempfinden zu können. Schon der Wechsel in eine neue Stadt, einen neuen Kindergarten oder eine andere Schule lassen erahnen, wie sich die Pinguine im Buch fühlen müssen. 

Mit Tieren haben mit oftmals eher Mitgefühl, als mit den Menschen rings um uns herum. Eine Tatsache, die nachdenklich stimmt. Warum ist das so? 
Aber auch genau aus diesem Grund kann man mit Hilfe von "Neues Zuhause gesucht!" Kindern sehr gut das Verständnis für Flüchtlingskinder bzw. Flüchtlinge im Allgemeinen nahe bringen. 
Die kurzen prägnanten Sätze und eindringlichen Illustrationen sind kindgerecht und prägend. 

Ein warmherziges Kinderbuch für mehr Verständnis und ein besseres Miteinander. 



Mittwoch, 11. April 2018

Auslosung #Gewinnspiel zu Read & Speak #Blogtour von "Nachtwild" von Gin Phillips - dtv Verlag

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Wir haben uns über die rege Teilnahme an unserer Blogtour gefreut. Insgesamt durften 80 Lose in den Topf wandern und die Glücksfee hat drei Gewinner ermittelt.

Sabine Kettschau
Kathrin Hanke
Jacqueline Oestringer

Herzlichen Glückwunsch!

Bitte teilt uns Eure Adressdaten über nachtwild@gmx.de mit. Die Bücher werden dann direkt vom Verlag aus vergeschickt.

Rezension "Nachtwild" von Gin Phillips - dtv Verlag

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    Broschiert: 304 Seiten
    Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (29. März 2018)
    Sprache: Deutsch
    übersetzt von Susanne Goga-Klingenberg
    ISBN-10: 342326196X
    ISBN-13: 978-3423261968
    Originaltitel: Fierce Kingdom
    D: 15,90 Euro




    Inhalt:


    Dunkler als die Nacht. Wilder als ein Tier. Näher als du glaubst.

    Es ist ein herrlicher Tag und Joan besucht mit ihrem vierjährigen Sohn Lincoln den Zoo – da hört sie plötzlich Schüsse. Am Ausgang sieht sie Tote auf dem Boden liegen. Sie weiß nicht, ob die Polizei unterwegs ist, ob der oder die Täter noch in der Nähe sind. Als weitere Schüsse fallen, flüchtet sie mit Lincoln in ein leer stehendes Gehege. Das Leben ihres Sohnes hängt jetzt allein von ihr ab und davon, ob sie einen Weg finden wird, sie beide zu retten. Jedes Geräusch, jede Bewegung kann tödlich sein. Sie muss Entscheidungen treffen und Dinge tun, die sie nie für möglich gehalten hätte.
    Quelle: Amazon

    Die Autorin:


    Gin Phillips, geboren in Montgomery, Alabama, studierte politischen Journalismus und arbeitete als Freelancer für verschiedene Magazine. Nach Stationen in Irland, Thailand, New York und Washington, D.C., lebt sie heute mit Mann, Kindern und Hund in Birmingham, Alabama.
    Quelle: Amazon

    Rezension:


Ich hoffe, Euch hat unsere Blogtour gefallen und Ihr habt bereits einen guten Ausblick auf "Nachtwild" von Gin Phillips aus dem Verlagshaus dtv erhalten.

Bei diesem Thriller hat mich beeindruckt, dass Gin Phillips mit einer sehr kleinen Handlungsebene auskommt. Sie manipuliert ihre Leser dafür umso mehr auf psychischer Ebene. Die Handlung selbst gerät fast ein wenig in den Hintergrund, wodurch einige Leser sich mit „Nachtwild“ nicht so recht anfreunden konnten. Es sind die Gedanken und Gefühle von Joan, die die Ereignisse reflektieren und so gewaltige wirken lassen.

