Samstag, 28. Juli 2018

Rezension "Gottes Gabe" von Daniele Garreis - Independently published

Nach §2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diesen Beitrag als Werbung


Taschenbuch: 398 Seiten
Verlag: Independently published (6. Juni 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 1983075337
ISBN-13: 978-1983075339
D: 12,99 Euro







Inhalt:


Alle 500 Jahre treffen sich Gott und Luzifer auf der Erde zu einer Art göttlichen Lagebesprechung. Diesmal findet die Konferenz im Englischen Garten in München statt. Sie hadern mit den Menschen, da diese selbstsüchtig, eitel und gierig sind. Luzifer drängt Gott dazu, die Menschheit auszulöschen. Doch der Schöpfer gibt ihnen noch eine Chance. Gemeinsam suchen die beiden einen Menschen aus, der je eine göttliche und eine diabolische Gabe erhalten soll. Nutzt er die Gaben, um seinen Mitmenschen Gutes zu tun? Oder nutzt er sie, um sich zu bereichern und Macht zu erlangen? Ihre Wahl fällt auf den Obdachlosen Picasso, der mit seinen Kumpanen allerlei Unfug mit den übermenschlichen Fähigkeiten anstellt. Führt das zur Apokalypse? Eine göttliche Fantasy-Komödie mit diabolischen Einflüssen und dramatischem Hintergrund.
Quelle: Amazon


Rezension:


Dieses Buch ist über die Empfehlung einer lieben Freundin zu mir gekommen. Rein vom Titel hätte ich es wahrscheinlich nicht für mich ausgewählt. Doch dahinter verbarg sich eine wahre Überraschung. Und auch das Cover gefällt mir sehr. Es ist wundervoll mystisch und passt perfekt zur Geschichte.

Erfrischend anders, hat mich die Geschichte rasch in ihren Bann gezogen. Ich mochte die Grundidee der Geschichte und auch die einzelnen Charaktere. Daniele Garreis hat eine außergewöhnliche Idee gelungen umgesetzt. Sie eröffnet uns eine neue Sicht auf das Leben. Es gibt so einiges zu überdenken. Dabei liegt hier der Anspruch nicht auf thematischer Richtigkeit bezüglich Glaubensfragen. Welche Eigenschaften göttlich oder diabolisch sind, darüber ließe sich sicher ewig fachsimpeln oder philosophieren. Doch darum geht es ja im Endeffekt nicht. Das Spiel zwischen Gott und Luzifer dient als Grundbaustein des Plots.

Es eröffnet interessante Blickwinkel und passt gut zu unserer herrschenden Lebensstruktur. Was würden wir selbst mir der ein oder anderen Gabe anfangen? Daniele Garreis nimmt in "Gottes Gabe" unsere Gesellschaft unter die Lupe und lässt uns in einen Spiegel schauen.

Reale Elemente verweben sich mit denen der Fantasie. Manchmal erscheinen einzelne Handlungen ein wenig aufgesetzt, zu gewollt und auch der Schluss ist mir zu unkompliziert inszeniert. Dennoch konnte mich dieses Buch fesseln. Amüsant, nachdenklich und ein wenig kurios, werden Themen wie Familie, Freundschaft, Zusammenhalt und menschliches Miteinander angesprochen.

Der flüssige und leichte Schreibstil bietet gute Unterhaltung in einer gelungenen Kombination von Fantasy mit Realitätsbezug.


Freitag, 27. Juli 2018

Blogtour "Fluch der schwarzen Dahlie" (Dryas Verlag) - Tag 1 - Vampire

Nach §2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diesen Beitrag als Werbung



















Willkomen zum ersten Tag unserer Blogtour!


In "Fluch der schwarzen Dahlie" treffen wir auf viele übernatürliche Wesen. Da dürfen Vampire nicht fehlen und zum Auftakt unserer spannenden Blogtour habe ich mich mit diesem Thema beschäftigt.

Übernatürliche Wesen üben seit Jahrhunderten ihre Faszination auf die Menschheit aus. Ungewöhnliche Vorgänge oder bizarre Handlungen fremder Personen regen die Fantasie an. Über die Jahre entstanden so Märchen und Legenden. Alles jedoch beruht auf einem winzigen Anteil von Realität. Es gibt immer wieder Situationen, in denen wir uns fragen: „Kann das sein? - Was wäre wenn? - Und wenn doch?“. 

Bücher oder Filme über Vampire gibt es mittlerweile unendlich viele und wir werden nicht müde, unsere Vorstellung von dem einen bestimmten Vampire unserer Träume zu romantisieren.