Als Mutter war ich bereits nach wenigen Seiten gefühlsmäßig in einen Bannkreis geraten, der mich bis zur letzten Seite festhielt. Die unentwegte Angst einer Mutter um das Leben ihres Kindes, dieser Urinstinkt, ist genau das, was diesen Thriller trägt. Für mein Empfinden war ich Joan oftmals viel zu nah, denn ich sah mich mit meinem Kind in dieser Situation. Mein Jüngster ist fünf Jahre alt und es gab unheimlich viele Parallelen, die meine Gefühlswelt auf den Kopf stellten.

Ein ganz normaler Zoobesuch entwickelt sich zu einem wahren Alptraum.
Anfangs noch überlegt und relativ ruhig, merkt man Joan nach fast drei Stunden Flucht durch das Zoogelände die Anspannung immer mehr an. Ihre Gedankengänge verfangen sich, irren durch Erinnerungsfetzen, suchen nach einem Halt, einem Anker. Ihre Handlungen sind nicht immer nachvollziehbar, scheinen teilweise irrsinnig. 



Und doch, versetzt Euch in die Situation der Protagonistin. Die Angst um das eigene Leben kann man vielleicht noch verdrängen, doch geht es um das eigene Kind und dessen Sicherheit, zählen logische Verknüpfungen nicht. Jede einzelne Entscheidung kann über Leben und Tod entscheiden, dabei liegen so viele Variablen im Dunkeln und lassen sich nicht beeinflussen. Die Psyche leidet und da kann es auch zu unüberlegten Kurzschlussreaktionen kommen. Man darf nicht vergessen, wir befinden uns bei „Nachtwild“ in einer Ausnahmesituation, die die Protagonistin an den Rand ihrer psychischen und physischen Kräfte bringt. 

Ja, ich habe oft überlegt, wie würde ich reagieren? Fern ab des Geschehens wären meine Antworten andere gewesen, doch mental mit Joan verbunden, hätte ich bis auf wenige Ausnahmen zum Ende hin, wahrscheinlich genau so reagiert. Es ist leicht zu sagen, ich würde mich um fremde Kinder, Babys oder alte Menschen kümmern und helfen. Wenn es nur um einen selbst geht, vielleicht. Steht aber das Leben des eigenen Kindes auf dem Spiel, wahrscheinlich nur bedingt. Im Rahmen unserer Read & Speak Tour (folgt der Verlinkung) habe ich Euch an meinen Gedanken hierüber bereits teilhaben lassen.

Gin Phillips hat mit „Nachtwild“ einen Thriller geschaffen, der besonders Eltern ansprechen und gefühlsmäßig sogar an den Rand der Belastbarkeit bringen wird. Mich hat schon lange kein Thriller mehr so in Atem gehalten.


Sonntag, 8. April 2018

Rezension "Der zauberhafte Trödelladen: Roman (Valerie Lane, Band 3) von Manuela Inusa - Blanvalet Verlag - hello Sunshine - (#Werbung)

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Taschenbuch: 336 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (18. Juni 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3734106257
ISBN-13: 978-3734106255
D: 9,99 Euro







Inhalt:


Willkommen zurück in der Valerie Lane – wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Ruby verkauft in ihrem kleinen Antiquitätenladen Trödel aus aller Welt, den sie mit liebevoller Sorgfalt restauriert. Auch wenn sie insgeheim von einem Buchladen träumt, liebt sie die Arbeit in Ruby's Antiques, das sie von ihrer Mutter übernommen hat, und verliert sich oft in der Vergangenheit der Stücke. Und ein Leben ohne ihre Freundinnen aus der Valerie Lane kann sie sich sowieso nicht mehr vorstellen! Diese sind in diesem Frühling noch stärker für Ruby da, denn nicht nur das mit der Liebe gestaltet sich schwieriger als gedacht, sondern auch Rubys eigene Vergangenheit holt sie ein – und wird die eine oder andere Überraschung bereithalten ...
Quelle: Amazon





Die Autorin:


Manuela Inusa hat bereits Kurzgeschichten, Kinder- und Jugendbücher sowie Chick Lit- und Liebesromane - sowohl unter ihrem richtigen Namen wie auch unter Pseudonym - veröffentlicht. Mit acht im Selfpublishing erschienenen eBooks erreichte sie die Kindle-Top-100. Im November 2015 erschien ihr erster Verlagsroman "Jane Austen bleibt zum Frühstück" bei Random House/Blanvalet, im März 2017 folgte "Auch donnerstags geschehen Wunder". Der im Oktober 2017 erschienene Auftakt der Valerie-Lane-Reihe - "Der kleine Teeladen zum Glück" - stieg bereits nach einer Woche in die SPIEGEL-Bestsellerliste ein. Im Januar 2018 dürfen sich die Fans der Reihe, die sich um die fünf Ladeninhaberinnen der gleichnamigen Straße in Oxford, England dreht, auf Band 2 - "Die Chocolaterie der Träume" - freuen.

Die Autorin ist gelernte Fremdsprachenkorrespondentin und lebt mit ihrem Ehemann und ihren beiden Kindern in Hamburg. Sie liebt Sonnenuntergänge, Kerzen, Tee und Kuschelsocken. Zu ihren Hobbys gehören Lesen und Reisen.
Quelle: Amazon




Rezension:


Die Valerie Lane ist noch ein nostalgisch anmutender Ort, wohin ich mich gern zurückziehen würde. In dieser geschichtsträchtigen Straße, mit ihrer spannenden Vergangenheit, öffnen täglich kleine,  liebevoll geführte Läden ihre Türen. Der Geist von Valerie scheint noch immer präsent und ein ganz besonderes Flair auszustrahlen. 

Im dritten Teil rund um die Frauen in der Valerie Lane dürfen wir Ruby ein Stück ihres Weges begleiten. Der von ihr geführte Antiquitätenladen ist zauberhaft und dennoch scheint sie das Vermächtnis ihrer Mutter langsam zu erdrücken. Neben die eigene Unzufriedenheit gesellen sich finanzielle Nöte und vor allem die Sorgen um ihren Vater. Doch Ruby ist nicht allein. Die Freundinnen aus der Valerie Lane stehen ihr zur Seite. Und dann ist da ja auch noch Gary, der ihr Herz aus dem Takt bringt. Wird Sie sein von Schuldgefühlen verfressenes Herz heilen können? 

"Der zauberhafte Trödelladen" ist ein Buch über Träume, Selbstzweifel, Scheitern, Hoffnungen und Neuanfänge. In der Valerie Lane treffen verwandte Seelen aufeinander, Schicksale erfüllen sich und es herrscht eine warme Atmosphäre voller Liebe und Freundschaft. Es ist ein Ort, der Geborgenheit ausstrahlt und auf mich wie eine wahre Wohlfühloase wirkte. 
Ein Part der Geschichte hat mich sehr berührt. So treffen wir auf Mrs. Witherspoon, an deren Beispiel uns Manuela Inusa zeigt, dass man auch in einem reiferen Alter noch einmal der großen Liebe begegnen kann. 

Lasst Euch an einen Ort entführen, wo man noch füreinander da ist und es einem mit ein wenig Mut und Inspiration gelingt, neue Wege zu beschreiten und Träume zu verwirklichen.




Donnerstag, 5. April 2018

Read & Speak - Nachtwild - Tag 3 - Gefühle und Gedanken aus der Sicht einer Mutter

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Schon den dritten Tag folgen wir auf leisen Sohlen den Spuren von "Nachtwild" aus der Feder von Gin Phillips, erschienen im dtv Verlag, nach.

Dunkler als die Nacht. Wilder als ein Tier. Näher als du glaubst.
Es ist ein herrlicher Tag und Joan besucht mit ihrem vierjährigen Sohn Lincoln den Zoo – da hört sie plötzlich Schüsse. Am Ausgang sieht sie Tote auf dem Boden liegen. Sie weiß nicht, ob die Polizei unterwegs ist, ob der oder die Täter noch in der Nähe sind. Als weitere Schüsse fallen, flüchtet sie mit Lincoln in ein leer stehendes Gehege. Das Leben ihres Sohnes hängt jetzt allein von ihr ab und davon, ob sie einen Weg finden wird, sie beide zu retten. Jedes Geräusch, jede Bewegung kann tödlich sein. Sie muss Entscheidungen treffen und Dinge tun, die sie nie für möglich gehalten hätte.