Dracula ist der sicher berühmteste Vertreter seiner Art. Basierend auf einem „realen“ Vorbild, allerdings weniger romantisch bedacht, sondern eher der Monsterecke entsprungen, übt er seine Anziehungskraft generationsübergreifend aus.

Doch warum ist das so? 

Sind es das fast immer als überirdisch beschriebene gute Aussehen, das düstere Wesen oder die Unsterblichkeit, die wir mit Ihnen verbinden? Sind wir fasziniert vom uralten, unergründlichen Bösen oder ist es der Reiz, das Böse zähmen zu wollen, der uns zu Vampiren hinzieht?

Im Volksglauben sowie der Mythologie beschreibt das Wort Vampir eine blutsaugende Kreatur der Nacht. Eigentlich tot und doch wieder zum Leben erweckt, mit übernatürlichen Kräften ausgestattet, ernährt er sich von Blut. 

Vampire werden häufig mit Fledermäusen in Verbindung gebracht oder auf eine Stufe gestellt. Dabei sind es aber nur die Vampirfledermäuse, als einzigste Säugetiergruppe, die sich ausschließlich von Tierblut ernähren.

Es gibt nicht nur männliche Vampire. Jedoch scheinen alle von einer beeindruckenden atmosphärischen Aura umgeben zu sein. Abraham „Bram“ Stoker prägte das Vampirbild nachhaltig und erschaffte so ein Vorbild für alle weiteren Figuren dieses Genres.

Heute romantisieren wir das Bild des Vampirs. Sie sind nicht länger nur blutsaugende Ungeheuer. Was mit „Interview mit einem Vampire“ begann, setzt sich über „The lost Boys“ bis zur „Twilight“-Reihe fort. Vampire sind zeitlos und lassen sich in jede Gesellschaftsordnung und jedes Gesellschaftsbild einpassen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt und sie werden uns in Literatur und Film noch sehr lange erhalten bleiben.

Ich persönlich liebe ja die Fernsehserien zu „Buffy“ und „Angel“. Anfangs war Angel mein unangefochtener Lieblingsvampir - zumal ich den Schauspieler sehr mag. In den späteren Folgen beider Serien wurde Spike zu einem weiteren Lieblingsvampircharakter.

Und schon bin ich bei unserem Gewinnspiel der Blogtour angelangt. 


Verratet mir in den Kommentaren Euren absoluten Lieblingsvampir 

und ihr ergattert Euch ein Los für unserem Gewinntopf. In den nächsten Tagen könnt ihr auf den teilnehmenden Blogs weitere Lose sammeln. Am 02.08.2018 wird der/die glückliche/r Gewinner/in ausgelost. Ich drücke Euch die Daumen und bin auf Eure Antworten gespannt.


Zu gewinnen gibt es ein Printexemplar von "Fluch der Schwarzen Dahlie" aus dem Dryas Verlag.


Bitte beachtet die Teilnahmebedingungen zum Gewinnspiel. Ihr findet diese hier



Mittwoch, 25. Juli 2018

Rezension "Gruppentherapie" von Friedrich Kalpenstein - Verlag Tinte & Feder

Nach §2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diesen Beitrag als Werbung


Taschenbuch: 318 Seiten
Verlag: Tinte & Feder (12. Juni 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 291980037X
ISBN-13: 978-2919800377
D: 9,99 Euro







Inhalt:


Von Bestseller- und #1 Kindle Humor-Autor Friedrich Kalpenstein.

Ein humorvoller Roman für Schlagerliebhaber und Schlagerhasser.

Ben, dreißig Jahre alt, ist Architekt. Nachdem er sich in München mit seinem eigenen Architekturbüro finanziell übernommen hat, löst sich sein gesamtes Investment in Luft auf – und damit auch seine Selbstständigkeit. Geld muss schnellstens in die Kasse. Sascha, sein bester Freund aus früheren Bandzeiten, nutzt seine Kontakte nach Mallorca und verschafft ihm dort ein Engagement als Partysänger.

Schnell wird Ben zum angesagten Stimmungsmacher, der sich in kürzester Zeit eine beachtliche Fangemeinde aufbaut. Zwischenzeitlich nimmt Ben in München die Chance wahr, als Architekt in einem angesehenen Architekturbüro wieder Fuß zu fassen. Ganz nebenbei wirft er sich in eine Beziehung mit Clarissa, der Tochter seines Chefs. Niemals dürfen die beiden von seinem Doppelleben mit Perücke und Goldkettchen auf Malle erfahren. Die Tatsache, dass Ben auch auf Mallorca eine Liaison mit der Barfrau Eva pflegt, macht die Sache nicht einfacher.