Heute möchte ich Euch einen Einblick in die Gefühlswelt, die dieser Thriller in mir ausgelöst hat, geben. Dabei betone ich, dass es sich hier um meine subjektiven Gedanken und Empfindungen handelt. Jeder Mensch ist anders veranlagt und so empfinden auch Mütter unterschiedlich.

In der Regel ist es so, dass eine Mutter bereits das neue Leben liebt, wenn es gerade erst im Bauch heranreift. Der erste Moment, wenn man sein Baby im Arm halten darf, ist unbeschreiblich und lässt das Herz überfließen vor Gefühlen. Mir ist bewusst, es gibt Ausnahmen, doch mir ging es bei meinen drei Kindern jedes Mal so und ich konnte dies auch im Freundes- und Bekanntenkreis immer wieder beobachten.
Mit jedem Tag entwickeln und vertiefen sich die Gefühle für das eigene Kind. Kinder stellen die komplette Welt auf den Kopf, verändern uns in unserer Persönlichkeit. Mein Jüngster ist fünf Jahre alt und somit war ich Joan sehr viel näher, als ich es mir beim Lesen oftmals wünschte.

Die erste Reaktion zu Beginn des Überfalls, nach dem Begreifen der Situation, ist Panik. Doch dann kehrt wie auf Knopfdruck eine spontane innere Ruhe ein. Warum das so ist, kann ich nicht erklären, doch ich habe es in einer weniger gefährlichen Situation schon erlebt. Man wird ruhig, um das Kind nicht in Panik zu versetzten. Unwillkürlich sortieren sich die Gedanken, die Panik wird in die hinterste Ecke des Bewusstseins verdrängt und man versucht, dem Kind Sicherheit zu vermitteln, zu helfen oder Schmerzen zu lindern, um anschließend den richtigen Weg zu suchen. Joan handelt instinktiv. Es ist etwas, dass man weder logisch erklären, noch beeinflussen kann. Wie jeder Einzelne  in einer dermaßen gefährlichen Ausnahmesituation reagieren wird, kann man nicht voraussagen.


Eine Mutter kennt ihr Kind und kann verschiedene Reaktionen vorhersehen. Am schwierigsten ist es sicher, ein vierjähriges Kind in den Abendstunden, wenn es immer dunkler und kälter wird, Hunger und Durst hinzukommen, ruhig zu halten. Hier erscheinen bereits in normalen Situationen Minuten wie Stunden. Da hilft am Ende auch keine Strenge. Man kann nur noch versuchen, die Bedürfnisse zu befriedigen und das Kind mit Versprechungen zu locken. Alles andere wäre in dieser Situation kontraproduktiv gewesen.

Das eigene Kind und dessen Sicherheit stehen an erster Stelle, auch über dem Leben anderer Personen. Menschen, die Gefahr bedeuten, werden gemieden. Da ist es unerheblich, ob sie einem selbst zuvor geholfen haben. Man möchte es nicht, doch Gefühle wie innere Unruhe, Ungehalten sein, wenn das Verhalten anderer die Sicherheit des Kindes bedroht, sind einfach da.
Ja, als Mutter kann man sehr egoistisch sein. Sich selbst in Gefahr zu begeben, das eigene Leben zu opfern, um das des Kindes zu schützen, erscheint dagegen ganz normal. Da gibt es schon Gedanken, was wird aus meinem Sohn, wenn ich nicht mehr bin. Doch solange er am Leben bleibt, zählt einfach nichts anderes mehr.

Es gab ein paar Schlüsselszenen, bei denen ich sehr lange in mich gegangen bin. Wie hätte ich gehandelt? Spontan natürlich vollkommen anders. So wie Joan zu handeln, geht doch nicht, oder? Doch, in der Endkonsequenz hätte ich in dieser einen ganz speziellen Situation auch so gehandelt. Ich kann nur nicht näher darauf eingehen, ohne zu Spoilern. Ihr werdet es beim Lesen des Buches verstehen.

Ihre Gedanken sind nachvollziehbar, klar und schlüssig. Ihre Schuldgefühle allerdings auch.
Nichts ist wichtiger als das Überleben ihres Sohnes. 
Es ist einfach, auf der Couch sitzend, im sicheren Zuhause, über die Handlungen von Joan zu urteilen und den Kopf zu schütteln. Ihre Aktionen und Gefühle jedoch konnte ich vollkommen nachvollziehen. Beim Lesen muss sich jeder bewusst sein, Joan und Lincoln befinden sich in einer Ausnahmesituation.

Ich habe meine Kinder noch nie so oft in den Arm nehmen müssen, wie am Lesewochenende zu "Nachtwild". Ich habe mit dieser Mutter gelitten, gebangt, Panik bekommen und gehofft. Die letzten Seiten musste ich dann noch mitten in der Nacht lesen, um meinen Seelenfrieden zu finden. "Nachtwild" hat mich emotional in seinen Klauen gehalten, aufgewühlt und nachdenklich zurück gelassen. Ich war sehr nah am Geschehen dran und gefühlsmäßig manchmal auch zu nah.

Dabei ist ja ein Zoobesuch eigentlich ein schönes Erlebnis und selbst ohne Kinder liebe ich es, so vielen Tieren nahe zu kommen. Ich würde sehr gern einmal ein Wolfsgehege betreten, ganz nah bei einem Wolf stehen und ja, auch einmal einen Wolfswelpen streicheln. Ich weiß, es sind wilde Tiere und keine Kuschelhunde, aber träumen darf man ja. Und so komme ich auch schon zu meiner heutigen Gewinnspielfrage:

Welches Tiergehege würdet ihr gern einmal betreten und diesen Tieren ganz nah kommen?

Über Eure Kommentare freue ich mich, doch schickt bitte auch die Antwort an nachtwild@gmx.de, um Euch das Los für die Endauswertung zu sichern.

Was könnt Ihr gewinnen?

Wir verlosen drei druckfrische Buchexemplare von Nachtwild.

An jedem Tag der Tour wird es eine andere Gewinnspielfrage geben.
Beantwortet die Frage und schickt eure Lösung an: nachtwild@gmx.de.

Ihr könnt täglich an unserem Gewinnspiel teilnehmen und dabei Lose sammeln.
Je aktiver ihr teilnehmt, desto mehr Lose bekommt ihr gutgeschrieben und erhöht damit eure Gewinnchance.
Am Ende der Tour wird unsere Glücksfee dreimal tief in den Lostopf greifen.


Bitte beachtet auch unsere Teilnahmebedingungen:


Teilnahmeberechtigt sind alle Personen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ihr solltet über 18 Jahre alt sein, ansonsten benötigen wir das Einverständnis eurer Erziehungsberechtigten. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich. Für evtl. Verlust auf dem Postweg übernehmen wir keine Haftung. Mit der Teilnahme an diesem Gewinnspiel erklärt ihr euch einverstanden, dass euer Name für die Gewinner-Bekanntgabe auf unseren Blogs veröffentlicht wird und eure Adresse für den Versand des Gewinns an den Verlag weitergegeben werden darf. Nach der Gewinnerbekanntgabe habt ihr 48 Stunden Zeit, euch zu melden. Ansonsten müssen wir neu auslosen.