Ein Spießrutenlauf beginnt.
Quelle: Amazon


Der Autor:


Friedrich Kalpenstein wurde 1971 in Freising bei München geboren und lebt heute in der Nähe von Freising im Ampertal. Im Jahr 2007 verfasste er seine erste Kurzgeschichte unter dem Titel »Träum’ mir einen Freund«. Fünf Jahre später veröffentlichte er sein erstes Kinderbuch mit sieben Kurzgeschichten als E-Book. Weitere Kinderbücher folgten.
Seine schriftstellerische Motivation veränderte sich bald und seinen Kinderbüchern folgten humorvolle Romane für Erwachsene. Darin erzählt Kalpenstein schwungvoll und witzig von Situationen, die jeder kennt – vom ganz normalen Wahnsinn des Alltags eben, denn die besten Geschichten schreibt das Leben.
Der erste Roman »Ich bin Single, Kalimera« erschien 2013 als E-Book im Selbstverlag und wurde im März 2015 von Amazon Publishing in einer neuen Version aufgelegt. Daraufhin folgten die Romane aus der Herbert-Reihe »Wie Champagner«, »Männerferien«, »Alpengriller« und »Gipfelträumer«.
Ebenso erschienen sind die Romane »Das Leben ist kein Zweizeiler« und »Sie haben Ihr Ziel erreicht« und »Gruppentherapie«.
Für den Roman »Gruppentherapie« hat Friedrich Kalpenstein eine interessante Symbiose zwischen Roman und Musik geschaffen. So gibt es erstmals für die Leser zu den Texten im Buch die passende Musik, um in die Partywelt auf Mallorca eintauchen zu können. Friedrich Kalpenstein selbst hat die fünf Titel geschrieben und komponiert. Da lag es nahe, dass er selbst seinem Romanhelden Ben Valdern die Stimme gab.

Ben Valdern liefert den Soundtrack des Sommers, der weder auf Mallorca noch auf einer Party fehlen darf. Mit Titeln wie "Gruppentherapie" und "Badehose" positioniert sich der Partysänger ganz klar auf der Partyinsel, zeigt aber auch mit Titeln wie "Eiskalt" und "Frei", dass er durchaus auch im Schlager beheimatet ist.

Ben Valdern hat nichts dem Zufall hinterlassen. Für seine in den Farm-Studios in Freising produzierten Songs holte er sich gesangliche Unterstützung bei keiner geringeren als Bine Heller, die mit ihrer Stimme die Richtung angibt. Nach vorne!
Ganz nebenbei schwingt bei dem einen oder anderen Sound der Geist der 90er mit.
Quelle: Amazon


Rezension:


Wer träumt nicht davon, einmal eine völlig andere Seite von sich selbst ausleben zu dürfen. Da ist auf der einen Seite das biedere und normale Leben mit all seinen Annehmlichkeiten. Vor allem aber ist es die Sicherheit, die es uns bietet, ob in finanzieller oder gesellschaftlicher Art, die uns festhält. Andererseits träumen wir davon, einmal auszubrechen, etwas völlig verrücktes anzustellen.

Was spricht zum Beispiel gegen eine Karriere am Ballermann? Ben ist dreißig Jahre alt. Er lebt auf der Sonnenseite. Beruflich und auch privat läuft alles wunderbar. Aber es gibt auch Ben den Rebellen. Seine Liebe zur Musik und das Gefühl auf der Bühne zu stehen, bereichern sein Leben. Nur passen diese beiden Seiten seines Lebens nicht wirklich zusammen. Eine Zeitlang geht sein Doppelleben gut, doch irgendwann kommt der Punkt, an dem seine Energiereserven erschöpft sind. Ben muss sich entscheiden. 


Mit „Gruppentherapie“ erwartet Euch ein humorvoller, leichter Sommerroman. Mit viel Spaß, aber auch einer gehörigen Portion Tiefgründigkeit hat es Friedrich Kalpenstein geschafft, mich bis zur letzten Seite wunderbar zu unterhalten und zum Lachen zu bringen.