Montag, 2. April 2018

Rezension "Jahrhundertzeugen" von Tim Pröse - Heyne Verlag ***Gegen das Vergessen***

Nach §2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diesen Beitrag als Werbung




Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (31. Oktober 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453201248
ISBN-13: 978-3453201248
D: 19,99 Euro






Inhalt:


Ob Widerstandskämpfer oder Holocaust-Überlebende – die Lebenswege dieser besonderen Menschen beeindrucken gerade in unserer so unruhigen heutigen Zeit. Denn sich gegen Hitler zu stellen, seine Schreckensherrschaft zu überleben und trotzdem nicht mit dem Schicksal zu hadern, sondern immer wieder aufzustehen, dem Leben positiv und mit einem großen Ja zu begegnen, macht Mut für den Umgang mit Terror und Krieg, Flucht und Vertreibung – Themen, die heute wieder von bedrückender Aktualität sind. Tim Pröse hat einige dieser letzten Zeugen über viele Jahre begleitet und erzählt in 18 eindrucksvollen Porträts von ihrem Leben und ihrer Botschaft: ein Plädoyer der Unangepassten für mehr Toleranz und gegen das Vergessen!
Quelle: Amazon



Der Autor:


Tim Pröse, geboren 1970 in Essen, lebt als Autor und Journalist in München. Nach dem Studium der Kommunikationswissenschaften, Politik und Psychologie war Pröse Chefreporter der Münchner Abendzeitung und schrieb für das „Reportagen“-Ressort des Magazins Focus. Eines seiner einfühlsamen Porträts wurde beim Katholischen Medienpreis ausgezeichnet.

2016 erschien bei Heyne sein Bestseller „Jahrhundertzeugen. Die Botschaft der letzten Helden gegen Hitler. 18 Begegnungen“ (in der 4. Auflage). 2017 dann die Biografie „Hallervorden. Ein Komiker macht Ernst“ im Verlag Hoffmann und Campe (kurz nach Erscheinen unter den Top 50 der Spiegel-Bestsellerliste).

Er hielt Lesungen auf Einladung von Udo Lindenberg (auf dessen „Rockliner“), der „Weißen Rose Stiftung“ in München und der „Gedenkstätte Deutscher Widerstand“ in Berlin. Am 13. Januar 2018 trat er zusammen mit Dieter Hallervorden in dessen Berliner Schlosspark Theater auf für eine gemeinsame Lesung.

Kontakt: jahrhundertzeugen@web.de
Quelle: Amazon




Rezension:


Wenn wir zu Hause Ostern oder andere Feste feiern und in die Gesichter unserer Lieben schauen, dann gibt es auf der Welt viele Menschen, denen dies bereits vor Jahrzehnten für immer verwehrt wurde. Menschen, denen die Zukunft, eine Familie und viele Erlebnisse genommen wurden. Tim Pröse gibt diesen Menschen noch einmal eine Stimme.

Dabei sind viele, der in seinem Buch zu Wort kommenden Zeitzeugen, inzwischen bereits verstorben. Es werden immer weniger, die noch aus eigenem Erleben von der Zeit des Holocaust und Naziterrors berichten können.

"Jahrhundertzeugen" vereint Berichte über bekannte Persönlichkeiten wie den Geschwistern Scholl, Anne Frank, Claus Graf von Stauffenberg oder Oskar Schindler mit Zeitzeugenberichten von Überlebenden. Wir begegnen Menschen, die der Allgemeinheit nicht unbedingt bekannt sind, aber uns so einen erweiterten Blick auf die Ereignisse geben können. So auch Jurek Rotenberg, dem es eine Herzensangelegenheit war, seinem Retter, Berthold Beitz, noch einmal persönlich danken zu können. Eine Begegnung, die beiden Männern sehr viel bedeutete. 

"...Ich habe Deutschland nie gehasst. Ganz im Gegenteil. Auch wenn die Nazis uns gehasst haben, habe ich nie zurückgehasst. Sonst wäre ich doch wie ein Nazi gewesen..."

Tim Pröse zeigt uns die Menschen hinter den Namen und die, die für sie wichtig waren, aber in der Öffentlichkeit kaum Beachtung fanden bzw. in Erscheinung traten. Vergessene Helden einer Zeit, in der es nicht leicht war, den richtigen Weg zu wählen und seinen Idealen zu folgen. Helfer, die ihr eigenes Leben aufs Spiel setzten, um andere vor dem sicheren Tod zu bewahren. Es geht ihm ganz normale Personen, die in einer gefahrvollen Zeit Größe zeigten.