Ja, die Geschichte ist schräg und tropft vor Klischees, doch gerade diese bringen die Situationskomik herrlich zum Tragen. Runde Charaktere und der lockere Sprachstil des Autors, lassen den Leser nur so durch die Seiten fliegen. Amüsant, witzig, aber auch mit ernsteren Untertönen, ist dies ein absolutes Gute-Laune-Buch.

In Verbindung mir der von Friedrich Kalpenstein als Ben Valdern selbst eingesungenen CD, der Songtitel aus dem Roman, ist „Gruppentherapie“ eine wunderbare Urlaubslektüre auch für alle, die diesen Sommer nicht verreisen können. Holt Euch den Urlaub nach Hause.


Montag, 23. Juli 2018

Rezension "Mein letzter Sommer" von Cesarina Vighy - Atlantik Verlag

Nach §2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diesen Beitrag als Werbung



Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
Verlag: Atlantik (16. April 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3455650880
ISBN-13: 978-3455650884
D: 10,00 Euro







Inhalt:


Mit siebzig Jahren ist Amelia schwer erkrankt. Den nahen Tod vor Augen, lässt sie ihr Leben Revue passieren, erzählt von der ungewöhnlichen Liebesgeschichte ihrer Eltern in Venedig, von der beglückenden Flucht des Mädchens in die Welt der Bücher, vom Entkommen aus der Enge des Elternhauses an die Universität in Rom, von der ersten Liebe und dem Leben als Bibliothekarin mit Mann und Kind. Ein Leben, das schließlich eine dramatische Wendung erfährt, als die Ärzte bei ihr die Nervenkrankheit ALS diagnostizieren. Doch dieses Schicksal meistert Amelia mit scharfzüngigem Witz und ohne jedes Selbstmitleid. Auch wenn sie all ihre Sinne verliert, ist sie fest entschlossen, sich einen Sinn zu bewahren: den für Humor.
Quelle: Amazon



Die Autorin:


Cesarina Vighy wurde 1936 in Venedig geboren und lebte bis zu ihrem Tod im Jahr 2010 in Rom. Mein letzter Sommer war ihr Romandebüt, das 2009 in Italien zum gefeierten Bestseller avancierte und mit dem Premio Campiello ausgezeichnet wurde.
Quelle: Amazon


Rezension:


Wie lange oder in welcher Qualität wir unser Leben leben dürfen, weiß zum Glück niemand im Voraus. In „Mein letzter Sommer“ nimmt uns Cesarina Vighy mit auf eine Abschiedsreise durch ihr Leben. Die Dame Z. verbindet hier biografische Züge aus dem Leben der Autorin mit der Fantasie entsprungenen Gegebenheiten.

Es beginnt mit leichten Gleichgewichtsstörungen und bedeutet schon bald das unausweichliche Ende. Was im ersten Moment wie ein Geschenk anmutete, wird zu einer düsteren Prognose. Während ihr Köper immer mehr verfällt, bleibt ihr Geist hell wach. Bestechend klar nimmt sie – bereits der Unbeweglichkeit verfallen und komplett auf die Hilfe fremder Menschen angewiesen – ihre Umwelt wahr.

Dennoch beweist unsere Protagonistin große innere Stärke. Sie verzagt nicht, gibt nicht einfach kampflos auf und bewahrt sich einen tiefen Sinn für Humor. 
Dabei sind Cesarina Vighy´s Ausführungen mal sarkastisch, mal voller Witz- und Lebensfreude, aber auch Trauer. Sie schreibt von wundervollen Lebensmomenten, verlorenen Zeiten und ihrer Wut auf die Krankheit. Ehrlich, unverblümt ist ihr Blick auf die Menschen und sich selbst. Wie feine Nadelstiche ritzen ihre Worte an der Oberfläche. Wir erleben mit ihr das Bedauern über ungenutzte Momente und die Erkenntnis, bestimmte Dinge ihres Lebens noch einmal genauso handhaben zu wollen, wenn sich die Chance bieten würde. 
Es sind Worte der Liebe für ihre Familie und das Wissen, wie viel diese ihr bedeutet, wie wichtig die Menschen in ihrem Leben für sie waren bzw. noch sind. Mal hart, unerbittlich und mit großer Distanz, dann wieder warmherzig, voller Gefühle und Blick für die schönen Dinge des Lebens, brillieren die Ausführungen in ihrer Authentizität. Die eigene Vergänglichkeit schärft den Blick der Autorin für das Wesentliche.

„Mein letzter Sommer“ ist ein sehr intensives und realistisches Buch, dessen Schreibstil zwischen sezierender Distanz und farbenprächtiger Dichtkunst wechselt.