Natürlich kommen viele Erinnerungen nur aus zweiter Hand, wie den Familienmitgliedern oder Freunden der im Naziregime ermordeten Widerstandskämpfer, Juden und Verfolgten. Mutige Menschen, die ihr Leben für eine bessere Zukunft opferten. Menschen die nur durch den Mut und die Opfer anderer überlebten. Aber es geht auch um ganz normale Leute, die von einer Ideologie geblendet, den Parolen Hitlers folgten, von ihren Erlebnissen geprägt, neue Wege gingen und gegen das bestehende Regime kämpften. 

Einige Kapitel des Buches hat der Autor den Widerstandskämpfern der Weißen Rose gewidmet.
Nicht nur die Geschwister Scholl standen für die Weiße Rose. Auch ihren Mitstreitern und Gefährten wir Tim Pröse in diesem Buch gerecht. An dieser Stelle hätte ich mir gewünscht, dass auch Hans Scholl mehr aus dem Schatten seiner Schwester hervorgehoben wird. Seine Person an sich verblasst in fast allen von mir gelesenen Ausführungen hinter dem Bild von Sophie Scholl, was ich sehr traurig finde.

Es geht Tim Pröse nicht darum, den hier genannten Personen einen Heiligenschein aufzusetzen. Sie alle hatten ihre Ecken und Kanten, waren nicht ohne Fehler und doch hat jeder Einzelne von Ihnen dazu beigetragen, die Welt ein Stückchen besser zu machen. 

"...Wenn mir heute einer sagt, dass jemand auf dem Feld der Ehre gefallen sei, dann ist das eine Lüge. Heute, wie damals. Ich weiß, was Diktatur und blinder Gehorsam unter Ausschaltung eigenen Denkens für ein grausames, weltweites Verbrechen nach sich ziehen können..."

Damit nicht noch einmal dieselben Fehler begangen und falschen Wege beschritten werden, ist es wichtig, die Erinnerung wach zu halten. Es ist keine dauernde Sühne, die von uns verlangt wird, es ist ein Aufruf, aus der Geschichte zu lernen und unsere Zukunft entsprechend zu gestalten. Für unsere Kinder und Kindeskinder eine Welt zu schaffen, in der sie ohne Angst leben können.

Sonntag, 1. April 2018

Ankündigung Blogtour "Read & Speak - Nachtwild"

Nach §2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diesen Beitrag als Werbung




Hallo ihr Lieben,

in den vergangenen Wochen hat uns dieser Thriller in Atem gehalten. Ein harmloser Ausflug in den Zoo wird zu einer tödlichen Bedrohung. "Nachtwild" von Gin Phillips ist nervenaufreibend und fesselnd.

Mit der tollen Unterstützung des dtv Verlages möchten wir Euch zu unserer anstehenden Blogtour vom 03.04.2018 bis 10.04.2018 einladen.

Passend zu den im Buch angesprochenen Themen, haben wir unsere Beiträge ausgerichtet und versprechen spannende Blogtourtage.


Ihr könnt die Tour gern auch über unsere Facebookveranstaltung Read & Speak - Blogthrillern mit "Nachtwild" verfolgen. Hier findet Ihr weitere Informationen sowie noch einmal die Links zu allen teilnehmenden Blogs.

Wir haben uns natürlich auch ein Gewinnspiel für Euch überlegt und unter allen Teilnehmern dürfen wir mit Unterstützung des dtv Verlages drei Exemplare von "Nachtwild" verlosen. Mehr erfahrt Ihr zur Blogtour.

Zur Einstimmung schaut doch einmal in den Trailer zu "Nachtwild" oder traut Ihr euch nicht?




Unser Tourfahrplan im Überblick:

03.04. nichtohnebuch.blogspot.de
04.04. scattysbuecherblog.blogspot.de
05.04. Heute hier auf Zwiebelchens Plauderecke
06.04. lilstar.de
07.04. buchsichten.de
08.04. lagoonadelmar.wordpress.com
09.04. seehases-lesewelt.blogspot.de
10.04. lesenswertesausdembuecherhaus.blospot.de